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2016 werden Phones endlich smarter

Qualcomm hat gestern die Hüllen zum Snapdragon 820 fallen lassen und jetzt wissen wir alles über den neuen Chip. Warum auch die technisch wenig Interessierten unter Euch jetzt aufpassen sollten, verraten wir Euch in diesem Artikel.

64 ROM interner Speicher ist bei einem Smpartphone für mich...?

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Smartphone-Hersteller, die was auf sich halten, kaufen einmal im Jahr bei Qualcomm den teuersten Prozessor und verkaufen ihr Flaggschiff-Gerät mit dem Chip. Dieser ist dank Top-Leistung und verringerter Energieaufnahme von Jahr zu Jahr so viel besser, dass man auf Anhieb einen Aha-Effekt erlebt.

2015 war das anders. Qualcomms Spitzenmodell Snapdragon 810 lief im LG G Flex 2, Sony Xperia Z3+ und zuletzt im Google Nexus 6P zu heiß. Das hatte zur Folge, dass auch in alltäglichen Situationen das Smartphone langsam wurde oder Apps abstürzten. In jedem Fall hat es solche Smartphones daran gehindert, zum Tempo des Galaxy S6 aufzuschließen, in dem ein Samsung-Prozessor verbaut wurde.

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Muss das Galaxy S6 bald die Leistungskrone hergeben? / © ANDROIDPIT

Doch das soll sich nun ändern. Passend dazu hatten wir Euch vor der Enthüllung des Snapdragon 820 gefragt, was Ihr Euch vom neuen Chip erhofft. Tatsächlich wollen die meisten der Teilnehmer den 820er-Chip in ihrem nächsten Smartphone sehen. Und wir erklären auch Euch jetzt, was Ihr Euch vom neuen Chip erhoffen dürft.

In welchen Smartphones wird dieser Chip denn stecken?

Die Kandidaten für das neue Qualcomm-Powerhouse sind die üblichen Verdächtigen:

Was macht den Snapdragon für mich interessant?

Mit ihm macht Ihr bessere Fotos

Qualcomm will den Snapdragon 820 zum überragenden Foto-Chip machen. Besonders in schummerigem Licht soll der optimierte Signalprozessor Marke Hexagon 680 seine Stärken ausspielen. Er soll Eure Bewegungen erkennen und kompensieren, die ansonsten für verrauschte oder unscharfe Bilder sorgen würden.

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Mit dem neuen Signalprozessor werden Fotos noch besser. / © ANDROIDPIT

Mit ihm werden die Smartphones schlanker

Dank optimierter Fertigungstechnik können die neuen Prozessoren kleiner und schlanker hergestellt werden. Außerdem verbrauchen sie bei gleicher Leistung weniger Strom und werden entsprechend weniger warm (denn Strom erzeugt immer Abwärme durch Verluste).

Das hat aus zwei Gründen zur Folge, dass neue Smartphones schlanker werden: Zum einen können Sony, HTC und Co. kleinere Kühlkörper verwenden. Zum anderen brauchen sie für einen Tag Akkulaufzeit nicht mehr so dicke Akkus zu verbauen und können so Raum sparen.

Handys lernen selbst, Katzen von Hunden zu unterscheiden

Klingt komisch, ist aber fantastisch! Was Qualcomm uns schon im März 2015 vorgeführt hatte, wird im nächsten Jahr normal sein. In Googles Fotos-App steckt das Feature schon in ähnlicher Form: Die Bilderkennungs-Algorithmen erkennen Hunde, Katzen, Berge, Menschen, Blumen, und sortieren sie entsprechend in Eurer Fotogalerie.

Neue Smartphones können Waldi und Muschi ohne Google unterscheiden.

Das besondere an Qualcomms Technologie ist, dass sie offline dazulernt. Das Smartphone lernt durch den leistungsfähigen Chip und weiterentwickelte Software und mit Euch als Trainer, Dinge voneinander zu unterscheiden. Google bietet eine vergleichbare Mustererkennung, greift für Updates aber auf internetbasierte Methoden zurück (wenngleich diese "privat und nur für unsere Augen bestimmt" seien).

Die neuen Smartphones können Waldi und Muschi aber offline selbst unterscheiden, während die alten erstmal googlen. Die neuen Foto-Apps von Drittanbietern müssen das natürlich nutzen. Interessant wird es dann, wenn lokale und Cloud-Erkennung ineinander greifen. Das könnte einen deutlichen Sprung nach vorne bei der mobilen Bilderkennung nach sich ziehen - und nicht nur für Augmented-Reality-Apps eine Bedeutung haben.

Und was hat das mit Vielfalt zu tun?

Im Jahr 2015 hatten wir auf dem Smartphone-Markt ein Problem. Samsungs Galaxy S6 war nachweislich das schnellste Smartphone am Markt und blieb in dieser Disziplin bis heute weitgehend ungeschlagen. Okay, in manchen Gaming-Benchmarks konnten manche Qualcomm-betriebenen Smartphones besser abschneiden. Dabei war Samsungs Exynos-Prozessor nichts Besonderes; er war einfach nur schnell und effizient.

Wenn nächstes Jahr der Qualcomm 820 in Form der oben genannten Smartphones die Ladenregale stürmt, freuen wir uns also auf eine Vielfalt konkurrenzfähiger und innovativer Geräte. Die Zeit der Samsung-Alleinherrschaft ist dann hoffentlich wieder vorbei.

Top-Kommentare der Community

  • Freakout 11.11.2015

    Kurze Zusammenfassung:
    Bla bla bla marketinggewäsch bla bla incredible bla bla awesome bla bla amazing
    Snapdragon top Exynos flop
    Bla bla blub

  • Stefan Soroway 12.11.2015

    Die Frage ist doch: Wird AndroidPit 2016 auch smarter?

  • werisdat 12.11.2015

    !!! ACHTUNG KOPIE !!!

    Motzköppe bitte zum nächsten Artikel scrollen!

    Ist aus gegebenem Anlass vielleicht ausnahmsweise mal erlaubt......Oh mein Gott, wie werde ich enden, jetzt hole ich meine eigenen Kommentare neu hoch....ist wohl ansteckend!

    Qualcomm hat weitere Angaben zu seinem kommenden System-on-a-Chip Snapdragon 820 gemacht. Insbesondere wird das für Smartphones und Tablets der Oberklasse bestimmte SoC ein neues LTE-Modem enthalten, das zu Category 12 dieses Standards mit maximal 600 MBit/s im Download und 150 MBit/s im Upload kompatibel ist.

    Die Funkmodems gelten von jeher als wichtiges Argument für die Snapdragon-Reihe. Die aktuellen Spitzenmodelle Snapdragon 808 und 810 finden sich beispielsweise in Googles gerade vorgestellten Smartphones Nexus 5X und 6P. Sie enthalten das aktuelle Category-10-Modem von Qualcomm, mit 450 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload. In AppleiPhone 6S und Samsung Galaxy S6 hingegen stecken noch Category-6-LTE-Modems mit maximal 300 MBit/s Download und 50 MBit/s Upload.

    Das bedeutet aber nicht, dass Smartphones mit dem neuen Modem in jedem Fall schneller sein werden. Qualcomm realisiert diese höheren Geschwindigkeiten vor allem durch zwei Techniken: 3x Carrier Aggregation und ein verbessertes Modulationsverfahren. Für letzteres ist nicht nur ein zusätzlicher Transceiver-Chip nötig, es muss auch von der aktuell genutzten Basisstation unterstützt werden. 3x Carrier Aggregation bedeutet, dass sich drei 20-MHz-Verbindungen zu einer schnelleren bündeln lassen.

    Der Snapdragon 820 wird darüber hinaus 4X4 MIMO unterstützen, also vier Datenströme über vier Antennen, und über einen separaten Wi-Fi-Chip auch 802.11ac Multi-User MIMO – als voraussichtlich erstes SoC überhaupt. Dafür wird ein Wave-2-kompatibler Access Point benötigt.

    Eine Premiere ist auch, dass Qualcomm LTE über nicht lizenziertes Spektrum unterstützt. Dieses Verfahren LTE-U wird allerdings kontrovers diskutiert: Kritiker fürchten Störungen in WLAN-Netzen, die ebenfalls im Spektrum um 5 GHz funken. US-Provider Verizon will LTE-U dennoch nächstes Jahr einführen.

    Schließlich wird der Snapdragon 820 noch einen Zusatzchip für IEEE 802.11ad alias WiGig enthalten. Es ermöglicht im 60-GHz-Band extrem schnelle Verbindungen, allerdings nur auf kurze Entfernungen. Ein möglicher Anwendungsbereich könnte der Datenaustausch mit einer Dockingstation oder einem Monitor sein.

    Über die CPU-Einheit „Kryo“ des Snapdragon 820 hatte Qualcomm vor einem Monat detailliert informiert. „Kryo wird im neuesten 14-Nanometer-FinFET-Verfahren gefertigt und ist für Taktraten von bis zu 2,2 GHz konzipiert“, teilt der Hersteller mit. Der Snapdragon 820 biete eine jeweils doppelt so hohe Leistung und Energieeffizienz wie das Vorgängermodell Snapdragon 810. Als 14-Nanometer-Chipfertigungspartner kommen derzeit hauptsächlich Samsung und Globalfoundries in Frage.

    Wenig ist bisher hingegen über dieGrafikeinheit Adreno 530 bekannt. Qualcomm lässt nur wissen, dass sie 40 Prozent schneller als der Vorgänger Adreno 430 im Snapdragon 810 sein wird. Mehr weiß man über den digitalen Signalprozessor (DSP) Hexagon 680, der dank Hexagon Vector Extensions (HVX) für Bild- und Videoverarbeitung, Computervision, Augmented Reality und VR-Brillen geeignet sein wird.

    Ergänzend zu den aktualisierten Hardware-Komponenten führt Qualcomm mit dem Snapdragon 820 auch eine Technik namens Symphony System Manager ein. Sie soll für eine optimale Verteilung unterschiedlicher Arbeitslasten auf CPU, GPU und DSP sorgen, sodass stets die leistungsfähigste und zugleich energieeffizienteste Kombination die Arbeit erledigt. Erste Geräte auf Basis des Snapdragon 820 werden für 2016 erwartet.
    Im High-End-SoC-Bereich fehlt es allerdings nicht an Alternativen. So soll Mediateks X20 mit zehn CPU-Kernen (zwei Cortex-A72 sowie zwei Cluster mit je vier Cortex-A53) noch vor Jahresende erscheinen. Der in 16 Nanometer gefertigte Achtkern-Chip Kirin 930 von HiSilicon ist sogar schon verfügbar, während die Arbeiten an den Nachfolgern Kirin 940 und 950 laufen. Gerüchten zufolge arbeitet auch Samsung an einemangepassten CPU-Code namens Mongoosefür das nächste Exynos-Spitzenmodell. Quellen von Reuters berichten hingegen, dass Samsung mit dem nächsten Galaxy-Spitzenmodell zur Snapdragon-Reihe zurückkehren könnte.

    Quelle: John Morris

  • Kevin Förster 11.11.2015

    Zu dem Abschnitt wo es darum geht, das sie die Akkus kleiner machen können, weil die CPU weniger verbraucht, halte ich nicht für sehr sinnig. Ist ja super das er weniger "frisst" jedoch kann man den Akku ja dann auch so lassen oder halt trotzdem größer, somit halten die Smartphones dann mal ein wenig länger :) das ist meine Meinung :)

  • Lars. 12.11.2015

    "Zum anderen brauchen sie für einen Tag Akkulaufzeit nicht mehr so dicke Akkus zu verbauen und können so Raum sparen."

    Wirklich? Die Handys sind dünn genug, die Akkulaufzeit hingegen ist aber nie lang genug.

44 Kommentare

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  • ich besitze ein lg g4 (snapdragon 808). muss ich mir jetzt sorgen machen das mein smartphone/prozessor veraltet ist? :/

    • Mein zwei Jahre altes G2 mit dem snapdragon 800 ist noch relativ top und kann mithalten. Dein G4 ist gerade paar Monate auf dem Markt.. Da brauchst du dir locker 2 Jahre keine sorgen machen ;)

      • Ich finds eig schade das alle paar monate wieder neuensachen kommen... egal ob prozessor oder handy... man weiss nie ob man noch warten soll oder schon das neue ^^

    • Nee, musst Dir keine Sorgen machen. Der Prozessor, jeder Prozessor, ist bereits veraltet, wenn er auf den Markt kommt.

  •   25

    Ich wette Qualcomm musste die Chips von Samsung produzieren lassen damit auch Samsung den Sd 820 nutzt. Deal or no deal

  • Die Frage ist doch: Wird AndroidPit 2016 auch smarter?

  • So lange wie die Dinger die Größe eines Fernsehers haben ist mir der Chip völlig egal, ich will eins haben was in meine Hosentasche passt und nicht was ich im Schlafzimmer als Zweitfernseher benutzen kann.

  • Ich stelle und baue ja schon seit Jahren meine Deskop PC selber zusammen,vor Jahren war das ja so mit AMD und den Intel CPU´s und den AMD (ATI) und Nvidia Grafikkarten immert schneller und schnellen und heißer.Jetzt hat sich das beruhigt man zockt heute noch mit einer 3 Jahren alten CPU und Graka normal. So wird das wohl bei den Handy Chip wohl auch laufen irgendwann gibs nicht mehr viel zu verbessern.

  • Was der Snapdragon 820 für Vorschusslorbeeren einfährt, ist einfach unglaublich. Bis jetzt gibt es nicht einmal ein Referenzdesign, also haltet mal die Bälle flach! Es ist nur ein Prozessor von Qualcomm, und es gibt auch noch andere Firmen, die Prozessoren bauen können. MediaTek hatte 2015 auf jeden Fall die besseren Produkte, und wenn die Kirin Prozessor Linie von Hisilicon erst mal auch für andere Hersteller als Huawei zur Verfügung steht... Das kann nur gut sein, Konkurrenz belebt das Geschäft und macht die Produkte besser!

  •   58

    Zitat: "Qualcomm will den Snapdragon 820 zum überragenden Foto-Chip machen. Besonders in schummerigem Licht soll der optimierte Signalprozessor Marke Hexagon 680 seine Stärken ausspielen. Er soll Eure Bewegungen erkennen und kompensieren, die ansonsten für verrauschte oder unscharfe Bilder sorgen würden."

    Aber klar doch!

    Bildrauschen entsteht NICHT durch Bewegungen, sondern durch Überstrahlungen auf den CMOS-Chips des Kamerasensors. Vereinfacht ausgedrückt: Bei zu enger Packung an einzelnen, billigen Sensoren entstehen, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen, Interferenzen, die sich durch partielle Ausfälle und Abweichungen in der Belichtung darstellen. Einzelne Pixel werden dann durch Fehlfarben in der Vergrößerung besser erkennbar. Allerdings grenzt dieser starre Blick auf das böse "Rauschen" angesichts der zum Teil irrwitzigen Auflösung heutiger Kamera-Fotosensoren ein wenig an Fetischismus. Bei einer 13 MP-Kamera muss man das Bild schon auf A1 hoch vergrößern, um auch im Print das Rauschen erkennen zu können, weil dieses ansonsten in der viel geringeren Auflösung der professionellen (!) Fotoprinter durch Interpolation verschwindet.

    Unscharfen Bildern durch Bewegung wird man auch durch schnellere Verschlusszeiten und optische Stabilisatoren Herr. Qualcomm (und AP als Weiterträger der Werbebotschaft) wollen uns hier erzählen, ihr neuer, von der Optik des Smartphones technisch vollkommen getrennter Superchip könne per Software Dinge, die die Foto-Hardware nicht von sich alleine aus auf die Reihe bekommt. Das grenzt in meinen Augen fast an solche Spielchen, wie ehedem Scanner mit hoch interpolierten Auflösungen beworben wurden, die mit den wesentlich geringeren physikalischen Auflösungen der Hardware rein gar nichts mehr zu tun hatten, oder den CSI-Miami "Bildoptimierungen", bei denen Software aus verwaschenen Überwachungskamera-Bildern Nummernschilder von in 30 Meter Entfernung im halbdunklen Hintergrund vorbei fahrenden Autos erkennen kann...

    Einfach gesagt: Informationen, die nicht vorhanden sind (z.B. was sich wirklich an den Stellen verrauschter Pixel oder von Unschärfen befindet), kann auch die allerbeste Software nicht mehr hervorzaubern.

  • Leider sind einige wirklich coole Features im Artikel vergessen worden.
    1. Der neue QC SD 820 lässt euch reicher aussehen. Steckt ihr ein Smartphone mit diesem Prozessor in die Arschtasche, wo eure Geldbörse ist, sieht es aus, als ob ihr mehr Geld mit euch führt.
    2. Smartphone mit der neuen CPU machen einen größeren Penis. Wenn ihr euer Smartphone vorne rechts oder links in die Tasche steckt, wirkt euer Gemächt um ein vielfaches größer
    3. Verbesserte Algorithmen im neuen SD 820 sorgen dafür, dass ihr noch schneller auf eurem Smartphone tippen könnt. Außerdem verschlüsselt Whatsapp nun mit einem Bit mehr.
    4. Eine veränderte Architektur führt letztlich auch dazu, dass wenn ihr eure Frontkamera als Spiegel benutzt, Pickel und Hautunreinheiten nicht angezeigt werden.

    Bis auf die fehlenden Facts war es wieder mal ein super Artikel.

  • "Neue Smartphones können Waldi und Muschi ohne Google unterscheiden."

    sehr schön, nur was nützt mir das?

    In meiner Fotogalerie gibt es keine "Muschi"fotos :-D

  • "Zum anderen brauchen sie für einen Tag Akkulaufzeit nicht mehr so dicke Akkus zu verbauen und können so Raum sparen."

    Wirklich? Die Handys sind dünn genug, die Akkulaufzeit hingegen ist aber nie lang genug.

  • !!! ACHTUNG KOPIE !!!

    Motzköppe bitte zum nächsten Artikel scrollen!

    Ist aus gegebenem Anlass vielleicht ausnahmsweise mal erlaubt......Oh mein Gott, wie werde ich enden, jetzt hole ich meine eigenen Kommentare neu hoch....ist wohl ansteckend!

    Qualcomm hat weitere Angaben zu seinem kommenden System-on-a-Chip Snapdragon 820 gemacht. Insbesondere wird das für Smartphones und Tablets der Oberklasse bestimmte SoC ein neues LTE-Modem enthalten, das zu Category 12 dieses Standards mit maximal 600 MBit/s im Download und 150 MBit/s im Upload kompatibel ist.

    Die Funkmodems gelten von jeher als wichtiges Argument für die Snapdragon-Reihe. Die aktuellen Spitzenmodelle Snapdragon 808 und 810 finden sich beispielsweise in Googles gerade vorgestellten Smartphones Nexus 5X und 6P. Sie enthalten das aktuelle Category-10-Modem von Qualcomm, mit 450 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload. In AppleiPhone 6S und Samsung Galaxy S6 hingegen stecken noch Category-6-LTE-Modems mit maximal 300 MBit/s Download und 50 MBit/s Upload.

    Das bedeutet aber nicht, dass Smartphones mit dem neuen Modem in jedem Fall schneller sein werden. Qualcomm realisiert diese höheren Geschwindigkeiten vor allem durch zwei Techniken: 3x Carrier Aggregation und ein verbessertes Modulationsverfahren. Für letzteres ist nicht nur ein zusätzlicher Transceiver-Chip nötig, es muss auch von der aktuell genutzten Basisstation unterstützt werden. 3x Carrier Aggregation bedeutet, dass sich drei 20-MHz-Verbindungen zu einer schnelleren bündeln lassen.

    Der Snapdragon 820 wird darüber hinaus 4X4 MIMO unterstützen, also vier Datenströme über vier Antennen, und über einen separaten Wi-Fi-Chip auch 802.11ac Multi-User MIMO – als voraussichtlich erstes SoC überhaupt. Dafür wird ein Wave-2-kompatibler Access Point benötigt.

    Eine Premiere ist auch, dass Qualcomm LTE über nicht lizenziertes Spektrum unterstützt. Dieses Verfahren LTE-U wird allerdings kontrovers diskutiert: Kritiker fürchten Störungen in WLAN-Netzen, die ebenfalls im Spektrum um 5 GHz funken. US-Provider Verizon will LTE-U dennoch nächstes Jahr einführen.

    Schließlich wird der Snapdragon 820 noch einen Zusatzchip für IEEE 802.11ad alias WiGig enthalten. Es ermöglicht im 60-GHz-Band extrem schnelle Verbindungen, allerdings nur auf kurze Entfernungen. Ein möglicher Anwendungsbereich könnte der Datenaustausch mit einer Dockingstation oder einem Monitor sein.

    Über die CPU-Einheit „Kryo“ des Snapdragon 820 hatte Qualcomm vor einem Monat detailliert informiert. „Kryo wird im neuesten 14-Nanometer-FinFET-Verfahren gefertigt und ist für Taktraten von bis zu 2,2 GHz konzipiert“, teilt der Hersteller mit. Der Snapdragon 820 biete eine jeweils doppelt so hohe Leistung und Energieeffizienz wie das Vorgängermodell Snapdragon 810. Als 14-Nanometer-Chipfertigungspartner kommen derzeit hauptsächlich Samsung und Globalfoundries in Frage.

    Wenig ist bisher hingegen über dieGrafikeinheit Adreno 530 bekannt. Qualcomm lässt nur wissen, dass sie 40 Prozent schneller als der Vorgänger Adreno 430 im Snapdragon 810 sein wird. Mehr weiß man über den digitalen Signalprozessor (DSP) Hexagon 680, der dank Hexagon Vector Extensions (HVX) für Bild- und Videoverarbeitung, Computervision, Augmented Reality und VR-Brillen geeignet sein wird.

    Ergänzend zu den aktualisierten Hardware-Komponenten führt Qualcomm mit dem Snapdragon 820 auch eine Technik namens Symphony System Manager ein. Sie soll für eine optimale Verteilung unterschiedlicher Arbeitslasten auf CPU, GPU und DSP sorgen, sodass stets die leistungsfähigste und zugleich energieeffizienteste Kombination die Arbeit erledigt. Erste Geräte auf Basis des Snapdragon 820 werden für 2016 erwartet.
    Im High-End-SoC-Bereich fehlt es allerdings nicht an Alternativen. So soll Mediateks X20 mit zehn CPU-Kernen (zwei Cortex-A72 sowie zwei Cluster mit je vier Cortex-A53) noch vor Jahresende erscheinen. Der in 16 Nanometer gefertigte Achtkern-Chip Kirin 930 von HiSilicon ist sogar schon verfügbar, während die Arbeiten an den Nachfolgern Kirin 940 und 950 laufen. Gerüchten zufolge arbeitet auch Samsung an einemangepassten CPU-Code namens Mongoosefür das nächste Exynos-Spitzenmodell. Quellen von Reuters berichten hingegen, dass Samsung mit dem nächsten Galaxy-Spitzenmodell zur Snapdragon-Reihe zurückkehren könnte.

    Quelle: John Morris

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