Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. OK
2 Min Lesezeit 221 mal geteilt 46 Kommentare

Malware im Play Store: Und wieder wird WhatsApp zum Mittäter

Vor zwei Wochen berichteten wir von Malware-Apps, die sich aus WhatsApp die Telefonnummern des Nutzers klauten und teure SMS verschickte. Jetzt geht schon wieder eine App um, die nach demselben Prinzip vorgeht, und wieder entpuppt sich WhatsApp als der Schlüssel zum Erfolg. Langsam wird es Zeit, dass Jan Koum und nun auch Mark Zuckerberg hellhörig werden.

Musik am Smartphone: Streamen oder immer vorher über W-LAN laden?

Wähle Streamen oder W-LAN.

VS
  • 637
    Stimmen
    Ooops! Etwas ist schiefgelaufen. Aktualisieren sollte helfen.
    Streamen
  • 1131
    Stimmen
    Ooops! Etwas ist schiefgelaufen. Aktualisieren sollte helfen.
    W-LAN
whatsapp google play
© WhatsApp, Google, AndroidPIT

Die App, die aktuell noch im Play Store kostenlos heruntergeladen werden kann, nennt sich “Cámara Visión Nocturna” und gibt sich als Android-Nachtsichtgerät aus, eine durchaus ganz lustige, vielleicht sogar nützliche Funktion.

Doch bereits die Berechtigungen sollten stutzig machen, denn die App verlangt unter anderem die Erlaubnis, SMS zu versenden. Warum? Das erschließt sich erst, wenn es zu spät ist. Nach dem Download werden dem Nutzer zunächst zwei Euro berechnet. Wie Sicherheitsexperten von avast! herausgefunden haben, versucht diese App, sich Telefonnummern aus WhatsApp, ChatOn und ähnlichen Diensten zu ziehen, genau wie es auch schon in unserem Bericht vor zwei Wochen der Fall war. Diese Nummern werden dann an die eigenen Server gesendet und dort gespeichert. Mit den Informationen kann die App dann SMS verschicken, die eine monatliche Rechnung von 36 Euro anhäufen. Im nächsten Monat geht das Spiel dann von vorne los. 

camara nocturna small
Bereits die Bilder sollten stutzig machen. / © Four Seasons

Nun schreiben wir nicht über Fälle wie diesen, weil wir davon ausgehen, dass unsere Leser höchstwahrscheinlich Opfer einer solchen App mit spanischem Namen und buchstäblich zwielichtigen Play-Store-Bildern werden. Viel mehr geht es darum, ein Bewusstsein zu schaffen und Themen wie die App-Berechtigungen in den Vordergrund zu rücken. Welche Bedeutung diese Berechtigungen haben und wie mit dem Thema umzugehen ist, haben wir beispielsweise hier dargestellt. Auch werden Sicherheitslücken wie diese bei WhatsApp vermutlich nicht geschlossen, wenn solche Fälle nicht publik werden.

Trotzdem auch hier wieder der Hinweis, dass diese Meldung ursprünglich von avast! kommt. Mit anderen Worten: Es besteht hier ein Eigeninteresse, denn Anbieter von Sicherheits-Software leben selbstverständlich von der Angst der Nutzer.

Quelle: avast! Blog

221 mal geteilt

46 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Es gibt ja auch Leute, mich inbegriffen die Whatsapp noch nie benutzt oder installiert hatten, nur als Beispiel ist hier Whatsapp zu verstehen.

  • Das mit den Sicherheitslücken muss unbedingt aufhören, weil sonst war es dass wirklich für WhatsApp!

  •   17

    Ein Wort: Lehrgeld.
    Sehe das auch so wie die meisten.
    1. Sorry aber wer sowas lädt ist naiv und muss halt auf die harte Tour lernen, mehr Acht zu geben. 36€ sind ein vergleichsweise niedriges Lehrgeld.
    2. Whatsapp schlecht darzustellen ist ja gerade "in". Aber es sollte jedem bewusst sein, dass jede Apps Sicherheitslücken hat. Ich meine da arbeiten auch nur Menschen dran. Whatsapp wird nur wegen der konkurrenzlos weiten Verbreitung von Hackern ausgenutzt.

    •   58

      Sorry, aber WhatsApp ist die Sicherheitslücke. Die ganze App ist auf die Abzocke der Kontaktdaten der User angelegt, Datensicherheit spielt hier keine Rolle. Natürlich kann jede App Sicherheitslücken haben, aber hier wird absichtlich (!) eine Schnittstelle zum Abgreifen der Daten geschaffen, die halt auch Trittbrettfahrer nutzen.

      WhatsApp ist nicht nur aufgrund seiner weiten Verbreitung Ziel von "Hackern", sondern weil diese App es ihnen so leicht gemacht.

      •   17

        Der Post ergibt keinen Sinn. Du musst differenzieren zwischen dem, was Whatsapp einbaut, dem jeder zustimmt (wer liest schon die AGBs?) und womit sie Geld Verdienen.
        Hier geht es aber um Sicherheitslücken, die es dritten ermöglichen, vollkommen umsonst auf Daten zuzugreifen und dem Ruf schaden. Das ist bestimmt nicht im Sinne vom Entwickler, er ärgert sich genauso darüber. Nicht weil ihm die Sicherheit der Daten nahe geht, sondern weil ihm viel Geld entgeht und sein Ruf geschädigt wird.

      •   58

        Kleine Frage: Wie weit kommst Du denn mit WhatsApp, wenn Du die Spitzelei nicht akzeptierst? Richtig: Ohne das Öffnen der Büchse der Pandorra (= WhatsApp alle gewünschten Zugriffe erlauben) funktioniert die App gar nicht.

        Dass die Entwickler dabei noch so schludrig programmierten und somit für böswillige(re) Trittbrettfahrer gleich ganze Scheunentore aufrissen, spricht nicht wirklich für sie... weder für ihr Können, noch für ihre Absichten. - Vor allem, wenn man bedenkt, dass von Entwicklerseite trotz sich häufender Fälle noch immer nicht gegengesteuert wurde.

      •   17

        Du hast im Grunde nur meinen Post mit anderen Worten (und Details) wiederholt.

      •   58

        Na, dann haben wir uns ja wieder lieb... ;-)

      •   17

        Jo :)

    • "2. Whatsapp schlecht darzustellen ist ja gerade "in". Aber es sollte jedem bewusst sein, dass jede Apps Sicherheitslücken hat. Ich meine da arbeiten auch nur Menschen dran. Whatsapp wird nur wegen der konkurrenzlos weiten Verbreitung von Hackern ausgenutzt."
      Scheinbar sind die Nutzer von Whatsapp geistig nicht gereift. Das Argument, dass die Verbreitung so immens ist und man deshalb auf dieser Welle mitschwimmen muss, ist gelinde gesagt nur schwach. Es gibt Alternativen, nur sollte man bereit sein über den Tellerrand zu schauen und umzuschwenken. Komischerweise hat z.B. der Internetexplorer von Microsoft heute starke Konkurrenz durch Firefox, Opera und Chrome. Da klappts doch auch...

      •   17

        Ich bin Threema Nutzer. Und jetzt? Ändert das was an der Aussage?

  •   25

    Wie war die Meldung Stephan? Ich bleibe bei WhatsApp. Na dann. Es gibt ja nur scheinheilige Gründe für einen Wechsel. Oder so.

  •   25

    Die App ist weg.

    •   24
      TlM 08.03.2014 Link zum Kommentar

      Ja, sowas verschwindet normalerweise recht zügig. Obwohl es noch schneller gehen sollte, denke ich.
      Bis dahin weiter gut auf Kommentare achten (auch in anderen Sprachen) usw. Vorsicht vor allem bei ganz neuen Apps.

      So ein Drama ist das bisher nicht...

  • @Macdroid... voll deiner Meinung

  • @Macdroid nö

  • Aber endlich mal ein Bericht (kritisch) zum Thema zwielichtige Berechtigungen. Leidergottes gibt es sehr viele Apps welche Berechtigungen verlangen, die nicht von Nöten sind. Auch hier Gibt's dann tolle Apps die sowas verhindern, gerade auch für nicht gerootete Smartphones. Macht mal darüber ein Thread. Danke

  •   16

    Ja,. aber... WA ist doch alternativlos?

  • Kann man diese Artikel vielleicht demnächst auch so formatieren dass man sie auch in der app ohne Lupe lesen kann? Wäre sehr hilfreich.

Zeige alle Kommentare

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. Mehr dazu

Alles klar!