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Activison kauft King - Deshalb ist dieser Schritt genau richtig

Activision Blizzard kauft sich für stolze 5,9 Milliarden US-Dollar die Candy-Crush-Macher von King. Diese Meldung sitzt erstmal, schon allein wegen dieser unglaublichen Summe. Die Übernahme ist aber nicht nur wegen der 5,9 Milliarden US-Dollar so spektakulär. Es zeigt sich hier vielmehr, wohin der Weg für Mobile-Spiele gehen kann und wie ignorant manche Publisher von Videospielen waren - und immer noch sind.

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Das wahre Märchen von erfolgreichen Mobile-Games

Es war einmal eine kleine Spielefirma namens King Digital Entertainment, die im August 2003 gegründet wurde. Sie machte sich auf, mit ihren bunten Candy-Crush-Spielen die Welt zu erobern und das gelang ihr auch. Millionen und Abermillionen Golddukaten flossen in den Geldspeicher und machten die Besitzer überglücklich. Dieser Erfolg lockte viele Nachahmer an, sowie noch größere Spielefirmen.

Der größte und reichste Publisher in der bunten Videospielwelt fasste sich dann ein Herz (und 5,9 Milliarden US-Dollar), verführte die holde Spiele-Maid und ehelichte sie. Und so lebten sie glücklich bis ans Ende ihrer Tage…

Oder auch nicht, denn wer weiß schon, was in zehn Jahren aus King und Activision Blizzard geworden ist. Die Zukunft sieht aber nicht schlecht aus, denn der Publisher von Call of Duty hat King anscheinend nicht nur als weiteren Geldesel eingekauft.

CandyCrushSaga
Neue Spiele der Candy-Crush-Reihe wird es auch unter Activision Blizzard geben. / © King

Diablo für Android-Plattformen? Wie cool wäre das denn!

Übernahmen von erfolgreichen Spiele-Schmieden durch große Publisher sind nichts Ungewöhnliches. Dass dabei mitunter auch richtig viel Geld fließt, zum Beispiel bei der Übernahme von Mojang (Minecraft) durch Microsoft - für 2,5 Milliarden US-Dollar -, ist ebenfalls kein wirklichgroßes Ding. Wobei 5,9 Millarden US-Dollar doch eine neue Dimension darstellen, aber davon sollte man sich nicht blenden lassen. Am Interessantesten ist das neue Paar, das sich gefunden hat.

Da kauft also der größte Publisher von Videospielen eines der erfolgreichsten Studios für Mobile-Spiele. Warum auch nicht? Irgendwie müssen die Gewinne, die Activision Blizzard mit Spielen und DLCs eingesammelt hat, investiert werden. King ist vielleicht nicht mehr so erfolgreich wie zu Beginn des Candy-Crush-Hypes, mit Einnahmen im letzten Jahr von über 2 Milliarden US-Dollar steht das Unternehmen aber immer noch sehr gut dar.

Was genau mit King passieren soll, verriet der neue Eigentümer bislang noch nicht. Chief Executive Manager Bobby Kotick von Activision Blizzard ließ aber schon durchblicken, dass man Mobile-Games gerne mit den bekannten Spiele-Marken zusammenbringen möchte. Wie solche Spiel dann aussehen darüber kann nur spekuliert werden. Möglich wären uninspirierte Klone von Candy Crush mit Call-of-Duty-Layout oder “richtige” Spiele wie eine anständige Umsetzung von Diablo III für Android.

Es bleibt definitiv spannend, wie sich die Sache weiterentwickeln und welche Art von Spiele bald in Zusammenarbeit erscheinen werden. Auch wird es interessant sein zu sehen, welcher große Publisher in Zukunft noch auf den Mobile-Zug aufspringt.

Ein bisschen Schadenfreude muss sein

Warum hat Activision Blizzard eigentlich so viel Geld in die Hand genommen und nicht selbst ein Studio für Mobile-Spiele aufgebaut? Eine berechtigte Frage, die sich nicht leicht beantworten lässt. Oft ist es für Publisher aber einfacher und trotz einer riesigen Summe billiger, ein etabliertes und erfolgreiches Entwicklerstudio zu übernehmen.

Dass Activision Blizzard diesen Schritt einer Übernahme gegangen ist, ist dennoch bemerkenswert. Es zeigt nämlich, dass der größte Publisher für Videospiele den Anschluss an den Mobile-Spiele-Markt nicht verpassen will. Auch Nintendo musste sich mit DeNA einen Partner suchen, der sich auf dem Mobile-Markt auskennt. Diese Zusammenarbeit dürfte Big N auch ein paar Yen gekostet haben.

Wie es besser und vermutlich auch günstiger geht, zeigte Electronic Arts. Zwar dürfte die Übernahme der Entwickler von Plants vs. Zombies auch nicht billig gewesen sein, diese Investition dürfte sich mittlerweile aber mehr als ausgezahlt haben. Auch Ubisoft und Square Enix sind auch auf einem guten Weg und mit teils guten Mobile-Games vertreten. An die Gewinne eines Candy Crush oder Angry Birds sind diese Studios mit Ihren Mobile-Games aber noch weit entfernt. Um diese Lücke zu schließen, steht vielleicht bald die nächste große Übernahme an.

PlantsvsZombies
Auch Eigenproduktionen können sehr erfolgreich sein! / © Electronic Arts
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14 Kommentare

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  • Mag lukrativ sein. Aber die nach Konami unsympathischste spielefirma ins portfolio aufnehmen...

  • Guter artikel!

  • 5,9 Milliarden $... für Candy Crush(sozusagen). Wahnsinn, und doch nachvollziehbar. Zockt ja fast jeder oder hat fast jeder schon mal gespielt, der ein Handy hat oder Browser-Games am PC spielt. Nur ein Klick von Facebook entfernt.
    Natürlich nicht mit Konsolen/PC-Games vergleichbar in qualitativer Hinsicht.
    Aber ein Markt, der stetig wächst und mit dem sich mehr Geld verdienen lässt als mit "echten" Games.
    Es gibt halt mehr Hausfrauen/Casual Gamer.

  • Man kauft bestehendes einfach, weil man eine funktionierende Marke kaufen will - that's it. Selbst würde man Jahre brauchen ein Studio mir dieser markenstärke für den mobilen Bereich zu erschaffen. Mal ganz ab davon, dass Activision für viele auch eher ein rotes Tuch ist.

    • Wieso genau ist Activision für viele ein rotes Tuch? Hab ich was verpasst?

      • Activision ist unter Gamern ein ebenso umstrittener Publisher wie EA. Zum einen weil Acti einfach einer der, wenn nicht sogar DER mächtigste Player auf dem markt ist, dies auch unverhohlen oft und gerne ausnutzt und sich auch den eigenen Anhängern/Fans gegenüber nicht immer sehr aufgeschlossen zeigt. Kaum ein anderer Publisher melkt seine Cash Cows so genüßlich an der Öffentlichkeit - da kommt höchstens noch EA mit seinen Aufguß-Spielereihen an.
        Es muss nicht unbedingt daran liegen, dass Activision so evil ist - aber wenn du der dickste Fisch bist wirst du immer mit ganz anderen Augen von der Community beobachtet.

      • Ich stimme dir zu, aber irgendwie wird unter Gamern über jeden Publisher gemeckert. Ich kenne auch viele, die Ubisoft hassen, oder im MMO Bereich: Gameforge, Trion Worlds oder Perfect World. Da bleibt ja kaum noch was gutes übrig ;-)

  • HEFTIG.CO ist dafür bekannt, umso viele Klicks zu bekommen wie man nur kann. Fühle mich gerade genau so, als wäre ich auf der Seite!

  • Die Spiele auf dem Handy werden auch nicht annähernd an die Konsolen oder Pc Spiel herankommen .

    • Das stimmt, PS1,2,3,4,Xbox 360,One, PC...sind viel besser als Handys, gäbe es Gamer Handys könnte daraus was werden, Diablo 3 unter Android wäre wirklich krass um nicht zu sagen fantastisch. Man kann nur Diablo 1 (mit einem Emulator auf Android spielen) und dieser Teil ist sogar schon (für mich jedenfalls) besser als Dungeon Hunter 5 für Android.

    • Schließt du bei dem Begriff "Handy" Tablets mit ein? Von der Rechenleistung sind Smartphones nämlich enorm am aufholen. Wenn man einen Controller hat gibt es (in ein paar Jahren) IMHO keine großen Unterschiede mehr zwischen Tablet und einer Konsole. Hoffentlich verstehen das die Entwickler.

      • Doch, die Unterschiede sind weiter groß, da ein smartphone auch weiter nicht die Leistung der aktuellen Konsolen bringt. Die Hardware wird zwar immer potenter, steckt aber irgendwann da fest wo es mit der Kühlung zum Tragen kommt. Und auch so besitzen die Chips in den smartphones und tablets nicht die gleichen Potentiale wie die Chips in den Konsolen. Dafür fehlt es den smartphones an potenteren grafikchips mitsamt Kühlung :)

      • Man stelle sich ein Smartphone mit einem Eisblock als Kühlung vor 😂

    • @Hans:
      Diese Spielchen wollen das auch gar nicht...die sollen nur möglichst viele Leute erreichen, mehr nicht. Und das tun sie auch, erfolgreicher als richtige Games. Ein Riesen Markt.

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