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2 Min Lesezeit 2 Kommentare

LinkedIn verletzt den Datenschutz für 18 Millionen Menschen

LinkedIn, das soziale Netzwerk für Karrieremenschen, hat mit einigen regelwidrigen Praktiken gegen Datenschutzgesetze verstoßen. Und die Zahl der Vorfälle sind nicht gering. Mit 18 Millionen externen E-Mail-Adressen seien Facebook-Anzeigen erstellt worden.

Keine Woche vergeht ohne Schlagzeilen über die schlechten Praktiken großer Unternehmen im Zusammenhang mit der Verwendung sensibler Kundendaten. Entweder stehen sie mit den Übeltätern in Verbindung oder sie verstoßen selbst direkt gegen das Gesetz. Diesmal steht LinkedIn in der Kritik.

Laut dem Bericht der Europäischen Kommission, der die Datenschutzgrundverordnung regelt, nutzte LinkedIn 18 Millionen E-Mail-Adressen von nicht registrierten Nutzern, um personalisierte Facebook-Anzeigen zu erstellen. Die Untersuchung begann mit einer Beschwerde eines Nutzers im Jahr 2017 bei der Irish Data Protection Commission (DPC). Nach einem Audit zwang die DPC LinkedIn, diese E-Mail-Adressen zu entfernen und derlei "unsaubere" Methoden nicht mehr zu verwenden.

LinkedIn hat Folgendes erklärt: "Wir haben die Untersuchung durch die DPC im Jahr 2017 aufgrund der Beschwerde beachtet und voll kooperiert. Unglücklicherweise wurden damals unsere internen Richtlinien in diesem Fall nicht beachtet und dies tut uns leid. Wir haben Schritte eingeleitet, damit sich dies nicht wiederholt. In der Überprüfung kam ein weiterer Punkt zum Vorschein, in dem wir die Privatsphäre von Nicht-Mitgliedern verbessern konnten. Dort haben wir die Prozeduren entsprechend angepasst."

Skandal, ja… aber ohne Geldstrafe.

LinkedIn kommt in diesem Fall mit einem blauen Auge davon. Denn da die Beschwerde vor dem Inkrafttreten der EU-Datenschutzregelung GDPR (in Deutschland DSGVO) einging, unterlegt sie noch nicht den härteren Bestimmungen. Daher wird die EU-Kommission in diesem Fall gegen das Unternehmen keine Geldbuße verhängen. Weiterhin bleibt aber unklar, wie LinkedIn überhaupt an eine so große Menge E-Mail-Adressen von Nichtmitgliedern kam.

Habt Ihr auch genug davon, dass große Web-Unternehmen immer wieder die Regeln brechen?

Quelle: Teccrunch

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2 Kommentare

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  • Wie heißt der Spruch : Regeln sind da um gebrochen zu werden.
    Wenn es wirklich nur Regeln sind, dann ist das höchsten eine Anstandsverletzung. Wenn es im Gesetz unter Strafe verankert ist, dann sollte es auch im Maße der Zuwiderhandlung geahndet werden. Alles andere ist genauso sinnlos wie sich über das Wetter zu beschweren.


  • Und 18 Millionen Mal wird es dafür keine Strafe geben. Wetten!?

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