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Kommentar 3 Min Lesezeit 10 Kommentare

Huawei entwickelt AR-Brille: Mut zur Langsamkeit

Bei Huawei geht es Schlag auf Schlag, die Entwicklungs-Maschinerie beim chinesischen Hersteller arbeitet in atemberaubendem Tempo - genau wie bei der Konkurrenz. Nun hat CEO Richard Yu angekündigt, dass Huawei eine AR-Brille auf den Markt bringen wird - aber frühestens in ein oder zwei Jahren. Warum so spät?

Die AR-Brille von Huawei soll mit einem Smartphone gekoppelt werden, um die Augmented Reality zum Leben zu erwecken, wie Yu im Gespräch mit CNBC zu Protokoll gibt. AR ist ein unbestrittener Trend in der Branche, auch wenn er sich vergleichsweise langsam verbreitet. "Am Anfang wird man vielleicht das Gefühl haben, dass AR nichts ist. Aber in Zukunft wird man ihren Wert immer stärker sehen", so Richard Yu. Aber warum dauert es dann so lange, bis Huawei seine AR-Brille auf den Markt bringt?

Den ausschlaggebenden Punkt liefert Yu direkt selbst mit: "In den nächsten ein bis zwei Jahren wird die Branche meiner Meinung nach kommerziell tätig sein, auch für Huawei. Wir werden eine besser Nutzererfahrung bieten." Derzeit sind die Unternehmen also noch damit beschäftigt, AR-Brillen - die technisch zwar anspruchsvoll, aber auch nicht übermäßig kompliziert sind - massentauglich zu machen. Seltsam eigentlich, wo es doch schon seit einigen Jahren AR-Anwendungen gibt. Auch die Microsoft Hololens, die erste "echte" AR-Brille, ist schon seit Anfang 2016 zu kaufen.

Auch Apple lässt sich Zeit

Huawei ist übrigens nicht alleine damit. Apple arbeitet ebenfalls schon seit Jahren an einer AR-Brille, doch auch die wird wohl frühestens Ende 2019 auf den Markt kommen. Das ist mindestens genauso ungewöhnlich, stellt Apple doch immer wieder AR-Anwendungen bei den Keynotes in den Vordergrund. Der Einsatz auf dem Smartphone ist aber nun einmal noch etwas anderes als mit einer eigenen Brille.

Ich finde es nicht schlimm, dass sich Huawei, Apple und andere an der Stelle ein bisschen Zeit lassen. In der Technologie-Branche geht es in aller Regel mit einer enormen Geschwindigkeit voran, und dabei passieren immer wieder ärgerliche kleinere und größere Fehler, die nicht sein müssten - auch bei Huawei übrigens.

Manchmal denkt man sich: Lehnt Euch doch mal kurz zurück, schaut Euch alles noch einmal gut an und vergewissert Euch, dass alles richtig gut geworden ist. Wenn das bei der AR-Brille dazu führt, dass das Produkt am Ende nicht halbfertig und irgendwie unbefriedigend, sondern ausgereift und "fertig" auf den Markt kommt, bekommt Huawei von mir Applaus dafür. Die ganze Sache schon einmal ankündigen, damit es nachher nicht heißt, man sei den anderen nur schnell hinterher gelaufen, ist trotzdem clever.

Welche AR-Einsatzzwecke findet Ihr persönlich besonders spannend?

Quelle: CNBC

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10 Kommentare

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  • Vielleicht irre ich mich aber war AR nicht ziemlich nutzlos? Mixed Reality ist doch das was für solche Sachen gedacht ist oder nicht?


    • Oh man, meinste nich man sollte wenigstens ein Minimum an Grundwissen haben wenn man schon öffentlich ein Kommentar zu etwas abgibt? Nein augmented reality ist alles andere als nutzlos! Und Mixed reality ist einfach nur ein Überbegriff den sich Microsoft ausgedacht hat um VR und Ar unter einen Menü Punkt zusammenzufassen. Windows mixed reality Brillen sind einfach nur virtual-reality-brillen!


      • Ja sollte man, das Grundwissen scheinst du aber selber nicht zu haben. AR und MR sind NICHT dasselbe. Mixed Reality nutzt du wie eine VR-Brille, du kannst mit den Sachen richtig interagieren. Augmented Reality ist eben nur etwas virtuelles, das durch die Kamera sichtbar wird, sozusagen, damit interagieren kannst du aber nicht wirklich.


  • Tim vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Bei Qualcomm sagt ihr, QC5.0 komme zu spät und sei damit indirekt sinnlos, da die Konkurrenz ja längst weiter ist, aber wenn Huawei Jahre später mit einer AR-Brille ankommt, ist ein "bisschen" Zeit lassen wieder im bzw. besser...


    • Muss man nicht verstehen, wobei das natürlich 2 ganz unterschiedliche Technologien sind...
      Quickcharge gibt's ja schon lange, insgesamt gesehen. Völlig überbewertet mMn, dazu verkürzt es die Lebensdauer des Akkus.
      AR-Brillen: Noch reine Spielerei. Huawei will nur im Gespräch bleiben, Hans Dampf in allen Gassen sozusagen...


      • Tim vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Ich bin auch kein Fan von Schnellem Laden, egal ob kabelgebunden oder kabellos.
        Trotzdem finde ich diese Zwei-Klassen-Herangehensweise doof.

        Und auch hier könnte ich wieder anbringen: Bei Samsung oder Apple hieße es wahrscheinlich auch "viel zu spät." Aber bei dem "kleinen Hersteller Huawei" ist es ja nicht so wild und die können sich ruhig Zeit lassen. ^^

        Dem letzten Satz kann ich nur zustimmen! Mich wundert nur, dass Huawei damit anfangen will, obwohl Apple noch gar nichts in die Richtung hat :D Huawei kann sich also gar nicht mit Apple vergleichen. Und dabei scheint das doch Huaweis Motto zu sein.


      • Huawei wäre gerne wie eine Mischung aus Samsung und Apple, denke ich^^
        Huawei will den Thron, mit allen Mitteln. Was die an Geräten mit gleichen SoC's raushauen...
        Unterschiede sind dann +-0,1-0,5" bei der Displaygröße, mal ne tolle SelfieCam oder es steht halt Honor statt Huawei drauf.
        Huawei verlangt jetzt auch 1000€ für die Flagships, aber die Liebe zum Detail fehlt einfach.
        Ein P9 war noch toll für den Preis, genau wie die älteren Lite-Versionen, aber mMn sind diese guten Zeiten vorbei.


    • Dir ist aber schon klar, dass hier mehrere Autoren schreiben. Was dem einem zu spät ist, sieht der andere ganz locker.


  • Mut zur Langsamkeit beweisen die Hersteller auch immer wieder bei der Updateverteilung. 😉


    • Wenn doch alles soweit gut läuft, warum dann die Eile?
      Ich sehe das mittlerweile viel entspannter als früher, nachdem ich bei vielen Major Updates gemerkt habe, dass sie das Rad nicht neu erfinden.
      Bei Sicherheitsupdates ist Pünktlichkeit natürlich wichtig.

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