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Limbo für Android im Test: Ein todsicherer Hit!

Endlich ist der Indie-Megahit Limbo auch für Android erhältlich. Endlich! Warum sich niemand dieses Meisterwerk entgehen lassen sollte, erfahrt ihr im Test.

Entertainment am Smartphone auf dem Klo ist für mich...?

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Hier hilft nur wegrennen! / © Playdead

Kleiner Schwank aus meinem Leben: Limbo habe ich vor fünf Jahren auf der Xbox 360 in einem Schwung durchgespielt und… Wow, war das damals ein geiles Erlebnis! Solche Erfahrungen lassen sich oft nicht wiederholen, nach der Session mit Limbo für Android kann ich jedoch mit Freude sagen: Das geile Gefühl hat sich wieder eingestellt!

Um das geht’s

Ein kleiner Junge erwacht in einem dunklen, sehr dunklen Wald. Was ihn dorthin verschlagen hat und wer er ist, sagt einem das Spiel nicht. Einzig das Ziel ist klar: Er muss von links nach rechts durch diese alptraumhafte Welt laufen. Was ihn erwartet, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten, lustige Waldbewohner oder freundlich gesinnte Menschen sind es aber definitiv nicht.

Die Steuerung von Limbo für Android ist sehr einfach und funktioniert ausgesprochen gut. Mit leichtem Druck links unten auf das Android-Gerät bewegt sich der Junge, per Wischbewegung rechts unten springt er. Gegenstände greift er automatisch, wenn er nah an ihnen steht. Neben diversen Sprungeinlagen gilt es mittelschwere Schalter-Rätsel zu lösen sowie kleine und große Feinde auszutricksen. Möglichkeiten sich mit Waffen oder ähnlichem zu verteidigen, gibt es übrigens nicht. Direkte Konfrontationen sowie Ausflüge ins tiefe Wasser enden somit immer tödlich!

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Limbo: Eine der vielen Fallen im Spiel. / © Playdead

Das macht Spaß

Limbo ist ein sehr gutes Rätselspiel mit einem gelungenen Jump ’n’ Run-Anteil. Wer also gerne Denksportaufgaben löst und ein Faible für teils fordernde Sprungeinlagen hat, ist hier definitiv richtig. Meiner Meinung nach das Beste an Limbo ist aber die Stimmung, die der Titel von der ersten bis zur letzten Sekunde versprüht. Diese tolle Atmosphäre wird durch die stilprägende und mittlerweile oft kopierte Grafik erzeugt.

Alles ist lediglich in schwarz-weiß gehalten und diese Reduzierung auf das Nötigste sorgt dafür, dass die Spielwelt deprimierend, verlassen und jederzeit bedrohlich wirkt. Dieser Horror manifestiert sich regelmäßig in ganz realen Schrecken wie Gegnern und Fallen. Besonders nervenaufreibend ist die Begegnung mit einer riesigen Spinne - eine harte Probe für alle Spieler die an Arachnophobie leiden -, aber auch andere Waldbewohner setzen dem kleinen Jungen zu. Sehr fies sind des Weiteren zahlreiche Fallen.

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Limbo: Kein wirklich angenehmer Ort. / © Playdead

So kann es passieren, dass plötzlich Baumstämme einknicken oder Bärenfallen auf dem Weg liegen. Tritt der Held dort hinein, verliert er im wahrsten Sinne des Wortes seinen Kopf. Das sowie zahlreiche andere virtuelle Arten zu sterben wird absolut schonungslos und auf sehr brutale Weise dargestellt. Zur Info: Limbo erhielt von der USK eine Einstufung “Ab 16”.

Ein weiteres großes Plus von Limbo ist der Sound, denn bei nahezu jeder Situation tönt ein passendes Geräusch aus den Lautsprechern. Zusammen mit dem Schrecken auf dem Bildschirm, dem stimmigen Gameplay und den teils ekeligen Sound-Effeken (Stichwort: Kopf ab mit kleiner Blutfontäne) ergibt sich so das anfangs beschriebene “Wow-Erlebnis” - gepaart mit viel “Puh, das ist echt hart”.


Link zum Video

Das nervt

Limbo ist leider ein sehr kurzes Spiel. Schon nach knapp zwei Stunden sollten geübte Spieler am Ende angekommen sein. Ein paar Spielstunden mehr wären ohne Frage schön gewesen, dafür wird man in der kurzen Zeit aber bestens unterhalten.

Ein wenig nervig sind auch einige Situationen, die nur dadurch zu lösen sind, dass man viel ausprobiert. Zum Glück kommen diese Stellen aber nur sehr selten vor.

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Limbo: Nur nicht die Nerven verlieren. / © Playdead

Fazit

Holt Euch dieses Spiel! Das ist keine Empfehlung, das ist ein Befehl. Der Titel ist ein ganz besonderes Erlebnis, welches den Spieler packt, ihn tief in die schrecklich-schöne Spielwelt hineinzieht und ihn dann mit einem befriedigenden Gefühl, ein echtes Meisterwerk gespielt zu haben, wieder ausspuckt. Leider ist der Spuk - hier positiv gemeint - viel zu schnell vorbei. In der Zeit wird man aber bestens unterhalten und deshalb geht der relativ hohe Preis auch in Ordnung. Also ab in den Limbo, es lohnt sich.

Wertung: 9 von 10

  • Getestet mit: Nexus 7 (2013)
  • Preis: 4,23 Euro (Stand: 12. Februar 2015)
  • Spieler: 1 Spieler
  • Erforderliche Android-Version:  4.3 oder höher
  • Größe: 127M
  • Systeme: Android-Smartphones, Android-Tablets
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Top-Kommentare der Community

  •   51
    XXL 12.02.2015

    Lächerlich und unverständlich, dass Mobile-"Gamer" immer das Gefühl haben, ein solches Top-Game dürfe nix kosten. Ich habe es auf der PS3, da ich solche Games wegen der Steuerung und der Atmosphäre sowieso nicht auf Mobilen Geräten spiele. Ich habe damals weit über 10 Euro bezahlt und es war mir jeden Cent wert. Ausserdem hatte ich im ersten Durchgang weit über 2 Stunden.

29 Kommentare

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