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Interessante Startups und ihre Apps

Jeder fängt mal klein an: Als Startup wagen wir den sprichwörtlichen Blick über den Tellerrand und schauen uns verschiedene interessante Startups und Ihre Apps an. Hier stellen wir Euch vor, was für unterschiedliche Erfolgsmodelle es gibt. 

Entertainment am Smartphone im Fitnessstudio ist für mich...?

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Jeder fängt mal klein an: Wir haben uns kleine und große interessante Startups und Ihre Apps angeschaut. / © flickr / Robert Scoble

GetYourGuide

GetYourGuide ist eine Plattform, die weltweit Touren, Ausflüge und Aktivitäten vermittelt. 2008 gegründet ist sie seitdem zu einem der weltweit größten Reiseunternehmen angewachsen, das weltweit in sechs Märkten vertreten ist. In anderen Worten: Das Berliner Startup GetYourGuide hat es geschafft.

Im April 2013 übernahm GetYourGuide das ebenfalls in Berlin ansäßige Startup Gidsy, im August folgte die Übernahme von iGottaGuide aus New York, beides jeweils lokale Anbieter. Mit Einnahmen in den USA, die inzwischen einen zweistelligen Prozentsatz des Gesamtumsatzes ausmachen, ist GetYourGuide längst im US-Amerikanischen Markt angekommen. Um noch weiter in neue Märkte zu expandieren, floss unter anderem Kapital von Spark Capital und Highland Capital Partners Europe.

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Weltweit Aktivitäten buchen. / © GetYourGuide

GetYourGuide will global eine breite Masse ansprechen, aber auch Nischen-Aktivitäten im Portfolio präsentieren können. Für Startups im Bereich der Vermittlung von lokalen Attraktionen liegt eine große Schwierigkeit in der regionalen Begrenzung, da man auf Anbieter vor Ort angewiesen ist schnell an die Grenzen des Wachstums stößt. Längerfristig gesehen sind Smartphones ein Schritt weg vom Lonely-Planet-Tourismus und Backpackern mit dem Reiseführer in der Hand, und GetYourGuide schafft es, ein internationales Publikum anzusprechen.

Wie auch die Website ermöglicht die App von GetYourGuide das Buchen von vielen Touristenattraktionen, Touren und Besichtigungen aus einer Hand. Durch Tickets direkt auf dem Smartphone und übersichtliche Auflistungen spart man Papierkram mehr und Aufwand. Durch das wachsende Nischen-Angebot findet man auch Attraktionen abseits der ausgetreten Pfade anderer Reisender, und durch spezielle Vergünstigungen können Schnäppchen gefunden werden.


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CarJump

CarJump ist ein Startup von fünf Köpfen und ein wilder Mix aus Studienabbrechern, Akademikern, verschiedenen Kulturen, Hintergründen und Fähigkeiten. Das junge Berliner Unternehmen hat gleichzeitig die Möglichkeiten und Probleme erkannt, die das Carsharing mit sich bringt: Auf der einen Seite boomt der Markt und viele Anbieter konkurrieren um den billigsten Preis, andererseits sind Carsharing-Nutzer darauf angewiesen, für die Nutzung eines Angebotes jeweils eine eigene App auf Ihrem Smartphone zu installieren. Sobald mehrere Anbieter ins Spiel kommen, artet es schnell in ein lästiges Jonglieren unterschiedlicher Registrierungs- und Buchungsvorgänge aus.

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Die fünf Gründer von CarJump. / © CarJump

Hier kommt CarJump zum Zug: Die entwickelte App bietet eine universelle Plattform, die Nutzern den Weg zum nächsten freien Fahrzeug weist. Nach und nach sollen so viele Anbieter wie möglich gewonnen werden und Buchungen direkt in die Anwendung integriert werden. CarJump hilft Euch, den zu Euch passenden Anbieter für Autos und auch Fahrräder zu finden, gefundene Fahrzeuge zu sortieren (zum Beispiel nach Fahrzeugtyp, Anbieter, Getriebeart) und Eure getroffene Wahl zu buchen. Weitere Features sollen folgen, und durch das dichtere Netzwerk an Fahrzeugen hofft man, den Carsharing-Markt insgesamt vorantreiben zu können.

ezeep

ezeep ist ein weiteres Berliner Startup mit großen Plänen und einer guten Idee: ezeep steht für easy print, und das Unternehmen möchte nichts anderes, als das Drucken und die dazugehörende Infrastruktur aus der Steinzeit holen. Alle reden von der Cloud, Drucken bleibt aber eine lokale Lösung, oder vielmehr ein Problem. Die drei Gründer Sascha Kellert, Marian Zange und Fredo Haitz sagen, dass sich seit den 80ern zwar das Druckbild und die Computer verändert haben, der Dialog zwischen Mensch und Maschine aber nicht. Das sind 30 Jahre zuviel, finden sie, und Frust mit dem Drucken oder dem Drucker kann jeder nachempfinden.

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Drucken leicht gemacht: ezeep möchte das Drucken über die Cloud einfach gestalten. / © ezeep

Mit dem Software-as-a-Service möchte man auch das Drucken in die Cloud verlagern: ezeep funktioniert in drei Schritten. Zum Drucken wird zuerst die installierte ezeep-Software geladen, die automatisch alle installierten Drucker erkennt und die Verbindung herstellt. Dann kann der Drucker im Netzwerk oder per E-Mail freigegeben werden. Im dritten Schritt kann jeder freigegebene Nutzer von überall aus drucken, vom Computer aus, per E-Mail oder auch mobil vom Smartphone oder Tablet. Die ezeep-Dienste sind vor allem für Unternehmen interessant, Lob für die Einfachheit und Innovation des Systems gab es unter anderem vom Berliner Tagesspiegel, der BBC und dem amerikanischen NPR.

Airbnb

Airbnb wurde 2008 in San Francisco, Kalifornien gegründet und hat dort auch heute noch seinen Hauptsitz, ist dank eines erfolgreichen Konzepts aber rund um den Globus bekannt. Auf der Plattform können auf der ganzen Welt Unterkünfte (fast) aller Art inseriert, gefunden und gebucht werden, sowohl von der Website als auch von mobilen Geräten aus (zur App). In derzeit 192 Ländern und über 33.000 Städten stehen die verschiedensten einfachen und ausgefallenen Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung. Da Airbnb die Buchung abwickelt, ist der Service für Anbieter und Nutzer sicher und einfach.

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Bei fremden Freunden privat übernachten mit Airbnb: Angebot in Caracol, Mexico. / © Airbnb

Hinter dem Unternehmen stehen die drei Gründer Nathan Blecharczyk, ein Harvard-Informatiker, Brian Chesky, ein gelernter Industriedesigner, und Joe Gebbia, der ebenfalls Indstriedesign sowie Grafikdesign gelernt hat. Die Zahl der anfänglichen Inserate von 120.000 konnte man letztes Jahr mehr als verdoppeln, inzwischen können über 300.000 Angebote gefunden werden. 2012 nutzten weltweit drei Millionen Menschen die Plattform. Bei Airbnb will man, dass die Gemeinde noch mehr zusammenwächst und unterstreicht vor allem die soziale Komponente: Anderen ein zu Hause zu bieten verbindet.


Link zum Video.

SoundCloud

SoundCloud werden viele von Euch schon mal genutzt beziehungsweise gehört haben. Der Name ist Programm: In der Cloud können Sounds aller Art abgelegt und dann geteilt werden, entweder privat mit Freunden oder öffentlich für alle, in Blogs und sozialen Netzen. Twitter, Tumblr, Facebook und Foursquare sind direkt angebunden, über Apps für Android und iOS erfährt die Plattform eine noch größere Verbreitung und ist mittlerweile führend im Bereich der Social Sounds.

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© SoundCloud

Gegründet wurde das Unternehmen mit Sitz in Berlin 2008 von Alexander Ljung und Eric Wahrforss und hat sich der ambitionierten Aufgabe verschrieben, dem Netz eine Stimme zu geben. Die Community steht bei SoundCloud ganz klar im Vordergrund: Das Teilen und (gemeinsame) Aufnehmen von Audio-Inhalten erfreut sich bei Bands, DJs und Musikern aller Art großer Beliebtheit, über Widgets kann Musik auf Websites eingebunden werden, und SoundCloud legt viel Wert darauf, bei der gesamten Gemeinschaft das Gespür für Zusammengehörigkeit und gegenseitigem Respekt des anderen und seines geistigen Eigentums zur schärfen.

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Die beiden SoundCloud-Gründer Alexander Ljung (links) und Eric Wahrforss (rechts). / © SoundCloud

Natürlich können wir nur eine kleinste Zahl interessanter Startups auflisten, deshalb die Frage an Euch: Welche Unternehmen - mit interessanten Apps - interessieren Euch?

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14 Kommentare

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  • @Ivan Jovanovic:
    Richtig, so sieht er aus.

  • Ist das auf dem ersten Bild Zuckerberg?

  •   2

    Soundcloud ist nicht Konkurrenz für Youtube. Es hat aber eine Marktlücke gefüllt die mit Youtube immer halbherzig gefüllt wurde.
    Nämlich die für DJ's und Produzenten aller Art ihren Sound zu teilen. Und das hat man früher immer über Youtube gemacht, erwies sich aber als etwas umständlich. Und jetzt gibt es extra eine Seite dafür. Finde Soundcloud eine ganz tolle Erfindung und nutze es auch persönlich sehr gerne um Tracks zu teilen und auf dem neuesten Stand bezüglich meiner Lieblingskünstler zu bleiben.

  • @Alexander W.:
    Richtig, in irgendeiner Form muss man sich ja beschränken. Vielleicht bringen wir mal einen zweiten Teil.

  • Facebook als Rückblick

  • ihr habt da auch abalo und auch viele andere hier nicht aufgelistet^^

  • Netter Artikel, wieder mal was dazugelernt :)

  • @Jakob Straub:
    Okay, vielen danke ;)

  • @Paul Aumann:
    Der Drucker muss in die ezeep-Cloud eingebunden sein, aber kein klassischer Netzwerkdrucker sein. Die ezeep-Lösung wird momentan nur für Unternehmen angeboten, war aber ursprünglich breiter geplant und kehrt hoffentlich dahin zurück.

  • Youtube den rang abgelaufen?..

  • @Marcel L.:
    Ich sehe YouTube und SoundCloud nicht als Konkurrenten. Wann ist ein Startup nicht mehr ein Startup? Definitionssache. Vielleicht wenn ein klares Geschäftsmodell formuliert und erreicht wurde? Wenn Eigenkapital vorhanden ist? Der Börsengang erfolgt? GetYourGuide ist näher dran als SoundCloud, den Startup-Status abzuschütteln.

  • Bei dem Drucksystem, muss das dann ein Drucker im Netzwerk oder so sein oder geht das wie auch immer auch mit älteren? :D

  • soundcloud als startup? hat in der szene doch bereits youtube den Rang abgelaufen (djs und produzenten)?!

  •   29

    Sehr interessanter Blick über den Tellerrand hinaus; toller Beitrag.

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Alles klar!