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Ihr solltet sofort WhatsApp aktualisieren

Ihr solltet sofort WhatsApp aktualisieren

Eine Sicherheitslücke in WhatsApp hat dazu geführt, dass die äußerst beliebte Messaging-App zum Einfallstor für Spyware wurde. Die Malware Pegasus kann über einen WhatsApp-Sprachanruf auf ein Android- oder iOS-Gerät geladen werden und dann Informationen von dem Gerät sammeln.

Sowohl WhatsApp als auch die israelische NSO Group, die die Spyware entwickelt hat, haben die Schwachstelle bestätigt: Pegasus kann ein Smartphone über einen einfachen WhatsApp-Aufruf infizieren, selbst wenn der Benutzer nicht antwortet. Die Spyware löscht dabei sogar ihren eigenen Anruf aus dem Protokollen und kann anschießend auf Kamera und Mikrofon des Gerätes zugreifen, zusätzlich zur Erfassung von Kommunikations- und Standortdaten.

Pegasus wird kommerziell an westliche und nahöstliche Regierungsbehörden verkauft, angeblich zur Terrorismus- und Verbrechensbekämpfung. In diesem Fall gibt es Hinweise darauf, dass die Täter der neuesten Cyberangriffe über WhatsApp eine Nation des Nahen Ostens sein könnten, die versucht, Kritiker an ihren Menschenrechtsverletzungen zum Schweigen zu bringen.

Am 12. Mai sollte Pegasus das Telefon eines in Großbritannien ansässigen Menschenrechtsanwalts kompromittieren, der zusammen mit einer Gruppe mexikanischer Journalisten und Regierungskritiker sowie mit einem in Kanada lebenden, saudischen Dissidenten NSO verklagen wollte. Menschenrechtsaktivisten aus dem Nahen Osten wurden in der Vergangenheit mit Pegasus ins Visier genommen.

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Die Popularität von WhatsApp macht die Schwachstelle noch beunruhigender. / © AndroidPIT

WhatsApp alarmierte das US-Justizministerium und Menschenrechtsgruppen über die Bedrohung und behauptete, dass die Operation "alle Merkmale eines privaten Unternehmens hatte, von dem bekannt ist, dass es mit Regierungen zusammenarbeitet, um Spyware zu liefern, die angeblich die Funktionen von Mobiltelefon-Betriebssystemen übernimmt". Die NSO leugnet jedoch jede Beteiligung an den Angriffen: "Die NSO darf unter keinen Umständen an der Bedienung oder Identifizierung von Zielen ihrer Technologie beteiligt sein".

Der Fehler ist nach dem Update behoben

Obwohl WhatsApp diese Sicherheitslücke zum Zeitpunkt des Schreibens gepatcht hat, forderte das Unternehmen die Benutzer vorsorglich auf, zu überprüfen, ob sie die neueste Version der App auf ihren Geräten ausführen. Begebt Euch einfach auf die Play-Store-Seite von WhatsApp und tippt auf den Aktualisieren-Button. Sollte Euch das Update nicht angezeigt werden, könnt Ihr WhatsApp auch direkt von der Webseite herunterladen. Bei Android ist WhatsApp ab Version 2.19.134 und bei iOS ab Version 2.19.51 sicher.

WhatsApp riet den Benutzern auch, ihr mobiles Betriebssystem auf den neusten Stand zu bringen, um einen angemessenen Schutz vor potenziellen Angriffen zu gewährleisten. Nur so lässt sich der Zugriff durch Dritte auf Euer Gerät und die darauf gespeicherten Informationen verhindern.

Obwohl die NSO behauptet, dass sie immer glaubwürdige Vorwürfe des Missbrauchs untersuche und sich mit dem WhatsApp-Angriff beschäftige, müssen wir weiterhin mit ähnlichen Überwachungs-Attacken auf die 1,5 Milliarden Nutzer umfassende Nutzerbasis von WhatsApps rechnen; zumal Profi-Spyware ohne wirksame Regulierung frei verkauft werden kann.

Was tut Ihr, um WhatsApp mit gutem Gewissen zu nutzen? Oder weicht Ihr schon auf eine Alternative aus

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