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Jeder vierte Europäer vertraut KI-Robotern mehr als Politikern
AI 2 Min Lesezeit 30 Kommentare

Jeder vierte Europäer vertraut KI-Robotern mehr als Politikern

Neue Untersuchungen haben ergeben, dass jeder vierte Europäer lieber auf künstliche Intelligenz als echte Politiker vertraut, wenn es um die Führung des Landes geht. Schaut man nur auf Großbritannien, die Niederlande und Deutschland, ist es sogar jeder Dritte!

Die Teilnehmer der Umfrage wurden gefragt, ob sie möchten, dass eine künstliche Intelligenz "wichtige Entscheidungen über die Abläufe im Land trifft". Die Niederlande waren das Land, das einem Roboter-Premierminister in irgendeiner Form am offensten gegenüber standen, wobei 43% der Befragten der Aussage zustimmten. Im Vereinigten Königreich belief sich die Anzahl der Befürworter auf 31%.

Die überraschende Studie, die auch in ganz Europa erhebliche Bedenken hinsichtlich des Tempos der Automatisierung und des technologischen Wandels hervorrief, wurde vom Center for the Governance of Change an der spanischen IE-Universität durchgeführt. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass neben dem Klimawandel die Regulierung der neuen Technologien die größte Herausforderung für die EU ist.

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Jeder vierte Europäer würde es einer KI erlauben, ihr Land zu regieren! / ie.educate

Siebzig Prozent der im Januar 2019 befragten Personen stimmten der Aussage zu: "Wenn sie nicht entsprechend reguliert werden, werden neue Technologien der Gesellschaft im kommenden Jahrzehnt mehr Schaden zufügen als Nutzen bringen." Mehr als die Hälfte (56%) gaben an, dass sie Bedenken haben, dass Roboter handwerkliche Aufgaben übernehmen könnten.

Im Hinblick darauf, wie die Technologie unserer Kommunikation verändert hat, gaben 68% der Befragten an, dass sie besorgt sind, dass Online-Interaktionen mit KIs bald die persönlichen Interaktionen mit anderen Menschen überholen.

Roboter auf dem Vormarsch?

Diego Rubio, Geschäftsführer des Center for the Governance of Change an der spanischen IE University, sagt dazu:

"Diese Denkweise, die sich wahrscheinlich auf dem wachsenden Misstrauen der Bürger gegenüber Regierungen und Politikern beruht, stellt eine erhebliche Infragestellung des europäischen Modells der repräsentativen Demokratie dar, da sie den eigentlichen Begriff der Volkssouveränität in Frage stellt".

und fügt hinzu:

"Die überwiegende Mehrheit der Europäer erwartet von ihren Regierungen, dass sie neue Gesetze und Steuern erlassen, um die Automatisierung zu begrenzen und Arbeitsplatzverlagerungen zu verhindern, auch wenn dies eine Verlangsamung des wirtschaftlichen Fortschritts bedeutet"

An der Studie nahmen 1.600 Teilnehmer aus Großbritannien, Spanien, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien und den Niederlanden teil.

Der Bericht, in dem entsprechend der Ergebnisse behauptet wird, dass die Vierte Industrielle Revolution ein wachsendes Gefühl der Unsicherheit bei den europäischen Bürgern hervorruft, könnt Ihr hier in aller Vollständigkeit nachlesen.

Top-Kommentare der Community

  • Michael K. vor 2 Monaten

    Mich wundert eher, dass nur 25% der Bürger einer KI mehr vertrauen, als einem Politiker. Bei manchen Entscheidungen von Politikern oder geplanten oder schon verabschiedeten Gesetzen kann man sich schon fragen, ob künstliche Intelligenz nicht besser ist, als gar keine.

30 Kommentare

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  • Ein Terminator unterscheidet später nicht ob man Reich, Arm, Böse, Gutherzig, Politiker, Promi oder Geistlich ist 😎

    Das Ziel ist die Vollendung der KI-Mission!

    Für das Thema Verkehr würde ich KI Lösungen schon gut finden und dann auch die Strafe prozentual Abhängig vom Monatslohn 💻🚘⛔


  • 1600 befragte / Teilnehmer für Europa?
    Oh ! hochgradig aussagefähig


    • Wenn die Umfrage repräsentativ ist, die Teilnehmer also geeignet ausgewählt wurden, dann kann die Fehlerquote nur wenige Prozent betragen. Bei Wahlen kann i.d.R. schon schon kurze Zeit nach Schliessen der Wahllokale anhand weniger ausgezählter Wahlkreise eine meist sehr genaue Vorhersage über das dann tatsächlich so eintreffende Endergebnis gemacht werden.


  • Reden wir hier jetzt über Roboter und Maschine Learning oder über Roboter oder Maschine Learning? KI ist ein Marketing-Gag, auf den die Leute reinfallen, alles (bisher) quatsch. Das man mit Maschinen, die von alleine (nach Programmierung) dazu lernen gewisse Politiker ersetzen könnten, ist schon ein Witz, doch wenn man bedenkt, dass die Maschine immerhin dazulernen kann und keine Angst und Gier usw. kennt, könnte da was dran sein.


  • Wenn die KI besonders intelligent ist, würde sie den Staat nach und nach abbauen bis nichts mehr übrig ist. Eventuell zuerst ein Übergang zu libertärem Munizipalismus oder staatenloser Demokratie (auf welchem Weg sich Rojava befindet) bis hin zu kompletter Herrschaftslosigkeit. Alles andere wäre nicht intelligent.


  • Die Regulierung der neuen Technologien von einer KI entscheiden zu lassen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Mir stellt sich da die Frage, warum dann Leute, die offensichtlich vom Internet so gar keine Ahnung haben, darüber entscheiden?


  • Mich wundert es ohnehin, dass irgend ein Bürger Deutschlands den deutschen Politikern vertraut, den sogenannten Verwaltungsangestellten der Firma^^


  • Nur jeder vierte ich dachte das wäre mehr 😜


  • Mich wundert eher, dass nur 25% der Bürger einer KI mehr vertrauen, als einem Politiker. Bei manchen Entscheidungen von Politikern oder geplanten oder schon verabschiedeten Gesetzen kann man sich schon fragen, ob künstliche Intelligenz nicht besser ist, als gar keine.


  • Die europäischen Bürger sind aber dämlich!!!

    PS: ich meine die 75% die dieser verkommenden Bande vertrauen :-O


  • Es gibt keine ki wann verschwindet dieses bullshit bingo Wort endlich wieder aus den Medien. Software wird programmiert und zwar vom Menschen. Wenn ich etwas programmiere macht das Programm genau das was ich ihm beigebracht habe. Da ist nichts mit künstlicher Intelligenz. War nicht ist nicht und wird auch niemals so sein.
    Da könnten unsere Politiker besser ne Münze werfen oder würfeln.


    • Bastian Siewers
      • Admin
      • Staff
      vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Das würde ich so wahrlich nicht stehen lassen ... es gibt durchaus jetzt schon Netzwerke, die selbstständig lernen und sich weiterentwickeln, ohne weiteres Zutun des Menschen.


      • @bastian, ich bin immer bereit etwas neues zu lernen von daher kannst du mir gerne die Projekte die du kennst und auf die du dich beziehst nennen.


      • Maschine Learning, also Geräte, die nach Progammiervorgaben von Menschen in der Lage sind, in diesen Rahmenbedingungen dazuzulernen, sind halt programmierte Maschinen und keine künstliche Intelligenz,die will ich nicht als unmöglich beschreiben, aber als sehr unwahrscheinlich .... aber die Zukunft kann das durchaus bringen.... irgendwann


    • Ich denke, dass siehst Du falsch. Natürlich beruht KI auf Software, die manchmal auf dafür optimierter Hardware abläuft. Aber z.B. ein Deep-Learning Algorithmus ausgeführt auf einem neuronalen Netz (es gibt eine Vielzahl alternativer Algoritmen und KI-Architekturen) kann durch den Prozess der Inferenz selbständig Schlüsse ziehe, die niemand so vorhergesehen hat. Anders als bei herkömmlicher Software ist vollständiger Determinismus des Ergebnisses, vor allem aber die Art seines Zustandekommens bei KI, anders als bei herkömmlicher Software, derzeit nicht möglich (das Zustandekommen von KI-Entscheidungen zu verstehen ist ein noch junges Forschungsgebiet).
      Ein herkömmliches Programm, das nicht deterministisch arbeitet, ist fehlerhaft. Bei KI liegen zwar die Entscheidungen selber in einem begrenzten Entscheidungsraum, sind aber als Ergebis des Inferenzprozesses so wenig vorherbestimmbar, wie die Art, auf die sie Zustandekommen sind.
      Schachprogramme sind teilweise schon sehr alt, und funktionieren durch einfache Vorausberechnung der möglichen Züge, der darauf beruhenden möglichen Züge des Gegners und den damit verbundenen Verlusten an Figurenwert. Bei begrenzter Spielstärke werden nicht alle möglichen Züge berücksichtigt. Obwohl die Rechner solche Berechnungen sehr viel schneller durchführen können, als biologische neuronale Netze, können Großmeister des Spiels viele dieser Programme problemlos schlagen, denen z.B. Spiellist, also die bewusste Entscheidung für vermeintlich aussichtslose Züge abgeht.
      Beim Spiel "Go" ist aber der Entscheidungsraum derart groß, dass eine solche Vorgehensweise aussichtslos wäre.
      AlphaGo von Google konnte aber den amtierenden Weltmeister des Spiels schlagen (auch wenn es nicht alle Partien gewonnen hat). Einige Züge haben den und andere Meister des Spiels überrascht, weil sie ein menschlicher Spieler kaum so gewählt hätte. Ein angelerntes Netz kann auch seine Fertigkeiten weiter verbessern, was bei herkömmlicher Software nicht der Fall ist. Seine Entscheidung beruhen auf der Auswertung der angelernten Daten und eigener "Fehlererfahrungen", wie diese zustandekommen ist aber nicht transparent.
      Es gibt also einige Analogien zu biologischer Intelligenz, so dass der Begriff künstliche Intelligenz gerechtfertigt ist.
      Derzeit kennt man nur schwache KI, die vielleicht besser Go spielen kann als jeder Mensch, aber eben auch nur das, oder andere enge Spezialisierungen.
      Von der breit gestreuten Vielfalt menschlicher Intelligenz dürfte die derzeitige schwache KI noch viele Jahre entfernt sein. Für andere menschliche Eigenschaften, wie Empathie, Gefühle, Emotionen, Gewissen usw. gibt es derzeit noch nicht mal taugliche Modelle, ihre Realisierung ist also noch in sehr weiter Ferne.

      Ein weiteres Beispiel für nichtdeterministisches Verhalten von im Prinzip fehlerfreier KI:

      https://www.welt.de/kmpkt/article167102506/Facebook-musste-AI-abschalten-die-Geheimsprache-entwickelt-hat.html


      • Wenn du schreibst das die Netzwerke dazulernen und aus ihren "Erfahrungen" lernen dann mag das, wie z. B. Beim Schach Computer richtig sein. Aber auch dies wurde der software einprogrammiert, irgendwo im code gibt es den prigrammhaustein "Statistik" der gefüttert wird mit informationen.


      • Der Code soll aber nur ein ein biologisches neuronales Netz modellieren. Das Verhalten der KI wird aber entscheidend durch den Anlernprozess mitbestimmt, ist aber durch die Fähigkeit, dieses Wissen selbstständig zu erweitern nicht darauf limitiert. Anders als ein Expertensystem ist ein KI-System also kein reiner "Generator". Die Nachbildung eines neuronalen biologischen Netzes ist ist aber der Schlüssel dazu, ähnliche Fähigkeiten wie ein Gehirn zu entwickeln, und die gehen signifikant über die eines Automaten, also eines klassischen Softwareprogramms hinaus.
        Das Verhalten eines neuronalen Netzes wird also erheblich durch die Daten bestimmt, sein Programmcode dagegen ist in weiterem Sinn generisch.
        Ein Kind muss im Lauf seines Wachstums auch erst angelernt werden, kann dann aber "kreativ" werden, also auf Grundlage seiner Wissensbasis "Ideen" entwickeln, also sein Wissen selbstständig und nicht nur auf Basis von Erfahrungen nach dem "Try and Error"-Prinzip erweitern, Schlussfolgerungen ziehen und Vorhersagen treffen, die sich nicht alleine aus der vorhandenen Datenbasis gewinnen lassen.
        Darin sehen ich schon signifikante Unterschiede zu herkömmlichen Programmen, die mit dem Ziel geschrieben werden, ein wohl definiertes, hochgradig reproduzierbares Verhalten zu zeigen.
        Eine reine Entscheidung aufgrund von Wahrscheinlichkeiten, wie bei klassischen Schachcomputern, oder Zugehörigkeitsgraden wie in der Fuzzy-Logik, um die es vor einigen Jahren einen ähnlichen Hype gab, sehe ich hier deshalb nicht, sondern ein grundsätzlich neues Verfahren mit Chancen und Risiken.
        Wenn man ein Gehirn, das zu intelligenten Entscheidungen fähig ist, hinreichend gut modelliert, weil man zwar versteht, wie es grundsätzlich funktioniert, aber nicht warum es im Einzelfall eine bestimmte Alternative wählt und keine andere, warum sollte dieses Modell nicht ein prinzipiell vergleichbares Verhalten an den Tag legen, und damit auch Merkmale von Intelligenz?

        Zwar kann man derzeit nicht die Billionen von menschlichen Gehirnzellen technisch nachbilden, geschweige denn mit der selben Energieeffizienz, aber auch viel kleinere Gehirne, wie die von Krähen, zeigen eindeutige Merkmale von Intelligenz, wie ein Artikel hier jüngst gezeigt hat.
        Wenn man aber Intelligenz an grundsätzlichen Wesensmerkmalen festmacht, und nicht am Grad ihrer Ausprägung, dann ist AlphaGo vielleicht noch viel dümmer als eine Krähe (auch wenn sie diese in Go schlagen würde), aber grundsätzlich intelligent.

        Wenn man durch Messen geht, könnte man zu dem Schluss kommen, dass beinahe jedes Produkt künstlich intelligent ist. Viel wahrscheinlicher ist allerdings, dass längst nicht alles, wo KI drauf steht, auch KI enthält.


  • Naja die KI ist noch nicht so schlau irgendwelche Ausreden zu erfinden 😄


  • Auch wenn das natürlich vorerst absurd klingt, kann ich den Gedanken dahinter aber schon nachvollziehen. KI ist halt einfach noch pure Rationalität in Reinform. Emotional ist da nicht viel, dadurch hat sie aber (noch) keine "Hintergedanken" oder eigene Interessen, die ggf. Im Vordergrund stehen. Das ist allerdings bei den meisten Politikern (nicht allen) leider häufig der Fall. Vertrauen basiert auf Emotionen. Wenn diese zu oft missbraucht würden, kein Wunder, dass der Rationalität eher die Chance gegeben wird.
    VG
    Wennsemir


    • Auch eine "KI" kann falsche Entscheidungen treffen. Vor allem dann wenn ihr das Falsche beigebracht wird. Woher hat die "KI" ihre Kenntnisse? Richtig, vom Menschen.


      • Die KI ist aber nicht von Lobbyisten bestechlich.


      • man kann eine KI aber so programmieren, dass diese bestechlich ist, schließlich ist das nur eine Wenn-Dann Situation und diese sind schon seit Ewigkeiten programmierbar.


      • Wenn die KI von Lobbyisten betrieben wird ist es sogar leichter. Denn da müssen sie kein Geld zahlen. Dann gehört denen die Regierung. 😁


      • Politiker sind "bestechlich". Und zwar mit Wählerstimmen!!!


      • Leider nur immer kurz vor der Wahl. Danach scheinen sich viele um die Interessen ihrer Wähler einen Dreck zu scheren.


      • Naja, wenn die "KI" so programmiert wurde.... sie ist ja nicht selbstständig im denken und Intuition und Emotionen, was richtig und falsch ist, kann sie ja nicht, sie kann richtig und falsch nur nach den Vorgaben der Programmierer entscheiden. Ultrahighendsupradupercomputer können vielleicht mehr, aber es ist im Grunde die die höhere Kapazität, die dann "KI" vorgaukelt.