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Dein Fitness Tracker sagt nicht immer die Wahrheit - na und!

Für viele Sportler sind Fitness Tracker ständige Begleiter beim Training und Workout. Aber geben die kleinen Fitness-Armbänder auch zum Beispiel die Herzfrequenz wirklich akkurat wieder? Das bezweifeln zumindest Sportler in den USA, die gegen einen der größten Hersteller von Fitness Trackern Klage eingereicht haben. Klingt übertrieben und das ist es wohl auch!

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Land der unbegrenzten Klagemöglichkeiten

Es ist so eine Geschichte, bei dem wohl nicht wenige die Augen rollen und vor sich hinmurmeln: Ach ja, die Amis wieder! Um das geht’s: Wie Spiegel Online berichtet, wurde gegen die US-Firma Fitbit eine Sammelklage eingereicht. Die drei Kläger beanstanden, dass die Fitness Tracker Fitbit Charge HR und Fitbit Charge Surge die Herzfrequenzen nicht akkurat messen. Aber genau mit dieser Genauigkeit wirbt Fitbit für seine Produkte. Angeblich besteht durch die falsche Wiedergabe der Werte ein Gesundheitsrisiko und deshalb gibt es nun diese Klage.

Das alles klingt nach einer dieser typischen “ich verklage McDonalds, weil auf meinem Becher nicht drauf stand, dass der Kaffee heiß ist, obwohl mein Kaffee ja heiß sein sollte”-Kuriositäten, über die man schmunzelt und den Kopf schüttelt. Es wirft aber doch die durchaus berechtigte Frage auf, wie akkurat Fitness Tracker eigentlich sein sollen und auch müssen. Haben womöglich tausende Sportler potenzielle Lügner an ihren Handgelenken, die auch noch ihre Gesundheit gefährden?

Fitness Tracker Fitbit
Sind die Fitness Tracker von Fitbit gesundheitsgefährdend? / © Fitbit

Das mit der Kirche und dem Dorf

Die Klage gegen Fitbit streift gleich mehrere Fragen, unter anderem welche Versprechungen ein Unternehmen geben darf. Es würde zu weit führen, hier einen juristischen Diskurs über Lügen und Wahrheiten und mögliche Konsequenzen in Hinblick auf Werbung vom Zaun zu brechen, interessanter ist vielmehr: Wie gut geben Fitness-Tracker eigentlich sportliche Leistungen wieder?

Leider gibt es darauf keine 100 prozentige Antwort, denn wer kann schon eine allgemein gültige Aussage über alle zurzeit erhältlichen Fitness Tracker geben? Vor allem darüber, ob bei allen auch wirklich immer die richtige Herzfrequenz gemessen wird. Es ist zwar durchaus bedenklich, wenn, wie in der Klageschrift formuliert, eine Differenz von 25 Herzschlägen angezeigt wird, aber kann nicht auch eine falsche Anwendung für das angeblich verfälsche Ergebnis Schuld sein?

Ich will hier nicht der Eindruck entstehen lassen, dass ich Fitness Tracker partout verteidige. Es ist durchaus möglich, dass die zwei genannten Armbänder von Fitbit aufgrund von Produktions- und Software-Fehlern oder die zum Einsatz kommende Messtechnik falsche Daten liefern. Und auch viele andere Fitness Tracker geben wohl nicht immer die echten Leistungen wieder. Aber kann ein Gerät, das - einfach gesprochen - den menschlichen Körper abhorcht auch wirklich akkurate Daten erfassen? Wohl eher nicht. 

miband
Nicht alles wird von einem Fitness Tracker (hier das Mi Band 1s) akkurat aufgezeichnet. / © Xiaomi

So fit seid Ihr ungefähr

Die Technik mag schon so weit sein, dass bei den meisten Sportaktivitäten auch die richtigen Ergebnisse geliefert werden, immer darauf verlassen sollten sich die Sportler aber nicht.

Mit den Fitness Trackern ist es eher wie bei einer handelsüblichen Gewichtswaage. Die meisten Modelle zeigen Euch zwar das Gewicht an, ob es sich dabei auch tatsächlich um das auf das Milligramm genaue Gewicht handelt, ist eher unwahrscheinlich.

Wer einen Fitness Tracker benutzt, sollte sich zwar schon darauf verlassen können, dass das Stück Technik auch richtige Ergebnisse abliefert, das "ultimative Ergebnis" spuckt der der Computer am Handgelenk aber wohl bisher nicht aus.

Frage an Euch: Wie sehr vertraut Ihr Eurem Fitness Tracker?
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Top-Kommentare der Community

  •   44
    markus riedberger 10.01.2016

    geht eh nur ums geld! fehlt nur ein sensor der einem sagt wann man müde ist soll ja leute geben die das tagelang nicht selber merken.
    war gestern beim arzt der hat mir den blutdruck mit 2 Profi Messgeräten gemessen Resultat zwei verschiedene Resultate
    gäbe es einen tracker der einem sagt wann man auf die Toilette muss
    gäbe es bald auch sammelklagen weil sich welche in die hosen gemacht haben.

  • Thorsten 09.01.2016

    Doch, die Einnahmen des Herstellers

42 Kommentare

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  • Also wenn ich mein MiBand über das (Handy) Display beim laufen beobachte und dessen Ergebnisse mit dem Jawbone meiner Frau abgleiche, macht das MiBand einen etwas besseren Job. Sei es wie es wolle, es ist ja eigentlich auch mehr so ein Anhaltspunkt wo man nach Feierabend nochmal draufschaut und sich dann entschliesst nochmal ein oder mehr Kilometer zu laufen um einen vernünftigen Ausgleich zu bekommen. Auch auf das Schlaftracking würde ich nicht zuviel geben, sonst bräuchte es keine Schlaflabore mehr, einfach Band um den Arm und fertig ? So einfach ist es nicht! Dennoch mahnt es mich den PC auch mal früher abzuschalten oder die Glotze auszumachen und etwas früher ins Nest zu gehen.
    Es ist also sowas wie das "Schlechte Gewissen" am Handgelenk und manche Menschen brauchen das. Ob ich es unbedingt brauche....ich glaube eher nein, aber Schaden tut es nicht und dich finde als mehr sollte man das ganze gar nicht sehen. Als ernsthafter Sportler habe ich feste Trainingsdistanzen auf welchen ich z.B. Laufzeiten, Plus etc. auswerte und Fortschritte dokumentiere. Dafür sind diese kleinen Gadgets nicht gemacht. Eher um den Couchpotatoes mal vor Augen zu führen wie wenig der nötigen Bewegung im Alltag geblieben ist und dafür sind die Dinger super.
    Und wenn einer nur 10x die Treppe hoch und runter rennt um im Spieltrieb das Tagesziel seines Trackers zu erreichen , hat das Gadget hier seinen Sinn erfüllt.

    •   44

      da läuft aber etwas falsch eigentlich sollte doch deine frau dich dazu verführen früher ins bett zu gehen nicht so ein seelenloser tracker

    • Das Jawbone enthält unfruchtbar machende Weichmacher im Kunststoff.
      Deine Frau sollte das besser nicht mehr benutzen.

  • Es sollte doch klar sein, dass sowas keine perfekte Genauigkeit liefert.

  • Wer trotzdem mal selbst sowas testen möchte kann heute bei Aldi Süd zuschlagen.

    https://www.aldi-sued.de/de/angebote/angebote-ab-montag-11-januar/detailseite-kw02-mo/ps/p/crane-fitness-armband/

    Hat aber keinen Pulsmesser!

  • Also ich habe das noch nie als Versprechen über die perfekte Genauigkeit gesehen. Ich meine sogar, dass bei meiner Anleitung vom Charge Hr dabei stand, dass es keine 100%ige Genauigkeit geben kann. Geht besonders bei Handgelenk Sensoren und Bewegungen auch schwer. Ich habe den Tracker, bis er mir in der Unkleide geklaut wurde, immer als groben Richtwert genommen. Ebenso bei den Schritten. Mir hat das geholfen einen Richtwert zu haben, mehr wollte ich nicht.
    Wenn ich wirklich genauer Ergebnisse (etwa beim Joggen oder andere Sportarten) haben möchte, nehme ich einen Brustgurt.

    Aber zur Ausgangsfrage: klar ist es nicht in Ordnung, wenn ein Hersteller 100%ige Genauigkeit verspricht und dies dann nicht gegeben ist. Ob das Fitbit wirklich so behauptet hat oder behauptet, weiß ich nicht.

  •   44

    geht eh nur ums geld! fehlt nur ein sensor der einem sagt wann man müde ist soll ja leute geben die das tagelang nicht selber merken.
    war gestern beim arzt der hat mir den blutdruck mit 2 Profi Messgeräten gemessen Resultat zwei verschiedene Resultate
    gäbe es einen tracker der einem sagt wann man auf die Toilette muss
    gäbe es bald auch sammelklagen weil sich welche in die hosen gemacht haben.

  • Für mich sind diese ganzen Fitnessbänder sowieso eher Spielzeug!

    Wer vernünftige Werte erfassen und auswerten will kommt an einem Trainingscomputer (zB. Polar V800/M400) und Brustgurt nicht vorbei.

  • Ich schliesse mich da meinem Vorkommentator an. Kein Hersteller sollte für seine Produkte Versprechungen machen, die er dann nicht halten kann. Ich kenne den beschriebenen Fall allerdings auch nicht genau.
    Man sollte von einem 50€ Konsumerprodukt aber auch nicht die Genauigkeit und Zuverlässigkeit eines Medizingerätes für 5000€ erwarten.
    Zudem schwanken biometrische Daten wie Puls und Blutdruck ohnehin im Tagesverlauf und je nach Situation stark.
    So kann der Anblick einer schönen Frau den Puls höher treiben als ein 5 km Lauf.^^
    Die Fitnessbänder können zur Motivation, oder um Trends in der Trainingsleistung zu erkennen dennoch sinnvoll sein.
    Im Schlepptau der Klage der USA gegen VW wegen des Dieselskandals rechne ich mit einer Vielzahl von weiteren Klagen wegen Messproblemen.

  • Wer irgendwie was auf sein Lauftraining hält kommt eh um nen Brustgurt nicht rum. Und der Witz: Selbst Polar bietet die Teile für weniger Geld an, als die meisten Smartwatches kosten.
    Interessant werden Wearables doch eh erst wenn sie als eigene Einheit fungieren und so im Mainstream angekommen sind, dass sie nichts besonderes mehr darstellen. Aber das dauert noch, da wir dafür die eSIM, einheitliche Messenger-Protokolle und den Abschied vom klassischen Smartphone brauchen. Ich hoffe das dauert nicht mehr lange. Mehr bieten können uns die Klötze ja eh nicht mehr.

    Was die Genauigkeit angeht: Vor einigen Jahren hat man die Leute auch vor mediz. Pulsmessern am Handgelenk gewarnt, da sie sehr starke Abweichungen zu den Ergebnissen der Messgeräte für den Oberarm erzielten. Zum Teil sogar so stark, dass es für Menschen, die auf genaue Ergebnisse angewiesen sind gefährlich werden konnte. Aber auch das hat sich gelegt.
    Wer aber glaubt, ein Gadget, dass am Handgelenk "umherfliegt" und rutscht wenn man sich im Schlaf, beim Laufen und Sprinten oder gar bei der Arbeit bewegt, könne unter diesen Umständen exakte Ergebnisse liefern, der träumt auch von Rosa Schafen auf blauen Wolken voller Honig......hmmm.....lecker.....

  • Bin natürlich auch der Meinung, dass man einem Tracker nicht völlig vertrauen kann. Wenn aber ein Unternehmen explizit mit der Genauigkeit wirbt und dies dann nicht liefern kann, muss es auch mit den Konsequenzen leben.

  • Ganz ehrlich? Für mich ist die Smartwach viel weniger ein Pulsmesser & Schrittzähler als viel mehr ein Gadget. Und wer Probleme mit der Ungenauigkeit von Smartwaches hat, muss sich ja keine kaufen. Ist eben alles eine Sache für sich. Liegt ja auch auf der Hand, dass eine Smartwach am Arm eher relativ ungenau die Schritte, die man zu Fuß zurücklegt, messen kann. Ich mein, wie will die Uhr denn bitte die Information bekommen, ob der Fuß jetzt grad wirklich einen Schritt gemacht hat oder doch nur dumm rumwackelt? :D

  • Guter Vergleich mit der Haushaltswaage! Genau so sieht es nämlich aus, keine Waage ist super akkurat, aber jede ist gut genug, um die Veränderung zwischen den Messungen darzustellen.

  • habe das Fitbit charge HR seid Dez. 2015.
    Also erstens von wegen 5 Tage Akkulaufzeit, bei mir nur 2 Tage.
    - wenn ich morgen aufwache zeigt er mir zwar den doch etwas genauen Schlafverlauf an, daher aber auch dass ich in der Nacht etwa 400 Schritte gemacht habe sowie 5 Etage gemeistert habe, ich geh`also davon aus dass ich Nachts schlafwandle oder????? das geht gar nicht.
    - den verbrannten Kallorienverbrauch traue ich auch nicht.
    Schade das Teil gefällt mir sehr, leider bin ich mit den Aufzeichnungen nicht zufrieden.

    • Vertrauen ist das eine, Wissen das andere. Wenn du wissen willst, ob die Kalorienzahl richtig ist, dann iss entsprechend 500 kcal weniger bzw. mehr für 7 aufeinanderfolgende Tage (je nachdem, ob du abnehmen oder zunehmen willst). Alles andere sind nur Mutmaßungen.

  • mit irgendwas Unsinnigem muss ja (sportbewussten) Leuten das Geld aus der Tasche geschwätzt werden.

    Denke, das Geld dafür ist in anständige Laufschuhe besser angelegt.

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