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Teardown: Was ist ein Galaxy S5 wirklich wert?

Anders als Google, sind Konzerne wie Samsung und Apple von ihrem Hardware-Geschäft abhängig. Daher verkaufen sie ihre Smartphones mit hohen Gewinnmargen. Aber wie hoch sind diese tatsächlich? Die reinen Produktionskosten geben einen ersten Hinweis.

galaxy s5 watermark 17
© AndroidPIT

Was ist ein Galaxy S5 tatsächlich wert, wenn man sich die Materialkosten ansieht? Nach einem gründlichen Teardown beziffert IHS Technology den Preis mit 256 Dollar. Damit wäre es minimal teurer als sein Vorgänger (244 Dollar) und zu unserer Überraschung deutlich teurer als das iPhone 5s (199 Dollar).

Dass Apple die höchsten Gewinnmargen hat, ist bekannt. Gleichzeitig sehen wir hier allerdings auch, dass das Material offenbar nicht zwangsläufig einen bedeutenden Einfluss auf den Endpreis hat, denn Apple nutzt bekanntlich Aluminium und setzt in Sachen Verarbeitungsqualität Industriestandards. Entweder also, Apple hat es geschafft, seine Fertigungsprozesse deutlich besser zu optimieren als beispielsweise Samsung oder der Preisunterschied ist schlichtweg vernachlässigbar. Oder natürlich, die Gerätegröße schlägt sich empfindlich stark nieder.

samsung galaxy s5 iphone 5s
Größeres Gerät = höhere Materialkosten? / © AndroidPIT

Die teuerste Komponente im S5 ist laut IHS das Display, das mit 63 Dollar zu Buche schlägt. Der Fingerabdruck-Scanner soll überraschenderweise gerade einmal 4 Dollar kosten, nicht mal ein Drittel der 15 Dollar, die Apple in einen seiner Scanner angeblich investiert. Das überrascht uns nun wieder nicht wirklich. Warum, erfahrt Ihr in unserem Vergleich der Fingerabdruck-Scanner von Galaxy S5 und iPhone 5s im Zuge des langen Osterwochenendes.
 
Wer nun den Ladenpreis eines Galaxy S5 nimmt (was es wo derzeit kostet, erfahrt Ihr teils hier) und die Differenz als Gewinn verbucht, irrt allerdings gewaltig. Abgesehen davon, dass dieses Zahlen Schätzungen sind, sind eine ganze Reihe relevanter Kosten nicht enthalten. Da wären beispielsweise Forschungs- und Entwicklungskosten, Marketingkosten und natürlich alles, was mit Software zu tun hat. 

Was also der tatsächliche Gewinn ist, den Samsung und Co. pro Smartphone einstreichen, ist von außen sehr schwer zu sagen und leider trotz der Arbeit von IHS an dieser Stelle nicht zu beantworten.

Via: GSM Arena Quelle: IHS Technology

Top-Kommentare der Community

  • Chris L. 17.04.2014

    *gähn*

    Ein Produkt ist das wert, was die Leute dafür bereit sind zu zahlen. Und selbstverständlich ist ein Produkt mehr wert, als die Summe aller Materialkosten.

49 Kommentare

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  • Das Lesen des Artikels hätte ich mir sparen können. Man erwartet exakte Zahlen und bekommt am Ende gesagt, das man ja nicht beantworten kann.

  • 123TV verkauft alles unter Wert und legen bei jedem Geschäft drauf. Hshaha

  • Also Das Displayglas vom s5 ist schoneinmal teurer.
    Immerhin eine große Fläche die härter ist. Da hat Samsung seid dem S4 das härteste und vorallem glatteste Glas.
    Ist übrigens eine deutschte Erfindung das Gorilla 3 Glas.
    Die Herstellung ist mega aufwändig.

    Lautsprechereinheit, Cam, cpu und Gpu sowie der weitaus aufwändigere Screen kosten sicherlich nicht wenig.
    Dazu kommen Barometer, Thermometer, luftfeuchtigkeitssensoren, nfc, und extrem viele andere Sensoren.

    Vorallem ist es garnicht gesagt das der Kunstoffrahmen wirklich billiger ist. Ich finde den am s4 schon ganz schön stabil.

    Vor dem s5 war das s4 das teuerste Smartphone.
    Ist halt nicht wie manche es gerne hätten Billig, sondern qualitativ sehr hochwertig. s4 ist nun 11 Monate im Einsatz und sieht noch aus wie neu. Kann mich übers Material echt nicht beschweren.

  • PGM bei Apple unter 50%? Dann läuft irgendwas schief bei denen oder das Management meines AG macht es noch richtiger mit PGM weit über 50%...

  • fakt ist doch...das egal was ihr dafür bezahlt... es nie genung sein wird

  • Auf dem ersten Bild ist das s5 richtig Geil!! :D

  • Stimmt. Deshalb werden wir das nie erfahren und Spekulationen bringen nichts.

  • Für mich keinen einzigen Cent wert

  • Das wirst du aber nicht erfahren weil viele deiner Wünsche unter Betriebsgeheimnis verbucht werden muss.Lohnkosten sind meines achten hier mit drin.

  • Es wäre trotzdem interessant zu wissen, was ein Smartphone von der ersten Planung bis zum tatsächlichen Endprodukt kostet und wie viel Samsung, Apple und Co. an Reingewinn bleibt. Und die Belegschaft muss ja auch noch entlohnt werden.

    • Das wird dir selbst Apple und Samsung nicht sagen können. Nur retrospektiv, denn die Fixkosten hängen von der Stückzahl ab und diese weiß man erst im Nachhinein.

    •   34

      Apple gibt bei den Quartalskonferenzen immer die Bruttomarge über alle Produktlinien an (37%). Im Netz tauchen Zahlen auf wie 45% fürs iPhone. Bei einem Nettopreis in den USA von 650$ wären das 293$ Marge und 357$ variable Kosten. Also - grob betrachtet - kämen zu den BOM und Fertigungskosten von 200$ noch gut 150$ für z.B. Lizenzen/Gebühren sowie projektspezifische FuE- und Marketing/Vertriebskosten. Alle Gemeinkosten müssen dann aus der Bruttomarge bestritten werden.

  • Ein Smartphone sollte auch immer aus dem mittel betrachtet werden. Das S5 kostet ja jetzt schon keine 650€.In einen Monat wird es bei 550€ irgendwo liegen usw.Da ist Apple viel konstanter und daher auch teurer.Viel teurer nimmt man etwa den durchschnitt preis eines jahres..

    • Du findest aber auch immer eine Rechnung, in der du es dir zurecht legst.

      Es gibt auch Menschen, die ihr Smartphone nach 1-2 Jahren wieder verkaufen und es nicht benutzen, bis es auseinander fällt oder den Geist aufgibt. So kenn ich Leute, die seit Jahren sich das brandneue iPhone kaufen und es nach zwei Jahren wieder verkaufen und sich das neue holen. Da legt man ungefähr 200-300€ drauf aus Differenz von Kauf und Verkaufserlös. Mach das mal mit einem Galaxy S Smartphone.

  • immerhin kommt ja auch noch der Einzelhandel dazu der natürlich auch verdienen möchte.... Material, Forschung, Unterhalt, Marketing und Groß sowie Einzelhandel... das drückt den Preis schnell nach oben...

  • Aber einige wollen lediglich kritisieren. Wenn man dann inhaltlich mal nichts beanstanden kann, wird halt auf nen billigen Rechtschreibfehler hingewiesen. Damit muss man sich abfinden.
    Ich finde den Artikel, so wie Arian, gut. Als Berechnungsansatz ist es sinnig die Materialkosten zu kennen.

  • Man benutzt ja meist den faktor 3 für den endpreis und somit ist es für den anfang ok, dass die mehr als 600€ verlangen. Immerhin müssen die ja auch kosten decken. Keiner verkauft sachen mit minimal oder gar nullverdienst.

    •   44

      Faktor 3 galt vor vielen Jahren mal für Imbissbuden oder kleine Restaurants, heute (sollte) keiner damit rechnen, da das alles überholt ist. Machen vermutlich trotzdem noch viele, besser als gar keine Kalkulation. Man glaubt gar nicht, wie viele ihre Preise "würfeln".

      Was aber natürlich nicht für Giganten wie Samsung und Co. gilt, die werden vermutlich bis zur 3. oder 4. Nachkommastelle genau rechnen.

  • Ja, nur Apple-Jünger sind bereit für ihr Gerät soviel mehr auszugeben als es tatsächlich wert ist. 'Jünger' kommt von Sekte. Und dort sind die Leute oftmals bewusst oder unbewusst Gehirnwäschen unterzogen.

    • Hä? Das Galaxy S5 kostet doch ebenfalls "soviel mehr". Mehr als "Apple Kunden sind dumm" fällt dir zur gesamten Thematik nicht ein?

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