Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. OK
11 mal geteilt 13 Kommentare

Livescribe 3 für Android im Test: Analoger Stift mit digitalem Herz

Livescribe ist endlich auch auf Android erhältlich. Wir haben den analogen Kugelschreiber der gleichzeitig digitale Notizen erzeugt für Euch ausprobiert. Was dieses Gadget im Alltag bringt, zeigt Livescribe 3 für Android im Test.

Ist Dir ein Fingerprintsensor wichtig oder egal?

Wähle Fingerprintsensor oder egal.

VS
  • 23062
    Stimmen
    Ooops! Etwas ist schiefgelaufen. Aktualisieren sollte helfen.
    Fingerprintsensor
  • 19077
    Stimmen
    Ooops! Etwas ist schiefgelaufen. Aktualisieren sollte helfen.
    egal

Bewertung

Preis und Verfügbarkeit

Livescribe 3 gibt es seit geraumer Zeit schon, aber die Android App gibt es erst seit wenigen Tagen offiziell im Google Play Store und das sogar für die deutsche Sprache. Mit 150 Euro ist der Preis von Livescribe 3 nicht für einen Impuslkauf geeignet. Dass der Stift es aber trotzdem verdient hat, in Betracht gezogen zu werden, wird dieser Test zeigen.

Design und Verarbeitung

Vom Design her erinnert das Livescribe an einen sehr klobigen Kugelschreiber oder Füller. Hauptsächlich besteht der Stift aus schwarzem Plastik, das sich zwar nicht so hochwertig anfühlt wie ein Meisterstück von Montblanc, aber bei Weitem nicht so billig wie ein normaler Einweg-Kugelschreiber. 

Livescribe Pen 2
Das Livescribe 3 sieht klobig aus aber fühlt sich einigermaßen hochwertig an.  / © ANDROIDPIT

In der Mitte des Stifts gibt es einen strukturierten Ring, der mit einem Dreh zum Einen die Kugelschreibermine und auch den digitalen Teil des Stifts aktiviert. Ist der Stift noch nicht mit dem Android-Tablet oder auch -Smartphone gepairt, blinkt die LED in dem silbernen Clip erst einmal blau. Sobald der Livescribe-3-Stift mit einem Smartphone oder Tablet verbunden ist, leuchtet die Status-LED dauerhaft grün.

Livescribe Pen 5
Unter der Kugelschreibermine befindet sich die Kamera, die Eure Notizen digital aufzeichnet. / © ANDROIDPIT

Geladen wird der Smartpen über einen microUSB-Port, der sich unter der Gummi-Kappe am Ende versteckt. Die Gummikappe dient aber auch noch dazu, Touchscreen-Geräte zu bedienen, wie wir es von herkömmlichen Stylus-Pens kennen. 

Livescribe Pen 1 2
Über den microUSB-Port lässt sich der Smartpen aufladen. / © ANDROIDPIT

Besonderheiten

Die Besonderheit des Smartpen von Livescribe liegt zum Einen in der unterhalb der Kugelschreibermine platzierten Kamera. Diese Kamera zeichnet während des Schreibens Eure Notizen auf und speichert diese in einem internen Speicher. Wie groß dieser ist, darüber schweigt sich Livescribe aus, aber in einem Gespräch wurde uns versichert, dass der Speicher bis dato noch von niemandem komplett ausgenutzt wurde. Dank des internen Speichers könnt Ihr also getrost Euer Smartphone und Tablet in der Tasche lassen und später in aller Ruhe Eure Notizen digital übertragen.

Livescribe Pen 3 11
Zum Start von Livescribe 3 gibt es auch ein Notizblock mit Ledereinband. / © ANDROIDPIT

Damit der Livescribe Smartpen auch die geschriebenen Notizen digitalisieren kann, ist es zwingend notwendig, dass ihr spezielles Papier verwendet. Das Papier ist mit einem Muster versehen, dass die im Stift integrierte Kamera erkennt und dadurch Eure schriftlichen Eingaben übernehmen kann. Man kann sich das spezielle Papier in Form von Notizblöcken von Livescribe kaufen. Wem diese Notizblöcke aber zu langweilig aussehen, der kann auch von der Kult-Marke Moleskine spezielle Notizblöcke kaufen. Ein Paket mit vier Notizbüchern im DIN-A4-Format von Livescribe kostet bei Amazon um die 30 Euro, während die Moleskin-Version um die 20 Euro kosten. 

Livescribe Pen 5 11
Der Livescribe 3 Smartpen benötigt spezielles Papier um die Schrift zu erkennen und auch, wie hier sichtbar, Sprachaufnahmen zu starten. / © ANDROIDPIT

Software

Für Android stellt Livescribe aktuell ein Paket aus zwei Apps zur Verfügung. Die Livescribe-Link-App ist momentan notwendig, damit der Stift per Bluetooth mit Eurem Tablet gekoppelt wird. Später soll diese App aber in die eigentliche Livescribe+-App integriert werden, sodass Ihr nicht mehr mit zwei Apps jonglieren müsst. Ist der Stift aktiviert und mit dem Android-Device gekoppelt, dann werden alle Texte, Bilder und Kritzeleien in der Livescribe-App gesammelt. Die Inhalte werden nun seitenweise oder aber in einem Feed in Teilen gespeichert. Letzteres ist wichtig, wenn Ihr die Notizen in Texte umwandeln wollt. Den Großteil meiner Kritzelei hat die App auch sehr gut erkannt und in Textform umgewandelt, sodass man diesen Text auch in Emails, Dokumenten oder Präsentationen verwenden kann. Aber hundertprozentig ist die Erkennung auch nicht, sodass man manuell noch korrigieren muss.

Der Livescribe 3 kann aber nicht nur Text aufzeichnen. Es ist auch möglich, seine Notizen mit Sprachkommentaren zu würzen. Dafür befinden sich auf jeder Seite des Notizbuches kleine Buttons für Aufnahme, Pause oder Stopp. Tippt man mit der Kuli-Spitze auf Aufnahme, zeichnet das Mikrofon im gekoppelten Smartphone oder Tablet den gesprochenen Kommentar zum gerade geschriebenen Text auf. Da der Smartpen von Livescribe kein eigenes Mikrofon hat, muss also das Smartphone oder Tablet für die Sprachaufnahmen aktiviert und mit dem Stift verbunden sein. 

Livescribe Pen 1 4
Die Schrifterkennung ist nicht hundertprozentig fehlerfrei.  / © ANDROIDPIT 

Alle Notizen können nicht nur lokal auf dem Tablet gespeichert werden, sondern lassen sich in diversen Cloud-Diensten wie Dropbox, iCloud, OneDrive oder Box ablegen, um sie dann überall auf der Welt und mit verschiedenen Endgeräten zu bearbeiten. 

Abschließendes Urteil

Im Test von Livescribe 3 wurde für mich klar, der Smartpen ist wirklich ein nützliches Gadget für alle Studenten und Berufstätige, die viele schriftliche Notizen im Hörsaal oder in Meetings vornehmen müssen. Das Zusammenspiel zwischen Stift, Notizblock und App funktioniert im Alltag wirklich gut. Die Erkennung der Handschrift klappte in unserem Livescribe-3-Test nicht immer ganz fehlerlos, aber man kann auch sagen, dass dadurch der Smartpen einen zu einer schöneren Handschrift erzieht, was somit also auch kein Nachteil ist. Die Synchronisationsmöglichkeiten mit allen möglichen Cloud-Diensten ist ein Vorteil gegenüber anderen proprietären Diensten.

Im Großen und Ganzen ist der Livescribe 3 eine gutes Gadget für die Nutzer, die ihre Notizen und Kritzeleien digitalisieren möchten, um sie später am Rechner weiter zu verwenden. Der Preis von knapp 150 Euro ist natürlich nicht günstig und auch die Folgekosten für neue Notizblöcke muss man bei der Anschaffung des Livescribe-3-Smartpens bedenken. Immerhin bietet Livescribe auch die Möglichkeit an, dass man sich das spezielle Papier selbst am heimischen Drucker ausdruckt. So kann man die Folgekosten erheblich senken. 

Wo kaufen?

In Deutschland ist der Livescribe-3-Smartpen unter anderem bei folgenden Online Shops erhältlich: 

13 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Mit einem entsprechenden Drucker kannst Du Dir Dein Papier selber drucken. Darf hier keinen Link reinsetzen .. allso guck unter livescribe . com/de/support/wifi-smartpen/howto/print_dot_paper.html

  • Willst du preisbewusst, verwendest du noch immer den klassischen Spiralblock und normalen Kuli. Da sind dir selbst Akkulaufzeiten egal. Zu dem Preis samt Folgekosten kann man viel Ringblöcke und Ersatzminen kaufen. Ein Hype um Schrott, den es nicht braucht.

  • Sehr schön. Leider würde ich den Stift, wie jeden anderen auch, nach kurzer Zeit verlieren... nix für mich.

  • Als Student bietet sich doch für diese Sachen ein Surface pro an. So kann man direkt auf dem Bildschirm und das offene Dokument schreiben.

    • oder etwas aus der Note Reihe. Aber die Surface Sachen sind auch nicht schlecht. Kollege hat ein Surface 2 Pro und ist begeistert davon.

  • Habe den LS3 seit Erscheinen der Android-App im Einsatz. Nachdem die App anfänglich etwas hakte, ist sie aktuell recht stabil. Die Handschrifterkennung ist so la la. Die Feed-Ansicht ordnet die Texte chronologisch an. Nachträglich ergänzter Text am Seitenanfang landet daher am Ende des Feeds. Ausserdem sollte man nichts unterstreichen, da sonst die Texterkennung versagt. Das Papier kann man auch selber Ausdrucken. Link auf Hersteller-Website).

    Noch ein Hinweis: Das Livescribe Moleskine-Notebook gibt es derzeit noch nicht zu kaufen. Der Link im Artikel verweist auf die Version für Evernote.

  • Der hohe Preis ist wegen der Technik ja vielleicht noch akzeptabel. Aber das man dieses spezielle Papier auch noch kaufen muss finde ich überhaupt nicht toll.

  • Sehr interessant das ganze wenn da nicht der Preis und die Nachfolgekosten wären. Ähnliches kann mein Note 8 auch, gut man muss das Tablett mitnehmen, aber man hat keine hohen Folgekosten.

    • Shu On Kwok
      • Staff
      03.06.2015 Link zum Kommentar

      Klar, kann dein Note 8 das auch ... aber ich glaub nicht, dass du wochenlang damit durch weg schreiben kannst ;)

      • Wochenlang durchschreiben. Mir tun schon nach 4 Stunden Arbeiten korrigieren die Finger weh.😊 Ich weiß wie es gemeint ist.

  • Wenn livescribe das Papier zum Drucken anbieten will, kann man dann nicht einfach Seiten aus dem Notizblock kopieren, oder hat das Papier eine besondere Oberfläche?

    • Shu On Kwok
      • Staff
      03.06.2015 Link zum Kommentar

      Kopieren oder Scannen wird wohl noch nicht machbar sein. Laut meinen Infos soll es künftig machbar sein vorgefertigte Seiten herunterzuladen und diese auszudrucken. Es wird aber noch etwas dauern, bis dass der Fall ist und außerdem kann man mit Sicherheit nicht jeden Drucker verwenden, die das Muster doch sehr fein ist.

11 mal geteilt

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. Mehr dazu

Alles klar!