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Jelly: Mach Deine Freunde zur Suchmaschine

Jelly ist eine neue App, die Euch den ansteigenden Vernetzungstrend zu Nutze machen will: Informationen liefert jede Suchmaschine, Jelly hingegen bietet Euch praktisches Wissen aus Eurem direkten Freundes- und Bekanntenkreis. Über Bilder und kurze Textnotizen könnt Ihr eine Frage in die Runde schicken und auf Antwort hoffen. Der Clou der App: Jelly rückt die Anwortenden in den Fokus und fördert die Empathie.

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© Jelly Industries, Inc.

Die Funktionsweise ist denkbar einfach: Euch begegnet etwas, sei es ein Gebäude, ein Bild im Internet oder ein kryptisches Hinweisschild. In der App könnt Ihr ein Foto mit Text, Notizen oder Skizzen versehen, Eure Frage dazu stellen und das Ganze abschicken. Jelly leitet Eure Frage an Euer Netzwerk weiter, so dass Eure Freunde und Bekannten antworten können.

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Bild aufnehmen, Frage stellen, Antwort auf dem Freundeskreis erhalten: Das Prinzip von Jelly. / © Jelly Industries, Inc.

Hinter Jelly steht der Twitter-Gründer Biz Stone, entsprechend ist eine Anmeldung entweder über Twitter oder Facebook möglich. Bilder können entweder direkt mit der Kamera aufgenommen oder aus der Galerie ausgewählt werden, zusätzlich steht noch die Google-Bildersuche direkt aus der App zur Verfügung. Der Haken: Jelly rückt das Visuelle so stark in den Fokus, dass es gar nicht möglich ist, eine Frage ohne Bild zu stellen.

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Bei Jelly meldet Ihr Euch über Twitter oder Facebook an, die App teilt aber nichts automatisch. / © AndroidPIT

Facebook und Twitter benutzt Jelly aber nur, um ein eigenes Netzwerk an Leuten zu erstellen, die Euch Antworten oder eigene Fragen schicken können. Über die Forward-Funktion können offene Fragen aber auch an andere weitergeleitet werden, falls man einen entsprechend Fachkundigen kennt, die Antwort aber selbst nicht weiß. Über die Website können die Fragen dann auch ohne Jelly-App betrachtet und beantwortet werden, dank Push-Benachrichtigung werdet Ihr bequem auf dem Smartphone benachrichtigt.

Jelly veröffentlicht grundsätzlich nichts auf euren sozialen Netzwerken ohne Euer Zutun. Aktivitäten könnt Ihr aber teilen, unter anderem auch per E-Mail und Google+. Das Senden von Inhalten oder Bildern aus anderen Anwendungen heraus an Jelly ist leider noch nicht möglich.

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Fotos können direkt in der App aufgenommen und dann mit Skizzen und einer Frage versehen werden. / © AndroidPIT

Jelly beschränkt sich (im Gegensatz zu vergleichbaren Plattformen wie Quora) auf die Suche nach Antworten innerhalb des eigenen Netzwerkes - eine Schwachstelle und ein Kritikpunkt, möchte man meinen. Visionär Biz Stone erklärt das Prinzip der Anwendung aber als wesentlich ambitionierter und sympathischer als bei Diensten wie Yahoo Answers oder Gute Frage. Der Fokus von Jelly ist das Zwischenmenschliche, die App soll Empathie aufbauen und stärken - frei nach dem Sprichtwort: “Wichtig ist nicht, was man weiß, sondern wen man kennt.”

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Wie so oft steht und fällt der Nutzen mit der Anzahl der Freunde, die auch Jelly benutzen. / © AndroidPIT

Für Biz Stone ist das Helfen anderer die wichtigere Nutzungskomponente, als einfach nur selbst um Hilfe zu bitten. Er möchte es Smartphone-Nutzern und schließlich allen Menschen zur Gewohnheit werden lassen, anderen aktiv zu helfen. Dafür gibt es auch ein Belohnungssystem: Für besonders hilfreiche Mitteilungen können in der Anwendung Dankeskarten verschickt werden.

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Jelly möchte mit seinem Prinzip Empathie fördern und Helfen zur Gewohnheit machen. / © Jelly Industries, Inc.

Die eigentliche Zielgruppe sind also die Antwortenden, mehr als die Suchenden, und damit hat die Anwendung ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal. Ob Jelly und der Empathie-Gedanke genauso erfolgreich wie Twitter sein werden, bleibt abzuwarten, aber angesichts des hehren Zieles kann man es der neuen App nur wünschen.

Jelly ist frei von Werbung sowie In-App-Käufen und kostenlos im Google Play Store erhältlich.

Jelly Install on Google Play

11 Kommentare

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  • @Chris Fl oder Google :)

  • Nette Idee... aber für so was gibt es Foren

  • Und Empathie brauche ich dabei nicht sondern nur Antworten

  • Ich Google lieber, geht schneller

  • Zeitverschwendung. Das System krankt an einem grundsätzlichen Fehler: Facebook/Twitter-Zwang, und gefragt werden nur meine persönlichen Kontakte (und deren Kontakte). Experten werden nicht gefragt.

    Wenn ich z. B. frage: “Welcher exotische Vogel ist das?”, dann geht die Frage nur an meine Facebook-Freunde und Freundesfreunde. Und das ist der große Knackpunkt. Experten für das Thema werden dadurch ausgeschlossen.

    Das ist Schwachsinn, denn in meinem Freundeskreis sind weder Ornithologen noch Experten für alle Spezialthemen der Welt.

    Es wäre also viel sinnvoller, die Frage in einem öffentlich zugänglichen Forum zu stellen. Oder noch besser in einer Runde, in der auch entsprechende Experten sitzen. Also z. B. die Frage nach dem exotischen Vogel in einem Ornithologen-Forum.

    • Dein Freundeskreis mag zwar kein Zirkel von Experten auf allen Gebieten sein, das ist aber auch nicht der Ansatz der App: Jelly setzt darauf, dass offene Fragen auch weitergeleitet und geteilt werden. Das funktioniert über den generierten Link, zum Weitersenden und Beantworten ist die App nicht zwingend nötig, der Link kann ja per SMS, E-Mail oder sonstwie verschickt werden. Dein bestehendes Netzwerk muss nicht unbedingt die Antwort liefern, Deine Freunde werden aber zu Multiplikatoren in der Verbreitung Deiner Frage.

      Um Dein Beispiel aufzugreifen: Du hast vielleicht eine Vogel-Frage, Dein Freund schickt Deine Frage an eine Bekannte weiter, die wiederrum kennt jemanden, der ein gutes Ornithologen-Forum kennt und postet dort den Link, und ein Biologiestudent schickt Dir eine Antwort.

      • So entsteht also der ganze Müll-Traffic im Internet, so wie früher die nervigen Kettenmails. ;)

        Für so was braucht man dann aber keine App. Dann könnte man seine Freunde ja genau so gut mit einer Rundmail "an alle" zuspammen und mit der Bitte um Weiterleitung nerven.

        Dann lieber gleich in ein Ornithologen-Forum, das findet man schneller selber. ;)

  • Finde ich an sich eigntlich recht cool. Nur, wie auch schon im Text erwähnt, müssen halt auch die Freunde mitspielen, damit man die App auch wirklich nutzen kann.
    Ne Communityfunktion wäre ansonsten vlölt noch eine Abhilfe.

    • Die Community-Funktion ist ja schon drin: Fragen können mit jedem geteilt werden, egal ob die App installiert ist oder nicht. Jelly verlässt sich darauf, dass das Nutzer-Netzwerk offene Fragen an die entsprechenden "Experten" weiterleitet.

  • keine schlechte idee..

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Alles klar!