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Kommentar 5 Min Lesezeit 18 Kommentare

Mehr intelligente Häuser? Oh ja, aber bitte!

Das Konzept des intelligenten Hauses ist keineswegs etwas, das sich erst in den letzten Jahren entwickelt hat. Die Vision des smarten Heims wurde uns bereits im berühmten Cartoon Die Jetsons der frühen sechziger Jahre vorgestellt. Diese Technologie hat sich noch nie so stark entwickelt wie heute und bringt viele Vorteile mit sich. Warum also nicht mehr intelligente Häuser bauen?

Es gibt so viele technologische Erfindungen, die heute als völlig normal und regelrecht vorausgesetzt gelten, die aber in den sechziger Jahren nur schwer vorstellbar waren: Videoanrufe über TV-Geräte, 3D-Drucker, Drohnen und Smartwatches sind nur Beispiele dafür, wie sich die heutige Technologie ständig von der Phantasie der Vergangenheit inspirieren lässt.

Die Einführung des so genannten IoT (Internet of Things) trug dann maßgeblich dazu bei, die berühmte Comicserie in die Realität umzusetzen und inspirierte große Unternehmen und Designer aus aller Welt. Laut Gartner, einem führenden Statistik- und Prognose-Unternehmen, "wird bis 2022 jeder Haushalt mehr als 100 intelligente Geräte zu Hause haben. Das Smart Home wird zahlreiche innovative Möglichkeiten bieten", heißt es weiter.

Ich stimme dieser Aussage voll und ganz zu, zumal diejenigen, die die neuesten Smart-Home-Technologien einsetzen, bereits jetzt mehrere Vorteile genießen können, darunter:

  • Erhöhte Sicherheit: Überwachungskameras für den Innen- und Außenbereich
  • Mehr Komfort: Mit intelligenten Glühbirnen könnt Ihr das Licht ausschalten, ohne vom Bett oder Sofa aufstehen zu müssen
  • Mehr Unterhaltung: Verwaltet die Musikanlage oder Smart TV direkt von Eurem Smartphone aus, überflüssige Fernbedienungen verschwinden
  • intelligente Küche: Es gibt bereits mehrere Arten von intelligenten Kühlschränken, die mit internen Kameras ausgestattet sind, mit denen Ihr deren Inhalt von überall auf der Welt direkt von Eurem Smartphone aus sehen könnt

Die enorme Verbreitung dieser Geräte ist sicherlich auf die erfolgreiche Arbeit von Unternehmen wie Apple, Google und Amazon zurückzuführen. Jeder von ihnen hat sein eigenes System entwickelt, um das Zuhause auf intelligente Weise zu steuern. Apples HomeKit und HomePod haben ein gutes Ökosystem für die Automatisierung Eures Heims geschaffen.

Aber nicht nur das, Google wiederum treibt dank des Google Assistant und der Google-Home-Familie viel in diesem Markt voran. Der erste Schritt in Richtung Haustechnik war sicherlich die Übernahme von Nest, einem Hersteller von intelligenten Thermostaten und weiteren smarten Geräten. Das Gleiche gilt für Amazon, das mit seiner Echo-Reihe und der Unterstützung seines eigenen virtuellen Assistenten Alexa es Euch ermöglicht, praktisch jedes Smart-Home-Gerät mit Hilfe der Stimme zu steuern.

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Mit der Echo-Familie hat Amazon den größten Marktanteil im Bereich Smart Home. / © AndroidPIT

Aber kommen wir zum Hauptpunkt dieses Artikels. In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach dem Bau von Smart Homes dank der Einführung all dieser Produkte für das Smart Home deutlich gestiegen. Warum also nicht von Anfang an selbst Smart Homes bauen?

Die Umsetzung eines solchen Projekts eröffnet gleichzeitig neue Möglichkeiten für Architekten, Bauherren, Eigentümer und Technikanbieter. Ganz zu schweigen davon, dass die ständige Aktualisierung von Hard- und Software einerseits mehr Gewinne und andererseits mehr Einsparungen bringen wird.

Smart-Home-Device-Anbieter könnten offen mit der Bauindustrie zusammenarbeiten und davon profitieren:

  • eine neue Marktlücke schaffen
  • neue Kunden gewinnen
  • Energie- und Geldersparnis für Familien
  • mehr Komfort und Sicherheit im Haus bieten

Diese wenigen Vorteile reichen schon aus, um die Smart-Home-Industrie zu inspirieren, aber es gibt noch viel mehr. Vor allem der dritte Punkt ist aus Sicht der Familien wohl der wichtigste: Das Verbrauchsmanagement und die Einsparungen beim Familienbudget sind die Hauptgründe, die viele Nutzer dazu bringen, sich mit intelligenten Geräten für Beleuchtung, Heizung, Sicherheit usw. auszustatten.

Wie das alles funktionieren kann, zeigen bereits klare Beispiele: Lennar Ventures, eines der bedeutendsten amerikanischen Bauunternehmen, hat in Zusammenarbeit mit Amazon die ersten komplett intelligenten Häuser geschaffen. Jedes Haus ist von Anfang an mit WLAN und Smart Services ausgestattet, darunter: Thermometer, Leuchten, Türklingel und Schlösser, die alle per Sprache über die bereitgestellten Alexa- und Amazon Echo-Geräte gesteuert werden.

"Das ist unser Markenzeichen. Smart Homes sind ein wichtiger Schritt bei der Einführung dieser Technologien" - David Kaiserman, CEO von Lennar Ventures.

Alle Smart-Devices in der Wohnung werden von den Eigentümern über ihr Smartphone oder Tablett einfach verwaltet und konfiguriert. Ihr könnt Schlösser öffnen und schließen, Lichter ein- und ausschalten und sogar sehen, wer geklingelt hat, ohne sich der Tür auch nur zu nähern.

lennar smart home system
Die gesamte Leitstelle eines Lennar Smart Homes. / © Lennar Ventures

Dies ist ein großer Fortschritt, den noch kein anderes Unternehmen der Welt auf diese konsequente Weise gezeigt hat, aber früher oder später wird es wahrscheinlich ein Muss werden. Wenn Ihr Euch die Zahlen anseht, werdet Ihr feststellen, dass die Argumentation von Lennar Ventures nicht falsch ist: Allein in den Vereinigten Staaten verwenden im Jahr 2018 schon 18% der Bürger Smart-Home-Geräte, deren Umsatz um 28% gestiegen ist und Gewinne von 23,5 Millionen US-Dollar erzielen. Amazon liegt mit 66,6% Marktanteil an der Spitze, Google folgt mit 29,5%.

Der Wandel kann jederzeit und schnell erfolgen, so dass es besser wäre, wenn die Hersteller die Gelegenheit nicht verpassen, und aktiv den Markt vorantreiben.

Wie seht Ihr das? Steht Ihr dem Smart Home allgemein eher kritisch gegenüber oder wollt Ihr Euer Heim auch entsprechend ausstatten?

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18 Kommentare

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  • Wer ein Smartphone home haben will kann das gerne so machen, an der tollen leitzentrale sieht man wir viele verschiedene Komponenten da zusammen gefunkelt wurden um das irgendwie ans laufen zu bekommen.

    Licht, Heizung und rollos /Jalousien sollten automatisch funktionieren. Abhängig von Uhrzeit, Wetter, sonnenstand und Anwesenheit der Bewohner.

    Und was passiert wenn das WLAN mal nicht geht, will ich gar nicht erst wissen.

    Dabei gibt es Alternativen die es schon Jahrzehnte gibt und deutlich stabiler laufen als dieser bastelkram.


    • C. F.
      • Blogger
      vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Am Ferienhaus am See hat der Nachbar auch ein Smarthome. Da gehen dann wegen Sonnenstand, Wind etc. alle 30 min die Rollläden hoch und runter. Sehr smart und energiesparend.


  • Mehr intelligente Häuser? Oh Nein 👎, bitte!

    Obwohl die Jetson eine richtig tolle Serie ist.


  • .......ich denke gerne pragmatisch und stehe dem ganzen skeptisch gegenüber.......


  • "Laut Gartner, einem führenden Statistik- und Prognose-Unternehmen, "wird bis 2022 jeder Haushalt mehr als 100 intelligente Geräte zu Hause haben. Das Smart Home wird zahlreiche innovative Möglichkeiten bieten", heißt es weiter."

    Wie Gartner eine solche Aussage machen kann, würde mich mal interessieren. Mein Haushalt wird bis 2022 garantiert nicht mehr als 100 smarte Geräte haben, also ist "jeder" schon mal falsch.
    Ich vermute, ich habe nicht mal 100 Geräte, habe sie aber nicht gezählt.
    Bauen ist derzeit ohnehin derart teuer, dass mich wundern würde, wenn überhaupt ein größerer Teil der Bauherren Geld für solchen Firlefanz übrig hätte. Die haben bestimmt andere Sorgen, als das Licht vom Bett aus einzuschalten, oder in Tokio dem Inhalt des Kühlschranks beim Schimmeln zuzusehen.


    • Ist auch so. Natürlich hätten es viele gerne, den Wasserhahn mit Fernbedienung, die appgesteuerte Wandheizung oder die kleinen Kameras in jedem Raum. Der Traum findet jedoch jedesmal ein jähes Ende, wenn man über Kosten spricht. Nicht dass all diese Dinge wahnsinnig kostspielig wären, nein, aber beim Hausbau lauern so viele Kosten, mit denen der private Bauherr nie gerechnet hat und da bleibt am Ende dafür nichts mehr übrig. Das wird sich auch nicht ändern in naher Zukunft, da Bauen und auch Baugrund immer teurer werden.


    • In den nächste drei Jahren über 100 Geräte?
      Hilfe, suche Sponsor😩.

      Ne, das wird wohl nichts. Es wird wohl so bleiben wie es ist.
      Smartphone und Smartmeter.

      Ach, und den smarten Bewohner nicht vergessen 😘.


    • C. F.
      • Blogger
      vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      ""Laut Gartner, einem führenden Statistik- und Prognose-Unternehmen, "wird bis 2022 jeder Haushalt mehr als 100 intelligente Geräte zu Hause haben. Das Smart Home wird zahlreiche innovative Möglichkeiten bieten""

      Meine Frau und ich werden 20 Smartphones, 12 Kühlschränke, 18 Waschmaschinen, 6 Wäschetrockner, 17 Haarföhns, 22 intelligente Zahnbürsten, 5 Körperwaagen, etc. haben? Echt? Wow. Wußte gar nicht, dass wir das brauchen.


  • Ich wünsche mir mehr intelligente Menschen!


  • Willkommen in der totalen Überwachungs und Geldstaubsaugerfalle.

    Wenn man sich über intelligente Dinge unterhält, sollte man sich erst einmal die Definition von Intelligenz verinnerlichen.

    Wenn man das getan und verstanden hat, weiß man, daß diese Dinge null intelligent sind.

    Aber wenn schon niemand auf mich hört, so sollen es wenigstens meine Leuchtmittel machen.
    😭.
    Die Menschheit wird folgender Maßen enden.
    Zu blöd ein Bild an die Wand zu bringen,
    sich den Inhalt des eigenen Kühlschranks auf dem Handy ansehen und dabei angeben wie 'ne Tüte Mücken.


  • Echt jetzt? Ich habe nach einem Drittel aufgehört zu lesen. Endlich das Licht ausmachen, ohne von der Couch aufzustehen? Den Inhalt meines Kühlschranks von jedem Punkt der Erde aus anschauen? Mehr Sicherheit durch Kameras? Die allermeisten haben noch nicht mal vernünftig ihre Fenster gesichert, da helfen Kameras gar nichts. Es sei denn dem Einbrecher bei der Arbeit zuzuschauen. Kann man ja vielleicht was lernen. Ich bin Mitte 50 und dank regelmäßigem Sport in der Lage einen Lichtschalter ohne Zerrung zu betätigen. Und jetzt kommt's: ich kann sogar geschwind und leichtfüßig die Couch oder das Bett verlassen. Wie es aussieht rollt ihr euch wohl mühselig da runter / raus. Auch eine Kühlschranktür kann ich öffnen. Ja, auch von einem großen Kühlschrank.
    Leute, ich bin echt Technik affin, daher treibe ich mich auch auf dieser Seite rum.
    Aber nicht alles ist echter Fortschritt. Nicht alles muss man mitmachen. Ich habe mich schon bei einigen "Neuerungen" ausgeklinkt. Nicht, weil ich die Technik nicht verstehe. Aber meine Lebenserfahrung teilt neue Technik in drei Kategorien ein:

    1. Toll, will ich haben, bringt mir echten Nutzen

    2. Hä, was soll das? Kann weg!

    3. Haua, das kann Konsequenzen haben, lassen wir mal lieber.

    In 10 Jahren fällt mal der Strom aus und ihr sitzt dann hilflos in einer dunklen Bude:-)


    • Siehe mein Link unten. Nicht dunkel, aber kalt.

      Ansonsten kann ich dir in keinster Weise zustimmen. Smart Home bedeutet Komfort und den möchte jeder in unterschiedlicher Weise und das kann man auch niemandem vorwerfen. Jeder kann sein Geld ausgeben, wofür er möchte. Denn wenn ich deiner Sichtweise folge, kann ich auch eine Klimaanlage im Auto in Frage stellen, mach halt einfach das Fenster auf. Oder Gefrierschränke, wo man doch heute überall Lebensmittel jederzeit kaufen kann. Wozu ein Thermomix, wozu Rasenmäher? Eine Fernbedienung fürs Garagentor? Dekadent! Und weg mit Reißverschlüssen, Knöpfe tuns auch. Schau dich bei dir zuhause um, ich bin sicher, du wirst jede Menge Komfort finden, den andere von einem anderen Standpunkt aus betrachtet als unnötig und affig bezeichnen würden.


      • Du musst aber die Verhâltnissmäßigkeit im Zusammenhang mit der Ökologie und den Konsequenzen auf andere Personen mit in Bezug nehmen.

        Der Hunger nach Rohstoffen und Energie durch ein Smart home steht in keinem Verhältnis mehr zu 7/8 der restlichen Menschheit.
        Das hat absolut nichts mehr mit Knöpfen und Reißverschlüssen zu tun.


    • @ Bernhard Feder

      Ich bin voll und ganz Ihrer Meinung.

      Zu hause habe ich zwar auch meine Alexa, aber wenn ich ehrlich bin, ist der einzige regelmäßige Nutzen des Geräts ein Radioersatz. Die damit verbundene Lampe kann ich mit zu vernachlässigendem Aufwand auch anknipsen.

      Das Leben im 21. Jahrhundert ist tatsächlich so komfortabel, dass es den Menschen von vor, sagen wir einmal 150 Jahren, komplett märchenhaft vorkommen müsste. Wie weit soll es denn noch gehen? Es funktioniert doch schon alles auf Knopdruck.

      Vordergründig wird mit Energiersparnis argumentiert, aber um alles zu vernetzen ist ein erheblicher Energieaufwand nötig (wäre das Internet ein Staat, würde es soviel Energie verbrauchen wie Dänemark). All die Rohstoffe, die benötigt werden... In das Smart-Home-Land werden die schick designten Artikel importiert, aber gleichzeitig werden Umweltverschmutzung und Ausbeutung in Entwicklungsländer exportiert.

      Selbstverständlich bin ich dafür, sich bei Neuanschaffungen Geräte auf aktuellem technischen / baulichem Stand zu leisten, um auch auf diese Weise einen Beitrag zur Energieeinsparung zu nutzen. Ein erwachsener Mensch sollte vielleicht einfach einmal die Denkerbsen anknipsen ud bspw. morgens daran denken, die Heizung runterzudrehen, wenn er aus dem Haus geht. Die Smart-Home-Industrie versucht lediglich, einen neuen Markt zu generieren und so den Reichen Geld aus der Tasche zu ziehen. Nur, damit wir unseren immer fetter werdenden Ar..., Verzeihung, Bauch noch nicht mal mehr zu Lichtschalter schleppen zu müssen.


      • Man muss sich bei manchen Smart-Einrichtungen tatsächlich fragen, ob man sich nicht bereits in den Bereich des sinnlosen "Overengineering" begibt. Um einen (für gesunde Menschen) minimalen Komfortgewinn, wie das Einschalten des Lichts per Sprachzuruf (oft mit Latenz verbunden) zu erreichen, oder das Licht "vom Bett aus einzuschalten" braucht man eine Infrastruktur, die ihrerseits Administrations- und Wartungsaufwand erfordert, und eine erhöhte Komplexität mit sich bringt. Spätestens, wenn der Administrations- und Wartungsaufwand den Wert des Komfortgewinns übersteigt, ergibt die Sache keinen Sinn mehr.


  • Ich sage mal nur, man muss sich diese Spielereien leisten wollen und können. Ihr habt vom Thema Bauen offensichtlich so gar keine Ahnung, damit solltet ihr euch aber mal beschäftigen, wenn ihr Artikel über dieses Thema schreibt. Und zwar nicht mit dem amerikanischen Markt, der ein komplett anderer ist als hierzulande. Befasst euch mit dem Thema Kosten und Finanzierung, insbesondere der junger Familien, Nachhaltigkeit und Standards. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Das oben ist jedenfalls kein Artikel, sondern nur ein Werbetext der Smart Home Branche und alles, nur nicht eine kritische Betrachtung.
    Smart Home ist in Deutschland beim Bauen jedenfalls kein Thema. Die handvoll Musterhäuser, die Hersteller dieser Systeme teils teuer mitfinanzieren, können darüber nicht hinwegtäuschen.

    Edit: Hier ein Beispiel zum Thema Standards, das sagt schon alles.
    https://mobile.twitter.com/skoops/status/1065700195776847872/photo/1


  • Smart Home mag die Zukunft sein,nur nicht mehr heute.


  • Och nö muss nicht sein. Bin ich persönlich kein Fan von.

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