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3 Min Lesezeit 31 Kommentare

[Update] Neue AGB von Instagram: Viel Lärm um nichts

Ein Aufschrei ging heute Morgen durch die gesamte Internetgemeinde: Instagram beziehungsweise Facebook als Unternehmen hinter dem Foto-Dienst, hat die Nutzungsbedingungen geändert und viele Nutzer fürchten jetzt, dass Ihre Fotos ungefragt verkauft werden. Doch ist das alles wirklich so schlimm?

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Fakt ist: Am 16. Januar 2013 treten die neuen Bedingungen in Kraft, doch was hat sich eigentlich genau geändert? Werden wirklich Eure Fotos verkauft und mit der ganzen Welt geteilt? Womöglich auch Eure privaten Fotos?

Zum zweiten Punkt kann ich ganz klar sagen: Nein! Private Fotos bleiben auch weiterhin privat und können nur von Personen gesehen werden, für die Ihr die Bilder freigegeben hat. Der Text in den Nutzungsbedingungen liest sich an der Stelle wie folgt:

“Inhalte, die nicht öffentlich geteilt sind (“Privat”), werden nicht außerhalb des Instagram-Dienstes verteilt.”

In der Privatsphärenerklärung heißt es ferner:

“Tochtergesellschaften werden Eure Entscheidung über die Sichtbarkeit Eurer Fotos respektieren.”

Heißt im Klartext: Private Fotos bleiben weiterhin privat. Aber wie sieht das mit dem Verkauf von Fotos aus? Instagram äußert sich folgendermaßen dazu:

“Einige oder alle unserer Dienste können von Werbeeinkünften unterstützt werden. Um uns dabei zu helfen, interessante Inhalte oder Aktionen (bezahlt oder gesponsert) zu bieten, erklärst Du Dich damit einverstanden, dass ein Unternehmen oder eine andere Einheit uns dafür bezahlen kann, deinen Benutzernamen, Ähnlichkeit, Fotos (mit den dazugehörigen Metadaten) und/oder dazugehörige Aktionen für bezahlte oder gesponserte Promotions zu verwenden, ohne dass du eine Gegenleistung erhältst.”

Hierbei geht es aber nicht, wie oft falsch interpretiert, um den beliebigen Verkauf Eurer Fotos, sondern vielmehr um die Verwendung Eurer Daten und Bilder für Werbung bei Facebook oder Instagram. Ein im großen Stil angelegter Verkauf Eurer Fotos ist damit nicht gemeint. (via Computerwoche)

Fassen wir noch mal zusammen:

  • Eure privaten Fotos bleiben privat
  • Eure Fotos werden nicht willkürlich verkauft
  • Eure öffentlichen Daten und Bilder können für persönliche Werbung bei Facebook, Instagram oder Tochtergesellschaften verwendet werden

Wenn Ihr mit den neuen AGB nicht einverstanden seid, müsst Ihr Euer Profil bei Instagram löschen. Eine Ablehnung der geänderten Geschäftsbedingungen ist nicht möglich. Wenn Ihr Eure Bilder nicht von Hand sichern wollt, nutzt einen Dienst wie Instaport, um sie vorher zu speichern.

Ich persönlich finde die neuen Änderungen halb so wild und habe sie in ähnlicher Form schon bei vielen anderen Diensten gesehen, die solche Paragraphen beispielsweise dazu nutzen, um ihre Dienste mit anderen Diensten/Benutzerprofilen verknüpfen zu können. Dass viele Instagram-Nutzer dem Service jetzt massenhaft den Rücken zukehren und ihr Profil löschen, halte ich persönlich für übertrieben und reinen Aktionismus.

Update

Kevin Systrom, Mitbegründer von Instagram, hat im Firmenblog einen erläuternden Beitrag veröffentlicht, der die Änderungen im Detail beleuchtet. Auch arbeite Instagram bereits daran, die doch etwas umständlich formulierten AGB zu überarbeiten, damit sie klarer werden, so Systrom.

Hier sind noch mal die wichtigsten Punkte des Blog-Eintrags zusammengefasst:

Werbung auf Instagram:

"Um es deutlich zu sagen: Es ist nicht unsere Absicht, Eure Fotos zu verkaufen. Wir arbeiten bereits an einer verständlicheren Sprache, um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen."

Foto-Rechte:

"Instagram-Benutzer sind im vollen Besitz der Fotorechte und Instagram wird keine Eigentumsansprüche an Euren Fotos erheben. [...]Wir respektieren, dass Eure Fotos Euch gehören. Punkt."

Privatsphäre:

"Nichts hat sich an Eurer Kontrolle darüber geändert, wer Eure Fotos sehen darf und wer nicht. Wenn Ihr ein Foto als privat markiert, teilt es Instagram nur mit den Benutzern, die Ihr für das Foto freigegeben habt."

Also: Alles halb so wild.

(Foto: knipseline/pixelio.de)

Quelle: via Heise

31 Kommentare

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  • Danke für die näheren Infos. Die neuen AGBs waren mal wieder Anlass für aufschreiende Berichterstattung... schön, dass wenigstens ihr auf dem Teppich bleibt!


  •   26

    Ich sehe das genau so wie der Autor.
    Entscheidend ist, dass private Bilder auch privat bleiben.
    Die Aufregung ist Panikmache.

    Und wie soll Jemand einen Dienst wie Instagram betreiben können, wenn er nicht das Recht hat, die Bilder und Daten (unter Wahrung der Privatsphäre-Einstellungen) mit Tochterfirmen oder Partnern zu teilen bzw. (wenn dabei nat. Geld fließt) zu "verkaufen"?

    Genau deshalb gibt es diese Problematik bei allen SN-Diensten. Auch bei www.gayromeo.com gab es einen Aufschrei und Protestgruppen als die ihre AGBs ganz ähnlich geändert haben. Und da geht wirklich um intimeste Nacktfotos und Sex-Daten. :D Ohne das wären neue Dienste und Entwicklungen aber kaum möglich. Z. B. eine neue mobile App.

    Und wenn jemand diesen Anbietern generell nicht vertraut und zutraut, dass private Fotos dauerhaft privat bleiben, dann darf man diese halt nicht nutzen und dort nichts hoch laden.
    Das hat aber nichts mit den AGBs zu tun. Jeder Dienst könnte seine AGBs ja auch jederzeit ignorieren und einfach machen was er will. Wollt ihr dann (hinterher) in den USA klagen? ^^

    Der einzig wirksame Schutz gegen Missbrauch ist, dass der nicht im Interesse der Anbieter liegt, weil es wirklich massenhaft Nutzer kosten würde, wenn z. B. private Picasa-, Instagram- oder Facebook-Fotos plötzlich öffentlich wären.


  • umgerechnet 0.2438356164 cent am Tag verlangt. Keiner denkt danach dass man die Dienste gratis nutzen darf und wie oft man diese nutzt.
    Schließlich müssen ja auch Server und Leute beschäftigt und auch entlohnt werden.

    Nichts für Ungut, Gruß!


  • @Marc Sigrist,

    grundsätzlich hast Du recht, keine Frage!
    aber es ist so dass die meisten die Panik machen, nunmal keine Fotographen sind.Es ist lediglich in unserer Gesellschaft so eine Denkweise manifestiert dass jeder alles was kostenlos ist feiert, und wehe es wird etwas von einem verlangt dafür. Dann ist es gleich ein Skandal.
    Sei es dass FB die Daten weiter gibt, oder Insta die Bilder oder Whatsapp


  • Frank I

    Das Copyright Symbol als solches hat in Deutschland keine Rechtskraft.
    Wird es eingesetzt, dann ergibt sich der Anspruch am "Copyright" nicht aus dem US Amerikanischen Copyright law (welchem das Symbol entstammt) sondern nach der Urheberrechtsvermutung nach §10 UrhG. Praktisch ergibt sich in deinem Fall dein vermuteter Anspruch aber aus dem Namen (einer Privatperson) den du zusätzlich angibst. Jedoch ist nach der Rechtsvermutung eine Kennzeichnung des Objektes als solches nicht nötig da vermutet wird, dass der der es veröffentlich auch der Urheber ist. Das Anbringen einer Kennzeichnung (Namen des Urhebers) ist somit eigentlich nur nötig, wenn der der es veröffentlicht tatsächlich nicht der Urheber ist oder der Rechteinhaber nicht der Urheber ist aber nun eben die Ansprüche eines Urhebers hat.
    Die Vermutung ist rechtskräftig, bis sie durch Beweis widerlegt wird.

    Oder kurz gesagt.. wenn Instagram durch deine Annahme der AGB >rechtswirksam< die Rechte am Bild erhält, dann nutzt dir auch dein Copyright Symbol nichts mehr. Da die Vermutung dann durch die Klausel in den AGB aufgehoben werden könnte.

    Weiter werden AGB NICHT einseitig geschlossen.. Es besteht die Möglichkeit zur Annahme oder zur Ablehnung. Somit besteht eine Zweiseitigkeit.

    Aber ob die AGB rechtskräftig sind oder nicht ist selten so leicht zu klären wie mancher Anwalt es hinstellt. Zumal eine unwirksame Klausel tatsächlich nicht die gesamten AGB entwertet. Nur weil ein Satz unwirksam ist, kann der nächste dennoch verpflichten.


  •   44

    Wie ich schon gesagt habe: Die AGB sind ohnehin unwirksam, und für Instagram höchst riskant, da man für seine eigenen Bilder, die Instagram oder ein Dritter nutzt, das Unternehmen auf Schadenersatz verklagen kann.

    Hier ein Kommentar dazu:

    http://www.neubauerlaw.de/darf-instagram-meine-bilder-wirklich-verkaufen/


  • Solche "irreführenden" Formulierungen in den AGB gab es doch auch schon mehrfach bei Facebook selbst. Und auch damals wurde nach massiven Nutzerprotesten beschwichtigt, dass es doch gar nicht so gemeint war und nur die Formulierungen nicht ganz korrekt. An einen Zufall dieser Parallelen kann nur ein extremer Naivling noch glauben... Das ist doch schon Methode bei Facebook. Was anderes als Nutzerdaten zu verkaufen bleibt ihnen ja auch gar nicht übrig, sonst gibt es ja nichts, mit dem sich Geld verdienen lässt.


  •   30

    Nie gehabt


  • Wie so oft kommt es immer auf die Art der Nutzung von sozialen Netzwerken an, ob man sich gläsern macht oder nicht. Ich bin mir sicher, das auch einige, die sich selbst unnötiger App-Rechte bewusst sind, trotzdem eine Payback-Karte haben und nutzen ;)

    Nunja... wer sich im neuen Jahr erstmals mit Instagram spielen wird, wird es nicht mal mitbekommen, den die AGBs liest ja in der Regel auch niemand. Als wird sich dort auch nix verändern. Fake-Accounts spriesen weiter wie Sand aus dem mehr. Unterm Strich ist es am besten auf kreative Weise damit um zugehen statt den Kopf in den Sand zu stecken, außer es wird mal langweilig. Dann aber auch nicht vergessen vor dem löschen des Accounts auch alle Bilder einzeln zu löschen ;)


  • Solche Programme werden immer schön gehypt und die Hälfte der Menschheit bringt ihren Blutdruck nach oben weil man sich über die eingeforderten Berechtigungen von sowas aufregt...

    1. Einfach nicht installieren, 2. nicht jeden hippen Scheißdreck mitmachen und sich nicht aufregen, 3. Wenn doch installiert und man möchte dann doch nicht so gläsern sein, was einem als normal denkenden Mensch bei sowas klar sein müsste, dann deinstallieren.

    Manche Leute verstehen das dann wiederum nicht - die haben dann vielleicht den vielen Platz in der Birne, den sie für die ganzen Chips auch brauchen...


  • Die Leute sollten sich angewöhnen ihre Bilder mit halbtransparenten Wasserzeichen online zu versehen, dann hat sich das ganze Thema erledigt!


  • @Ivan: bevor du dich hier aufplusterst solltest du dich in diejenigen versetzen, die mit Bildern Geld verdienen. Ich gehe auch nicht in einen Laden und nehme etwas umsonst mit, nur weil es mir dort gezeigt wurde.

    Manchmal wäre es wirklich gut erstmal nachzudenken bevor man so auf den Putz haut.....


  • Was pissen sich alle immer wieder auf....
    Wenn ich nicht will dass mein Nachbar meine Unterhosen auf der Wäscheleine sieht, hänge ich sie im Keller auf.
    Genauso ist es bei den Bildern bei Fb, insta, oder sonstwo. Wenn ihr nicht wollt dass jemand die Bilder sieht oder dass sie irgendjemand sieht, dann postet sie auch nicht... Das ist lächerlich wie alle so wichtig tun.... Am besten geht ihr garnicht auf die Straße, da sind auch überall cams...
    Was habt ihr von der globalen Vernetzung denn erwartet?!
    Unsere Kinder werden nur müde lachen wenn sie solche Sachen lesen, in 10-20-30 Jahren laufen wir eh alle mit Mikrochips in der Birne und alle wissen wo wir zu welchem Zeitpunkt sind....


  • Für mich bisher eine nette Spielerei. Ob mit oder ohne Effekte es war eine lustige Plattform um eigene Bildversuche zu promoten. Ernsthaft fotografieren ist was anderes. Aber es hatte durch aus seinen Reiz und es gibt tausende richtig guter Bilder (den Quatsch wie Essen, eigenes Leben, das Leben anderer, Bikinis...) schließe ich schon mal aus).

    Markiere ich Bilder als privat kann ich mir die Tags sparen um sie bekannt zu machen. Denn genau das schließt sich dann gegenseitig aus. Und wer stellt sicher das Uploads vor dem 16.01.2013 nicht doch aus Versehen mit verwendet werden?

    Irgendwie muss die 1 Mrd ja wieder reinkommen, aber dieser Gummiparagraph geht mir zu weit. Entweder ich finde was Gutes um ästhetische Wasserzeichen einzufügen oder das wars mit dem Spass.

    Die sollen sich lieber mal um den Spam kümmern der in Instagram wie eine Seuche grassiert. Noch ein Grund es sein zu lassen.


  • Überraschend sachlicher Beitrag! Findet man bei diesen Themen eher selten.


  • als instagram damals von facebook übernommen wurde, habe ich es schon gelöscht. also nicht, dass es mir je gefehlt hätte oder ich einen Mehrwert darin gesehen hätte...


  •   44

    Rechtlich gesehen sind diese AGB ohnehin völlig unhaltbar, viel zu unbestimmt und schwammig, dazu im weiten Teilen absolut unzumutbar.


  • Es existiert leider ein riesiger Unterschied zwischen:

    "Ein im großen Stil angelegter Verkauf Eurer Fotos ist damit nicht gemeint."

    und

    "Ein im großen Stil angelegter Verkauf Eurer Fotos ist damit nicht möglich."

    Und leider ist genau dies der Fall. Solch ein "im großen Stil angelegter Verkauf" IST möglich.
    Und sobald sich damit Geld verdienen lässt wird es auch genau so passieren.


  • 1. Copyright gibt es bei uns nicht / also bringt ein Copyright-Zeichen schon mal gar nichts.
    2. Wenn ich Fotos mit einem solchen Programm verunstalte und dann öffentlich im Internet poste bin ich selbst schuld - kein Mitleid mit Betroffenen


  • kommt zu streamzoo :-) !!

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