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Huawei Mate X kommt später: Die Unendliche Geschichte, Teil 2

Huawei Mate X kommt später: Die Unendliche Geschichte, Teil 2

Huawei braucht noch länger, um das faltbare Smartphone Huawei X auf den Markt zu bringen. Marktanalysten sehen den Markt der Falt-Smartphones aber immer noch als wachsend - obwohl er momentan gar nicht existiert.

Das Mate X verzögert sich weiter. Das berichtet TechRadar von einer Presseveranstaltung, die Huawei in Shenzhen abgehalten hat. Zwar soll eine überarbeite Version des ursprünglichen Mate X noch 2019 auf den Markt kommen, doch vor November dürfte das nicht mehr klappen. Es sieht also so aus, als wende sich das Blatt abermals.

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Denn ursprünglich wollte Samsung sein Galaxy Fold bereits im April auf den Markt bringen, Huawei sollte Mitte des Jahres folgen. Doch nachdem die Samsung-Testgeräte der Reihe nach ausfielen, verzögerte sich der Verkaufsstart immer weiter. Lange machte Samsung gar keine genauen Angaben, wann denn nun mit dem Galaxy Fold zu rechnen sei. Und auch, wenn Huawei selbst zu diesem Zeitpunkt die Veröffentlichung des Mate X ebenfalls verschoben hatte, sah es dennoch so aus als gewinne Huawei das Rennen um das erste Falt-Smartphone - das Royole Flexpai ignorieren wir hier mal.

Mittlerweile hat Samsung bekannt gegeben, dass das Galaxy Fold im September tatsächlich in den Läden stehen soll. Den genauen Termin will das Unternehmen noch mitteilen. Wenn Huawei nun abermals länger braucht, dann gewinnt Samsung also doch das Rennen.

Welches Rennen?

Mittlerweile stellt sich aber gar nicht mehr die Frage, wer das Rennen gewinnt, sondern ob es überhaupt noch wichtig ist, wer es gewinnt. Ist es überhaupt noch ein Rennen? Selbst wenn, verloren haben beide bereits.

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Im September soll das Galaxy Fold endlich im Handel sein. / © Samsung

Als Samsung das Galaxy Fold vorstellte, waren viele beeindruckt. Doch gerade unter vielen meiner Kollegen und bei mir herrschte auch Skepsis. Hatte Samsung das richtige Faltformat gewählt? Und konnte das überhaupt alles so funktionieren? Samsung zeigte das Gerät konsequent nur hinter Glas, das ließ Zweifel aufkommen, bevor die ersten Testgeräte versendet wurden und dann kaputt gingen.

Bei Huawei sah das gefühlt anders aus. Alle, die das Gerät etwa auf dem MWC in die Finger bekamen, waren begeistert. Auch, wenn sich natürlich auch hier die typischen Fragen in Bezug auf die Haltbarkeit stellten. Doch alles was dann folgte, waren Meldungen über Probleme und immer neue Nachrichten, dass es noch dauert, bis man so ein Teil kaufen kann. Dabei muss man immer bedenken, dass die Falt-Smartphones mit ihren Preisen von 2.000 Euro und mehr ohnehin nur einen kleinen Käuferkreis ansprechen sollten. Wenngleich es insgesamt ein großes Interesse an der Technik gab und gibt.

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Beim ersten Anfassen hat das Mate X noch begeistert. / © AndroidPIT

Doch langsam machte sich der Eindruck breit, es könnte sich bei den Falt-Smartphones um Vaporware handeln. Schließlich hatte Samsung ja auch schon vor diesem Jahr immer mal wieder Prototypen gezeigt. Andere Firmen, wie LG, sahen die Zeit schlichtweg noch nicht reif, um ein kommerzielles, faltbares Smartphone zu bauen.

Die Magie ist weg

Interessanterweise scheint aber auch Samsung schon an den nächsten Modellen zu arbeiten. TechRadar berichtet auch, dass Huawei bereits am Nachfolger des Mate X arbeitet, der schon nächstes Jahr erscheinen soll. Was am aktuellen Mate X Metall ist, soll da Glas werden und eventuell sogar als Touch-Display nutzbar sein.

Die Marktanalysten von IHS Markit rechnen auch weiter damit, dass 2024 gut 50 Millionen faltbare OLED-Displays und damit vielleicht auch Smartphones verkauft werden. Ab 2022 soll es abgehen. Nach dem Debakel dieses Jahres fällt es schwer, solche Zahlen einzuordnen. Denn 50 Millionen faltbare Smartphones in einem einzelnen Jahr können sich eben nur verkaufen, wenn bis dahin Modelle zum Kauf bereit stehen. Die werden kommen. Samsung wird sicher den Termin im September nicht nochmals verschieben. Und Huawei will wohl möglichst nicht später als im November folgen. Doch wie viele Leute dann noch zugreifen, bleibt abzuwarten.

Zudem dürfte der kräftige Fehlstart einen schalen Nachgeschmack hinterlassen. Wie viele Early Adopter dann noch Early Adopters sein wollen und wie viele andere Anwender bereit sind, der Technik zu vertrauen, wird sich zeigen. Die Falt-Smartphones werden kommen. Käufer werden diese ebenfalls finden. Ob die Zukunft in Form der Falt-Smartphones aber bereits hier ist? Definitiv nicht. Samsung, Huawei und all die anderen müssen jetzt erst einmal beweisen, dass sie die Geräte wirklich auf den Markt bringen können - und das die sich dann als haltbar beweisen. Ihre Magie haben sie zumindest für mich schon etwas verloren.

Quelle: TechRadar

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Top-Kommentare der Community

  • Florian vor 5 Tagen

    Genau, und wenn man doch mal was nicht marktreifes auf den Markt geworfen hat, dann kann man Software-seitig ja zum Nachteil des Kunden den Fehler so lange wie möglich geheimhalten (Akku) oder den Fehler öffentlich niemals zugeben (iPhone 6 Biegbarkeit). Geht beides nicht, sitzt man ihn so lange wie möglich aus (Flex-Kabel).

    Wenn der Kunde anfängt zu klagen, setzt man halt eine erweiterte Garantie in Kraft, und verkauft das kaputte Produkt (Butterfly Keyboards) einfach jahrelang weiter.

34 Kommentare

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  • Viel interessanter als Mate X und Fold

    Motorola RAZR 2019: Herbst-Release und Preispunkt deutlich unter Mate X und Galaxy Fold.
    Der Preis soll sich um 1.500 Euro bewegen - damit wäre es deutlich günstiger als die Konkurrenz.Das Motorola RAZR 2019 wird voraussichtlich einen 6,18-Zoll-Bildschirm bieten, der über die horizontale Achse zusammengeklappt werden kann, die Auflösung beträgt laut aktuellen Meldungen 1.440 x 3.040 Bildpunkte. Die direkten Konkurrenten des RAZR 2019 sind das Huawei Mate X und das Samsung Galaxy Fold, beide Geräte werden im Gegensatz zum RAZR 2019 jedoch über die vertikale und nicht die horizontale Achse zusammengeklappt. Wie hoch der Entwicklungsaufwand für diese Smartphone-Technik ist, hat Samsung in den letzten Monaten eindrucksvoll und eher unfreiwillig mit dem Galaxy Fold unter Beweis gestellt, denn Samsung musste den Release des Galaxy Fold auf Grund von Problemen beim Klappmechanismus verzögern.Derzeit geht man davon aus, dass das Galaxy Fold von Samsung im September den nächsten Anlauf unternimmt und auch das Mate X von Huawei dürfte in diesem Zeitraum vorgestellt werden. Das Galaxy Fold kostet zum Release voraussichtlich um die 2.000 Euro, das Mate X mit 5G-Technik dürfte mit rund 2.300 Euro sogar noch etwas teurer werden. Und das Motorola RAZR 2019? Erste Hinweise deuten darauf hin, dass das Gerät einige Wochen nach dem Mate X und Galaxy Fold vorgestellt wird, vermutlich Ende Oktober.


  • So ein exotischer Schwachsinn. Das sich hier überhaupt mitreißen hat lassen. Wahrscheinlich nur um technische Überlegenheit zu demonstrieren. Aber auch das müssen die noch beweisen. Irgendwie wie ein 5 fach Salto, völlig nutzlos aber man will halt zeigen das mans kann.


  • Freue mich immer noch drauf! Ein geiles Teil, dessen Anwendungszweck sich mir auf Anhieb erschließt. Preislich noch indiskutabel, aber, so die Dinger denn mal billiger sein sollten, bin ich auf jeden Fall dabei! 😎


  • "Was beim Geschlechtsverkehr gilt, ist auch bei Smartphones nicht ganz falsch: Die Größe ist nicht unbedingt entscheidend. Diese kleinen Galaxy-Handys haben das Wichtigste nämlich auch drauf.Es kommt nicht immer auf die Größe an. Das gilt sowohl beim Sex als auch beim Thema Smartphones. Zwar werden die Flaggschiff-Modelle der Hersteller größer, das heißt aber noch lange nicht, dass ein iPhone Xs Max oder ein Samsung Galaxy S10 zu dir passen muss. Klein und fein sind auch die etwas älteren, aber immer noch funktionstüchtigen Galaxy-Handys, die ihre Kompaktheit auch im Namen tragen: das Samsung S5 Mini und das S4 Mini." Und diese Mini-Smartphones können von mir aus auch gern wiederkommen. Zumindest wer nicht auf aktuelle Software wert legt, wird damit heut noch zufrieden sein. Sind ja genug noch im Umlauf und im Verkauf. Teilweise gibt es die noch neu als Lagerrestbestände. Vor allem das S5 Mini hat so ziemlich alles alltägliche, was man braucht und auch heute noch zeitlos funktioniert.

    https://www.futurezone.de/produkte/article226420655/Groesse-ist-nicht-alles-Diese-kleinen-Samsung-Galaxys-koennten-dich-auch-befriedigen.html


  • Vielleicht überrascht uns Apple mit einem unerwarteten iPhone Fold.


    • Ja, in drei Jahren. Und das wird dann so funktionieren, wie wir es uns vorstellen: perfekt.

      Allerdings wird sich Apple dann anhören müssen, dass Samsung und Huawei das schon vor drei Jahren gezeigt haben, dass es bei Apple keine Innovation mehr gibt und sie nur noch bei anderen Ideen klauen, seit Steve Jobs tot ist. Halt wie immer …


      • Oder: Die anderen dürfen erst mal Innovation machen und auf die Schnauze fallen bevor sich Apple heran macht. Am Ende stellen sie ihr Produkt so hin als hätten sie es erfunden.

        BTW: Ich fand die Motorola Razer fold Studie am interessantesten.


      • Wo siehst du bei einem nicht-funktionierenden Gerät die Innovation?

        Das ist der Unterschied zwischen Apple und Android-Herstellern: Apple hält seine Prototypen im Labor unter Verschluss bis sie marktreif sind, statt sie der zahlenden Kundschaft mit falschen Versprechen unterzujubeln.


      • Ein perfekt funktionierendes Gerät gibt es nicht, sonst gebe es nicht jedes Jahr neue Geräte. Aber Apple wird das Gerät so entwickeln und präsentieren , dass es funktioniert im Gegensatz zu anderen, die was präsentieren was nicht mal verkauft werden kann. Das ist echt peinlich für Samsung und eventuell Huawei. Wenn Apple etwas zeigt, dann kommt das auch auf den Markt.


      • Ok, perfekt ist übertrieben. 😁 Aber die Apple Watch hat innerhalb weniger Jahre ein Level erreicht, das ziemlich beeindruckend ist – und dabei war bereits die erste Version ein Hit. Also her mit dem Apple-Faltphone!


      • Genau, und wenn man doch mal was nicht marktreifes auf den Markt geworfen hat, dann kann man Software-seitig ja zum Nachteil des Kunden den Fehler so lange wie möglich geheimhalten (Akku) oder den Fehler öffentlich niemals zugeben (iPhone 6 Biegbarkeit). Geht beides nicht, sitzt man ihn so lange wie möglich aus (Flex-Kabel).

        Wenn der Kunde anfängt zu klagen, setzt man halt eine erweiterte Garantie in Kraft, und verkauft das kaputte Produkt (Butterfly Keyboards) einfach jahrelang weiter.


      • Android ebenso ios ist auch nicht perfekt und wird es nie sein, sonst wird es langweilig. Windows ist eines der ältesten Betriebssysteme und bis heute nicht perfekt, was auch gut so ist. Leider hat es sich bei Smartphones nicht durchgesetzt, dafür ist es aber der König bei den PCs und an 2.Stelle bei den Tablets. Android-Tabletten gibt es zwar auch zu Hauf aber die sind nicht mehr der Rede wert.


      • @ Florian So true


      • Die Apple Watch war am Anfang unsagbar langsam und ist heute immer noch relativ zäh dabei Apps zu öffnen. Perfekt ist da sicher anders. Höchstens besser als die Konkurrenz. Mit den Tastaturen hat Apple auch Probleme gehabt und der HomePod wird noch immer relativ stiefmütterlich behandelt. Siri ist der schlechteste Sprachassistent, obwohl sie eigentlich mal einen Entwicklungsvorsprung hatten. Ich mag Apple und habe auch nichts anders, aber perfekt sind die ganz sicher nicht.


      • aber sie war günstiger als meine Solaruhr und kann so viel mehr, als nur die Zeit anzuzeigen


      • Empfinde ich als zu kurz gedacht. Was Apple da, in seinem Elfenbeintürmchen sitzend, seit vielen Jahren schon praktiziert, ist: "Lasst die anderen erst mal machen. So die schlimmsten Kinderkrankheiten überstanden sind, greifen auch wir ins Marktgeschehen ein." Man stelle sich vor, jeder Hersteller würde so agieren. Immer in Lauerstellung, ohne Risikobereitschaft. Die innovative Schubkraft wäre im Nu dahin.


  • Ich glaube, die Dinger werden nie auf den Markt kommen, das ist auch gut so. Habe nie verstanden wofür ein Faltsmartphone gut sein soll. Schon technisch ist das sich fast schon gar nicht möglich, zumindest heute noch nicht.


    • Naja, so schlecht finde ich die Idee nicht. Ich persönlich fände so ein Handy praktisch. Du hast ein normales Handy in der Tasche. Und wenn es mal länger dauert (beim Arzt im Wartezimmer zb), mache ich es zum Tablet. Aber bis ich mir so ein Ding zulegen würde, müsste es natürlich erschwinglich sein und auch ganz ausgereift. Das wird aber sicher noch einige Jahre dauern

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