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Kaspersky Internet Security im Test

Viren-Erkennung, Phishing-Warnung, Diebstahlschutz und Anruf-Filter: Wir testen Kaspersky Internet Security für Android auf Herz und Nieren. Macht die Sicherheits-Suite wirklich sicher?

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kaspersky android nexus 4 teaser
Kaspersky Internet Security scannt Smartphones auf Malware und macht Datendiebstahl schwerer. / © ANDROIDPIT

Virenschutz für Android ist ein Thema, bei dem die Experten die Stirn runzeln. Ohne Root-Zugriff fehlt den Anwendungen der Zugang zum Dateisystem, den sie für wirksame Malware-Bekämpfung dringend bräuchten. Was können die Antivirus-Apps also wirklich? In unserer Reihe AV-Apps im AndroidPIT-Test schauen wir uns die größten Vertreter einmal genauer an.

kaspersky main page german
Startbildschirm und Hauptmenü von Kaspersky Internet Security. / © ANDROIDPIT

Diesmal kommt die App aus Russland. Kaspersky Labs haben für Windows, OS X und Android Antiviren-Software auf dem Markt und bedienen laut eigenen Angaben 300 Millionen private und geschäftliche Kunden. Diese Zahl und die Existenz der Marke seit dem Jahr 1997 sorgen für Vertrauen bei den Kunden. Schauen wir also einmal an, was der Kunde für sein Vertrauen und 10,95 Euro pro Jahr bei der Android-App bekommt.

Kaspersky Internet Security: Virenschutz

kaspersky problems german
Kaspersky Internet Security bedient sich einer hauseigenen Viren-Datenbank und beugt der Malware-Installation vor. / © ANDROIDPIT

Die wichtigste Aufgabe, die Antiviren-Tools auf Android erfüllen können, ist die Prävention davor, dass Schadcode überhaupt ausgeführt und das System infiziert wird. Und dank der großen Datenbanken, die Kaspersky, ESET, Trend Micro und Co. pflegen, ist es für sie ein Leichtes, Viren, Trojanische Pferde oder Würmer und den Nutzer zu warnen, bevor die Falle zuschnappt. Der jüngste Vergleich von AV-TEST bescheinigt Kaspersky eine Erkennungsrate von guten 99,6 Prozent. Der Durchschnitt aus 32 Sicherheits-Suiten liegt bei 98 Prozent und einige davon waren in der Lage, alle 2.186 der maximal vier Wochen alten infizierten Apps zu erkennen.

Kaspersky Internet Security: Weitere Features

Virenprävention alleine lockt den geizigen Kunden nicht hinterm Ofen hervor. Daher statten etliche App-Hersteller ihre Sicherheits-Suiten mit Zusatzfeatures aus. So auch Kaspersky. Folgende vier Funktionen schauen wir uns abschließend näher an.

  • Diebstahlschutz
  • SMS- und Anrufblockade
  • Phishing-Filter
  • Kontakte verbergen
kaspersky device admin german
Kaspersky Internet Security nutzt die Administrator-Rechte umfangreicher, die Google ihnen gewährt. / © ANDROIDPIT
kaspersky anti theft german
Hinter dem Zahlencode verbergen sich die Fernwartungs-Features, mit denen Ihr Dieben eins auswischen könnt. / © ANDROIDPIT

Eines der umfangreicheren Features der Bezahl-Version von Kaspersky Internet Security ist der Diebstahlschutz. Dieser arbeitet etwas umfangreicher als der einfache Android-Geräte-Manager von Google. Abgesehen von der genauen Ortung Eures Gerätes kann er auch aus der Ferne Eure Daten löschen, einen Alarmton abspielen, Fahndungsfotos schießen und mehr, selbst wenn die SIM-Karte des Smartphones ausgetauscht wurde. Dazu trägt sich Kaspersky Internet Security als System-Administrator ein, um das Smartphone auch über ein Web-Interface fernsteuern zu können.

kaspersky blocked callers german
Nerven Euch bestimmte Anrufer, könnt Ihr sie mit Kaspersky Internet Security blockieren. / © ANDROIDPIT

Wer von unbekannten Anrufern geplagt wird und regelmäßig unerwüschte SMS empfängt, kann mit Kaspersky Internet Security Filter einrichten, um entweder bestimmte oder gleich alle unbekannten Nummern auszusperren.

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Wer den AOSP-Browser verwendet, kann den Phishing-Filter der Kaspersky Internet Security nutzen. / © ANDROIDPIT

Ein Phishing-Filter sperrt Verbindungen zu bestimmten Websites, sodass Ihr nicht mehr so schnell auf Online-Betrüger hereinfallt, die Login-Daten von Euch erspähen wollen. Leider setzt dieses Feature voraus, dass Ihr den Android-Browser verwendet. Systemweite Firewalls lassen sich ohne Root-Rechte in Android leider nicht einrichten.

kaspersky hidden contacts german
Kaspersky Internet Security liefert auch ein Schließfach für Telefonnummern, die Ihr besonders sicher aufbewahren wollt. / © ANDROIDPIT

Die verborgenen Kontakte sind ein weiteres Mitbringsel der Kaspersky Internet Security. Bestimmte Kontakte könnt Ihr damit hinter einem acht- bin sechzehnstelligen Zahlenpasswort vor neugierigen Augen verbergen.

Fazit

So richtig virengeschützt habe ich mich in der Woche mit Kaspersky nicht gefühlt. Ab und an poppte es auf und sagte mir, dass es sich eine APK angeschaut hat, die ich gerade aus dem XDA-Forum geladen hatte, nur um sie dann einfach durchzuwinken. Aber hier muss man auf das Ergebnis von AV-TEST vertrauen.

Denn wenn ich mich ansonsten immer auf den Play Store beschränke und dort meine Apps beziehe, weiß ich eigentlich, dass diese bereits durch Googles Kontrolle müssen und ständig verifiziert werden. Von daher weiß ich nicht, was Kaspersky und Co. noch besser machen wollen; zumal sie ohne Root-Zugriff ohnehin keine Dateien anfassen dürfen und damit gegen echte Schädlinge machtlos sind; vor allem, wenn diese bereits auf dem Smartphone installiert wurden.

Da ich für die restlichen Features von Kaspersky Internet Security keine Verwendung habe, werde ich sie fürs Erste deinstallieren. Freilich werde ich aber weiter beobachten, ob Google eventuell eines Tages doch nachgibt und beim Root-Zugriff für Kaspersky und Co. ein Auge zukneift, damit Antivirus-Apps endlich wirksam arbeiten können. Und dann werde ich mir sofort den Testsieger kaufen, wenn ich einen ermittelt habe.

Kaspersky Android Antivirus Install on Google Play

Top-Kommentare der Community

  • Conqueror 18.10.2014

    Wer seine Apps vom PlayStore herunterlädt der braucht keine Art von Sicherheitssoftware, zudem wenn das Smartphone nicht gerootet ist.
    Die Firmen wollen halt überall Kohle machen.....

  • Paul L. S. 18.10.2014

    Habe heute Avast deinstalliert, da ich merke, dass ich mein Handy nicht mal über Avast orten kann (Es kann keine Verbindung zum Gerät hergestellt werden) und vertraue jetzt auf den Google Geräte Manager, der arbeitet wenigstens zuverlässig

  • Loony 18.10.2014

    Wer braucht denn bitte Virenschutz auf seinem Smartphone. Trotz Root und unzähligen Installationen neben dem PlayStore hatte ich noch nie Probleme..

  • Sebastian K. 19.10.2014

    Seit Jahren ohne Virenscanner
    Seit Jahren ohne Probleme

    einfach nicht jeden Mist herunterladen, nur weil er irgendwie lustig sein könnte. Wer sich dann etwas über gecrackte APKs eigentlich kostenpflichtiger Apps einfängt, dem geschieht das nur recht und er verdient noch eine Nackenschelle.

    Ich kenne niemanden, absolut niemanden, der sich auch nur einen Virus auf Android eingefangen hätte. Das alles ist einfach nur eine Geldmaschinerie der AV-Konzerne, die uns einreden, wir wären alle so sehr in Gefahr.

    Hirn an, AV aus. Das spart Speicher, Geld und Nerven.

  • bait 18.10.2014

    Im PlayStore befinden sich auch sehr viele Apps, die entweder Viren sind oder deine Daten unerwünscht auslesen. Die Aussage "Wer vom PlayStore lädt, braucht keine Sicherheitssoftware" ist also nicht ganz richtig.
    Es kann helfen, vor dem Download mal in die Bewertungen reinzuschauen.

45 Kommentare

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  •   58

    Wer Virenschutz Root-Rechte einräumen will, stößt damit erst recht ein riesiges Tor für Viren auf.

  • Scheint ja laut den selbst ernannten Experten alles sowas überflüssig zu sein. Braucht man nicht, nur brain.exe einschalten, ich kenne mich ja aus und ähnliches.
    Wenn dann noch kommt, installiere nur von "vertrauenswürdigen Quellen" aber achte darauf die hoch riskante Option "unbekannte Quellen" in den Einstellungen nicht zu aktivieren, ich damit ja Angebote von APit auch nicht nutzen kann, dann kann ich das alles bald nicht mehr nachvollziehen.
    Ich denke mal darüber nach mein Fone zu rooten (sehr hohes Risiko), dann eine Firewall App zu installieren, damit kann ich dann endlich sämtlichen Apps wirklich alle Berechtigungen entziehen, schalte natürlich noch WLAN und Datenverkehr dauerhaft ab und habe endlich Ruhe. Dann brauche ich wirklich keine Schutz App mehr.
    Ich glaube irgendwo liegt sicher noch ein uraltes Klapphandy rum, da braucht man sich nicht um solche Sachen kümmern, schade um mein schönes Smartphone.

  • Hab seit einer Woche ein g2. Habe keinen Virenscanner drauf und das wird auch so bleiben. Finde ich übertrieben und überbewertet.

  •   4

    Können Viren nicht auch durch Emails verbreitet werden? Oder kommt das nur bei Windows-PCs vor? Ich verstehe die ganze Aufregung über Antivirenprogramme nicht. Hab das jetzt schon ein paar Mal gelesen: "Braucht man nicht, ist was für Idioten, etc." - Ich sehe ein Antivirenprogramm wie eine Kfz-Versicherung: Man hat sie und hofft, dass man sie nie brauchen wird. Aber im Zweifelsfalle steht sie zur Verfügung. Edit: Abgesehen davon, dass eine Kfz-Versicherung Pflicht ist, würde ich nie jemandem davon abraten, eine abzuschließen. Wem das Beispiel zu sehr hinkt, der kann auch einen Feuerlöscher o. Ä. dafür einsetzen. ;) :D

    • Eine App kann sich nicht von selbst installieren. Bei Linux musst du IMMER das root-Passwort eingeben, bei Android musst du erst den Berechtigungen zustimmen und auf Installieren klicken. Daher installiert du dir unter Linux den Virus "selber"

      •   4

        Ok, also keine Viren durch Mails, richtig? Und was das App-Installieren angeht: Wer überprüft denn die Richtigkeit der Berechtigungsangaben? Gibt es da einen Codex oder so etwas in der Art? Manchmal komm ich zB nicht umhin, Apps von Fdroid zu installieren wenn es die Apps nicht bei Playstore gibt. Ich find das nicht schlecht, wenn man da eine Rückversicherung hat, die man am Besten nie brauchen wird.

      • Jede App hat eine AndroidManifest.xml-Datei, in der alle Berechtigungen, die die App "möchte" angegeben sind. Wenn die App trotzdem z.B. auf die Kamera zugreifen möchte (ohne die Berechtigung zu besitzen), verweigert das Android-System diese Aktion.

        http://developer.android.com/guide/topics/manifest/manifest-intro.html

      •   4

        Na das ist ja mal interessant! Danke für die Info! :)

        Können Entwickler da auch Berechtigungen eintragen und NICHT nutzen, diese also quasi nur als "Option" eintragen? (Führt jetzt etwas vom Thema weg, aber das interessiert mich einfach so. Nach dem Motto "was ich schon immer mal fragen wollte ..." ;) ).

  • Immer ihr mit eurem Virenschwachsinn! Angeblich seid ihr ja ein "Android-Magazin für Profis". Wenn man sich nicht wie ein Idiot benimmt (und alle Berechtigungen blind annimmt, apks von unseriösen und dubiosen Seiten installiert...) kann einem so gut wie nichts passieren. Das OS kann eine Apps nur mit root-Rechten beschädigen, im Play Store liegt die Gefahr bei fast 0 dass man sich da einen Virus holt.

    Aber ein Virenscanner-Test ist echt unnötig

  • @bait
    Und Du glaubst da schützt Dich eine Schutzsoftware.?
    Wenn Dann solltest Du die erstes die Bewertungen anschauen und dann das Datum der Veröffentlichung, das macht klug. Und dies macht keine Schutzsoftware. Woher auch.
    Vorher werden solche Apps erwischt von der Scansoftware die Google speziell im Playstore einsetzt.

  • @Autor: da wurde ein Satzteil vergessen, zB "zu erkennen"

    "ist es für sie ein Leichtes, Viren, Trojanische Pferde oder Würmer ___ und den Nutzer zu warnen"

  • Warum spricht man überwiegend von kaufen? Kostenlos gibt es sie auch, im Umfang reduziert. Eine solche ist auf dem S4 meines Buben.

  • Wäre schön wenn ihr hier auch Clean Master testet ist im av test ja auch weit vorn.

  • Wer halbwegs das Hirn aktiviert hat bei der Appinstallation und sich vorher fragt, ob er die angebotene App wirklich braucht, der kann sich diese Pseudo-Sicherheitsapps meiner Meinung nach sparen. Unabhängig von der potentiellen Gefahr, die von verseuchten Apps ausgeht, besteht bei jeder installierten App das Risiko, dass das System an Stabilität verliert. Je weniger zusätzliche Apps installiert sind, desto besser ;-)

    •   4

      Wenn ich alles installierte was ich "wirklich wirklich brauche", bräuchte ich nicht mal ein Smartphone, da täts auch das schnurgebundene Telefon zuhause. Manche Apps installiert man eben einfach, um sie auszuprobieren und im Zuge dessen merkt man, ob man sie behalten möchte. Im Übrigen: Wer verpflichtet eigentlich die Entwickler zur Wahrheitstreue, wenn bei der Installation angegeben wird "benötigt Zugriff auf ..."? ;) :D

  • Ich hoffe, dass Google Antivirensoftware keine Rootrechte gewährt, denn wenn ein Virus (der als Antivirenprogramm getarnt sein kein) Rootrechte hat kann er einiges kaputt machen.

  • Nutze Eset bin voll zufrieden eset hat schon sahen gefunden was kaspersky durch gelassen hat

  • Nutze auch Avast und bin voll Zufrieden!!😀😀

  •   4

    Ich nutze Avast - wegen der Firewall. Und sollte sich doch mal ein Virus oder Ähnliches verirren, hoffe ich, dass der dann auch erkannt wird.

  •   4

    Wie kann das System infiziert werden? Benötigt man bei Android nicht einen Root Zugriff oder Superuser Erlaubnis um das System zu verändern?

    Ich hatte mir Internet Security auch deinstalliert, weil es mir einfach zu nervig war. Ist nett wenn meine Daten vor Viren durchsucht werden, aber bei Spyware kriegt auch der beste PC Virenscanner nichts gefunden. Allerdings kann ich eine Security trotzdem Eltern empfehlen, die ihren jungen Sprösslinge schon ein Smartphone vertrauen, um wenigstens ein bisschen Sicherheit gewährleisten zu können.

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