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Mercury Browser - Kampf den Platzhirschen!

Google Chrome dürfte (fast) jeder Android-Enthusiast kennen. Doch neben den Platzhirschen Chrome und Firefox, gibt es auch nennenswerte Alternativen, welche einen längeren Blick wert sind. Einer dieser Vertreter ist unser heutiger Testkandidat Mercury Browser.

Ob es Mercury Browser schafft den Platzhirschen das Revier streitig zu machen, erfahrt ihr in unserem heutigen Testbericht!

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Bewertung

Pro

  • Grafische Präsentation
  • Performance
  • Grundfunktionalität passend erweitert.

Contra

  • Gesten zum Wechseln/Löschen der Tabs umständlich
  • Synchronisierungsmöglichkeiten
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Google Nexus 4 4.3 Nein 1.0 3.2.3

Funktionen & Nutzen

Wie bereits in der Einleitung geschrieben, ist Google Chrome der große Platzhirsch im Android-System. Der Browser, aus dem Hause Google, legt seit knapp 5 Jahren auf dem PC und seit mehr als anderthalb Jahren auf den mobilen Systemen einen Siegeszug hin. Doch unser heutiger Testkandidat hat die Mittel und Funktionen - soviel sei an dieser Stelle schon verraten - um Google Chrome den Platz auf dem ein oder anderen Smartphone streitig zu machen.

Der Mercury Browser profitiert hierbei von einer der ganz großen Stärken Androids. In unserem Lieblingsbetriebssystem ist es nämlich, ganz im Gegenteil zum großen Konkurrenten aus Cupertino, möglich die standardmäßig eingestellten Applikationen, wie den Browser oder die SMS-Applikation, zu verändern. Dadurch kann statt Google Chrome der Mercury Browser als „Standard“ gewählt werden.

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Das flache Design kann überzeugen und fügt sich gut ins Gesamtbild ein. Die sehr komfortable Funktion der Verknüpfungen auf der rechten Seite ist nicht für die deutschen Varianten verfügbar! / © AndroidPIT

Schon beim ersten Aufrufen unseres Testkandidaten fällt ein sehr positiver Aspekt der Anwendung auf. Denn der Mercury Browser führt in einer kurzen Galerie in die wichtigsten Funktionen ein. Dies hilft dem unbedarften Nutzer ungemein, um die Unterscheidungsmerkmale im Vergleich zu den Konkurrenz herauszuarbeiten. Trotzdem hätte man die Gestensteuerung beim Wechsel und Löschen von Tabs näher erläutern können, doch dazu später mehr im nächsten Kapitel.

Aus funktioneller Seite kann der Mercury Browser überzeugen. Die Liste mit Verknüpfungen ist übersichtlich und bietet einen schnellen Zugriff auf die täglichen Routine-Webseiten. Das Laden der Seiten geschieht flott und ohne große Verzögerungen. Die Organisation der einzelnen Tabs ist intuitiv und mit den verfügbaren Swype-Gesten stellt sich ein flüssiger Arbeitsablauf ein.
Ein besonderes Augenmerk sollte man jedoch auf die Unterscheidungsmerkmale der Applikation richten. Denn die üblichen Funktionen eines Browsers sind sehr gut gelungen und waren im Testzeitraum kein Grund zur Kritik.

Diese besonderen Funktionen finden sich bei Mercury fast alle in der unteren Menüleiste. Einzige Ausnahme ist hierbei das Auswählen von einem von 12 verschiedenen Suchmaschinen. Beim Lesen der Beschreibung in unserem APP-Center, habe ich mich sehr auf diese Funktion gefreut und war im ersten Moment auch von der Umsetzung erfreut. Der Nutzer kann nämlich zwischen 12 „Suchmaschinen“ auswählen, wobei dieser Begriff nicht ganz der Realität entspricht. Vielmehr handelt es sich um 12 verschiedene Dienste, unter denen zwar auch Suchmaschinen zu finden sind (Google, Yahoo!...), aber auch Vertreter wie Amazon und Wikipedia. In meinen Augen eine sehr gute Funktion, da es den Zusatzschritt über die Google Suche (meist) eliminiert. Leider ist nicht an die deutschen Nutzer gedacht worden und alle Dienste verweisen auf die US-amerikanischen Pendants. Weiterhin besteht keine Möglichkeit diese Dienste händisch auf die deutschen Äquivalente umzustellen. Ein Versäumnis, welches in Anbetracht des möglichen Mehrwerts, besonders schwer wiegt.

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Viele Funktionen finden sich in der unteren Menüleiste! / © AndroidPIT

Weitere sehr gelungene Funktionen sind die Integration eines „Private Mode“, des „User Agents“ und der Plugins. Der private Modus dürfte vielen aus Google Chrome und Firefox bekannt sein und kann in manchen Situationen hilfreich sein. Man denke nur an die Weihnachtsgeschenke der Freundin (sofern man früh dran ist). Der User Agent „gaukelt“ den Webseiten andere Geräte vor. Damit kann sich das Gerät als iPhone, iPad oder Desktop ausgeben und somit die jeweiligen Ausgaben der Webseiten aufrufen. Auch diese Funktionen ist sehr hilfreich, wenn die Android-Version der Webseite bestimmte Funktionen nicht anbietet (wie bei manchen Airlines).

Schlussendlich noch ein letzter Einschub zum Thema Plugins. Diese bestehen aus sechs Funktionen, welche dem Nutzer das Leben leichter machen sollen. Dies gelingt besonders dem Reader (welcher eine reine Lesevariante der geöffneten Webseite anzeigt). Andere Plugins wie „Translate“ oder „Ad Block“ habe ich im Testzeitraum fast nie benutzt. Besonders „Ad Block“ verwende ich persönlich aus Solidarität mit den Webseitenbetreibern nicht, doch dies ist rein meine persönliche Meinung.

Leider ist auch der Mercury Browser nicht makellos und lässt einige (aus Chrome und Firefox bekannte) Funktionen vermissen. So sind besonders die Möglichkeiten der Synchronisation sehr eingeschränkt. Hier ginge deutlich mehr, wobei natürlich Google mit dem Fuhrpark aus verschiedenen Diensten einen deutlichen Vorteil besitzt.
Weiterhin fehlte mir die Einstellungsmöglichkeit Webseiten „vorab“ zu laden. Dies ist eine sehr hilfreiche Funktion, welche das Surfen angenehmer gestalten kann. Auch bei der Sicherheit sind viele sehr gute Ansätze vorhanden und Cookies können mit einem Klick gelöscht werden, doch noch detailliertere Funktionen wären auf dem Wunschzettel.

Bildschirm & Bedienung

Die grafische Präsentation von Mercury Browser ist sehr gut gelungen. Das Design wirkt "flach" und nimmt Anleihen am "Karten"-Design verschiedener Google Applikationen. Durch das sehr schlichte Design wirkt auch der Nachtmodus nicht aufgesetzt, sondern sogar elegant.

Der einzige große Kritikpunkt ist, dass die Gesten zum Wechseln der Tabs und zum Löschen dieser, nicht erklärt werden. Mit zwei Fingern wischt man zum nächsten Tab und mit drei wird dieser gelöscht. Leider ist diese Geste, in der Praxis, der Geste von Google Chrome klar unterlegen. Eine Bedienung mit einer Hand kann man de facto ausschließen. Die Gestensteuerung funktioniert hingegen bei der Tablet-Oberfläche sehr gut. 

Speed & Stabilität

Mercury Browser lief im Testzeitraum einwandfrei.

Preis / Leistung

Mercury Browser ist kostenlos verfügbar.

Abschließendes Urteil

Der Mercury Browser ist eine echte Alternative zu den Platzhirschen Chrome und Firefox. Nicht nur die grundlegenden Funktionen setzt die Anwendung sehr gut um. Auch zusätzliche Inhalte wie die Plugins oder den "User Agent", konnten im Testzeitraum überzeugen.

Lediglich die Gesten und die Synchronisierungsmöglichkeiten lassen noch zu wünschen übrig und können nicht ganz mit der Qualität der restlichen Applikation mithalten. Dies ist wohlgemerkt Kritik auf hohem Niveau und eine sehr gute Bewertung ist mehr als gerechtfertigt. 

15 Kommentare

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  • Seit Android 4.3 gefällt mir der Standardbrowser nicht mehr, besonders den anonymen Modus und die nicht zu löschenden voreingestellten Favoriten von Samsung. Ich habe Chrome und Firefox als Alternativen ausbrobiert. Sie konnten mich nicht überzeugen. Überzeugt hat mich der Browser von Maxthone, den es u.a. auch in einer PC Version gibt. Freue mich schon den Test von euch dazu zu lesen.

  • @Nima Begli

    Ja, schon klar. ;) Aber nützt ja nix... Flash freiwillig nicht zu nutzen ändert auch nichts an der Lage.
    Ein Browser, der kein Flash beherrscht, kommt mir nicht in's Haus.
    Ich kauf mir ja auch keinen Blue Ray-Player, der keine DVD's abspielen kann...

  • Anonymous
    • Mod
    18.10.2013 Link zum Kommentar

    @All:

    Danke für die tollen App-Tipps! Bin gerade dabei mir mal alle im Play Store anzuschauen und wir ziehen eine Top-5 Reihe mal in Betracht. Hatte nicht gedacht, dass so viele unserer aktiven Leser andere Browser nutzen ;)

    Dolphin habe ich selbst auch auf dem Smartphone und die Funktionsvielfalt ist natürlich Top. Die anderen wie den Next, Sleipnir oder Maxthon, kannte ich nicht. Da müssen wir dann eine Vorauswahl treffen. Mal schauen was sich da machen lässt :)

    @Sebastes:

    Und darum geht es mir. Allein der Umstand, dass diese Webtechnologie noch lange Bestand haben wird, lässt einen Schauer über meinen Rücken laufen... ;)

  •   24
    TlM 17.10.2013 Link zum Kommentar

    Next Browser ist nicht so doll. Zwar ähnlich schnell wie andere, aber so einige fehlende Funktionen, etwa bei der Tabverwaltung.

  • Next Browser ist einer der Besten...
    testet ihn und ihr werdet begeistert sein

  • Sehr schöner Test!
    Der Browser wird direkt mal getestet.

  • @Nima Begli: Danke für die Antwort. Hätte ja sein können, dass ihr so ne Serie wie bei den Wetter Apps macht

  •   24
    TlM 17.10.2013 Link zum Kommentar

    @Nima Begli:
    Nicht nur Browser großer Firmen können was - gut, dass du auch auf andere achtest.

    Folgende Browser gehören nach meiner Meinung zu den TOP 5; wäre schön, wenn das durch Tests auch wahrgenommen wird:
    - Boat Browser
    - Sleipnir Mobile
    - (Quick ICS Browser - leider wohl nicht mehr weiterentwickelt, evtl. als Test daher eher ungünstig)

    Mit diesen Browsern kenne ich mich recht gut aus, bei Fragen gerne melden.

  • Ich werde wohl nie verstehen, warum Chrome(der Platzhirsch) so beliebt ist. Wenn man den Dolphin Browser gewohnt ist(und seine Funktionsfülle auch voll ausnutzt), kommt einem Chrome echt lächerlich vor.
    Wenn Mercury also "einige Funktionen aus Chrome und Firefox vermissen lässt", weiß ich schon, welchen Browser ich als nächstes gleich mal NICHT teste... erspart mir Lebenszeit. ;)
    @Nima Begli: Flash nicht getestet? Ja, geht's denn noch? xD Ist ja nicht so, dass Flash niemand brauchen würde... in einer Welt, in der Flash noch laaaaaaange Zeit im Netz präsent sein wird. Tsts...

  • Anonymous
    • Mod
    17.10.2013 Link zum Kommentar

    @Alex Perez: Habe ich nicht getestet. Ich bin aber auch ein vehementer Gegner Flashs. Jedes Mal, wenn diese Webtechnologie mein Macbook auf 2000 Grad aufheizt, danke ich Steve Jobs.

  • Kann der Browser Flash abspielen? Wenn nicht, dann eher ein Rückschritt und für mich somit kein Mehrwert gegenüber dem Dolphin Browser, der so wieso mit Abstand der Beste im Playstore ist.

  • Anonymous
    • Mod
    16.10.2013 Link zum Kommentar

    @engländer: Was sucht denn ein Android Neuling der ganz unbedarft ist? In meinen Augen nach Firefox und Internet Explorer (ohne Witz) :D Aber von den Funktionen her gebe ich dir Recht.

    @Sascha:

    Wir haben noch einige Tests vor uns. Die anderen Browser kommen bestimmt auch vor. Ich kann jedoch nicht versprechen, dass das die nächsten Tage passiert ;)

  • Firefox würde ich nicht als Platzhirsch bezeichnen. Der ist inzwischen miserabel zu bedienen und total verbuggt sowie extrem instabil bei Verwendung mehrerer Tabs. Ich habe den längst gegen Sleipnir eingetauscht, über dessen Komfort und Funktionsvielfalt ich immer wieder staune. Mercury macht keinen schlechten Eindruck, ich würde aber jederzeit Opera, Dolphin oder insbesondere Sleipnir vorziehen.

  • Testet ihr auch noch andere Browser wie Dolphin, Opera und Maxthon?

  • Vielen Dank für diesen Test und diesen Tipp!

    Ich habe Mercury gleich mal in Betrieb genommen und muss sagen, ich bin begeistert! Als Fan des Flat-Designs, ist er für mich eine Augenweide. Lediglich die Buttons für Suchanbieter könnten größer und dem Grunddesign entsprechender sein.

    Die Surfgeschwindigkeit ist der von Chrome und Firefox ebenbürtig. Opera hingegen kommt gar nicht mehr hinterher.

    Was besonders positiv auffällt: Die Größe! Mit nicht einmal 8 MB, benötigt Mercury nur einen Bruchteil des Speichers, den Chrome, Firefox und Co beanspruchen. Wohl eine echte Alternative für alle mit Platzproblemen. Ich werde Mercury wohl definitiv länger in Betrieb halten.

    Vielen Dank nochmal.

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