Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. OK
12 Kommentare

Kobo - Der fast perfekte eBook-Reader

Wer einen eBook-Reader besitzt, benötigt eigentlich keine Erklärung zum Gerät selbst und meistens ist es absolut nicht erforderlich ein weiteres Gadget zu besitzen, das sich in seinen Funktionen mit den vielen anderen Geräten überschneidet. Inzwischen kannst Du eBooks auf Deinem PC, Laptop, eBook-Reader, Tablet und Smartphone lesen. Falls Du also keinen eBook-Reader hast, aber gern auf Deinem Smartphone oder Tablet lesen möchtest, kannst Du Dir eine eBook-Reader-App herunterladen, die Dir ganz einfach alles bietet, was Du mit einem eBook-Reader auch machen kannst. Ich zeige Dir hier mit dem Testbericht zur Kobo-App, wie sich das in der Praxis anfühlt.

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
Stimmst Du zu?
50
50
1246 Teilnehmer

Bewertung

Pro

  • Einfache Benutzeroberfläche
  • Import vorhandener eBooks möglich
  • Fast identische Nutzung wie beim Kobo-Arc-Reader
  • Gratis

Contra

  • Keine Suchfunktion für Gratis-Bücher
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Google Nexus 7 4.3 Nein 4.11.10773 Variiert je nach Gerät

Funktionen & Nutzen

Inzwischen habe ich einen Kindle mit E-Ink und einen Kobo-Arc-Reader mit Color-Screen und kann die meisten Erfahrungen mit eBook-Readern teilen. Aber ich habe auch ein Tablet, einen Laptop und so weiter. Manchmal bin ich es Leid, alle meine Geräte mit mir herumzutragen und würde gern das Beste aus jedem herausholen. Technisch bin ich unterwegs oft nicht gut vorbereitet, um genau das zu tun, was ich gerade gern machen würde. So ist die Kobo-App für mich eine gute Gelegenheit, um ein eBook auch auf meinem Smartphone oder Tablet weiterlesen zu können.

Natürlich ist es nicht besonders bequem, längere Texte auf einem Smartphone zu lesen. Das liegt vor allem an dem kleinen Display und so habe ich es bisher auch noch nicht oft versucht. Vor allem dann nicht, wenn es sich bei dem Text um ein eBook handelt. Mein Smartphone hat ein kleines Display, so sind für mich Geräte mit größerem Bildschirm oder Phablets besser, um darauf den ganzen Tag zu lesen. Ich habe die Kobo-App auf meinem Nexus 7 installiert, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es sich auf einem Gerät liest, das etwas größer ist als ein Smartphone.

Wenn Du die Kobo-App installiert hast, musst Du Dich zuerst anmelden oder registrieren. Falls Du schon einen Kobo-Account hast, wirst Du gleich alle Deine bisher heruntergeladenen Bücher sehen. Wenn Du Kobo zum ersten Mal verwendest, kannst Du Dich mit einem einfachen Schritt anmelden und beginnen, in Millionen von kostenfreien und kostenpflichtigen Büchern zu stöbern. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass es nicht so einfach ist, ausschließlich kostenlose Bücher zu suchen. Das ist allerdings auf dem Kobo-Arc-Reader ganz ähnlich. 

kobo11
Auf der Startseite werden Neuerscheinungen, Empfehlungen und Deine aktuellen Bücher präsentiert. / © AndroidPIT

Das erste, was Dir auf dem Tablet auffallen wird, ist der enorme Platz für Deine Bücherregale. Es ist einfach angenehm, dass Du viel vom Benutzerfeld sehen kannst, ohne endlos herumscrollen zu müssen. Du bekommst außerdem einen besseren Überblick, wie die App eigentlich funktioniert, weil Du Sie auf dem Tablet vollständig sehen kannst. Scroll Dich durch die verschiedenen Tabs, wie beispielsweise Home, Bibliothek, Shop und Reading Life, um die verschiedenen Unterkategorien zu sehen. Auf dem Homescreen erscheinen beispielsweise Deine aktuellen Leseaktivitäten, Neuerscheinungen und Bewertungen für Dich, Leseaktivitäten Deiner Freunde und Deine Belohnungen. In jeder Kategorie kannst Du nach rechts und links scrollen und so sehen, welche weiteren Bücher sich noch im jeweiligen Regal befinden. 

Praktisch außerdem: Über das Menü in der rechten oberen Ecke kannst Du Dein Gerät ganz einfach nach bereits vorhandenen eBooks durchsuchen und diese problemlos in die Kobo-App importieren.

kobo22
Ein verstecktes Seitenmenü zum Stöbern findest Du mit einem Fingerzeig auf den kleinen Menü-Button unten links. / © AndroidPIT

Es gibt außerdem ein Kategorien-spezifisches verstecktes Menü auf der linken Seite. Es ist sehr kurz und nützlich. „Reading Life“, wie der Name schon sagt, zeigt Dir einige interessante Informationen über Dein Leseverhalten. Hier siehst Du, wieviel Zeit Du mit dem Lesen verbringst, wie viele Bücher Du bereits gelesen und wie viele Seiten umgeblättert hast und Deine Belohnungen. Es gibt außerdem eine Statistik, in der gezeigt wird, wie schnell Du beim Lesen bist und wie lange Du für eine Seite im Durchschnitt brauchst. „My Awards“ gibt Dir die Möglichkeit, Belohnungen für das Lesen zu kassieren und orientiert sich an Deinen Lesegewohnheiten. Ich finde das etwas überflüssig. Um zu lesen, benötige ich keine Auszeichnungen. Aber um Kinder zum Lesen zu animieren, kann diese Funktion ganz nützlich sein. 

kobo33
Lesestatistik und Belohnungen. / © AndroidPIT

Bildschirm & Bedienung

Im Lesemodus sind vor allem die Seitenübergänge schön, Du kannst Sie selbst einstellen und es stehen Dir alle nützlichen Konfigurationen zur Verfügung wie beispielsweise die Seitenausrichtung, Schriftgröße, Navigations-Optionen, Benachrichtigungen und Einstellungen für soziale Netzwerke. Der soziale Aspekt der Kobo-App ist wirklich interessant (ebenfalls auf dem Kobo-Arc-Reader verfügbar) und erlaubt es Dir zu sehen, was Deine Freunde lesen, Du kannst außerdem Zitate teilen und Bücher bewerten, die auch andere Nutzer lesen. Natürlich kannst Du auch Passagen markieren, Notizen machen und all das mit Deinen Freunden austauschen.

kobo44
In den "Reading-Life-Benachrichtigungen" siehst Du Deine aktuellen Aktivitäten. / © AndroidPIT

Von kostenpflichtigen Büchern lassen sich außerdem auch die ersten Kapitel lesen, bevor Du Dich für einen Kauf entscheidest. Lies Deine Bücher auf verschiedenen Geräten und steige immer wieder an der Stelle ein, an der Du auf einem Deiner Geräte aufgehört hast zu lesen. Du kannst zudem die Lautstärketasten verwenden, um durch das Buch zu blättern, falls Du das nicht über den Touchscreen machen möchtest. Ich habe das Leseerlebnis mit einem etwas größerem Bildschirm auf meinem 7 Zoll großem Nexus sehr genossen. Auf einem noch größeren Gerät macht das sicher noch viel mehr Spaß.

Speed & Stabilität

Es gab nur einen kurzen Hänger, als ich versucht habe, ein Buch zu laden. Der Download war ebenfalls etwas langsam, das kann jedoch auch an meiner WLAN-Verbindung während des Testes liegen. Zwischen dem Umblättern gibt es außerdem manchmal eine kleine Wartezeit, vor allem dann, wenn eine Blätter-Animation eingestellt ist. Ansonsten lief die Kobo-App aber stabil und zügig.

Preis / Leistung

Was soll ich sagen? Die Kobo-App ist gratis und funktioniert genauso wie der Kobo-Arc-Reader – eine Installation ist die App auf jeden Fall wert. 

Abschließendes Urteil

Falls Du aktuell also nicht ein weiteres Gerät wie einen eBook-Reader anschaffen möchtest, ist die Kobo-App wirklich sinnvoll. Sie sorgt für ein sehr ähnliches Leseerlebnis wie auf dem Kobo-Arc-Reader. Einige Funktionen wie beispielsweise die Hintergründe sind in der App zwar nicht enthalten, aber für einen soliden eBook-Reader auf dem Tablet ist die App ideal. Und das Beste daran: Sie ist gratis. 

Der einzige Nachteil ist, dass das Lesen auf einem Tablet für die Augen nicht so schonend ist wie auf einem E-Ink-Display und der Akku im Tablet bei Weitem nicht so länge hält, wie ein echter eBook-Reader. Aber wenn Du Deinen Kobo-Reader nicht dabei hast, ist die App ein idealer Lückenfüller und auch ein guter Einstieg für einen eBook-Reader – man kann wirklich kaum mehr verlangen. Nur eine bessere Suchfunktion für Gratis-eBooks wäre wünschenswert. Die andere Sache ist: Wenn Du die Kobo-App ausprobiert hast, wirst Du es vielleicht so sehr mögen, dass Du darüber nachdenkst, Dir einen echten Kobo-Reader zu kaufen! Alles in allem, eine ausgezeichnete eBook-Reader-App. 

12 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:

  • Man Leute hier geht um die App und nicht um den E-Ink-Reader Kobo Glo....


  • Wie siehst mit DRM und Amazon Büchern aus? Kann ich damit Bücher aus Onleihe lesen?


  • Leider können die Lesefortschritte nur bei Kobo gekauften Büchern mit Smartphone oder Tablet synchronisiert werden. Bei selbst raufgeladenen ebooks, geht das nicht!


  • Liebe Kobo Entwickler,
    wir sind von Reader begeistert.
    Er ist auch bei schlechtem Lichtverhältnissen gut lesbar.
    Aber im Blocksatz ist das Trennprogramm total überfordert.
    Hier habt ihr euch gründlich blamiert.
    Ich denke, ihr könnt es beim nächsten Release besser.
    Gruß Norbert


  • Leider muss ich sagen die Nutzungsbedingungen sind nicht auf deutsch zu lesen.
    Übrigens habe ich noch kein kostenloses Buch gefunden.


  • Der beste Reader überhaupt. Besonders die Version mit Licht! Der Akku hält extrem lange und das Licht lässt sich hervorragend anpassen. In Kombination mit calibre (http://calibre-ebook.com/) die wohl einfachste Art, Bücher zu verwalten und zu lesen. Die Suchfunktion für Gratisbücher ist auch unnötig. Danach surft man doch eh, oder leiht sich Bücher in seiner Online-Bücherei aus.


  • wie sollten die Lesefortschritte der Bücher ohne Account bei allen Geräten übertragen werden?


  • @Matthias: ja na klar einen Kobo Account oder könntest du dir vorstellen ein Paket bei Amazon zu bestellen ohne Amazon-Account? ..

    Coole Sache, fliege jetzt bald in den Urlaub und werde mir die App vorher definitiv aufs N7 spielen.

    Danke für den Tipp!


  • Hatte die App vorhin nicht noch 5 Sterne erhalten? Nun sind es nur noch 4...


  • Die Kobo-Geräte sind an sich auch nicht übel!


  • Ein Kobo Account. So so. Nein danke!


  • Soso, ich kann also sehen, was meine Freunde lesen... Mann, dieses soziale Geschwalle geht mir inzwischen soooo auf den Pinsel. Aber dann jamern, wenn der NSA alles mitkriegt. Das Blöde ist, dass man nie wissen kann, welcher "Freund" da irgendwas ohne mein Wissen etwas über mich verbreitet. Also mehr Zurückhaltung!

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. Mehr dazu

Alles klar!