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HTC Sense 6 vs. Stock-Android: Vergleich der Herstelleraufsätze 2014

Es ist nun schon über ein Jahr her, dass wir Herstelleraufsätze mit Stock-Android, wie man es von Googles Nexus-Modellen kennt, verglichen haben. Seitdem hat sich viel getan und zwar in beiden Lagern: Mit Android 4.4 KitKat hat Google sein Betriebssystem optisch deutlich entschlackt und setzt auf weiße Status-Icons und transparente Systemleisten. Aber auch Hersteller wie Samsung, HTC und Sony waren fleißig und haben ihre Aufsätze weiter optimiert. Grund genug also, unseren Vergleich der Herstelleraufsätze in eine neue Runde zu schicken.

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htc one m8 nexus 5 vergleich teaser
© ANDROIDPIT

Heute betrachten wir HTC Sense 6 auf dem HTC One M8 und dem Mini 2 genauer. Für Stock-Android kommt das Nexus 5 von Google zum Einsatz. Beide Geräte laufen mit Android 4.4.2 KitKat.

Hinweis: Auf der linken Seite sind immer Screenshots von HTC Sense 6, rechts ist immer Stock-Android zu sehen.

Sperrbildschirm

Sowohl Stock-Android als auch HTC Sense haben einen äußerst schlichten Lockscreen. Systemleisten sind transparent und bei Stock-Android wird das Display standardmäßig durch ein Ringmenü entsperrt. Bei HTC gibt es von Haus aus mehrere Wege zum Entsperren. Zum einen gibt es unterschiedliche Richtungen, in die man wischen kann: Nach links führt auf die erste Seite des Homescreens, nach rechts zum BlinkFeed, nach oben zurück zur zuletzt geöffneten App. Zusätzlich lassen sich die Favoritensymbole (dieselben wie auf dem Homescreen) vom unteren Rand nach oben ziehen, sodass die damit verknüppfte App sofort gestartet wird. Beide Versionen unterstützen aber Widgets für den Sperrbildschirm, allerdings müssen diese erst in den Android-Sicherheitseinstellungen unter “Displaysperren-Widgets aktivieren” eingeschaltet werden. Anschließend zieht man bei HTC die Standard-Weltuhr zunächst nach unten und dann den rechten Rand nach links.

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Der HTC-Sense-6-Lockscreen ist vielseitig, durchdacht und sogar etwas kniffelig. / © ANDROIDPIT

Homescreen

Der Google Now Launcher, der auf dem Nexus 5 vorinstalliert ist, wurde deutlich gegenüber dem Standard-Launcher von vorherigen Android-Versionen verbessert. Er hat nicht nur eine überarbeitete Optik erhalten, sondern es lassen sich auch mehr als nur fünf Homescreens erstellen.

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Etwas karg: HTC liefert mit dem Sense-6-Homescreen eher weniger Features als Stock Android. / © ANDROIDPIT

Der Sense-Launcher bietet ähnlich wenige Features und Optionen wie der Google Now Launcher. Die Zahl der Homescreen-Seiten ist sogar noch immer auf fünf beschränkt – eine Restriktion, die bei Stock-Android mit KitKat wegfiel. Allerdings lässt sich festlegen, welche Seite des Homescreens als Startseite dienen soll.

Anders als beim Google-Launcher ist die Google-Suchleiste beim Sense-6-Launcher ein Widget, das sich auf Wunsch entfernen lässt, sodass mehr Platz für andere Widgets oder App-Icons zur Verfügung steht. Und zu guter Letzt nimmt Google Now keinen eigenen Homescreen ein, sondern ist über Gedrückthalten des Homebuttons erreichbar.

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BlinkFeed ist HTCs Antwort auf Now und bringt aktuelle Infos aus News und Social Media in einen Stream. / © ANDROIDPIT

Links von HTCs erstem Homescreen befindet sich ab Werk der BlinkFeed. Er lässt sich mit Euren sozialen Netzwerken und dem Kalender verbinden. Wer den Service nicht nutzen möchte, kann ihn in den Startseiten-Einstellungen deaktivieren, oder die Seite wie jede andere Homescreen-Seite löschen. Beim Stock-KitKat hat Google Now seinen festen Platz auf dem linken Homescreen und lässt sich dort auch nicht entfernen, es sei denn, man deaktiviert Google Now komplett.

App-Drawer

Der Sense-App-Drawer kann als echte, personalisierte App-Datenbank verwendet werden. Die per Default benutzerdefinierte Ansicht lässt sich auch auf eine alphabetische oder chronologische Sortierung umstellen. Zusätzlich lassen sich Apps in Ordner sortieren. Das Verhalten zum Verschieben oder Deinstallieren von Apps ist in beiden Systemen identisch über Ziehen auf den Homescreen oder an den oberen Bildschirmrand.

Der App-Drawer des Google Now Launchers zeigt installierte Apps nur in alphabetischer Abfolge an. Optionen gibt es gar nicht. Möchte man nach Apps suchen, geschieht dies über die Google-Suchbox auf dem Homescreen.

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Der App Drawer von Sense 6 erlaubt individuelle Sortierung. Mehr nicht. / © ANDROIDPIT

Benachrichtigungsleiste

Beide Ansätze ähneln sich: Zieht man die Statusleiste mit einem Finger herunter, sieht man alle Benachrichtigungen auf einen Blick. Zieht man sie mit zwei Fingern herunter, bekommt man Zugriff auf die Quick-Settings.

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Hier gibts nichts zu sehen! HTC verzichtet auf Anpassungen im Notification-Bereich. / © ANDROIDPIT

Die Quick-Settings dreht HTC von der Handhabe herum: Über ein einfaches Antippen wird eine Funktion de-/aktiviert. Erst langes Gedrückthalten führt etwa in die WLAN-Einstellungen. Bei Eulen seit jeher beliebt ist der "Automatisch drehen"-Schalter, bei dem das Handy das Hochformat auch dann behält, wenn Ihr mit ihm schon längst im Querformat im Bett liegt. Weitere zusätzliche Funktionen gegenüber Stock Android betreffen HTC-spezifische Energiesparmodi.

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Die Quick-Settings werden um wenige nützliche Buttons ergänzt. / © ANDROIDPIT

Kürzlich geöffnete Apps

Oberhalb der Liste der aktuell geöffneten Apps werden bei HTC Sense "Alles schließen"  und die App-Einstellungen verlinkt. Besonders ersterer Button erfüllt sicherlich den Wunsch des einen oder anderen Android-Anwenders. Besitzer eines Stock-Android-Smartphones hingegen gehen auch hier zunächst leer aus und wischen jede App einzeln aus dem RAM.

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Nur um die nötigsten Kniffe erweitert: Die App-Auswahl von HTC Sense 6. / © ANDROIDPIT

Einstellungen

Während Google mit Stock-Android eine dunkle Design-Sprache verfolgt, dreht HTC das Farbschema gerade um und stellt ab Werk grau auf weiß dar. Die Sortierung an sich ist prinzipiell dieselbe. Üppige Sortierungs-Funktionen wie etwa bei TouchWiz hat sich HTC gespart.

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Multimedia- und HTC-Zusätze, ansonsten alles wie bei Stock Android: Einstellungen bei Sense 6. / © ANDROIDPIT

Zusatzfunktionen

HTC Sense 6 bietet einige Erweiterungen gegenüber Stock-Android. Nennenswerte Beispiele sind unter anderem die Option "Neustart" im Ausschalt-Menü oder der Kinder-Modus, bei dem das Smartphone Zugriff auf bestimmte Spiele-Apps beschränkt und der Rest per Passwort gesperrt wird. Auch die Zoe-Kamera und die Galerie warten mit einigen Verbesserungen gegenüber den (immer weniger) kargen Google-Stock-Pendants auf. Wie man Zoe optimal ausreizt, haben wir Euch in einem Video gezeigt, hier noch einmal der Link.

Fazit

HTC Sense 6 mit der neuesten, auf Android 4.4.2 basierenden Version, bietet mehr Anpassungsmöglichkeiten als Stock-Android. Besonders das Theme, zu deutsch “Szene” gibt den Menüs einen farbigen Touch, hinter “Anzeige und Fingerbewegungen” verbirgt sich zusätzlich eine Auswahl an Systemschriftarten.

Im Gegensatz etwa zu Samsung hat HTC sich sehr zurückgehalten und an den richtigen Stellen getweakt. Beim Purismus des Stock-Android vermisst man sinnvolle Knöpfe wie "Bildschirm drehen" oder "Alle Apps schließen". Vor allem aber in Sachen Foto und Musik könnte HTC deutlich mehr au sich heraus holen, will es den jüngsten Google-Entwicklungen weiterhin Paroli bieten.

Alle Artikel der Serie "Vergleich der Herstelleraufsätze 2014":

Top-Kommentare der Community

  • Comyu 22.06.2014

    Ich finde das die Sense Ui früher viel schöner war. Das sieht ein wenig wie ein zusammenwürfeln vom puren android und dem akten sense aus. Und die icons in der benachrichtigtigungsleiste/der lockscreen sind auch unschön ..
    Bitte dislikt mein Kommentar nicht nur weil ihr anderer Meinung seid.
    Edit: Blinkfeed ist aber geil

  • Volkan aus HH 22.06.2014

    Ich kann Sense nur loben. Ich hatte TouchWiz(T), IOS, Sony usw. Aber HTC hat ihren Sense mittlerweile echt enorm verbessert anstatt verschlechtert. ( will jetzt keine Namen nennen )

  • Frank K. 22.06.2014

    Oder warten, bis Sense 7 raus ist. Oder warten, bis...

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