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Hey Instagram-Hipster: Der beste Filter ist die Realität!

Dank Instagram sind naturbelassene Smartphone-Fotos ohne hippe Farbfilter ein Relikt aus einer fernen Zeit, in der man noch lieber andere Menschen fotografiert hat als sich selbst oder sein Essen. Während Instagram neue Popularitätsrekorde feiert, führt ein Forscher den Filterwahnsinn ad absurdum.

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Was sagt man doch gleich über Menschen, die die Welt durch rosarote Filter sehen? Gewiss nicht, dass sie die Realität korrekt einschätzen. Wie sich nun zeigt, lässt sich selbiges auch über jene Smartphone-Fotografen sagen, die ihre Bilder bei Instagram nicht ohne Filter stehen lassen können, in der Hoffnung, den Coolness-Faktor nach oben zu schrauben.

Denn wie sich herausstellt, sind naturbelassene Bilder beliebter und ziehen mehr Likes an. Und was ist dem leidenschaftlichen Instagram-Food-Porn-Artisten noch wichtiger als die kalte, bläuliche Hipster-Blässe ihrer Bilder? Aufmerksamkeit in Form von Likes.

instagram selfies filter hero
Sind wir hip genug, ohne durch den Instagram-Filter-Fleischwolf gedreht zu werden? / © ANDROIDPIT, Instagram

Das sind die ungefilterten Fakten

Nun ja, ungefiltert sind sie nicht, ich schildere sie Euch ja, doch schaut Euch gerne selber die Ergebnisse der Studie "The Science of Instagram" an. Ich persönlich hätte es nicht für möglich gehalten, doch die typischen Instagram-Filter machen nicht die hippsten Bilder. Das ist zumindest der Schluss des Social-Media-Forschers Dan Zarrella nach einer eingehenden Studie von knapp 1,5 Millionen Instagram-Fotos von mehr als einer halben Million Nutzern. Bilder ohne Filter erhalten im Schnitt fast doppelt so viel Zuspruch wie der errechnete Durchschnitt. Lediglich drei der zahlreichen Instagram-Filter schafften es in der Analyse, die Like-Zahl über den Durchschnitt zu heben - aber immer noch nicht auf das Niveau ungefilterter Fotos.

Sollte sich diese Erkenntnis rumsprechen, wäre das die Bankrotterklärung an eine ganze Generation - und ein Unternehmen, das dank Filter eine Milliarde US-Dollar wert wurde.

the science of instagram
Realität ist der beste Filter - sagt Dan Zarrella/ © Dan Zarrella

Und wenn es doch ein Filter sein muss?

Gut, wenn Ihr die naturbelassene Realität partout nicht ertragt, welche gefilterten Kompositionen schaden Eurem Like-Konto dann wenigstens weniger? Laut Zarrella sind es entsättigte Bilder mit kalten aber hellen Farben (die noble Hipster-Blässe, die selbst Atze Schröder zum erotischen Twilight-Vampir werden lässt).

Doch es gibt einen Filter, der substanziell hilft: Er nennt sich Leben mit echten Menschen. Denn Bilder mit Gesichtern in ihnen und vor allem jene, auf denen viel los ist, erhalten immer noch die meisten Likes. Food Porn ist am Ende also doch nicht so pornös, und der verzweifelt coole, einsame Selfie funktioniert nicht ganz so gut wie ein sozial erfülltes Gruppenfoto.

Warten wir ab, ob die 400 Millionen Nutzer, die Instagram dieser Tage feiert, etwas daraus lernt. Vielleicht lebt es sich ungefiltert ja doch am besten. Natürlich sind Filter nicht die einzige Möglichkeit, fotografische Realität zu verzerren oder gar zu konstruieren. Wie leicht über Instagram totale Illusionen entstehen können, hat eine thailändische Fotografin auf beeindruckende Art und Weise dargestellt. Schaut Euch ihre Arbeit an. Ihr werdet umgehend zu Instagram-Zynikern, wenn Ihr es nicht schon seid:

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Top-Kommentare der Community

  • DiDaDo 23.09.2015

    Hat ja nicht lange gedauert bis die unnötigen Kommentare, in denen wir feststellen wer Instagram nicht nutzt aber anscheinend für so wichtig hält, dass man in einen Artikel über eine App klickt, die man nicht nutzt.
    Werde ich nie verstehen sowas. Scheinbar brauchen das manche um sich auch mal toll zu finden.

  • Frank K. 23.09.2015

    Ziemlich unsinniger Artikel, aber wie hätte es bei einem Kommentar von Stephan Serowy auch anders sein können. Hätte man einfach die Ergebnisse der Studie objektiv vorgestellt, wäre es ein brauchbarer Artikel geworden. Aber mit dem ersten Wort, mit dem der Verfasser seinen eigenen Kram dazu dichtet, verschwindet die Qualität des Beitrags schneller als Winterkorn aus dem VW-Vorstand.

    Das fängt ja schon mit der anscheinend völlig selbstverständlichen Annahme an, die Intention eines jeden Bildes auf Instagram sei, möglichst viele Likes zu bekommen. Ich denke, mit weitem Abstand geht es den Leuten erst einmal darum, Momente aus ihrem Leben öffentlich mitzuteilen. Die wenigsten, wenn überhaupt, laden ein Foto vom tollen Nachtisch hoch, um damit Like-König zu werden. Genauso ist es doch mit den Filtern. Sie sind Teil des eigenen Geschmacks, Selbstdarstellung und Vorlieben, wie man sich Bilder vorstellt oder wie man sie anderen Menschen präsentieren will. Dabei geht es doch weniger darum, den Geschmack der anderen zu treffen, sondern den eigenen. Eine weitere, fast schon abfällige, Bemerkung muss natürlich über die Einzel-Selfies gemacht werden. Wer hätte denn jemals gedacht, dass Fotos mit mehreren Personen besser ankommen? Wahrscheinlich jeder. Aber es ist natürlich realitätsfremd zu erwarten, jeder Mensch wäre jeden Tag mit 5 Freunden unterwegs mit denen feuchtfröhlich nonstop Gruppenfotos gemacht werden. Das kann mir auch kein Sorowy glaubhaft machen. Typischerweise sind Einzel-Selfies, mag man davon halten was man will, oft einfach als "Hey, das habe ich heute an / hier bin ich heute!" Mini-Update zu verstehen, ohne dabei gleich eine ganze Like-Lawine auslösen zu wollen.

13 Kommentare

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  • Also ich kann sagen, dass ich lange keine von Instagram gefilterten Bilder sehen musste. Zumindest im gesichtsbuch sehe ich fast nur unbearbeitete Handy Fotos in der time-line. Instagram scheint also ziemlich tot zu sein. :-D


  • Ich nutze Instagram. Beruflich. Was die Studie nicht beachet ist, dass man Filter nicht nur über Instagram setzen kann. Viele Nutzer verwenden Drittapps um individuelle Filter und Collagen zu erstellen. Je professioneller ein Account desto höher auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Bilder nicht mal eben mit dem Handy geschossen und per Instagram ein Filter gesetzt wurde. Dahinter steckt richtige Arbeit. Bilder werden mit der DSLR aufgenommen, am PC bearbeitet, Hashtags vorbereitet und der Veröffentlichungszeitpunkt mindestens eine Woche im Vorraus geplant. Die fertigen Bilder landen dann irgendwann aufm Handy und werden hochgeladen. Instagram denkt dann das gar kein Filter verwendet wurde und der Post landet in einer Studie wie dieser natürlich in der ersten Kategorie.

    @Frank K.
    Auch du musst doch einsehen, dass es sich bei Instagram um ein Tool zur Selbstdarstellung handelt. Auch wenn es einige Nutzer gibt ihr Profil auf "nicht-öffentlich" stellen suchen die meisten Nutzer die Aufmerksamkeit anderer. Was galubst du welches Ziel Hashtags eingentlich verfolgen? Durch diese Begriffe können deine Beiträge von wildfremden Menschen gefunden werden und der Autor erhofft sich dadurch natürlich auch ein like oder einen follower hinzuzugewinnen.


  • Fehlt nur noch:

    Das braucht doch kein Mensch......


  •   54

    Bin ebenfalls kein Instagram-Nutzer.

    Betreffs Fotofilter experimentiere ich nur manchmal nach Lust und Laune, wenn ich gaghalber etwas im Cartoonstil fotografieren will. Der Cartooneffekt ist als Option in der Kamera meines Smartphones vorhanden.
    Mit dem Cartooneffekt fotografierte ich vor ein paar Tagen eine Tomate mit Hut.


  • Ich nutze tatsächlich wenn überhaupt nur die Filter für schwarzweiß. Mag das einfach gern. Ansonsten nutze ich kein instagram, habe aber auch nichts dagegen.


  • Hat ja nicht lange gedauert bis die unnötigen Kommentare, in denen wir feststellen wer Instagram nicht nutzt aber anscheinend für so wichtig hält, dass man in einen Artikel über eine App klickt, die man nicht nutzt.
    Werde ich nie verstehen sowas. Scheinbar brauchen das manche um sich auch mal toll zu finden.


  • Ich verwende auch kein Instagram. Bei mir kommen 99% aller Fotos "roh"über das Smartphone auf den PC und werden dann mit IrfanView und Co. weiter bearbeitet, wenn ich dazu Lust habe.


  •   26

    Ich benutze kein Instagram.


  • Ziemlich unsinniger Artikel, aber wie hätte es bei einem Kommentar von Stephan Serowy auch anders sein können. Hätte man einfach die Ergebnisse der Studie objektiv vorgestellt, wäre es ein brauchbarer Artikel geworden. Aber mit dem ersten Wort, mit dem der Verfasser seinen eigenen Kram dazu dichtet, verschwindet die Qualität des Beitrags schneller als Winterkorn aus dem VW-Vorstand.

    Das fängt ja schon mit der anscheinend völlig selbstverständlichen Annahme an, die Intention eines jeden Bildes auf Instagram sei, möglichst viele Likes zu bekommen. Ich denke, mit weitem Abstand geht es den Leuten erst einmal darum, Momente aus ihrem Leben öffentlich mitzuteilen. Die wenigsten, wenn überhaupt, laden ein Foto vom tollen Nachtisch hoch, um damit Like-König zu werden. Genauso ist es doch mit den Filtern. Sie sind Teil des eigenen Geschmacks, Selbstdarstellung und Vorlieben, wie man sich Bilder vorstellt oder wie man sie anderen Menschen präsentieren will. Dabei geht es doch weniger darum, den Geschmack der anderen zu treffen, sondern den eigenen. Eine weitere, fast schon abfällige, Bemerkung muss natürlich über die Einzel-Selfies gemacht werden. Wer hätte denn jemals gedacht, dass Fotos mit mehreren Personen besser ankommen? Wahrscheinlich jeder. Aber es ist natürlich realitätsfremd zu erwarten, jeder Mensch wäre jeden Tag mit 5 Freunden unterwegs mit denen feuchtfröhlich nonstop Gruppenfotos gemacht werden. Das kann mir auch kein Sorowy glaubhaft machen. Typischerweise sind Einzel-Selfies, mag man davon halten was man will, oft einfach als "Hey, das habe ich heute an / hier bin ich heute!" Mini-Update zu verstehen, ohne dabei gleich eine ganze Like-Lawine auslösen zu wollen.


  •   19

    Wenn es ein Hipe ist macht es jeder, das ist eine ausnahme

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