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2 Min Lesezeit 21 Kommentare

Huawei: Verkaufsverbot in Deutschland in letzter Minute abgewendet

Die Finanzchefin hinter Gittern, Spionagevorwürfe, das US-Fiasko - für Huawei gibt es grade ziemlich viele schlechte Nachrichten. Ein Verkaufsverbot für die eigenen Smartphones in Deutschland wäre ein weiterer Schlag ins Kontor gewesen. In letzter Minute konnte Huawei das Blatt jedoch noch wenden.

Huawei lag im Streit mit einer Gruppe von Unternehmen, darunter das Fraunhofer Institut, Mitsubishi und Panasonic. Vor dem Landgericht Düsseldorf hatte das chinesische Unternehmen verloren und wurde zu einem Verkaufsstopp von Smartphones, Tablets und Notebooks verurteilt. Um eben diesen zu vermeiden, hat Huawei nun eine Lizenzvereinbarung mit der Gegenseite unterzeichnet. Eine weitere Eskalation konnte so noch knapp vermieden werden, wie Anwälte zu Protokoll geben.

Es ist nicht klar, welche Modelle von dem Verkaufsverbot genau betroffen gewesen wären. In dem Bericht des Handelsblattes heißt es aber, es seien "einige der Spitzenmodelle" des chinesischen Herstellers im Fokus gewesen. Hätte Huawei keinen Ausweg aus dem Dilemma gefunden, hätte es demnach gut sein können, dass das Mate 20 Pro oder die verschiedenen Modelle des beliebten Huawei P20 nicht mehr in Deutschland hätten verkauft werden dürfen.

Es geht um die Video-Technologie von Huawei

Der Streit dreht sich um eine Technologie, die bei Videos zum Einsatz kommt. Die Fraunhofer-Entwickler hatten zusammen mit anderen Forschern eine Technologie entwickelt, mit der Videos bei hoher Qualität weniger Speicherplatz benötigen. Der Standard heißt H.246/AVC und wird auf vielen Geräten eingesetzt. Das US-Unternehmen MPEG Licensing Administration (MPEG LA) verwaltet die Lizenz. Neben Huawei hatte die Organisation auch ZTE, einen weiteren Hersteller aus China, vor dem Landgericht in Düsseldorf angeklagt - und Recht bekommen.

Huawei hatte, genau wie ZTE, zunächst Berufung angekündigt. Mit der nun getroffenen Vereinbarung hat Huawei einen langen und kostspieligen Rechtsstreit mit offenem Ausgang nun aber vermieden und das Verkaufsverbot in Deutschland abgewendet. Mit ZTE soll eine ähnliche Vereinbarung kurz vor dem Abschluss stehen.

Via: teltarif.de Quelle: Handelsblatt

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Top-Kommentare der Community

  •   37
    Gelöschter Account vor 1 Monat

    Und warum kommentiert du es dann, wenn es dich eh permanent nicht interessiert?

    Nur um Punkte zubekommen? 🤔

  • Michael K. vor 1 Monat

    Der Codecstandard dürfte H.264 / MPEG-4 AVC und nicht H.246 AVC heissen.

  • Sarah vor 1 Monat

    Ich frage mich, ob eine solche Vereinbarung nicht von Anfang an der bessere Weg gewesen wäre. Natürlich sind dann Lizenzgebühren fällig aber so ein Rechtsstreit ist auch nicht billig. Schade das man nie erfährt, was für Summen da jeweils zu buche schlagen.

  • Karsten 😄🖖 vor 1 Monat

    Ist doch schön sowas zu lesen wie sich alle an den Haaren vor Gericht ziehen und verklagen. Ich dachte schon die Welt der Smartphones wird langweilig...

21 Kommentare

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