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LG G Pad 8.3 im Test: Eines der besten Tablets des Jahres

Das G Pad ist endlich da und das erste LG-Tablet seit langer Zeit ist gleich ein Volltreffer geworden. Was das 8,3-Zoll-Gerät auszeichnet und warum es zu den besten Tablets des Jahres gehört, erklärt unser Test. 

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© AndroidPIT

Design und Verarbeitung 

Das G Pad hat mit 8,3 Zoll eine bei Android-Tablets aktuell ungewohnte Displaygröße. Im Praxiseinsatz erweist sich diese Größe jedoch als gut. Das Display bietet deutlich mehr Platz als die üblichen 7-Zoll-Displays, gleichzeitig ist das G Pad deutlich kompakter und handlicher als die nächstgrößeren 10-Zöller der Konkurrenz.

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Handlich: Das LG G Pad 8.3. / © AndroidPIT 

Seine Handlichkeit hat das G Pad aber auch dem guten Verhältnis zwischen Gehäuseoberfläche und Display zu verdanken. Wie schon beim G2 fällt auch hier die Umrandung angenehm schmal aus, das Display nimmt einen Großteil der Front ein. Außerdem ist das Gehäuse recht flach, mit 8,3 Millimeter ist es nur minimal dicker als das Nexus 7. 

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Die Oberseite des G pad mit Kopfhörerstecker, microSD-Steckplatz und der Rückkamera. / © AndroidPIT

Auf der Rückseite sind Stereolautsprecher angebracht, einen Steckplatz für microSD-Karten gibt es ebenfalls, außerdem einen Infrarot-Sender an der Oberseite. Ein weiterer Pluspunkt ist die Materialwahl. Die Rückseite ist aus gebürstetem Aluminium, die Ecken aus gummiertem Kunststoff machen das Tablet schön griffig, es ist weder zu dick noch zu schwer. Insgesamt macht das G Pad einen hochwertigen und edlen Eindruck. Die Verarbeitung ist ebenfalls erstklassig, große Spaltmaße oder wackelnde Teile gibt es nicht.

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Power-Taste und Lautstärkewippe sind die einzigen Hardwaretasten am G Pad. / © AndroidPIT 

Display

Hier zeigt sich LG leider nicht ganz auf dem hohen Niveau, das man sonst von den Koreanern gewohnt ist. Dass sie gute Displays bauen können, bewiesen sie zuletzt im G2, doch beim G Pad gilt das nur eingeschränkt. Der Bildschirm ist knackig scharf, die von LG als Full HD beworbene WUXGA-Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln führt zu einer Pixeldichte von rund 273 ppi. Das ist recht hoch, reicht zwar nicht an das neue Nexus 7 (323 ppi) oder das Galaxy Note 10.1 2014 Edition (299 ppi) heran, doch in der Praxis ist der Unterschied nicht erkennbar.

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Das Display des G Pad: Gut, aber nicht herausragend. / © AndroidPIT

Etwas enttäuschend ist aber die geringe Helligkeit des Displays, die besonders im direkten Vergleich mit dem G2 augenfällig wird - reines Weiß wirkt eher gräulich, wirklich strahlende Farben und gute Kontraste hat das G Pad nicht zu bieten. Dafür sind die Schwarzwerte aber gut.   

Software

Das G Pad kommt mit Android 4.2.2 und der LG-Benutzeroberfläche. Die ist optisch wie gewohnt verspielt und quietschbunt, Nutzer haben die Wahl zwischen dem farbenfrohen "Basic"-Schema und dem zuckerwattepinken Cartoon-Theme “Marshmallow”. Abgesehen vom streitbaren Design kommt der LG-Aufsatz aber mit einigen wirklich guten und nützlichen Funktionen. Die Multitasking-Funktion “Q Slide” wurde um das Feature “Slide Aside” erweitert: Bis zu drei Apps können per Dreifingerwisch nach links an die Seite geschoben und in Tabs gespeichert werden und von dort mit der gleichen Geste wieder aufgerufen werden. 

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Nichts für Puristen: Zwei bunte Themes stehen zur Auswahl. / © AndroidPIT

Die LG-Screenshot-Funktion "Quick Memo" hat einen eigenen Software-Button bekommen, den man bei Bedarf zu den standardmäßigen drei On-Screen-Buttons unterhalb des Displays hinzufügen kann. Hier könnt Ihr auch eine weitere Schaltfläche platzieren, die den direkten Zugriff auf die Schnelleinstellungen und das Benachrichtigungsmenü erlaubt. Überhaupt ist es lobenswert, dass beim G Pad wie schon beim G2 die Front-Touch-Tasten je nach Bedarf vom Nutzer konfiguriert werden können. 

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Die Fronttasten können fast nach Belieben konfiguriert werden. / © AndroidPIT

Im Stock-Browser hat LG eine weitere Screenshot-Funktion namens "CapturePlus" untergebracht. Hiermit könnt Ihr ganze Browserseiten auf einmal speichern und bei Bedarf zuschneiden, was gerade für längere Artikel nützlich ist. Allerdings hat CapturePlus einen Haken: Bei sehr langen Seiten ist die Auflösung zu niedrig und Schrift ist nicht mehr leserlich. So war mein Moto-G-Testbericht mit 114 Kommentaren als Screenshot nicht zu gebrauchen. 

Ebenfalls vom G2 bekannt ist "Knock On". Durch zweimaliges Tippen aufs Display kann der Bildschirm ein- und ausgeschaltet werden. Die App “QPair” ist LGs Antwort auf die fehlende 3G- oder LTE-Kompatibilität des G Pad. Mit QPair könnt Ihr das Tablet mit Eurem Smartphone verbinden und so dessen mobiles Netz mitnutzen. Außerdem bekommt Ihr Benachrichtigungen über Anrufe, Mails und SMS auf dem Tablet, könnt Anrufe ablehnen oder per SMS beantworten und auf SMS-Nachrichten auch direkt antworten. Wenn eine App auf beiden Geräten installiert ist, zeigt QPair zudem beim Einschalten des Displays an, welche App auf dem jeweils anderen Gerät zuletzt genutzt wurde.  

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QPair informiert mich über auf dem Smartphone eigehende Anrufe und Nachrichten direkt auf dem Display des G Pad. / © AndroidPIT

Kamera

Die Kamera steht bei Tablets traditionell nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit, LG hat die 5-Megapixel-Linse im G Pad dann auch eher aus Pflichtbewusstsein eingebaut. Tatsächlich macht sie aber gar keine schlechten Bilder.

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Blick aus dem Fenster: Die Bildqualität der G-Pad-Kamera ist auch in voller Auflösung absolut in Ordnung. / © AndroidPIT

Wie schon beim G2 wird deutlich nachgeschärft, die Ergebnisse sind aber insgesamt, vor allem auf dem kleinen Tablet-Bildschirm, wirklich ansehnlich.

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Überzeugend: Der HDR-Modus wirkt dezent und stimmungsvoll, dieses Bild ist richtig gut gelungen. Die starke Nachschärfung sieht man nur in der 100-Prozent-Ansicht. / © AndroidPIT

Die Frontkamera liefert ebenfalls ein ausreichend gutes Bild für Videotelefonate. Softwareseitig gleicht das G Pad dem G2, die zahlreichen Optionen und Modi machen in dem Smartphone mit der 13-Megapixel-Kamera und dem optischen Bildstabilisator aber natürlich ungleich mehr Sinn. 

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Die Frontkamera ist nicht besonders leistungsstark, reicht aber für Videotelefonate aus. / © AndroidPIT

Prozessor und Leistung

Hier gibt sich LG keine Blöße, das G Pad ist mit ausreichend Leistung versorgt und kommt im alltäglichen Einsatz entsprechend selten ins Stocken. Der Prozessor im G Pad ist ein Snapdragon 600 mit einer Taktrate von 1,7 Gigahertz, außerdem sind im G Pad 2 Gigabyte Arbeitsspeicher verbaut. Beim Blättern durch Homescreens und Menüs läuft das G Pad flüssig, Apps starten zügig und ohne lange Verzögerung, beim Spielen von Games gab es keine Hänger oder Ruckler. 

Kleinere Aussetzer leistet sich das G Pad aber schon, zum Beispiel beim Wechsel vom Landscape-Modus in die Porträt-Ansicht. Hier dauert es eine Sekunde, bis die Darstellung der Bewegung folgt und die Symbole und Widgets wieder erscheinen. Auch beim Browsen auf Seiten mit vielen Bildern und Grafiken kommt das G Pad mitunter aus dem Tritt und ruckelt oder hängt für Millisekunden. Insgesamt ist die Performance aber gut und zuverlässig. 

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Das LG G Pad im AnTuTu-Benchmark. / © AndroidPIT

Akku

Der Akku des G Pad hat eine Kapazität von 4.600 Milliamperestunden (mAh), ein ordentlicher Wert für ein Tablet dieser Größe. Zum Vergleich: Das Nexus 7 (2013) kommt mit 3.950 mAh aus. Bei durchgehender Videowiedergabe bei voller Displayhelligkeit kommt das G Pad auf rund 6 Stunden Laufzeit, verringert man die Helligkeit, verlängert sich die Laufzeit entsprechend. Im Alltag erreicht man so einen bis zwei Tage Laufzeit, bevor das Tablet wieder an die Steckdose muss. 

Technische Daten und Preis 

Das G Pad ist ein Tablet auf der Höhe der Zeit, auch wenn es nicht die neueste Prozessorgeneration an Bord hat und zum Beispiel das neue Note 10.1 noch einmal 1 Gigabyte Arbeitsspeicher mehr an Bord hat. Insgesamt ist es aber unter den diesjährigen High-End-Tablets vorne mit dabei, der Preis von derzeit rund 300 Euro ist angemessen.

Die wichtigsten technischen Daten im Überblick: 

  LG G Pad 8.3
Display LCD IPS, 8,3 Zoll, WUXGA (1.920 x 1.200 Pixel, 273 ppi)
System Android 4.2.2
Prozessor Qualcom Snapdragon 600, Quad-Core, 1,7 GHz
Arbeitsspeicher 2 GB
Interner Speicher  16 GB (durch microSD erweiterbar)
Konnektivität WLAN 802.11 a/b/g/n, Bluetooth 4.0
Infrarot-Sensor ja
Kamera 5 MP, LED-Blitz (Rück), 1,3 MP (Front)
Akku  4.600 mAh
Abmessungen 216,8 x 126,5 x 8,3 mm
Gewicht 338 g
Preis  299 € (Amazon.de, Stand: 18.11.2013)

Fazit   

Der Wiedereinstieg in den Tablet-Markt ist LG mit dem G Pad gelungen. Für das Tablet sprechen nicht nur die Displaygröße, die ein guter Kompromiss zwischen den bisher üblichen 7- oder 10-Zoll-Tablets. Die Ränder ums Display sind zudem angenehm schmal und sorgen dafür, dass das G Pad sehr kompakt wird und noch mit einer Hand gut zu halten ist. Auch die Verarbeitung ist sehr gut, der Aluminium-Rücken unterstreicht den robusten und hochwertigen Eindruck. Pluspunkte gibt es ebenfalls für die Software-Extras sowie die Ausstattung mit Infrarot-Sensor und microSD-Slot. Das fehlende Mobilfunkmodul mag manche Nutzer aber abschrecken, außerdem bleibt LG beim Display hinter seinen Möglichkeiten zurück. Wer diese Punkte aber verkraften kann, bekommt mit dem G Pad eines der besten Android-Tablets des Jahres.   

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