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3 Min Lesezeit 11 Kommentare

microSD-Karte verschlüsseln: Das sind die Vor- und Nachteile

Die microSD-Karte im Smartphone zu verschlüsseln ist eine Option, um Unbefugte daran zu hindern, auf die darauf hinterlegten Daten zuzugreifen. Wir zeigen Euch, welche Vor- und Nachteile die Verschlüsselung hat.

Smartphones mit erweiterbarem Speicher werden vor allem im Highend-Bereich immer seltener. Hier ist Samsung einer der wenigen Hersteller, der dieses Feature immer noch anbietet. Neben der Möglichkeit darüber den Speicher zu vergrößern, gibt es eine weitere Funktion: die Verschlüsselung. Doch die bietet nur einen Vor- und viele Nachteile.

SD-Karte verschlüsseln: Vorteile

Der größte Vorteil der Verschlüsselung der SD-Karte fürs Smartphone liegt auf der Hand: Die darauf liegenden Daten sind vor dem Zugriff Dritter geschützt. So kann niemand Eure SD-Karte entwenden und über ein anderes Gerät auslesen. Dazu benötigt er das Smartphone, mit dem die Daten verschlüsselt wurden.

SD-Karte verschlüsseln: Nachteile

Betriebssystem kann ausgebremst werden

Bei modernen Smartphones ist dieser Nachteil der Verschlüsselung kaum noch zu spüren: Das Auslesen der Daten erfolgt langsamer, wenn diese zuvor noch entschlüsselt werden müssen. Das macht sich allerdings zumeist nur nach einem Neustart des Smartphones und dann minimal bemerkbar. Hier müssen zum Beispiel die auf der SD-Karte befindlichen Bilder und Videos erst entschlüsselt werden, bevor sie in der Galerie-App angezeigt werden können.

Daten können nur vom Smartphone ausgelesen werden

Die von Euch auf der SD-Karte hinterlegten Daten können nur vom oder über das Smartphone ausgelesen werden. Das bedeutet, Ihr könnt die Karte nicht in einen Kartenleser stecken, um beispielsweise Musik oder ein großes Video darauf zu kopieren. Das gleiche gilt für andere Smartphones, außer das, mit dem Ihr die SD-Karte verschlüsselt habt. Das bringt uns auch gleich zum nächsten Punkt ...

Datenverlust bei kaputtem Smartphone

Der wohl größte Nachteil der verschlüsselten SD-Karte macht sich nämlich erst bemerkbar, wenn man es einen ohnehin schon am schlimmsten getroffen hat: Geht Euer Smartphone kaputt, ist auch das einzige Gerät dahin, das die Daten auf der Karte entschlüsseln kann. Damit kann selbst ein Displayschaden massive Auswirkungen auf Eure Daten haben. Zum Glück zeigt Euch Eric hier, wie Ihr das Smartphone immerhin mit der Maus bedienen könnt, wenn der Touchscreen nicht mehr will:

Wird das Smartphone geklaut, hilft auch die Verschlüsselung nicht

Wird Euer Smartphone mit eingelegter SD-Karte entwendet, nützt auch die Verschlüsselung nichts, wenn die Räuber es schaffen Eure Bildschirmsperre zu umgehen oder Euer Passwort zu hacken. Daher schützt die Verschlüsselung der SD-Karte nur, wenn die Karte zum Beispiel aus dem Telefon entfernt wird. 

Fazit

Die Vor- und Nachteile für das Verschlüsseln einer SD-Karte zeigen deutlich, dass hier die Nachteile in der Regel die Vorteile überwiegen. Wer keine hoch sensiblen Daten auf der Karte sichert, dürfte wenig Grund haben, sie zu verschlüsseln. Da empfehlen sich vielmehr Apps, mit denen sich einzelne Dateien oder Order verschlüsseln lassen, die man aber dann mit dem richtigen Code auch auf anderen Geräten einsehen kann.

Auf Samsung-Smartphones gibt es auch Funktionen wie "Sicherer Ordner". Auf anderen Modellen kann zu Apps wie EgoSecure, EDS oder SSE - File/Text Encryption & Password Vault gegriffen werden. 

11 Kommentare

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  • Bei mir stellt sich die Frage zwar momentan eh nicht, aber generell tendiere ich auch recht stark zum nicht-Verschlüsseln der Karte. Die microSD bei Bedarf herausnehmen und unproblematisch anderswo auszulesen/beschreiben zu können, ist ja gerade einer der großen Vorteile des Speicherkarten. Wenn man darauf keinen Wert legt, dann kann man ja gleich ein Gerät ohne Slot und dafür großem internen Speicher nehmen.


  • Sorry, aber dass die Verschlüsselung nichts nützt, wenn das Smartphone verloren geht / gestohlen wird, ist ja nu Schwachfug.

    Wenn das Gerät halbwegs vernünftig geschützt ist, werden sich die meisten unehrlichen Finder oder Diebe nicht die Mühe machen, das Gerät zu entsperren. Die machen einen Hardreset und fertig. DIe sind ja nicht an den Daten interessiert, sondern an der (evtl. veräußerbaren oder selbst nutzbaren) Hardware.

    Wer so hochsensible Daten auf der SD Karte mit sich rumträgt, dass sich Behörden oder Konkurenzfirmen (also Leute, für die sich der Aufwand des Entsperrens lohnt) dafür interessieren, der hat in der Regel ganz andere Probleme und Möglichkeiten.


  • Was soll das jetzt wieder? Als Fazit ratet ihr von Verschlüsselung ab und empfehlt dann externe Lösungen?
    Sind die etwa schneller als die hardwareunterstützten, ins System integrierten Lösungen?
    Droht bei externen Apps kein Datenverlust bei Verlust des Smart Devices?

    Abgesehen davon, finde ich Euer Fazit eigenartig. Umgesetzt auf die Wohnung bedeutet das, keine Schlösser einzubauen, denn bei Verlust des Schlüssels kommt man nicht mehr in die Wohnung.

    Ein Backup der Daten auf dem Smartphone außerhalb desselben sollte im Jahr 2018 langsam selbstverständlich sein. Und genauso wie für eine Wohnung sollte man einen digitalen Zweitschlüssel haben.

    Es gibt Lösungen für alle namhaften Cloudspeicher, die ein Backup automatisieren. Wer denen mißtraut, kann immer noch auf sein heimisches NAS synchronisieren, sobald seine Smart Device im WLAN angemeldet ist. Dort erübrigt sich vielleicht auch eine zusätzliche Verschlüsselung, solange das NAS nicht von außen zugänglich ist und niemand in das WLAN gelassen wird.

    Grobi


  • SD-Karte?....dieses Thema dürfte bei den meisten High-End Smartphones der Vergangenheit angehören.Die haben nicht mal SD-Slot.


  • Der Hauptgrund, es nicht zu machen, steht ja bereits im Artikel: Wird das ganze Handy geklaut ist die SD-Verschlüsselung auch hinfällig. Und mal Hand aufs Herz: Wie oft wurde euch die SD-Karte aus dem Handy geklaut und das Gerät selbst liegen gelassen? Eben. Wenn, dann wird doch das ganze Teil geklaut - welcher Dieb macht sich denn den Aufwand die SD-Karte aus dem Schlitten zu nehmen... und wofür? Die wichtigen Daten befinden sich auf dem Gerät, das man ganz nebenbein auch noch zu Geld machen könnte.


  • Natürlich gibt es einem das subjektive Gefühl der Kontrolle und Sicherheit, wenn man die SD-Karte verschlüsselt. Aber ich habe meine SD-Karten immer nur als Massenspeicher für "unsensible" Daten genutzt: Videos, Musik und Bilder! Natürlich sind sie teils sehr persönlich und es wäre schon unangenehm, wenn die Privatssphäre von Dritten ausgelesen werde könnte. Aber es ist insoweit nicht besonders kritisch. Dokumente und wichtige persönliche Unterlagen verwahre ich im Gerätespeicher mit entsprechenden Schutzmaßnahmen.
    Und natürlich (ent)sperre ich mein Smartphone nicht mit meinem engelsgleichen Antlitz oder der geschmeidigen Anmut der Papillarleisten meiner Finger... Einen PIN zu hacken (der übrigens nicht nur vierstellig sein sollte) scheint mir schwieriger. Und meist "verschwindet" ja das ganze Gerät!


    • "Und natürlich (ent)sperre ich mein Smartphone nicht mit meinem engelsgleichen Antlitz oder der geschmeidigen Anmut der Papillarleisten meiner Finger... Einen PIN zu hacken (der übrigens nicht nur vierstellig sein sollte) scheint mir schwieriger."

      Bei etwas zielgerichteter herbeigeführten Verlusten muss der Täter den PIN aber vielleicht gar nicht hacken - weil er ihn nämlich schon abgeguckt hat; Schultersurfing, Cameras, etc. So oft wie ein Smartphone täglich entsperrt wird, gibt's da ja zahlreiche Möglichkeiten dazu.


    • Also ich entsperre mein Smartphone mit dem Fingerabdruck. Passwortgeschützt ist es ja trotzdem noch, denn nur den Fingerabdruck selbst kann man als Entsperroption nicht einstellen.


  • Bei Huawei bzw Honor gibt es die "Tresorfunktion", die durch Kennwort bzw Fingerabdruck geschützt ist.

    dsahm


  • Auf den Firmen Phone ist die SD verschlüsselt, auf den Privaten ist sie es nicht. In der Nutzung ist kein Unterschied zu spüren. Jeweils U3 Karten im Einsatz. Darauf liegen Bilder, musik etc...


  • Tim vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Also an sich bietet so eine Verschlüsselung dann dennoch weniger, als die Daten direkt auf dem internen Speicher... dort sind sie an sich genauso geschützt und bremsen dabei das System nicht aus.

    Einen wirklichen Mehrwert sehe ich persönlich nicht, außer man will eben eine (langsame) SD als internen Speicher nutzen.

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