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Kommentar 3 Min Lesezeit 10 Kommentare

Internet Escape Pod: Raus aus dem Netz!

Bei KFC gibt es nicht nur Hühnchenteile in allen erdenklichen Variationen, sondern immer wieder auch mehr oder weniger verrückte Gadgets. Mit dem nun präsentieren Internet Escape Pod, einem Schutzkäfig gegen Funksignale, schießt das Unternehmen nun den Vogel ab. Doch es steckt mehr dahinter als Unsinn.

Der halbrunde Käfig besteht aus Stahlstreben, einem Stahlgitter und einer Stoffbeschichtung. Obendrauf liegt das KFC-Maskottchen Colonel Sanders samt Brille und Schuhen, und der Türgriff ist ein paniertes Hähnchenteil. Der Internet Escape Pod von KFC, der tatsächlich online im eigene Store angeboten wird, sieht ziemlich merkwürdig aus, und hat - sieht man vom Plastik-Colonel und dem Hühnchengriff ab - nichts mit KFC zu tun. Der Zweck ist aber explizit beschrieben: Der Faradaysche Käfig soll Funkwellen abschirmen und die Insassen so rechtzeitig zum Black Friday von der digitalen Außenwelt abschirmen.

Der Internet Escape Pod kostet satte 10.000 Dollar und ist noch dazu ein Einzelstück. Natürlich wird sich kein Mensch dieses Ding kaufen, in die Wohnung stellen und sich dann da rein hocken, um endlich ohne Empfang zu sein. Doch diese seltsam dämlich anmutende Idee von KFC hat durchaus einen Hintergrund, über den man mal nachdenken sollte.

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Unter den schützenden Armen von Colonel Sanders seid Ihr vor dem bösen Internet geschützt. / © KFC

Mit dem Smartphone in der Tasche und dem Computer auf dem Schreibtisch sind wir immer online, immer erreichbar, immer vernetzt. Privates und berufliches mischen sich, Piepser aus dem Smartphone unterbrechen Gespräche, jede Mail und Nachricht muss sofort zumindest überflogen werden, und was ist eigentlich auf Facebook und Twitter los? Die Meisten dürften diesen Zustand und diese Entwicklung kennen, die bei vielen Menschen Stress verursacht - ob bewusst, oder unbewusst. Man ist immer online, oft abgelenkt, und kommt selten zur Ruhe.

Es gibt viele Hilfsmittel zum Offline-Gehen

Es gibt diverse Hilfsmittel, um sich selbst zu disziplinieren und zum Abschalten zu zwingen. Viele davon sind Apps und müssen - welch eine Ironie - erst einmal aus dem Internet heruntergeladen und installiert werden. Doch dann helfen Anwendungen wie Go Offline dabei, sich selbst eine Ruhepause von allen empfundenen Zwängen der Erreichbarkeit zu verschaffen. Endlich Funkstille.

Doch es muss ja nicht immer die radikale Methode sein. Ich habe mir beispielsweise angewöhnt, Apps nur sehr restriktiv die Rechte für Benachrichtigungen zu geben. Das beruhigt mich ungemein und lässt diese Angst, ständig etwas zu verpassen, auf ein erträgliches Maß schrumpfen. Auch Kleinigkeiten wie das Verbannen des Smartphones aus dem Schlafzimmer oder vom Esstisch können helfen.

Die Sache ist am Ende aber sehr persönlich, und jeder empfindet diese Dinge anders. Es gibt genug Menschen, die sich gestresst fühlen, wenn sie nicht online und erreichbar sind. Ich denke aber, kurze Pausen vom digitalen Stress tun den meisten Menschen gut. Dafür braucht aber es keinen 10.000-Dollar-Käfig vom Hühnchen-Bräter, sonder ein wenig Selbsterkenntnis und Disziplin. Beides gibt es kostenlos. Und jetzt: Abschalten.

Wie ist das bei Euch, braucht Ihr auch ab und an solche Pausen von Smartphone, Internet, Benachrichtigungen und diesen Dingen? Wie diszipliniert Ihr Euch dabei? Oder ist das alles vollkommen unnötig?

Via: The Verge Quelle: KFC

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10 Kommentare

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  • Ich bin die meiste Zeit off-line. W-Lan oder mobiles internet schalte ich nur ein, wenn ich es benötige, bspw. in einer ruhigen Minute zum Nachrichten lesen oder um mich per Navigation zu orientieren.
    Whats-App, Fratzenbuch etc. p.p. finden generell nicht statt. Habe den hype um diesen Mist nie nachvollziehen können. Dieser Kram ist nicht einmal installiert. Links, die zu Fratzenbuch führen werden aus Prinzip nicht angeklickt.
    Youtube auf dem Handy ist eher Mäusekino - das mache ich lieber am Desktop-PC.
    Für mich sind smartphones vor allem interessant, weil ich neben dem Telefon immer den mp3-Player und die Kamera dabei habe und der Kalender den Terminplaner ersetzt. Die Tatsache, dass ich unterwegs im Internet surfen kann ist für mich kein Muss sondern eher ein nice-to-have.


  • Mia vor 11 Monaten Link zum Kommentar

    [[[braucht Ihr auch ab und an solche Pausen von Smartphone, Internet, Benachrichtigungen und diesen Dingen?]]]

    Ja in der Freizeit, vorallem im Urlaub habe ich einen Knopf auf der Seite..... Wenn ich den drücke, dann bekomme ich keine Benachrichtigungen mehr..... Ist anscheinend ein Urlaubsknopf 😋😅☺️

    Also mal ohne Späße, ich kann es noch ausschalten ohne gleich nervös zu werden, gibt aber auch Bekannte, die bekommen die Krise, wenn sie nicht alle 5 Minuten drauf schauen


  • Hier kann man sich gut vor manchen "Leuten" verstecken und einfach mal gemütlich die Augen schließen 😝

    Diese Idee wirkt derzeit noch ganz witzig, aber wir werden bestimmt in der Zukunft mit dem
    Thema konfrontiert werden!

    Wenn die Überwachung, sowie sozialer Druck über Hand nehmen und krank machen 😓😧

    Mia


    • Ralf N vor 11 Monaten Link zum Kommentar

      Wobei die Frage ist, warum sozialer Druck ? Soziale Verbindung sind ja nicht nur online. Ich habe mal vor 2 Wochen mein FB ruhen lassen. Habe bis jetzt gut überlebt. Mir sind die realen Kontakte wichtiger


      • Tenten vor 11 Monaten Link zum Kommentar

        Ich empfinde es eher als sozialen Druck, wenn die Leute am Sonntag Vormittag bei mir vor der Tür stehen anstatt mich per Messenger oder Mail zu erreichen.


      • Ja, manchmal ist es unangenehm, in die reale welt einzutreten 😜. Da helfen freunde schon mal mit dem sonntäglichen kirchgang...


      • Tenten vor 11 Monaten Link zum Kommentar

        Muss jeder selbst wissen, womit er seine Zeit vergeuden möchte.


  • Mein WhatsApp verfügt über (SMS only) Status 😉


  • Haha, wie geil. :-)

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