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Kinder im Play Store: Mutter führt Sammelklage gegen Google

Der Name deutet es richtig an: Der Google Play Store ist ein echter Spielplatz, zunehmend auch für kleine Kinder. Das kann gefährlich werden, da Apps immer stärker diese junge Zielgruppe ins Visier nehmen und zu Käufen animieren. Eine Mutter verklagt nun Google, weil ihr Fünfjähriger im Play Store unerwünschte App-Käufe tätigen konnte. Offenbar hat Google nicht von Apple gelernt.

appstore kinder tatort
© flickr, ECohen/AndroidPIT

Das Phänomen ist nicht neu. Man denke an Fälle aus der Vergangenheit, in denen Minderjährige sich mit Hilfe der elterlichen Kreditkarte im Play Store austobten, was für Apple vor Gericht endete und Zahlungen in Millionenhöhe nach sich zog. Eine Konsequenz für Apple war, das 15-minütige Zeitfenster abzuschaffen, in dem das Nutzerpasswort nach einem App-Kauf nicht erneut eingegeben werden musste. Google hat aus dem Fall offenbar nicht gelernt.

Und das könnte jetzt teuer werden. Eine New Yorker Mutter führt derzeit eine Sammelklage gegen den Internetgiganten, da ihr fünfjähriger Sohn 65 Dollar in dem Spiel Marvel Run Jump Smash! ausgegeben hat. Der Vorwurf: Google bereichere sich unrechtmäßig an Kindern und verleite diese zum Geldausgeben.

Zu freizügiger Umgang mit dem Passwort?

Das konkrete Problem: Im Play Store gibt es derzeit ein sogar doppelt so breites Zeitfenster wie einst bei Apple. Nach einem Kauf, der das Eingeben des Nutzerpasswortes erfordert, kann man 30 Minuten lang ohne erneute Eingabe zuschlagen. Das ist bequem für Nutzer, die mehrere Käufe tätigen wollen. Bei Kindern, deren Eltern beispielsweise einen Kauf per Passwort erlaubt haben, ist das eine andere Situation, denn häufig folgen auf den ersten Kauf Werbebotschaften, die sofort zum nächsten animieren sollen, vor allem bei In-App-Käufen. Haben die Eltern das Zimmer verlassen, kann es also munter weitergehen. Die Kreditkarte freut sich.

Was meint Ihr wiegt in solchen Fällen schwerer? Die Aufsichtspflicht der Eltern oder die moralische Pflicht der Industrie, ihre Produkte ”kindersicher” zu machen?

Via: Gigaom Quelle: Law360

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Top-Kommentare der Community

  • Tim F. 11.03.2014

    Da haben meiner Meinung nach eindeutig die >Eltern die Pflicht, darauf zu achten, was die Kinder am Handy/PC so machen

  • Arian Feddersen 11.03.2014

    Also wer sein Kind mit einem Spielzeug dieser Art abstellt und glaubt, Google kümmere sich wie eine nanny darum darf dann auch den Preis dafür zahlen. Die Klage sollte mit einer zynischen Bemerkung direkt angewiesen werden.

  • Marvin Lange 11.03.2014

    Ein Smartphone gehört meiner Meinung nach nicht in Kinderhände, vor allem nicht wenn diese noch nicht alt genug sind, um mit Geld umzugehen. Um größeren Schaden zu verhindern kann aber trotzdem das Zeitfenster abgeschafft werden.

104 Kommentare

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  • tja, wenn Mutti ihrem Balg ein Smartphone gibt, damit sie sich nicht mit dem Kind beschäftigen muss, dann hat sie Pech, ganz einfach.

  • ganz ehrlich?! ich würde halt playstore für kinder dessen alter unzugänglich machen und nur auf anfrage vom kind evt. die gewünschte app installieren oder gemeinsam drin stöbern ausserdem bietet android multiuser und andere hersteller bieten ähnliche modi! extra für kinder geschriebene launcher mit eingeschränkten funktionen können auch viel helfen!

  • Selber Schuld....so eine Klage kann es auch nur in den USA geben, da wird ja gegen alles geklagt. Wer als Eltern den Überblick verliert, sollte den Kindern kein smartphone in die Hand geben. Meine 3 haben alle eins-und es geht seit Jahren gut.

  • USA - ein Land in dem die Dummheit belohnt wird...

    • Klar, da kannst du jeden verklagen: Zuviel Süsses gegessen und nun Übergewicht ? Verklag doch Haribo...haha Oder mal den Wetterdienst, weil die Vorhersage nicht stimmte und nun das Cabrio von innen nass ist.

  •   26

    moinsen
    mal ehrlich was hat nen fünjähriges kind mit nem smartphone zu schaffen?? jede wette die alte is zu faul sich ums kind zu kümmern, hier haste spiel damit, damit ich meine ruhe habe!! jede wette!!!
    und dann wegen der eigenen dummheit google verklagen, ja das geht halt nur in den USA.
    müst ich auch mal hinziehen würd ich reich werden!!

  • Ich hab die letzten Kommentare nur noch flüchtig überlesen. Wenn ich bei meiner Freundin bin und die kleine sich gerne auf meinem Handy die Katzenbilder anschaut, sperre ich sicherheitshalber den Playstore mit der App AppLock. Wo ist bitte das Problem? Ich bin für mein Handy selbst verantwortlich. Ganz einfach. Klar wäre es einfacher, wenn google dieses Zeitfenster runterdrehen würde. (ist mir übrigens noch nie aufgefallen, ich muss es immer eingeben) Und wenn ich Kinder hätte, würde ich diesen Technik nicht vorenthalten, aber ich würde es sichern, so gut ich es selbst kann. Die Diskussion darüber ob und wer seine Kinder rausschickt: Ein fünfjähriges Kind würde ich auch nicht alleine im Sandkasten spielen lassen. Nur mal soviel dazu. ;) Ich würde MIT dem Kind rausgehen, sofern es das Wetter zulässt. Und ich kann mir gut vorstellen, wenn man mal 5 Minuten kurz seine Ruhe möchte, ist man sehr froh, wenn sein Kind sich in irgendeiner Art beschäftigt. Und wenn es in dem Fall das Smartphone ist.
    Klar gibt es sicherlich Eltern, die benutzen DVD, Handys und dergleichen als Nanny, sowas find ich fragwürdig, aber mal ab und zu je nach Alter des Kindes mal 10-20 Minten mit Technik spielen, oder einen kurzen 20 Minütigen Zeichentrick zeigen, finde ich nicht schlimm.
    Meine Freundin lässt die 3 jährige Lauras Stern gucken, wenn sie, also meine Freundin, alleine ist, um in dieser Zeit die jüngere 2 Jahre alte Tochter bettfertig zu machen. Direkt danach gibt es dann noch eine Geschichte vorgelesen. Finde ich absolut legitim. :)

  • 30 Min. kein PIN mehr eingeben...könnte man am Geldautomaten doch auch
    mal einführen... :-) He, he.

    • Würde gerne wissen, ob bei diesem Fall auch wieder nur der Nutzer schuld wäre oder die Bank (bzw. Google). Manche Leute verstehen das Problem einfach nicht.

  • Tja, wer hat hier wohl die Verantwortung zu tragen?

    Die Antwort ist: EINFACH ALLE.

    Zuallererst mal die Eltern, die sich heutzutage lieber mal schlau machen sollten, über dieses ganze Thema, bevor sie einem 5-jährigen ein Smartphone in die Hand drücken.

    Aber auch Google, die das Log in-Zeitfenster endlich mal schließen sollten.

    Die App-Industrie, die sich nicht scheut, hemmungslos überteuerte IAPs anzubieten, weil ihr vom...

    ...Gesetzgeber kein Riegel vorgeschoben wird.

    Das wiederum betrifft eben... uns alle.

  • Mahlzeit,
    ich habe alles gelesen und muss mich einfach zu Wort melden!
    Ich habe einen jetzt 1 Jahr alten Sohn. Lange Zeit habe ich tatsächlich daran geglaubt, Kindern Technik sehr früh zeigen zu müssen damit ein besseres Verständnis geschaffen wird.
    DAS IST ABER FALSCH!!!!
    Fakt ist, dass ca. ab 12 Jahren eine Vorstellung im Kopf (Entwicklung) sein kann für 0 und 1. Davor ist es Quasi trotz Erklärungen einfach da. Fakt ist auch das derzeit keiner sagen kann was für Folgen es haben wird wenn Kinder und Jugendliche zu früh damit Umgang haben. Ein Kind bis ca. 5 Jahren, ein Ding wie Smartphone oder ähnliches zu geben ist laut meines Wissens absolut falsch. Kinder in dem Alter wollen alles anfassen und probieren.... Bsp. zeigt einem Kind mit 5 Jahren ein Gegenstand. Was passiert, es will diesen in die Hand nehmen und erlernen. Doch wie kann ein Kind erlernen (besseres Wort ist bei Kleinkindern – Begreifen) wie das was im Fernseher oder im Smartphone oder oder oder geht? Es kann nichts fühlen, es kann nichts schmecken, es kann nicht damit agieren, somit bleiben Erfahrungen aus.... Es ist für ein Kind einfach nur da und ein Ding! Begreifen bleibt aus!

    DIE FRAGE IST JETZT TUE ICH MEINEN KIND EINEN GEFALLEN? ODER ERZEUGE ICH DAMIT FREUDE?

    Zum Thema Game Boy kann ich nur sagen wie alt ward Ihr als Ihr diesen bekommen habt? Ich war 6 Jahre alt und kam gerade in der Schule da bekam ich zu Weihnachten ein Sega Master System. Es war eine andere Zeit und der Umgang wurde noch schärfer beäugt als heute. Gerade den kritischen und schärferen Blick auf Technik vermisse ich bei allen Menschen mittlerweile.

    Mein Sohn wird wenn er denn das Smartphone in die Hände bekommt sehr frustriert und sogar aggressiv, weil er das Display nicht aktiviert bekommt. Ich habe, weil es Frust verursacht sogar schon sämtliche technische Lernhilfen weggepackt, damit meine ich unter anderem Dinge von V-Tech.

    Eine 12 Jährige hatte mein Smartphone ein paar Mal in der Hand und etwa 12€ ausgegeben bei dem Spiel Pou. Bin ich sauer oder habe ich ein Problem damit? Nein! Weder Sie noch Ihre Mutter wussten wenn ein PopUp auftaucht und nach Geld fragt, ist reales Geld damit gemeint. Passwort habe ich nach dem eingestellt!

    ICH WUSSTE ZUDEM NICHT DAS 30 MINUTEN KEIN PASSWORT MEHR EINGEGEBEN WERDEN MUSS!

    Fazit:
    Ich bin Root User und benutze eine Custom Rom dennoch sind manche Dinge mir auch unbekannt. Wie diese 30 Minuten! Darüber hinaus zeigen meine Erfahrungen ganz deutlich, dass der normale Benutzer und gerade Kinder, keine Vorstellungen haben wie sie damit umzugehen haben. Daher meine Bitte an Google schafft endlich mal eine Authentifizierung und sorgt für besseren Schutz im Umgang mit Bezahl Apps. Meine Bitte an alle Nutzer, sorgt für mehr Verständnis im Umgang mit der Technik und seht sie kritischer und nicht als selbstverständlich.

  • Ich bin zwar selber noch nicht der älteste aber ich find das ist die Pflicht der Eltern. Meine Eltern und die Eltern Freunde haben uns gesagt auf was man achten sollte und als Kind wenn man nicht versteht das man unbewusst Geld ausgibt dann frag ich mich ob diese Kinder wohl noch etwas zu jung für ein Smartphone sind!

    • Hi,

      wenn dein Alter stimmen sollte, - dann Respekt.
      Du bist hier schon um einiges weiter, als viele Andere...

      ...bevor jetzt alle wieder losheulen...Ich sagte viele...nicht alle...

  • Ganz einfache Lösung. Das Konto entfernen,was mit Google Play verknüpft ist. Mache ich auch immer, wenn meine Kleine an mein Handy möchte. Und wenn ich eine App möchte, melde ich mich wieder mit dem Konto an.

  • joe 11.03.2014 Link zum Kommentar

    Mein kleiner darf ab und an an unser Tab,
    ich habe ähnliche Erfahrung mit dem Amazon Shop,
    ( waren nur zwei minispiele , ca. 0,68 Ct )
    trotzdem;
    danach eine Software mit Appsperre ( ich nutze All in one Toolbox)
    es gibt viele andere.
    Egal was ich ihm freischalte oder erlaube,
    sobald er selbst auf Werbung klickt, oder in Software des Tablets gehen will,
    die er nicht nutzen soll; poppt ein Paßwortfenster auf.
    Wie gesagt er darf das ab und an, und wer selber Kinder hat,
    kann sicher bestätigen.. Eltern können nicht jede Sekunde aufpassen, und so ein Klick ist
    schnell passiert.
    Btw : ich finde ständige Kontrolle nicht immer von Vorteil für die kleinen.
    wobei wie gesagt ein auch versehentlicher Klick auf Werbung ist schnell passiert
    wobei auch die "versehentlich" so klein geratenen Kreuze zum schließen der Werbung
    einen Teil dazu beitragen dürften.

  • I have a 10 year's and I purchased 2 game in he's tablet and play store ask for password for both

  • Anscheinend hat wirklich niemand verstanden, das es hier um das 30 minütige Zeitfenster geht, das einem erlaubt weitere Einkäufe ohne zusätzliche Passworteingabe zu tätigen. Die Schuld trifft also zu 100% Google.

    Das wäre genau so, als ob ich nach PIN-Eingabe und abheben meines Geldes noch 30 Minuten am Geldautomaten verweilen müsste damit sich keiner in dieser Zeit an meinem Konto bedient.

    Wie Eltern ihre eigenen Kinder erziehen und welche Freiheiten man Ihnen heutzutage lässt, hat nichts mit dem Problem im Artikel zu tun. Auch die Sorgfaltspflicht wurde hier in keiner Weise verletzt.

    •   25

      Es scheint wohl kaum einer den Artikel wirklich gelesen zu haben. Und bei vielen scheint es ein Reflex zu sein Google? Das ist gut ("Don't be evil"). Google schuld? Nie...

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