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5 Min Lesezeit 26 Kommentare

LG G Flex im Kurztest: Hands On mit dem Bananen-Phone

Das LG G Flex kommt im Feburar endlich auch nach Deutschland. Ich hatte schon vorher die Gelegenheit, das kurvige Smartphone anzutesten. Hier erfahrt Ihr, was das G Flex auszeichnet und wo seine Schwächen liegen. 

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Das G Flex mit seinem 6-Zoll-Display wirkt nicht gerade handlich, fühlt sich aber erstaunlich leicht an. / © AndroidPIT

Design und Verarbeitung: Leicht und stabil

Dass das G Flex kein gewöhnliches Smartphone ist, sieht man auf den ersten Blick. Sein geschwungenes Äußeres sticht ins Auge und macht es einzigartig. Der ungewohnte Look hat laut LG eine ganze Reihe von Vorteilen. Die Wölbung bringt das Telefonmikrofon näher zum Mund, was die Gesprächsqualität verbessern soll. Und wenn das Gerät auf einer ebenen Oberfläche liegt, werden die Lautsprecher nicht verdeckt. Außerdem ist das Gehäuse biegsam (das erste seiner Art), somit besonders haltbar und stabil, und so fühlt es sich auch an. Die Verarbeitung ist tadellos, von losen Teilen oder ungenauer Fertigung keine Spur. 

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Die Rückseite des G Flex: Tadellos verarbeitet, aber anfällig für Fingerabdrücke. / © AndroidPIT

Mit seinem 6-Zoll-Display ist das Bananen-Phone nicht gerade klein, doch es liegt angenehm in der Hand und fühlt sich trotz 177 Gramm Gewicht überraschend leicht an. Das Design selbst ist definitiv interessant, spricht mich aber nicht allzu sehr an - das Gehäuse aus glänzendem Plastik wirkt nicht besonders hochwertig und ist zudem extrem anfällig für Fingerabdrücke. Doch natürlich macht der Kunststoff das Gehäuse erst biegsam, und die Rückseite aus selbstheilendem Material verzeiht Kratzer, zum Beispiel mit dem Schlüsselbund. 

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Bananen-Phone: Das LG G Flex in der Seitenansicht. / © AndroidPIT

Display: Die wahre Schönheit des G Flex

Die wahre Schönheit des G Flex findet man auf der Frontseite. Die Darstellungsqualität des OLED-Displays mit HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel, 245 ppi) wird durch die Biegung noch verstärkt. Laut LG führt sie zu einer besonders realitätsnahen Darstellung von Inhalten - fast so, als ließen wir im echten Leben den Blick schweifen.

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Mit bloßem Auge ist der Unterschied zwischen HD und Full-HD nicht zu erkennen. / © AndroidPIT

Entsprechend gut geeignet sei das Display zum Videos schauen oder Spiele spielen - und das bestätigen die vorinstallierten Demo-Videos, die ich in meinem Test zu sehen bekam. Außerdem sind Farbdarstellung, Blickwinkelstablität, Kontraste und Sättigung hervorragend, die Reflexionen auf dem Bildschirm sind dank der Biegung gering.

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Wahre Schönheit für das Auge des Betrachters: Das Display des G Flex. / © AndroidPIT

Software: Vorhang auf mit QTheatre

Das G Flex hat die gleiche LG-Software wie das G2 oder das G Pad an Bord. Neben den bekannten Features wie "KnockOn" oder dem Gäste-Modus hat das G Flex aber auch einen Multiwindow-Modus, der an Samsungs Multitasking (auf dem Galaxy Note 3) erinnert. Durch Gedrückthalten des Zurückbuttons öffnet sich eine Liste mit verfügbaren Apps, von denen man zwei per Drag & Drop auf der oberen und der unteren Bildschirmhälfte platzieren kann. Daten und Inhalte lassen sich bequem zwischen beiden Anwendungen hin- und herschieben. Außerdem gibt es eine neue Funktion namens "QTheatre", die vom Lockscreen aus zu erreichen ist. Zieht man die Finger aus der Mitte auseinander, als würde man einen Theatervorhang öffnen, bekommt man Zugriff auf verschiedene Optionen zur Videowiedergabe. 

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Die Vorhang-Funktion von QTheatre. / © AndroidPIT

Performance: Butterweich und ruckelfrei

Das G Flex ist mit einem Snapdragon-800-Prozessor mit vier Kernen und einer Taktrate von 2,26 Gigahertz ausgestattet, flankiert von 2 Gigabyte Arbeitsspeicher. Damit hat es die gleiche Ausstattung wie das LG G2 und spielt leistungstechnisch ganz vorne mit. Entsprechend butterweich und flüssig zeigte sich das Gerät in meinem kurzen Test. Ob beim Wischen durch die Homescreens, beim Starten und Schließen von Apps oder bei der Videowiedergabe, Ruckler oder Verzögerungen gab es keine.

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Durch langes Drücken auf den Zurück-Button wird das Multitasking-Tool gestartet, mit dem Daten zwischen Apps hin- und hergeschickt werden können. / © AndroidPIT

Kamera: Mit Selfie-Hilfe 

Die Kamera des G Flex ist im Grunde die gleiche 13-Megapixel-Linse, die auch im G2 zum Einsatz kommt, der optische Bildstabilisator fehlt allerdings. Zusätzlich zu den zahlreichen Software-Spielereien der Kamera-App gibt es beim G Flex eine nützliche Option für Selfies mit der Hauptkamera: Im entsprechenden Modus signalisiert eine gelbe LED-Leuchte, dass die Gesichtserkennungssoftware das eigene Gesicht sucht. Sobald Euer Konterfei in der Bildmitte und der Fokus richtig eingestellt ist, leuchtet sie grün auf. So könnt Ihr bei Selbstporträts sicher gehen, dass der blind gewählte Bildausschnitt auch passt. Natürlich könnt Ihr hierfür aber auch die Frontkamera nehmen. Diese hat eine Auflösung von 2,1 Megapixeln und bietet eine für High-End-Smartphones durchschnittlich gute Qualität.    

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Dank der Krümmung steht das LG G Flex von alleine, was praktisch für Aufnahmen mit Selbstauslöser ist. / © AndroidPIT

Akku: Kraftpaket für reichlich Ausdauer

Der Akku ist ein absoluter Pluspunkt beim G Flex. Mit einer Kapazität von 3.500 Milliamperestunden ist die Kraftzelle deutlich größer als bei anderen Geräten mit ähnlich großem Gehäuse und Display. Dessen vergleichsweise geringe Auflösung dürfte zudem dazu beitragen, dass sich der Verbrauch trotz der 6-Zoll-Diagonale in Grenzen hält. In der kurzen Testzeit war es aber natürlich nicht möglich, die Ausdauer zu testen.

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Das LG G Flex lässt sich komplett flach drücken, mitsamt Display und Akku. / © AndroidPIT

Fazit

Nach meinem kurzen Test mit dem G Flex bin ich beeindruckt, auch wenn es mich nicht in jedem Aspekt überzeugen konnte. Das Display ist brillant, die Performance lässt keine Wünsche offen, und der große Akku verspricht eine lange Laufzeit. Mit seinem Bananen-Design ist das G Flex ohne Zweifel auch ein echter Hingucker - ob es sich allerdings auf dem Markt durchsetzen wird, ist zweifelhaft. Ein kleiner Schwachpunkt ist zudem die Kamera, die aufgrund des fehlenden Bildstabilisators weniger stark ist als beim G2. Ansonsten aber hat mich das G Flex überzeugt. Einen ausführlichen Test werden wir nachreichen, sobald wir unser Testgerät bekommen haben.

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Wie beim LG G2 sind beim G Flex die Hardware-Buttons auf der Rückseite unterhalb der Kamera verbaut. / © AndroidPIT

Was haltet Ihr vom G Flex? Ist das gebogene Display etwas für Euch, oder steht Ihr eher auf den Flachbrett-Look der herkömmlichen Smartphones?

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26 Kommentare

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  • Man man man manche Leute haben hier Probleme wegen Schreibfehler ist doch egal hat doch jeder verstanden....


  • geil,ich hab ne neue Obstschale


  • Das Ding kann man mit der Display-Wölbung bestimmt auch gut als Brennglas benutzen wenn man mal beum Campen ist! ;-)


  • Wäre das perfekte Handy für mich, wenn es nicht so groß wäre. Hab Galaxy S3 mini und die Bildschirmgröße ist für meine Augen mehr als ausreichend.


  • @michael denk das gabs schon 1992von Nokia. funktionierte super


  •   38

    Hat das Display eine Pentile Oder RGB Matrix?


  • Aber das Huawei asscend mate hat doch den stärksten Akku mit 4050 Miliamperstunden


  • Lustiger Technologieträger!


  • Gibt es keinen SD-Slot? Dann leider uninteressant :-(


  • Sieht ganz cool aus und das es aus Plastik ist würde mich nicht stören. Bin mal gespannt auf die Kiste...


  • @Sascha: Wenn es in Korea 700€ kostet, wird es Deutschland für unter 600€ zu haben sein. Smartphones sind in Deutschland deutlich billiger als in Korea. Auch koreanische...


  • haste nicht ein hands on Video gemacht wenn ja bitte link


  •   29

    Die sich hier beschweren: Der Text ist übersetzt! Will euch mal sehen wie ihr ein paar Seiten Englisch im perfekten Deutsch niederschreibt:)


  • hört sich eigentlich gut an nur das man bei 6 Zoll meiner Meinung nach nicht mehr von einem Handy reden kann. Ich hab selber ein Nexus 5 und das 5 Zoll display ist meiner Meinung nach schon grenzwärtig. Was ich mir für alle Handys wünschen würde ist das sie es nicht mit der große und Auflösung über treiben da ich bei dem 720p display vom S3 und meinem fhd display sowieso kaum Unterschiede bei der schärfe sehe,und auf jeden Fall sollten sie am internen Speicher und an einem besseren Akku arbeiten meiner Meinung nach wären 2 Tage Betriebszeit angebrachter als zitternd einen Tag nzu überstehen


  • @Stephan In deinem Kurzkommentar zähle ich SIEBEN Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler. Passt nicht unbedingt, auf diese Art auf die Fehler anderer hinzuweisen.


  • Genau!


  •   29

    @Stephan: In deinem Kommentar aber auch;)


  • wie macht ihr den eure Artikel in jedem finde ich rechtschreibfehler ist ja fürchterlich

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