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Marshall Stockwell II im Test: Einmal fetten Sound "to go", bitte
Hardware Smart Home Test 5 Min Lesezeit 1 Kommentar

Marshall Stockwell II im Test: Einmal fetten Sound "to go", bitte

Der Sommer kommt, und es zieht uns alle raus in den Park, auf die Wiese, in die Stadt. Dabei darf natürlich der richtige Sound nicht fehlen, und den liefert Marshall Headphones mit dem neuen Bluetooth-Lautsprecher Stockwell II. Wir haben ihn ausprobiert.

Stockwell II im klassischen Marshall-Design

Der ikonische Marshall-Schriftzug auf der Vorderseite des Stockwell II ist unverwechselbar. Er sitzt auf einem Metallgitter, das man sonst von Mikrofonen kennt. Hier schützt es die empfindlichen Lautsprecher im Inneren der Box. Oben sind klassische Drehregler für Lautstärke, Bässe und Höhen zu finden, dazu ein kleiner Knopf zum Koppeln via Bluetooth. Wer es klassisch mag, kann auch den Klinkeneingang an der rechten Seite nutzen. Der Akku wird über USB-C geladen. Ein Kabel liefert Marshall mit, aber kein Netzteil. Der Stockwell II ist 18 x 16,1 x 70 Zentimeter groß, wiegt 1,38 Kilogramm und macht einen sehr robusten Eindruck. Das Gehäuse ist nach IPX4 gegen Spritzwasser geschützt.

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Den Tragegriff liefert Marshall mit. / © AndroidPIT

Wer die anderen Marshall-Lautsprecher kennt, wird schnell bemerken, dass der Stockwell II eine andere Oberfläche besitzt. Kein Kunstleder oder Kunststoff in Kunstleder-Optik, sondern matter, weicher Gummi zieht sich rund um das Gehäuse. Damit sieht der Stockwell II im Test ein bisschen weniger wie ein Marshall-Verstärker aus, das Material passt aber zum Outdoor- und Mitnehm-Charakter des Lautsprechers und ist zweckmäßig.

Apropos mitnehmen: An den Seiten hat der Stockwell II Knöpfe, die Musiker von Gitarren kennen. An denen könnt Ihr entweder den kurzen Tragegriff befestigen, den Marshall mit in den Karton legt, um den Lautsprecher in der Hand zu tragen, oder einfach einen Gitarrengurt zum Umhängen. Kleines, aber pfiffiges Detail.

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Der Stockwell II ist der kleinste Marshall-Lautsprecher. / © AndroidPIT

Satter Sound in alle Richtungen

Im Stockwell II stecken ein 10-Watt-Tieftöner und zwei 5-Watt-Hochtöner. Der maximale Schalldruck beträgt laut Hersteller 80 db bei einer Entfernung von einem Meter, der Frequenzbereich liegt zwischen 60 und 20.000 Hz. Der Stockwell II ist ein Stereo-Lautsprecher.

Für so eine kleine Box hat der Stockwell II einen ordentlichen Bumms am Leib. Der Klang ist voll und laut und hat - wenn Ihr die Regler entsprechend einstellt - einen erstaunlichen Bass zu bieten. Wie die anderen Marshall-Lautsprecher ist auch der Stockwell II nicht für alle Musikarten gleich gut geeignet. Der Klang ist recht warm und nicht ganz so neutral wie etwa bei den Lautsprechern von Bose. Eine eigene App hat der Stockwell II nicht, bei den Einstellungen seid Ihr also auf die Regler für Lautstärke, Bass und Treble beschränkt. Gerade für einen portablen, unkomplizierten Lautsprecher ist das vollkommen ausreichend und viel praktischer als das Gefummel mit einem Equalizer auf dem Smartphone.

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Drehregler statt fummelige App. / © AndroidPIT

Je nachdem, welche Musik Ihr abspielt, und wie die Qualität der Quelle ist, solltet Ihr allerdings Vorsicht walten lassen, wenn es bei der Lautstärke ans Limit geht. Dreht man den Regler über Stufe 8, kann es vorkommen, dass der Klang sich ein bisschen überschlägt und der Sound verzerrt. Das klingt in der Beschreibung eigentlich ganz passend für eine Marshall-Box, ist tatsächlich aber doch nicht ganz so angenehm.

Eines der spannendsten Features des Marshall Stockwell II ist die Tatsache, dass der Sound nicht nur nach vorne abstrahlt, sondern auch nach hinten. An der Rückseite des Bluetooth-Lautsprechers sitzt ein schwarzes Metallgitter, das den Quasi-Rundum-Klang möglich macht. Warum nur "quasi"? Nun, es ist schon noch ein Unterschied, ob man hinter oder vor dem Lautsprecher sitzt, denn der Klang aus der Vorderseite ist etwas lauter und klarer als der, der hinten rauskommt. Besser als nur eine Richtung ist es aber in jedem Fall.

Ein Akku mit Stehvermögen

Marshall verspricht für den Stockwell II "20+ Stunden" Musikwiedergabe mit einer Akkuladung. Den Füllstand der Batterie zeigt der Lautsprecher über die rote LED-Leiste an der Oberseite an. Die tatsächliche Laufzeit hängt von mehreren Faktoren, zuvorderst von der durchschnittlichen Lautstärke ab, in der Ihr Eure Musik auf dem Stockwell II abspielt. Dreht Ihr den Bluetooth-Lautsprecher nicht voll auf und achtet auf eine einigermaßen gute Bluetooth-Verbindung, sind die 20 Stunden im Test des Marshall Stockwell II ziemlich realistisch. Schon bei den Bluetooth-Kopfhörern zeigt sich Marshall sehr ausdauernd, bei den Lautsprechern ist es ebenso.

Geladen wird über das mitgelieferte USB-C-Kabel. Der Stockwell II dient auch als mobile Powerbank und kann Euer Smartphone unterwegs mit Strom versorgen. Besonders schnell lädt das Handy über den Lautsprecher zwar nicht, aber immer noch besser, als am Ende des Tages mit leerem Akku da zu stehen und dann auch keine Musik mehr hören zu können, selbst wenn der Lautsprecher noch Saft hat.

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Der Stockwell II wiegt 1,39 Kilo. / © AndroidPIT

Was kostet der Marshall Stockwell II?

Der Marshall Stockwell II kostet 249 Euro - nicht gerade wenig für einen so kompakten Lautsprecher. Wer die schwarze Farbe nicht mag, kann demnächst auch zur limitierten grauen Version greifen. Ist das Budget etwas größer, könnten auch die anderen beiden neuen Modelle Kilburn II für 299 Euro und Tufton für 399 Euro interessant sein. Auch die beiden größeren Marshall-Lautsprecher sind tragbar und haben einen Akku an Bord.

Fazit

Der Preis, den Marshall für den Stockwell II aufruft, ist nicht unbedingt im Schnäppchen-Bereich angesiedelt. Doch Ihr bekommt dafür nicht nur einen Bluetooth-Lautsprecher in zeitloser Marshall-Optik, sondern auch ein ziemlich robustes Teil mit einem extrem ausdauernden Akku und vor allem ordentlich Power beim Sound. Mein Tipp: Geduldet Euch ein wenig und wartet, bis es den Stockwell II für etwas weniger Geld zu kaufen gibt. Fällt der Preis auf unter 200 Euro, solltet Ihr zugreifen.

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