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Intelligente Technik: Smartphones erkennen Objekte bald wie Menschen

Unsere Smartphones werden immer intelligenter, vor allem in der Art und Weise wie sie Kontexte wie ihre Umwelt erkennen. US-Forscher arbeiten an Techniken, die es unseren Smartphone-Kameras erlauben würden, buchstäblich alles zu erkennen, was sich in ihrem Blickfeld befindet. Das hätte äußerst praktische Anwendungsmöglichkeiten.

deep learning shutterstock
© tanewpix/ Shutterstock.com

Das Konzept des “Deep Learning” ist nicht neu. Der Begriff bezeichnet die Art und Weise, wie das menschliche Gehirn Informationen in Schichten verarbeitet. Objekte werden hierarchisch in verschiedene Ober- und Unterkategorien zerlegt und sozusagen mit Keywords versehen, die dann kombinatorisch abgerufen werden können. Die entsprechende Technologie imitiert neurale Netzwerke und kommt bereits in Suchmaschinen zum Einsatz, beispielsweise in Google-Bildersuchen.

Smartphones und Computer hatten bisher nicht die dafür nötigen Ressourcen. Forscher der Purdue University wollen das ändern. Ihre Arbeit würde es Augemented-Reality-Geräten wie Google Glass oder auch unseren Smartphone-Kameras erlauben, alles, was sie sehen, in Kategorien zu erkennen. Diese würden vermutlich in Analogie mit der Entwicklung eines Kindes mit der Zeit immer präziser.

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Verbildlichte Deep-Learning-Fähigkeit. / © Purdue University image/e-Lab

Die Kamera würde also alles in ihrem Sichtfeld erkennen und mit Keywords versehen. So ergäben sich ganz neue und vor allem flexiblere Möglichkeiten des Datenzugriffs. Wer beispielsweise viele Bilder auf seinem Smartphone gespeichert hat und nach einem sucht, müsste nur noch nach Objekten in dem Bild suchen und würde dieses so ganz einfach finden, anstatt sich durch Hunderte Aufnahmen zu scrollen.

Bedeutendere Anwendungsmöglichkeiten gibt es selbstverständlich in der Medizin, zum Beispiel im Bereich der Krebsdiagnostik. Prinzipiell benötigen aber alle Computer früher oder später die Fähigkeit des “Deep Learnings”, wenn sie eine kreative künstliche Intelligenz erreichen sollen, die mit der eines Menschen auch nur ansatzweise vergleichbar wäre. Und wie es aussieht, ist das nur noch eine Frage der Zeit.

Via: Phone Arena Quelle: Purdue

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14 Kommentare

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  • Ich kann das jetzt nicht mit absoluter Gewissheit sagen, aber so wie ihr hier über Akkutechnologie redet habt ihr kein blassen Dunst was Forschung bedeutet. Man kann nicht einfach mal ein stärkeren Akku bauen oder eben mal schnell entwickeln. Nicht nur die Smartphone Hersteller sondern tausende von Unternehmen und Universitäten forschen nach besserer Akkutechnologie, nur sind die derzeit an einem Punkt wo nur vergleichsweise kleine Schritte möglich sind. Oder glaubt ihr wenn einer der Hersteller die Möglichkeit hätte einen so starken Akku zu bauen er das nicht macht weil er gerade keine Lust hat. Wer das Problem mit der den Akkus löst wird dermaßen reich das er nicht in zehn leben das Geld ausgeben könnte was er damit verdient. Denn dutzende von Sparten brauchen bessere Akkus egal ob Smartphone branche Automobilbereich oder sonst was, sie alle brauchen bessere Akkus nur die Technologie hierfür muss eben erforscht werden und kann man nicht mal so eben aus dem Ärmel schütteln. Wäre das gleiche als wenn ihr euch hinstellt und sagt "nun erfindet doch endlich mal ein Heilmittel für Krebs das geht mir auf den sack". Ist schön dass ihr es gesagt habt aber schneller geht damit auch nicht.

  • Aber da müsste man zuallererst die App-Entwickler in die Pflicht nehmen. Die sollen die Apps so programmieren, dass sie weniger Akku fressen! Meine Meinung.

  • Stimm ich auch dafür. Lange Akkulaufzeit hat bei mir oberste Priorität und ist mit ein Kaufentscheidungskriterium.

  • Alles hat zwei Seiten. Für behinderte Menschen fände ich diese Entwicklung gar nicht mal so schlecht.
    Die Gesichtserkennung in Fotos funktioniert ja heute schon. Praktisch, wenn man nur Fotos mit einer bestimmten Person ansehen will.

  • Gps wurde auch vom Militär iniziiert, heute will keiner mehr ohne. Wer weiß, vielleicht helfen uns Google-Bots bald über die Straße

  • @ Simon H. so in etwa stelle ich mir das vor. Ein sehbehinderter Mensch ist auf Reise oder in der Stadt, das Handy "guckt" mit und informiert ihn z. B. über die vielbefahrene Straße, eine rote Fußgängerampel, oder ein Hindernis auf dem Geweg... Zusammen mit dem Entfernungsmesser (gibt's schon heute integriert in manche Apps) kann dann auch der Abstand benannt werden und zusammen mit einer App wie Advisor, können auch genauere Angaben gemacht werden (Hotel xy, Krankenhaus, Praxis Dr. soundso, Bushaltestelle Linie..., usw.)
    Jede Innovation, jede Erfindung kann dem Menschen nutzen oder schaden. Das hat schon mit der Erfindung vom Feuermachen und dem Rad angefangen. Ich kann zum Glück sehen, aber ich finde, es wird immer noch viel zu wenig für die sehbehinderten Menschen getan. Gerade in der heutigen Zeit ist "nicht sehen können" eine der schwersten Behinderungen, die die Menschen zu Außenseitern macht.

  • ARIELs du hast vollkommen Recht

  • erstmal sollten sie leistungstärkere akkus entwickeln,damit sowas überhaupt genutzt werden kann!!!

    • Poah, ich kann das ewige Gejammer nicht mehr hören. Hört doch mal auf, unter absolut jedem Artikel die nichtssagende, völlig unqualifizierte Aussage "macht erstmal bessere Akkus" zu zementieren.
      Geht es um Prozessoren: macht mal lieber bessere Akkus!
      Geht es um Displays: macht mal lieber bessere Akkus.
      Geht es um neue Software Technologie: macht mal lieber bessere Akkus.
      Es nervt einfach, jedes Mal das Gleiche zu lesen. In den nächsten Jahren wird kein Durchbruch in der Akkutechnologie kommen und so bleibt einfach nur die Möglichkeit, andere Bauteile effizienter zu gestalten und größere Akkus zu verbauen. Punkt. Ihr könnt jetzt die nächsten 5 Jahre unter jedem Artikel das Gleiche schreiben oder euch einfach mal damit abfinden.

      • Bloß falls du es noch nicht bemerkt hast: die Android-Phones brauchen DRINGEND längere Akku-Laufzeiten, und wenn genug Nerds in genug Foren lange und laut genug danach schreien, tut sich VIELLEICHT etwas; wenn alle das Maul halten und einfach jedes neue (im Zweifel Energie fressende) Feature bejubeln, tut sich sicherlich nichts!

      • Achso, weil die Nerds auch so einen großen Anteil der Käuferschaft ausmachen? 5%? 10%? Wenn es hoch kommt. Und der Erfolg von Samsung und Apple zeigt, dass man sich überhaupt nicht so extrem auf die Akkulaufzeit konzentrieren muss. Die meisten arrangieren sich einfach mit der Laufzeit ihres Smartphones und schaffen es dann trotzdem immer über den Tag. Und was heißt DRINGEND? Die Akkulaufzeit stieg in den letzten Jahren um fast 100% an. Man muss nur mal ein Blick in die Statistiken von Anandtech oder GSMArena schauen: während ein Galaxy S2 oder HTC Sensation nach 2-3 Stunden Webbrowsing schlapp machen, halten HTC One und Galaxy S4 locker 8 Stunden durch.

        Und selbst wenn ihr Nerds drauf rum reitet: die Technologie ist an ihrer Grenze. Das System ist seit 50 Jahren hast Gleiche. Da kann man fordern, so viel man will. Keiner kann zaubern. Egal wie viel Milliarden man in R&D steckt.

  • Ich könnte mir als eine der Einsatzmöglichkeiten die Begleitung der sehbehinderten und blinden Personen vorstellen. Sie könnten sich in neuer, unbekannten Umgebung viel freier und sicherer bewegen.

    • Interessantes Thema!

      wie genau hast du dir das vorgestellt?

      ich denke zum beispiel daran, google glasses:

      nimmt die umgebung auf und analysiert sie und kann dann mehr oder weniger durch ein "hörgerät" dem blinden anweisungen geben

  • Auch wenn es sicherlich nervt.

    Fortschritt ist gut, aber jeder Fortschritt wird leider immer auch gegen die Menschen selbst eingesetzt.

    Insbesondere wird sich das Militär und die Geheimdienste sehr über diese Aussage freuen:

    "Das hätte äußerst praktische Anwendungsmöglichkeiten."

    So muss man künftig in den Datenbanken der Geheimdienste nicht mal mehr das Foto selbst ablegen, sondern nur die "Meta-Daten". So werden schnell und effizient die Personen wie auch die Umgebung erkannt. Mit den Positionsdaten (GPS + Mobilfunk) sind das dann weitere Meta-Daten, die die Überwachung der Menschen immer einfacher machen. Neben der Umgebungserkennung hat sich auch die Gesichtserkennung mit wahnsinnigen Schritte weiterentwickelt.

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