Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. OK
3 Min Lesezeit 19 mal geteilt 13 Kommentare

Material Design: Einblicke in Androids neue Design-Philosophie

Google hat gestern auf der Entwicklerkonferenz I/O einen ersten Ausblick auf die nächste Android-Version gegeben, die die umfangreichsten Änderungen an der Benutzeroberfläche seit der Vorstellung von Android 4.0 im Oktober 2011 mit sich bringt (zur Meldung). Google selbst nennt es Material Design und wir werfen heute einen genauen Blick auf diese neue Philosophie.

Ist Dir ein Fingerprintsensor wichtig oder egal?

Wähle Fingerprintsensor oder egal.

VS
  • 32301
    Stimmen
    Ooops! Etwas ist schiefgelaufen. Aktualisieren sollte helfen.
    Fingerprintsensor
  • 27610
    Stimmen
    Ooops! Etwas ist schiefgelaufen. Aktualisieren sollte helfen.
    egal
materialdesign goals landingimage large mdpi
Ein Design für alle Bildschirme und Geräte: Material Design. / © Google

Google beschreibt Material Design als künstliche Nachbildung klassischer Prinzipien guten Designs, und den Innovationen und Möglichkeiten von Technik und Wissenschaft. Im Klartext verfolgt Material Design zwei Ziele, diese sind zum einen eine neue visuelle Sprache, die Klassik und Moderne vereint und zum anderen ein unterliegendes System, das auf allen Plattformen und Display-Größen einheitlich ist.

Um diese Ziele zu erreichen, nutzt Material Design drei bestimmte Prinzipien:

Material als Metapher

Die Material-Metapher ist die vereinheitlichte Theorie eines rationalisierten Raumes und einem System aus Bewegung. Material ist in einer fassbaren Realität geerdet, die ihre Inspiration durch Papier und Tinte erhalten hat, dennoch aber durch Technologie bereichert wurde und offen für die Vorstellungskraft ist. Das klingt erst mal ziemlich abstrakt, beschreibt aber vereinfacht ausgedrückt ein Interface aus Wahrnehmungselementen, die man als User schon aus der Realität kennt. Bereits bekannte und greifbare Elemente sollen den User zur Interaktion auffordern, sodass letztendlich ein flexibles System entsteht, das sich stark von aus dem echten Leben bekannten Elementen unterscheidet, ohne aber physikalische Gesetze zu ignorieren. Licht, Schatten, Oberfläche und Bewegungen sind fundamentale Bestandteile von Material und stehen in Beziehung zueinander im virtuellen Raum und sollen bei der Wahrnehmung von Material Design helfen.

materia design metaphor
Material ist die Metapher. / © Google

Klar, Grafisch, Beabsichtigt

Materials Fundamente liegen im Print-Design, namentlich Typografie, Raster, Leerräume, Größe, Farben und der Einsatz von Bildern. Diese Elemente sollen aber nicht nur dem Auge schmeicheln, sondern gleichzeitig auch eine klare Struktur und Hierarchie schaffen. Der bewusste Einsatz von Farben, randlosen Bildern, großskalierten Schriften und beabsichtigten Leerräumen erschaffen ein klares und grafisches Benutzer-Interface, das den User in es hineintauchen lässt. Im Zusammenspiel mit dem direkten Fokus auf Benutzerinteraktionen sollen Kernfunktionen sofort ersichtlich sein und als Wegpunkte für den Nutzer dienen.

materia design bold graphic intentional
Kräftige Farben und klare Formen: Der Ursprung liegt im Print-Design. / © Google

Bewegung unterstützt Bedeutung

Bewegungen respektieren den User und bestärken ihn darin, die Kontrolle über das System zu haben. Durch den Benutzer ausgelöste Aktionen bringen Bewegungen in Fluss und verändern das gesamte Design. Da alles in einer einzelnen Umgebung stattfindet, werden dem User neue Objekte präsentiert, ohne die Kontinuität des gesamten Benutzererlebnisses zu unterbrechen. Ferner sollen Bewegungen bedeutungsvoll, aber auch angemessen und nicht überladen sein, um den Fokus auf die wichtigsten Elemente zu lenken, ohne dabei aber vom Gesamtbild abzulenken.

materia design motion
Jede Bewegung hat seine Daseinsberechtigung. / © Google

Fazit

Die Philosophie hinter Material Design ist durchaus komplex und stellenweise abstrakt, sie dient aber einem einzigen Zweck: Es soll ein einheitliches Erlebnis für jedes Gerät und jede Bildschirmgröße bieten. Vor Android L gab es verschiedene Ansätze Googles, Android auf mehrere Plattformen zu bringen. Optisch haben sie sich zwar irgendwie geähnelt, trotzdem wirkte Android zum Beispiel auf einem Fernseher aber gänzlich anders als auf einem Smartphone. Und auch auf Tablets wurde oftmals ein anderes Bild gezeigt. Mit Material Design und Android L soll sich all das nun ändern, sodass wir uns auf ein durchgängiges und einheitliches Interface mit Substanz freuen dürfen.

Quelle: Google Design

19 mal geteilt

Top-Kommentare der Community

  • Patrick B. 26.06.2014

    Beim ersten Bild mit der Übersicht über das Design für alle Bildschirme und Geräte sieht man ein Tablet hinter dem Nexus 5 und vor dem Chromebook Pixel. Das ist mir gestern schon gleich bei der Keynote aufgefallen, dass es sich hierbei nicht um das aktuelle Nexus 7 handelt. Von der Größe her könnte es sich hierbei um das kommende und heiß erwartete Nexus 9 handeln ;)

13 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. Mehr dazu

Alles klar!