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2 Min Lesezeit 11 mal geteilt 26 Kommentare

Ihr wollt ein gut reparierbares Smartphone? Schaut Euch das an!

In den letzten Jahren verwandelten sich Flaggschiff-Smartphones in wartungsfeindliche Biester. Doch gibt es noch erfreuliche Ausnahmen. Mit einfachen Schraubenziehern und ein bisschen Geschick kann man dieses Smartphone komplett demontieren und reparieren, ohne ein Experte zu sein.

Regelmäßig machen Repariere-es-selbst-Portale wie iFixit mit spektaktulären Teardowns auf sich aufmerksam und vergeben Noten für Reparierbarkeit moderner Smartphones. Diesmal schnappte sich das chinesische Portal MyDrivers ein neues Flaggschiff. Das Urteil war überraschend positiv. So positiv, dass man das getestete Smartphone als das letzte reparierbare Android-Flaggschiff bezeichnet. "Aber welches ist es denn nun?", hören wir Euch fragen?

lg g4 teardown repair
Das LG G4 lässt sich einfach und ungefährlich auseinanderbauen. / © MyDrivers

Die Rede ist vom LG G4. Schon ohne es zu sezieren, kann man beim G4 noch richtig viel Hand anlegen. Der Speicher lässt sich erweitern, der Akku austauschen, die Rückschale wechseln. Das sind alles Features, die beim Schaufenster-Superhelden Samsung Galaxy S6 (zum Test) abgeschafft wurden. Zumindest der Wechselakku war bei den Flaggschiffen von Sony, HTC und Co. schon lange nicht mehr vorhanden. Dort heißt es: Wenn der Energiespeicher nach knapp über zwei Jahren den Geist aufgibt, ist das Smartphone eben unbrauchbar und wird ersetzt. An Recycling oder Reparatur wird gar nicht gedacht. Das LG G4 ist also in Sachen Wartbarkeit eine positive Ausnahme. Kommen wir zu den wichtigsten Schlüssen des Teardowns durch MyDrivers.

Die Demontage des LG G4 war zwar erheblich simpler als erwartet, jedoch trotzdem nicht wirklich simpel. Dennoch entfallen viele Tricks wie bei Samsung oder Sony, bei denen man den verwendeten Kleber mit einem Heißfön weichmachen muss, um die Schale vom Chassis zu lösen. Das LG G4 kann man einfach öffnen, indem man rund ein Dutzend kleiner Kreuzschräubchen löst. Das passende Werkzeug solle jeder zuhause haben. Gewaltsames Hebeln wie beim Xperia Z1 (siehe Video) entfällt. Insgesamt ist die Demontage des G4 noch weniger aufwendig als beim Nexus 4. Natürlich braucht man Fingerspitzengefühl, wenn man die Platinen und die Kamera sowie das Chassis voneinander löst, doch entfallen unorthodoxe Methoden, bei denen einem der Akku womöglich verkohlt (siehe „Lebensdauer“ in Wikipedia).

Auch das LG G3 war schon hervorragend auseinanderzunehmen, wie damals von UBreakIFix festgestellt wurde. LG geht also mit gutem Beispiel voran, während die anderen Hersteller uns immer mehr Optionen rauben, langfristig Spaß an unseren Smartphones zu haben.

Quelle: MyDrivers

Top-Kommentare der Community

  • Frank K. 20.05.2015

    Kann man nicht einfach eine sachliche Überschrift wählen? Der Text zielt doch einzig allein darauf ab, neugierig zu machen. Man könnte wenigstens das G4 in der Überschrift erwähnen, damit man weiß, worum es geht.

    Ich weiß nicht... ich käme mir blöd und unbedeutend vor, wenn ich in meinem Beruf nur erfolgreich sein könnte, indem ich permanent diese unfairen Tricks nutze. Das signalisiert mir nur, dass ihr nicht genügend Vertrauen darin habt, gute Arbeit abzuliefern, die die Leute auch ohne solche Tricks gerne anklicken.

  • Werner Sirtl 20.05.2015

    Ja stimmt, bei 4 Artikeln pro Tag und Person, insbesondere bei diesen immens umfangreichen Artikeln ist das völlig normal. :-)

  • 3_7_9_1 20.05.2015

    Das G4 ist das letzte Flaggschiff eines namhaften Herstellers, dass noch SD-Slot und Wechselakku bietet. Allein deswegen ist es schon einen Blick wert.

26 Kommentare

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  • Ich finde bei Samsung kommt es immer aufs Modell und den Defekt an, wobei auch da der Trend zur schlechteren Reparierbarkeit geht. Bei einigen Modellen konnte man noch viele Einzelmodule, wie z.B. USB Port, Lautsprecher etc tauschen. Das geht beim S4 auch, beim S3 und Note auch teilweise. Viele billigere DUOS oder NEO Modelle haben aus Kostengründen eben nur noch ein Platinen Lösungen.
    Bin ein DIY Reparierer, verklebte Displays und noch schlimmer fest eingebaute Akkus sind für mich ein Ausschlusskriterium. Wenn mehr Menschen das so sehen würden und nicht alle 2 Jahre eh ein neues bekommen würden die Hersteller sich anpassen.

  • Ich finde das s6 garnicht soo schwer zu zerlegen, mich störte meine schief stehende Ohrmuschel und das das Glas vorne nicht gerade ein gesetzt war. Ich finde der Aufwand hielt sich in Grenzen.

    Was ich mehr als positiv finde ist die Modulare Bauweise, viele Bauteile sind günstig, einzeln austauschbar, z.b ein Homebutton.

    Denke ich da an das Galaxy s1 zurrück, war achon bei einem deffektem Homebutton Schluss und nahezu das ganze Phone musste ausgetauscht werden.

    Mag zwar sein das Arbeit macht beim s6, aber das man so viele Teile einzeln ersetzen kann ist spitze.

  • Wer kommt eigentlich auf die Idee, dass die Geräte nach zwei Jahren unbrauchbar wären?
    Einen Akku zu ersetzen kostet im Laden schlappe 50-75€. Danach rennt das Gerät wieder weiter.
    Der Rest vom Gerät ist dadurch ja kein bisschen schlechter.

    Einen durch den Enduser nicht wechselbaren Akku als Argument zum Wegwerfgerät zu verkaufen ist eigentlich ziemlich kurzfristig gedacht.

    Berichtet doch mal von Läden und/oder Ketten in denen eine Reperatur möglich ist!

    Ach ne, geht ja nicht vom Schreibtisch aus. Da muss man ja hin...

  • Wieso sind die Bilder nicht mehr anklickbar?

  • LG lernt. G2 bis auf Akku sd Karten Slot super Handy gewesen. G3 und G4 super aber etwas groß geraten

  • LG fällt regelmäßig positiv auf bei ifixit ! Z.b. das angebliche Sparhandy nexus5

    Negativbeispiel ist HTC. Komplette m Serie

  • Das Moto G ist ebenfalls gut reparierbar. Ist Zwar ein bissl Kleber drin, aber der löst sich leicht ab. Nebenbei noch was: Ich finde die Platine hat echt Spielraum für Verkleinerungen...

  • pit 20.05.2015 Link zum Kommentar

    keiner ist perfekt

  • frage mich eben ob die Mods den Text auch nochmal lesen bevor sie ihn Online stellen?! geht ja gar nicht! speicher lässt sich erweisen (haha)

  • Das G4 ist das einzige Flaggschiff eines namhaften Herstellers, das noch SD-Slot und Wechselakku bietet. Allein deshalb ist es einen Blick wert.

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