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Intelligente Ampelanlagen starten in Wien
Mobilität 2 Min Lesezeit 21 Kommentare

Intelligente Ampelanlagen starten in Wien

Den Verkehr in den Städten zu verbessern ist eine wichtige Aufgabe für die Zukunft der Mobilität. Wien wird zu diesem Zweck bis Ende 2020 Intelligente Ampeln aufbauen. Mit einem von der TU Graz entwickelten neuen Kamerasystem können diese intelligenten Ampeln vorhersagen, wenn Fußgänger die Straße überqueren wollen.

Die Wiener Behörden sind sich bewusst, dass Fußgänger nicht an einer roten Ampel warten, wenn sich kein Auto nährt. Um Unfälle zu vermeiden und den Verkehrsfluss innerhalb der Stadt zu verbessern, nehmen sie daher ein neues Ampelsystem in Betrieb, das von Forschern der Technischen Universität Graz entwickelt wurde.

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Intelligente Ampeln werden 2020 auf den Straßen Wiens stehen. / © TU Graz / Günther Pichler GmbH

Dieses innovative System erkennt die Absicht von Fußgängern, die Straße überqueren zu wollen und wechselt automatisch auf Grün. "Die Grünphase kann bei großen Gruppen von Menschen, die mehr Zeit zum Überqueren benötigen, verlängert werden", erklärt Horst Possegger vom Institut für Computergrafik und Bildverarbeitung der TU Graz.

Das Sichtfeld der Kamera (8 x 5 Meter), die in den intelligenten Ampeln installiert ist, ermöglicht es, die Absichten von Fußgängern in Sekundenschnelle zu erkennen. Dafür kommt auch ein Algorithmus zum Einsatz, der aus globalen Bewegungsmodellen sowie von anderen Ampeln erfassten Daten entwickelt wurde.

Laut Possegger wird für eine erste Intentionsschätzung eine Sekunde benötigt. Nach zwei Sekunden sei die Vorhersage verlässlich. Das System leitet die Anfrage dann weiter, wie wenn der Knopf gedrückt würde. Allerdings: "Mit der derzeitigen Konfiguration meldet unser System den Kreuzungswunsch drei bis vier Sekunden bevor der Druckknopf betätigt wird“.

Sind denkende Ampeln die Zukunft? Gefällt Euch die Idee?

Via: El País Quelle: TU Graz

Top-Kommentare der Community

  • Karsten 🍩😋🥛 vor 1 Woche

    Ich empfehle Ampeln mit Funkblocker im Umkreis von 5 m, die dafür sorgen das Smombies auch mal ihre Umgebung wahr nehmen und auf den Verkehr achten. Eventuell den Rechtsabbiegerpfeil verschwinden lassen.

  • Tenten vor 1 Woche

    Wien ist, was das Ausprobieren neues Konzepte für Innenstädte angeht, eh ein Vorreiter, da ist Deutschland wie immer und in allem noch am Pennen. Ob jetzt diese Ampeln viel bringen, muss sich zeigen. Ein Fehler, auch in diese Richtung zu testen, ist es aber sicher nicht. Lieber mal was versuchen, als immer nur zu lamentieren und die Hände in den Schoß zu legen.

21 Kommentare

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  • A. K.
    • Mod
    vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Ich finde es gut, dass über intelligente Ampel Schaltungen nachgedacht wird. Ich hoffe, es geht auch in die andere Richtung, um den Verkehrsfluss flüssiger zu machen.

    "Die Wiener Behörden sind sich bewusst, dass Fußgänger nicht an einer roten Ampel warten, wenn sich kein Auto nährt."

    In Schweden bspw ist es verboten, bei rot über die Ampel zu laufen aber erst strafbar, wenn dadurch eine Gefahr für andere entsteht. Das sollte selbstverständlich sein.


  • ELEKTROAUTOS WERDEN IMMER BELIEBTER.
    Droht nun der Stromnetz-Kollaps?


  • Besser wäre es allerdings, wenn die Ampeln für den Öffentlichen Verkehr endlich priorisiert werden. Da steht man oft genug einfach nur herum im Bus oder in der Bim


  • Ist immer schwer zu beurteilen in der Theorie.
    Bin also gespannt wie es dann wirklich ist.
    Finde aber so Ansätze immer sehr genial.


  • C. F.
    • Blogger
    vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Im September bin ich wieder in Wien. Mal sehen... 🙄


  • Ich empfehle Ampeln mit Funkblocker im Umkreis von 5 m, die dafür sorgen das Smombies auch mal ihre Umgebung wahr nehmen und auf den Verkehr achten. Eventuell den Rechtsabbiegerpfeil verschwinden lassen.


  • Also intelligente Ampeln wünsche ich mir schon lange. Allerdings nicht für Fußgänger sondern für Autos bzw. beides.

    Wie oft stand ich schon spät Abends alleine an einer großen Kreuzung wo ich sinnlos zusehen musste wie sämtliche Ampeln für den Kreuzverkehr, Abbieger, Fußgänger, Straßenbahn ect. ihre Farbpalette durch schalteten damit der einzige "Gast" also Ich weiter fahren konnte.

    Auch im Berufsverkehr wäre das sinnvoll. Vorallem bei Abbiegerampeln. Die sind ja teilweise so kurz geschaltet das da nur 3,4 Autos drüber rutschen können obwohl die Schlange so lang ist das sie schon eine der 2 geradeaus Spuren blockieren, was natürlich dazu führt das sich beim geradeaus fahre auch ein Stau bildet....

    Da müsste die Ai einfach die Ampel 5 Sek. länger schalten und schon rutscht da locker die doppelte Menge durch. Aber meisten wird ja wenn die Kolonne sich endlich in Bewegung gesetzt hat schon wieder auf rot geschaltet.


    • Snow: Das finde ich ganz schlimm. Auf einer Brückenkreuzung die vor gerade mal 5 Jahren bei uns gebaut wurde steht man sich nachts dumm und dämlich. Da gibt es nichtmal Sensorstreifen sondern sie ist für verschiedene Uhrzeiten (Verkehrsaufkommen) geschaltet. Da steht man manchmal im schlimmsten Fall 5 Minuten komplett allein. Die kann man doch nach 21 oder 22 einfach abschalten. Leider ist das hier kein Einzelfall solcher Verschwendung. Und dann regen sich die Politiker über Co2-Werte auf.


  • Idee ist echt Top! Gerade, wenn man mit Kind an der Ampel wartet und einer einfach bei Rot rüber geht, auch wenn gerade Autos kommen (tolles Vorbild und Rücksicht).

    Wasbich mich aber gleich gefragt habe: was isr, wenn die Fußgänger mit Absicht auf die Fahrbahn gehen. Von einem flüssigen Verkehr kann keine Rede sein.


    • Dann passiert wahrscheinlich gar nichts. Wenn eine oder mehrere Kameras gut sichtbar sind, könnte das aber einen zusätzlichen abschreckenden Effekt haben, die Straße bei Rot zu queren, weil Leute denken könnten, die Kamera könnte das erfassen und an die Polizei weiterleiten, obwohl die Kameras die Straße selber (vermutlich) gar nicht überwachen, und die Polizei auch keine Möglichkeit hätte, gefilmte Personen zu identifizieren.


  • Wien ist, was das Ausprobieren neues Konzepte für Innenstädte angeht, eh ein Vorreiter, da ist Deutschland wie immer und in allem noch am Pennen. Ob jetzt diese Ampeln viel bringen, muss sich zeigen. Ein Fehler, auch in diese Richtung zu testen, ist es aber sicher nicht. Lieber mal was versuchen, als immer nur zu lamentieren und die Hände in den Schoß zu legen.


  • Das müsste dann aber so schnell umschalten, dass Fahrzeuge rechtzeitig anhalten können. Manchmal entscheiden Sekunden, da kann die beste Technik nichts ausrichten.


    • Was für ein Argument.
      Ampeln schalten doch heute schon "plötzlich" auf gelb und dann rot.

      Vorher wird den Fußgängern sicherlich kein Grün gegeben.
      Es ändert sich doch nur, dass die Ampel Passanten erkennt und bei Bedarf rüberlässt und nicht erst nach einer gewissen Dauer.


  • Der ganze Aufwand (Kosten, Entwicklung, Verkehrsbeeinträchtigungen beim Umbau, etc.), um am Ende Fußgängern die Wartezeit um 3-4 Sekunden zu verkürzen?
    Das scheint mir wenig "intelligent".
    Entweder stecken hier noch andere Ziele und Überlegungen dahinter oder die spinnen, die Grazer (würde Obelix sagen).


    • Kosten halten sich in Grenzen, ein normaler Ampeldrücker kostet ca. 250€, die Videodedektion startet so bei 800€ und dabei halten sie in der Regel länger und man braucht weniger davon.
      Außerdem ist die Bildqualität so schlecht, da erkennt man nicht mal Nummernschilder, zumal der Trend Richtung Wärmebild geht.
      Das ganze ist übrigens noch das billigste an einer Ampel.


      • 800€?
        Ja, vielleicht für die reine Hardware.
        Dazu kommen Kosten für Personal und Arbeitsmaterial (Hubbühne, Absperrungen, etc) für die Umrüstung, die vermutlich die Hardwarekosten bei weitem übersteigen.

        ... und nicht zu vergessen, die Kosten für die von der Stadt in Auftrag gegebene 3 jährige Entwicklung an einer Hochschule. So wie ich Projektkosten an deutschen Unis kenne, sind da mit ziemlicher Sicherheit auch in Ösiland 6 Nullen dran.


      • Für die Sicherheit der schwächsten sollte Sicherheit nicht an den Kosten abhängen.


      • Es geht ja in erster Linie darum, die Akzeptanz der Ampeln zu erhöhen. Zwar kann man sagen, eine rote Ampel zu queren, wenn kein Auto kommt, stellt kein besonderes Risiko dar, das trifft aber womöglich nur auf die Ampelsünder selber zu. Beobachten Kinder die Szenerie, werden sie die Ampel möglicherweise auch in weitaus gefährlicheren Situationen bei Rot queren und sich damit in höchstem Maße gefährden.

        Auch bei den Kosten sollte man den Blick nicht zu sehr verengen. Zum Einen steht die Technik jetzt auch als Basis für erweiterte Einsatzzwecke bereit. So wäre auch denkbar, sie in modifizierter Form auch für eine reine Autokreuzungen zu verwenden, und der Einbau von Induktionsschleifen dürfte auch nicht gerade billig sein, oder um selten benutzte Rolltreppen automatisch anlaufen zu lassen, oder für ähnlich gelagerte Anwendungen.
        Die Entwicklungskosten sehe ich sogar doppelt sinnvoll investiert. Die Stadt erhält nicht nur das Ergebnis, sondern sie unterstützt zudem die Arbeit der technischen Universität Graz und die Ausbildung ihrer Studenten.


      • Induktionsschleife kostet pro Schleife ca. 1000€. Könnte mehr zum Thema schreiben hab aber gerade keine Zeit für lange Texte.


      • Klar kommt da Personal dazu, pro Drücker kalkuliere ich aber mit 2 Stunden genauso lange wie für eine Kamera.
        Klar kostet Entwicklung Geld aber ohne Entwicklung wären Ampeln eh überflüssig da es eh nur Fussgänger gäbe.

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