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Kodak Ektra im ersten Test: Erlebt die Kult-Foto-Marke ein Revival?

Kodak ist eine der bekanntesten Marken im Bereich der Fotografie, und nun versucht sich der Hersteller ein zweites Mal an einem Smartphone. Während es das erste Kodak-Phone nicht großflächig auf den Markt geschafft hat, hat sich Kodak nun mit der Bullitt Group zusammengetan, um ein Smartphone zu entwerfen, das auf den Stärken der Marke aufbaut. Wir haben uns auf einer Veranstaltung in Berlin erste Impressionen des Kodak Ektra verschafft.

Preis und Verfügbarkeit

Das Kodak Ektra soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen und 499 Euro kosten.

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Kodak Ektra mit wuchtiger Kamera / © ANDROIDPIT

Design und Verarbeitung

Optisch und haptisch versucht das Kodak Ektra die originale Ektra aus den 1940er Jahren zu imitieren. Wesentliches Element ist dabei das Gehäuse, dessen Rückseite aus einem schwarzen, geriffelten Kunststoff besteht. Außerdem gibt es einen Metallrand, der dem Smartphone eine edle, aber auch wuchtige Optik verleiht. Wuchtig deswegen, weil die Kamera auf der Rückseite enorm dominant ist. Sie ragt rund vier Millimeter über die Fläche, ist aber genauso hoch wie der schmale Haltegriff, der für eine stabilere Haltung bei Fotos sorgen soll. Wegen dieser gleichen Höhe liegt das Ektra trotzdem stabil auf einem flachen Tisch. An der dicksten Stelle misst das Ektra rund 14 Millimeter, weite Teile des Gehäuses sind rund 10 Millimeter stark.

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Kodak Ektra mit abstehender Kamera / © ANDROIDPIT

Trotz des massiven Auftretens fühlt sich das Ektra noch recht leicht an - trotz des eigentlich recht hohen Gewichts von 163 Gramm. Die geriffelte Rückseite wiederum versprüht den Charme alter Fotoapparate. Zwei Hüllen sollen den Retro-Charme unterstützen. Die abgebildete schwarze Hülle sorgt für einen Foto-Look, der schon seit Langem von den Straßen verschwunden ist.

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Kodak Ektra - hier das Original / © Kodak

Display

Mit 5 Zoll fällt die Displaydiagonale nicht unbedingt groß aus - gerade auch im Kontrast zum recht großen Gehäuse des Ektra. Inhalte stellt das Display scharf dar, was angesichts der Full-HD-Auflösung nicht weiter überrascht. Um etwas mehr Inhalte auf dem Display anzuzeigen, setzt das Ektra auf kapazitive Hardware-Buttons - die von Android bekannten virtuellen Navigationsbuttons nehmen also keinen Platz weg.

Performance

Im Kodak Ektra steckt ein Mediatek Helio X20 Prozessor, der für genügend Leistung sorgen sollte. Im ersten Eindruck war die Benutzeroberfläche sehr flüssig animiert. Verzögerungen bei App-Starts waren nicht wahrzunehmen.

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Mit Hardware-Taste für die Kamera / © ANDROIDPIT

Kamera

Kodak, wer denkt da nicht an Fotografie? Allen voran an die analoge Fotografie. Ins digitale Zeitalter hat es Kodak eher als Dienstleister geschafft und betreibt einige Print-Services, mit denen Ihr Bilder ausdrucken könnt, die Ihr digital mit einer Kamera oder dem Smartphone aufgenommen habt.

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Kodak Ektra: Mit Drehwähler/ © ANDROIDPIT

Nun will Kodak mit dem Ektra auch im Smartphone-Markt mitmischen. Dort aber ist die Konkurrenz groß. Ob sich das Ektra in der Klasse der Kamera-Smartphones ganz oben ansiedeln kann, ließ sich in der kurzen Zeit des Testens nicht einschätzen. Die Fotos erschienen aber recht gut. In der Kamera-App dient ein an Fotoapparate angelehntes Drehrad dazu, den Fotomodus auszuwählen. Kodak preist vor allem den Nachtmodus der Kamera an, diesen konnten wir aber noch nicht ausprobieren.

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Kodak Ektra mit Nostalgie-Charme / © ANDROIDPIT

Außerdem setzt Kodak darauf, den Usern weitere Foto-Apps anzubieten. Für dramatische Bildeffekte gibt es die Google-App Snapseed vorinstalliert. Diese Foto-App verfügt über eine breite Palette an Filtern, mit denen sich mehr aus den Bildern holen lässt.

Snapseed Install on Google Play

Nicht vorinstalliert, aber als Empfehlung weist Kodak auf Apps wie zum Beispiel Lightroom hin. Die Konstrukteure und Entwickler wollen damit eine fotoaffine Zielgruppe ansprechen, die nicht wie wild Fotos knipst, sondern sich intensiver mit der Bildkomposition auseinandersetzt und die Ergebnisse zusätzlich überarbeitet.

Technische Daten

  • Mediatek Helio X20 2,3 GHz Decacore-Prozessor mit 3 GB RAM
  • 32 GB interner Speicher, erweiterbar durch MicroSD
  • 5 Zoll Full-HD-Display (441 ppi)
  • Hauptkamera: 21-Megapixel-Sensor, f/2.0-Blende, optische Bildstabilisierung
  • Frontkamera: 13 Megapixel, F/2.2-Blende 
  • Akku: 3.000 mAh
  • USB 3.0, Typ-C
  • Android 6.0 Marshmallow
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Kodak hat zwei weitere Hüllen für das Ektra entwickelt / © ANDROIDPIT

Vorläufiges Urteil

Kodak Ektra. Wird dies der neue Kamera-Spitzenreiter unter den Smartphones? Schwer zu sagen. Kodak will mit dem Ektra eine Zielgruppe ansprechen, die abseits der großen Top-Smartphones von Samsung & Co. nach Kaufoptionen sucht, aber auf eine vollwertige Foto-Abteilung wert legt. Interessant ist die Kombination der altbekannten Marke mit einem Smartphone durchaus, zumal es den Konstrukteuren gelingt, den Look klassischer, analoger Kameras mit einem Smartphone-Design zu kombinieren.

In puncto Ausstattung positioniert sich das Ektra in der gehobenen Mittelklasse. Insgesamt könnte Kodak also ein Smartphone-Paket geschnürt haben, das Nostalgie-Fans überzeugt. Erst ein ausführlicher Test kann wirklich Auskunft über die Qualität der Kamera geben. Und auch Merkmale wie Akkulaufzeit und ähnliches sind erst bei längerer Nutzung zu beurteilen.

52 Kommentare

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  • Für den Preis gebe ich dem Kodak keine Chance... Zudem der Name nicht gerade ansprechend rüberkommt

  • Durch seinen Look und dem Fokus auf die Kamera hat es m.M.n. ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Ich finde das Gesamt-Design - speziell für die Zielgruppe - gelungen. Auch wenn die Linse 4mm hervorsteht, passt es zum Handykonzept. Kodak, ich gönn' euch Erfolg!

  • meine meinung: das ist steampunk. retro style für lifestyle fetis ;). die idee ist spaßig. aber würde ich mir nie kaufen. es ist keine "echte" kamera von der bedienung her (ich werd mir sicher nochmal ´ne digicam mit analoger bedienung gönnen). und die digitale technik ist in drei ... vier jahren technologisch und wohl auch bald technisch verschlissen. wer es als gag kaufen will: ok.

    • Dann gönn dir mal ne Fuji X-E2s oder eine X-T2 - retro Style pur aber technisch auf höchstem Niveau, und mit analoger Bedienung (ich sag nur Blendenring).

  • wo ist jetzt der erste Test ? Ein Datenblatt ablesen kann jeder, das ist aber kein " Test".
    Da die Stärke die Kamera sein soll, wäre gerade dazu ein echter Test das Entscheidende - bei APit natürlich Fehlanzeige. Man nimmt das Handy 5 Minuten in die Hand und schreibt das Datenblatt mit ein paar blumigen Worten ab - ein klassischer APIT-Test.

  • Wichtig wäre die Lichtstärke sowie die Größe der einzelnen Pixel. Ebenso, ob man entweder schon integriert als Auswahlpunkt oder durch Zusatzsoftware (APP) Bilder in RAW aufnehmen kann. Lightroom oder Camera-FV5 machen das z. B. beim Xperia XZ oder Nexus 6P.

  • Mag das Phone noch so gut sein ein no go für mich persönlich Mediatek Prozessor.

  • Nachdem das Ektra den Schwerpunkt auf Fotografie setzt, wäre ein Absatz zum verwendeten Sensor interessant gewesen.

    Ein Smartphone ist für mich ein Ersatz für das klassische Handy, den PDA, das mobile Navi und für den MP3-Player. und zudem ein Informationmittel. Wenn es dann noch halbwegs ordentliche Fotos macht, ist das gut.

    Ich sehe aber aufgrund der Form keine gute Haltemöglichkeit im Auto als Navi oder Musikquelle. Auch beim tragen in der Tasche dürfte es eher unangenehmer sein, als glatte Geräte.

    Also ist es eine witzige Idee, aber einen großen Erfolg sehe ich weniger.

  • Mit dem kleinen Bildschirm kann man leben. Wenn die Bildqualität gut ist...super. Aber warum kein RAW Format? Und was nun gar nicht passt ist der Plastikrand. Gerne zahl ich ein paar Euronen mehr und habe dafür nicht nach kurzer Zeit ein schäbiges Teil in der Hand. Hier wird wiedereinmal am falschen Ende gespart. Schade, schade....

  • Die Idee finde ich an sich gut. Um aber richtig begeistert zu sein müsste ich es erst einmal in der Hand halten. Habe so eins vor kurzem von Panasonic in der Hand gehabt, als daily Driver war es etwas dick.

  • warum nicht einfach eine Vernünftige Kompakt Kamera mit Wifi/4G und BT zum Bilder Upload und auf Telefonie verzichten? Dafür mit Wechselobjektiv.

  • Design hebt sich dermaßen vom üblichen Einerlei ab. Klasse! Bin auf die ersten richtigen Tests gespannt. Wenn es taugt, dann könnte ich schwach werden.

  • Sehr interessantes Gerät - mag den Retrostyle und als Fotograf schaue ich natürlich genau auf den "Fototeil" des Handys....werde ich verfolgen - könnte mal was sein für mich. Bevor ich andere weiter unterstütze wäre ich mal für ein Experiment offfen.

  • Ich finde das Design klasse und werde erste richtige Tests abwarten.

  • Glaube kaum. Heute fast 50% alle Handys haben besseren Kamera. Die jeniegen die wert auf Fotos legen werden wieso mit 1 zoll Sensoren rumlaufen. Also Erfolg wird es nicht haben. Und noch dazu 499 € 😆

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