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Huawei-Chef: “QHD-Displays sind totaler Unsinn”

QHD- oder 2K-Displays mit der vierfachen HD-Auflösung (2.560 x 1.440) sind der letzte Schrei, auch in Smartphones. Dabei ist es bestenfalls eine offene Frage, ob diese überhaupt etwas bringen. Die Hersteller gehen dennoch munter mit. Doch einer nicht: Huawei-Chef Richard Yu ist bekannt für erfrischend klare Worte. Nun hat er wieder zugeschlagen.

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 © Huawei

In Zeiten bis zum Erbrechen professionalisierter PR-Kommunikation, in denen man jedes öffentliche Statement von Herstellern schon vorher fast wortgenau vorhersagen kann, ist es sehr erfrischend, wenn sich mal jemand nicht an die üblichen Skripte hält. Huaweis Chef Richard Yu ist so ein Charakter.

Jetzt hat er sich im Interview mit TechRadar zum aktuellen Pixelwettrüsten der Display-Hersteller geäußert. Wie wir erst kürzlich berichteten, arbeitet Sharp derzeit an Smartphone-Displays jenseits der 600 ppi. Theoretisch ist das Wahnsinn, da das menschliche Auge an dem Punkt schon lange die Grenzen des Wahrnehmbaren erreicht beziehungsweise überschritten hat. Wozu also so weit gehen?

Akkuleistung vor Placebo-Optik

Richard Yu sieht das nicht nur genau so, er fürchtet sich offenbar auch nicht, das offen und unverblümt auszusprechen:

Ich finde nicht, dass wir QHD-Displays brauchen. Deine Augen können absolut nicht zwischen Full HD und 2K unterscheiden, also ist es totaler Unsinn [...] Ich glaube, es ist eine dumme Sache.

Das Hauptproblem neben dem fehlenden Nutzen sei dabei der erhöhte Energieverbrauch und die steigenden Produktionskosten. Gegen den Trend wird auch Huawei sich vermutlich auf lange Sicht nicht wehren können. Trotzdem ist es schön, mal einen Hersteller zu sehen, der die Sinnhaftigkeit des Ganzen wenigstens offen hinterfragt.

Von Schnellladetechnologie wie beispielsweise Oppo sie jüngst mit seinem Find 7 vorgestellt hat, hält Yu übrigens ebenso wenig. Diese belasteten die Lebensdauer des Akkus auf lange Sicht, was gerade bei Smartphones mit verbauter Batterie problematisch sein kann. Dementsprechend habe Huawei es “nicht eilig”, eine solche Technologie in seinen Geräten zu verbauen.

Quelle: TechRadar

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83 Kommentare

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  • Auf einem großen Fernseher ist 2K eine wunderbare und geniale Technik. Als ich das erste Mal auf der IFA vor so einem Gerät stand, war ich echt überwältigt von der Detailgenauigkeit und der plastischen Darstellung.

    Wenn ich mir jetzt aber vorstelle, diese extrem hohe Auflösung (die für riesige Fernseher gedacht ist!) auf dem winzigen Handydisplay zu haben, frage ich mich auch ernsthaft nach dem Sinn des Ganzen. Eine Video-Aufnahmefunktion in 2K mit dem Smartphone ist dagegen sinnvoll, wenn man einen 2K-Fernseher zuhause stehen hat und die Auflösung dort auch richtig genießen kann. Ist das nicht der Fall, ist es nur eine Verschwendung von Ressourcen (Speicherplatz, aber auch Akku-Kapazität, da diese hohe Auflösung wesentlich mehr Energie frisst). Die Darstellung in 2K wird dem sicher in nichts nachstehen.
    Der einzige Vorteil mag sein, dass Originäres 2K-Material nicht erst herunterkonvertiert werden muss, um auf dem Smartphone dargestellt werden zu können, sondern es kann 1:1 wiedergegeben werden. Dagegen muss alles andere, was in kleinerem Format vorliegt, aufwändig auf 2K hochgerechnet werden. Ich denke diese 2K Smartphones werden erhebliche Akku-Probleme haben, noch mehr, als heutige Smartphones ohnehin bereits haben. Für mich sollte auch die Weiterentwicklung der Akkus oberste Priorität haben.

  • Ich denke, der Huawei Mann hat recht. Jedes Argument für 600 ppi und mehr vergewaltigt die Physik und das Wissen über die Physiologie des menschlichen Auges.

    Sicher ist es richtig, dass wir Displays unterschiedlicher Geräte unterschiedlich wahrnehmen. Aber das doch nur im unmittelbaren Vergleich. Die eInk Schrift eines Kindle Readers soll jedem Smartphone- oder Tablet Display weit überlegen sein . So what? ICH lese immer nur auf einem Bildschirm , weil ich es nicht fertig bringe, mit dem linken und rechten Auge auf zwei Displays gleichzeitig zu schauen.

    Für mich ist die Displayauflösung seit Jahren kein Thema mehr.

    • Die eInk-"Tinte" eines eBook-Readers basiert auf einer ganz anderen Technik. Die Überlegenheit liegt beim langen Lesen eines Buches darin, dass die Pixel in einem LCD- oder AMOLED-Display (und so ziemlich alle anderen) von hinten mit Licht bestrahlt werden. Bei einem eBook Reader ist das nicht der Fall. Die "Tinte" wird bei manchen Modellen, wie dem "Kindle Paperwhite" oder "Tolino Shine" PASSIV beleuchtet (von der Seite mit Licht bestrahlt, nicht von hinten). Andere eBook-Reader kommen ganz ohne Licht aus. Hier muss man wie bei einem gedruckten Buch immer eine Leselampe parat haben.

      Um es kurz zusammen zu fassen: Die dauerhafte Bestrahlung der Augen mit Licht (das sich hinter dem LC-Display verbirgt, aber direkt hindurch scheint um die Pixel sichtbar zu machen) ist auf Dauer anstrengend für die Augen. Die passive Beleuchtung bei eBook Readern ist dagegen augenschonend und daher für das längere Lesen eines Buches deutlich besser geeignet.
      Die Darstellung der Buchstaben erfolgt bei E-Ink fast 1:1 so, wie sie in einem gedruckten Buch aussehen. Die Kanten abgerundeter Buchstaben sind in der Regel weicher, weil sie nicht auf Pixeln basieren.

  • Klar wird FHD nix auf 5" bringen.

    Bei 7 bis 13 Zoll ist FHD gegen QHD wie HD zu FHD auf Smartphones. Ich KANN Pixel auf dem HTC One X sehen, bei dem HTC One M7 nicht mehr. Beide sind 4,7 Zoll mit SLCD3-Technik.

  • Schön und gut, wenn Bill Gates mal gesagt hat, dass 640kb ausreichen. Es jat sich halt einiges an Inhalten getan, damit 640kb nicht mehr ausreichen. Wenn bei unseren Augen aber bei 300ppi schluss ist, sind 600ppi Schwachsinn. Vielleicht werden die Menschen in 1mio Jahren ja mehr erkennen. Dann gibt es immerhin schon die Technologie :)

  • omg, omg omg. Ich habe gerade gemerkt, dass wenn ich mein handy voll unnatürlich, unsinnig, unnormal und nicht alltäglich 3 cm vor mein gesicht halte, dass ich dann pixel sehe omg omg omg wir brauchen 4k displays, das die rechen- und akku-leistung unnötig draufgeht^^^

    wers nicht gemerkt hat ist natürlich sarkasmus

  • Endlich mal Einer der Tacheles redet und nicht so ein Warmduscher im Armani Anzug mit 08/15 gestriegelten Business Aussagen der viel redet und nichts sagt dabei

  • Es gibt für 4K KEINEN EUNZIGEN Vorteile!

  • Ja, weil da die Displaygrößen von 4,5" auf 5 bzw 5.2" angewachsen sind, was ja mit großen Händen noch durchaus machbar ist und man dort den Sprung von HD auf FullHD gesehen hat. Dadrüber wirds ergonomisch einfach unsinnig und dementsprechend brauchts auch keine 4K oder gar 8K Auflösung bei 5" Smartphones.

  • Ihr seid echt alle solche Heuchler - damals bei 720p -> 1080p gab es die gleiche Diskussion und die wurde genauso geführt... wenn wir irgendwann mal über 8k reden wird genau das gleiche kommen " 4k reicht... mimimi wer braucht 8k " und so weiter.

    Und jetzt mal Butter bei die Fische - wieso denn keine höhere Auflösung? Technik schreitet nun mal vorran und ich begrüße es, dass man inzwischen in Handys schon solche Displays bauen kann. Sofern die Akkuleistung nicht drunter leidet, dass mehr berechnet werden muss ( was hier keiner erwähnt btw ) ist doch eigentlich NICHTS daran auszusetzen?

    Manche brauchen echt n High Five ins Gesicht... Schade dass es keine IQ Sperre für den Internetzugang gibt, aber hier sind sowieso 80% Tiefflieger am Start ( und das nicht nur bei den Lesern )

  •   4

    Konstantin Senger, du hast doch den Knall nicht gehört... Ich habe das LG G2 ebenfalls und allenfalls mit einer Lupe kannst du vielleicht noch irgendwelche Pixel erkennen, aber ganz sicher nicht mit deinen Kulleräuglein, also erzähl keinen Schwachsinn bitte.

  • habe das lg g2 und finde, dass qhd displays schon sinn machen, teilweise kann ich pixel erkennen

  • Sehe ich auch so, aber kann das auch begründen. Als Grafiker musste ich öfter mal Logos oder ganze Anzeigen in Photoshop rastern. Die bestmögliche Qualität bekommt man mit 450 ppi. Mehr bringt nichts und unter 400 kann's schon zu dickeren Schriften kommen durch die Interpolation. 300 ppi ist jedenfalls zu wenig.

    • Tja, wäre es so einfach wie wir wir es früher mal gelernt haben "96ppi reichen fürs Web" :D Aber bei 450ppi musste irgendwie schon gucken, dass die Dateigrößen halbwegs handlebar bleiben. Nutzt ja nix, wenn erstmal ein 4MB großes Bild geladen werden muss.

      • Ich meinte Print, nicht Web. Im Webbrowser ist die Pixeldichte der Grafiken irrelevant. Es kommt nur auf die Größen an.

  • sehe ich auch so! Bessere Akkus ;-)

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