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4 Min Lesezeit 25 Kommentare

Deshalb nervt Laras neues Android-Abenteuer so sehr

Meine Beziehung zu Fräulein Croft war in den vergangenen Jahren eine emotionale Achterbahnfahrt. Anfangs schwer verliebt, dann herb enttäuscht. Die Neuauflage von 2013 hat mich dann wieder mit der taffen Archäologin versöhnt, einen Dämpfer bekam diese aufgefrischte Liebe nun leider durch den teils sehr nervigen Android-Titel Lara Croft: Relic Run.

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Die Lara rennt durch den Wald, sie macht dort viele Gegner kalt

Lara Croft: Relic Run ist ein Endless Runner…äh…-  Jetzt sollte eigentlich etwas zu irgendwelchen innovativen oder revolutionären Features kommen, leider bietet der Titel in dieser Hinsicht nichts an, was man bei den vielen anderen Genre-Vertretern gesehen hat. Miss Croft rennt also selbständig los und der Spieler muss mit Wischbewegungen dafür sorgen, dass sie in der richtigen Spur bleibt.

Im ersten Level joggt sie recht flott durch einen Dschungel-Abschnitt, in dem es umgestürzte Baumstämme, fiese Fallen und tiefe Schluchten gibt. Damit sie nicht das Zeitliche segnet, wischt der Spieler nach links und rechts oder nach unten, damit sie beispielsweise unter einem Baum durchrutscht.

Ab und zu schwingt sich Lara Croft auch auf ein Quad-Bike und Motorrad, auch lässt sie ihre Waffen sprechen und ballert auf sehr aggressive Exen-Menschen (fragt nicht!). Der berühmt berüchtigte T-Rex hat auch wieder einen Auftritt.

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Die Grafik von lara Croft: Relic Run kann sich sehen lassen. / © Square Enix

Ähnlich wie Ihre Videospiel-Kollege Super Mario sammelt sie bei ihren Dauerläufen Münzen und besondere Relikte ein, wodurch sie Extras freischalten kann. Zur Auswahl stehen bessere Waffen oder Items wie Schuhe, mit denen sie besseren Halt bekommt.

Das klingt bis hierher eigentlich nicht schlecht und die ersten Läufe machen auch noch echt Spaß, spätestens nach den ersten zehn Toden wandelt sich diese Lust aber in Frust. Der Grund dafür liegt beim Speicher-System, beziehungsweise Bezahlsystem.

Ein Free2Play-Spiel, für das man sechs Euro ausgeben muss

Der Endless Runner mit Lara Croft ist ein sehr forderndes, teils knackig schweres Spiel. Besonders Anfänger wird die Rennerei zu Beginn vor fast unlösbare Aufgaben stellen, aber auch Kenner der Materie dürften sich an einigen Stellen die Zähne ausbeißen. Gegen schwere Spiele ist eigentlich überhaupt nichts einzuwenden, bei Lara Croft: Relic Run wird man hingegen das Gefühl nicht los, dass der Schwierigkeitsgrad deshalb so hoch angesetzt wurde, um den Verkauf von Juwelen anzukurbeln.

Bleibt Lara also mal wieder hängen, kann der Spieler sie durch den Einsatz von fünf Juwelen wiederbeleben und muss das Level nicht nochmal von vorne beginnen. Der Haken an der Sache: Juwelen findet man in den Sprint-Abschnitten nur sehr selten und die Möglichkeit sich neue Klunker durch das Anschauen von Werbung zu verdienen, ist eher selten. Um also nicht immer und immer und immer wieder von vorne zu beginnen, ist der Spieler schon fast gezwungen, Echtgeld für Diamanten-Pakete auszugeben.

Um also einigermaßen Spaß mit Lara Croft: Relic Run zu haben, sollte der Spieler mindestens 0,99 Euro für 100 Juwelen hinblättern. Für 4,99 Euro gibt es aktuell 600 Juwelen, 1500 Juwelen für 9,99 Euro. 

Hier soll es jetzt nicht um den Sinn oder Unsinn von Bezahlsystemen geben, im Falle von Lara Croft: Relic Run haben es die Entwickler aber definitiv verbockt. Mal ehrlich: einen Euro oder ein paar mehr kann man für das Spiel durchaus verlangen, da es unter anderem eine für einen Android-Endless-Runner sehr detaillierte Grafik anbietet, sich das Geld aber durch die “Free2Play-Hintertür” zu holen, ist einfach nicht fair.

Fazit

Lara Croft: Relic Run ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein bescheidenes Bezahlsystem einem den Spaß am Spiel vermiesen kann. Es so schwer zu machen, dass der Android-Gamer geradezu genötigt wird, Echtgeld für Save-Points auszugeben, ist eine mehr als billige Nummer. Wer also ungestört und einigermaßen stressfrei den im Grunde soliden und schick anzusehende Endless Runner genießen will, muss mindestens einen Euro ausgeben - besser sind wohl sechs Euro. Meiner Meinung nach sollte man das Geld aber einfach stecken lassen und die Entwickler nicht noch für dieses unfaire Bezahlsystem belohnen.

  • Getestet mit: Nexus 9
  • Preis: Free2Play (0,99 € bis 49,99 € pro Artikel; Stand: Mai 2015)
  • Spieler: 1
  • Erforderliche Android-Version: 2.3 oder höher
  • Größe: 81 MB
  • Sprache: Deutsche Texte
  • Systeme: Android-Tablets, Android-Smartphones
Lara Croft: Relic Run Install on Google Play

25 Kommentare

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  • Ich hab mich schon immer gefragt, wer diese Leute sind, die-wenn sie in einem Endlosrunner verrecken-sich tatsächlich mit "Premiumwährung" wiederbeleben.

    Gibt es die überhaupt?

    Es muss sie augenscheinlich geben..sonst gäbe es dieses unsägliche System ja längst nicht mehr.

    Ich versuchs halt mal wieder..:

    Hört endlich auf, Entwicklern solcher Scheiße unverhältnismäßig viel Kohle in den Arsch zu blasen und alles wird endlich gut.


  • "Deshalb(!) nervt Laras neues Android-Abenteuer so sehr"... Mich nervt es aber nicht. Was läuft bloss falsch mit mir :-(


  • Laufe bei dem Game nur gegen die Wand oder Baum.. Nicht Toll....


    •   24

      Ist normal am Anfang. Als Baby fällt man halt noch oft auf die Schnauze bevor man wirklich laufen kann. Ist bei diesen Game genauso. Kein wunder dass die keine wahrhaftigen Core-Games raus bringen wenn die Frust-Toleranz der heutigen Gamer so gesunken ist. Da brauch man sich über CandyCrush und Co. gar nicht wundern weil die wirklich guten und schweren Spiele sowieso kaum dankbares Publikum besitzen.


  •   24

    Auf Abzocke finde ich es nicht ausgelegt. Habe heute meinen Nachschub (5 Leben) erhalten und ich werde ja auch jeden Tag besser in den Game, lerne einzelne Passagen besser kennen und weiß wie ich dann zu reagieren habe. Auch lässt sich mit den gesammelten Münzen Upgrades kaufen wodurch es ein bisschen leichter wird. Außerdem bin ich ja nicht gezwungen das Leben einzusetzen und kann es behalten und von vorne anfangen wenn ich noch nicht weit genug bin.

    Ist halt ein forderndes Game was man zum Glück nicht an einen durch spielt sondern sich rantastet. Ein SuperMario mit 5 Leben pro 5 Stunden würde auch vollkommen ausreichen. Ich mag solche fordernden Games. Wenn ich nun ganz locker die Möglichkeit habe Leben zu Farmen und deshalb eigentlich sorglos durchs Spiel laufe (wie bei SuperMario möglich) vergeht mir persönlich die Lust aufs Spiel weil ich definitiv das Ende erreichen werde es jedoch dann keine Frage des Könnens war sondern der Zeit.

    *Irgendwie kriege ich den T-Rex nicht platt.
    Ist wohl die Waffe noch zu schwach. Der hat mich alle Leben gekostet >_< Macht aber voll bock. Das ist das erste Game auf Android wo ich mich selbst lauthals beim fluchen erwische ^_^ So muss das sein!


  • 2-L 29.05.2015 Link zum Kommentar

    Auf Abzocke angelegte In-Play-Zahlsysteme finde ich auch sehr ärgerlich. Diese Unsitte scheint mir aber inzwischen bei vielen Android-Spielen Usus geworden zu sein. Schier unüberwindliche oder ungerechte Level nach einer bestimmten Spielzeit, sind schlichtweg nervig und animieren mich aber eher zur Deinstallation, anstatt zum Kauf.

    Für bedenklich halte ich diese Praxis gerade bei Spielen, die offensichtlich für Kinder gedacht sind. Man kann das zwar als Eltern absichern, aber manchmal verschenkt man eben auch an Kids mal 'ne Guthabenkarte und die ist dann ratzfatz leerprovoziert, weil Kinder eben noch nicht so differenzieren können, wie Erwachsene und doch mal schnell kaufen...


  • Ich wollte das Spiel schon ausprobieren, aber der Download wird mir nicht angeboten, da mein LG G3 angeblich nicht kompatibel sei... Hm?!?


  •   24

    Ich lauf immer gegen die Wand >_<

    Ist auf jeden Fall fordernd!
    Und Ärger kommt auch ein bisschen auf aber meist sind es einfach meine eigenen Fehler weswegen Lara gegen die Wand rennt und dann kommt dieses "Hey! Beim nächsten mal schaffe ich es" - Gefühl.

    *Edit: Nun verstehe ich Stefan :-(
    Gerade beim T-Rex angekommen und hatte keine Leben mehr und dann gegen die Wand gelaufen. Konnte leider nicht mehr weiter machen. Nun soll ich 5 Stunden warten für weitere Leben. Egal, ich probier es trotzdem noch mal. Macht laune das Game doch ist schwer ohne Geld.


  •   50

    Wie jetzt, erst empfehlen, dann nix mehr?

    XXL


  • Ohne das Spiel gespielt zu haben, und trotz der Aussage, das wir nicht fragen sollen: Exen-Menschen? Sollte es nicht Echsen heißen?


  •   24

    Ich finde gerade weil es den Spielern, welche nicht bezahlen, schwerer gemacht wird dieses Free2Play Prinzip so interessant. Es macht Games schwerer und das ist gut so. Wenn ich dann irgend eines Tages dort angekommen bin wo andere Geld für bezahlt haben ist das die beste Trophy die es gibt. Auf diesen Weg sammelt man nämlich viele Erfahrungen.

    Es macht schon einen Unterschied aus ob ich für den Bergaufstieg die Seilbahn benutze und mich bequem hochkutschieren lasse oder ob ich selber den Berg besteige. Das Gefühl ihn selber bestiegen zu haben ist ein ganz anderes wenn man oben ankommt. So fair sollte es auch bei den Free2Play Spielen gehalten werden dass dem gewillten "Core"-Gamer (Bergsteiger) der selbst gewählte schwerere Weg (Bergaufstieg) nicht durch komplette Unfairnes verhindert wird.

    Werde das Game mal testen.


  • Wer ist Lara Croft?


  • Wenn es sowasvon nervt, würde ich es einfach nicht spielen anstatt einen weiteren Artikel zu schreiben...?

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