Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.

3 Min Lesezeit 35 Kommentare

Keine Zwillinge mehr: Huawei behebt Probleme am Mate 20 Pro spät

Die Probleme des Huawei Mate 20 Pro mit Face Unlock sind mit dem aktuellen Update gelöst, das Smartphone kann nun auch ähnliche Personen auseinander halten. Trotzdem sollte Huawei dringend an der Software arbeiten - und auch am Timing.

Beim ersten Ausprobieren in der Redaktion hatte uns das Mate 20 Pro von Huawei überrascht. Die Gesichtserkennung mit neuer 3D-Technologie, angeblich mit einer Fehlerquote von 1:1.000.000, konnte nicht zwischen zwei ähnlichen Personen unterscheiden. Das Smartphone entsperrte zuverlässig mit zwei zwar ähnlichen, aber eben doch unterschiedlichen Gesichtern. Ein ärgerlicher Fauxpas, der für viel Wirbel gesorgt und die Huawei-Entwickler anderthalb Wochen beschäftigt hat.

Seit dem knapp 400 MByte großen Update, das schon vergangene Woche hätte kommen sollen, nun aber seit heute ausgeliefert wird, hat Face Unlock am Mate 20 Pro offenbar dazugelernt. Auch nach längerem Ausprobieren ist es uns nicht mehr gelungen, das Smartphone mit dem falschen Gesicht zu entsperren. Auch ein Austauschen der Brille hat nichts gebracht. Nun ist die Gesichtserkennung am neuen Smartphone also offenbar nicht mehr nur schnell, sondern auch sicher.

Facial recognition 3
Juhu, wir sind für das Mate 20 Pro nicht mehr ein und dieselbe Person. / © AndroidPIT

Unfertig in den Verkauf

Es bleibt aber ein fader Beigeschmack zurück, und zwar aus mehreren Gründen. Huawei hat am Freitag den Verkauf des Mate 20 Pro gestartet, die Geräte aber noch mit einer alten, unfertigen Software ausgeliefert. Die war sogar noch älter als die auf den Testgeräten, und es fehlten Features, die der Hersteller noch bei der Präsentation in London ausgiebig in den Fokus gerückt hatte. Die Live-Video-Filter, bei den Testgeräten vorhanden, sind in der alten Firmware nicht an Bord, ebenso wenig der 3D-Scanner, der auch im aktuellen Update nicht drin steckt.

Auch Dinge wie das nervige Knacken im Lautsprecher immer dann, wenn man - eigentlich lautlos - auf Facebook, Instagram und Co. über ein Video scrollt, wurde erst durch das heutige Update beseitigt. Die sporadisch auftretenden Verbindungsprobleme im WLAN und über Mobilfunk offenbar ebenfalls. Übrigens: Anders als bei früheren Huawei-Testgeräten lag dem Mate 20 Pro kein Hinweis darauf bei, dass es sich hierbei um eine Vorab-Software handelt.

Der erste Eindruck ist entscheidend

Wer sich direkt zum Verkaufsstart an einem Freitag ein Tausend-Euro-Smartphone kauft, der ist vermutlich ein Enthusiast und wird das neue Gerät gleich am Wochenende ordentlich ran nehmen. Beim Mate 20 Pro stolpern die Fans dann unter Umständen aber über gleich mehrere kleinere und größere Problemchen, und das nur, weil das Smartphone mit einer noch nicht finalen Software über die Ladentheke ging. Das sieht einfach nicht gut aus, wie auch das Fan-nahe Huawei Blog in einem Kommentar schreibt.

Nun könnte man sagen: Ist doch egal, wenn nach ein paar Tagen alles funktioniert. Könnte man, aber das greift zu kurz. Ihr kennt diesen schlauen Spruch: Es gibt keine zweite Chance, einen ersten Eindruck zu hinterlassen. Der stimmt, und zwar nicht nur zwischenmenschlich, sondern auch bei der Kaufentscheidung. Huawei muss bei der Software ein besseres Timing hinbekommen, um Enttäuschungen bei den Kunden zu vermeiden - vor allem dann, wenn es sich doch eigentlich um so ein tolles Smartphone handelt wie das Mate 20 Pro.

Quelle: Huawei Blog

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern

Top-Kommentare der Community

  • Maximilian HE vor 2 Wochen

    Finde euren Wirbel wegen des Face Unlocks nach wie vor ein wenig zu heftig.
    Ihr seid die einzigen zwei Menschen der Online Welt, denen das gelungen ist.
    Jeder, der darüber schrieb berief sich auf Euren Test.
    Und wenn ein Hersteller, statt zu versuchen es unter den Teppich zu kehren (wie viele vor ihnen) sich damit beschäftigt und nur 10 Tage später die Probleme beseitigt, hat das mE eher ein Lob verdient als Kritik.

    Dass die Probleme dem anpreisen des Geräts nicht gerecht werden, ist allerdings auch wahr.

35 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Also, ich wäre froh, wenn ich mit meinem am 21.10. vorbestellten und für den 26.10. zugesagten Mate20 Pro in der Hand hätte auf das Update warten können.
    HUAWEI sollte eher an der Lieferfähigkeit arbeiten!
    Den gleichen Krampf gab es schon beim P20 Pro.
    Ich bin mal gespannt ob sie den 13.11. einhalten.


  • Also ich finde, das 10 Tage für ein Update echt zügig sind. Wenn man bedenkt, das der Fehler erst lokalisiert werden muß, dann programmiert und getestet werden muß....
    Dann ein Satz zur "alten" Firmware. Man darf und sollte nicht vergessen, das die Geräte vor einiger Zeit produziert worden sind, dann per Schiff hier her mußten und dann pünktlich in den Handel. Da vegehen schon ein paar mehr Tage. Ich würde mal grob von einem Minimum von 6 - 8 Wochen ausgehen. Smit m.M. nach, alles gut...
    Wenn man sich die "Probleme" des Mate 20 Pro anschaut und dann mal überlegt, welche Fehler bei anderen ebenfalls gerade erschienen Smartphones auftreten, finde ich die Huawei Fehler echt als klein. Ich denke da an verschwundene Fotos und 2. Notch.


  • Weiß jemand, ob der IR-Sensor dieses Telefon eine Nutzung als Universal-Fernbedienung zuläßt?


  • Echt jetzt? Zehn Tage und ihr meckert, dass es zu lange gedauert hat? Davon träumen anderen Smartphone-Besitzer.


  • Der Fingersensor funktioniert ja auch nicht richtig und die Software...naja. Für mich ist das Handy uninteressant geworden...nicht richtig ausgereift.
    Aber egal, was funktioniert heute überhaupt noch richtig? ;-)


  • Ich ärgere mich maßlos darüber, weil das Mate 20x nicht nach Deutschland kommt.
    Soviel zum ersten Eindruck.
    Sämtliche Bugs werden doch immer gefixt.
    Ich erinnere mich an das Mediapad M5, wo keine HD Inhalte von Prime und Netflix zu sehen waren...wurde nach ein paar Wochen auch gefixt... Wochen😗


  • Unfertig in den Verkauf würde ich nicht unbedingt sagen. Solange es „nur“ die Software ist kann man das schnell per Updates beheben. Bei Apple und Samsung war die Gesichtserkennung auch nicht von Anfang an perfekt. Da ist das weglassen des Kopfhöreranschlusses schlimmer. Und das kein Radio verbaut ist noch schlimmer. Das Teil kostet nicht viel, bringt aber in der Oberliga und Mittelklasse dann den entsprechenden Wow-Effekt.


  • Müsste man beim iPhone XS (Max) auch bemängeln,noch ist das IOS 12.1 Update der diesen Kamera Bug beheben soll nicht raus.

    Daher empfiehlt es sich immer etwas zu warten,wenn man vor hat sich ein neues Smartphone zuzulegen.


  • Sind wir nicht mittlerweile bei dem Großteil neu erscheinender Geräte Beta-Tester, bei denen 'n Stecker dran ist?


  • Kauft man sich ein neues Auto ( neues Modell ) wird auch fast bei jedem Hersteller in irgendeiner Form nachgebessert und das sind Produkte für 40 Tsd . EURO. Da ist das Problem von Huawei eine Lappalie.


  • Wer viel Geld für ein Smartphone ausgibt, hat das Recht auf eine funktionierende Software. Also wenn man ein billigeres Smartphone kauft hat man kein Recht auf eine funktionierende Software????


    • Bastian Siewers
      • Admin
      • Staff
      vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Naja, man muss es ja nicht gleich ins Gegenteil umdrehen. Wer so viel Geld ausgibt, will eben keinerlei Kompromisse eingehen müssen, auch nicht bei der Software. Bei einem 200 Euro Smartphone kann ich über den ein oder anderen kleinen Bug eher hinwegsehen, als bei einem 1000 Euro Smartphone.

Zeige alle Kommentare

Empfohlene Artikel

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern