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Hotspot Shield VPN im Test - Update: Infos zur Sicherheit

Allgemein steigt die Angst wegen Malware, Viren und dem Abhören von Providern und Behörden bei allen Internetnutzern immer weiter an. Zusätzlich sind schon seit Jahren viele Videos auf YouTube für uns Deutsche gesperrt und auch sonst gibt es viel "US-Only"-Inhalt - immer wieder zum Ärger der User hier.

​Eine Möglichkeit um solche Sachen großteils zu umgehen und beispielsweise auch eine Hintertür um Sperren von sozialen Netzwerken und Multimediaplattformen bei Arbeitgeber-WLANs oder Schulnetzwerken zu haben, sind sogenannte VPNs - ausgeschrieben Virtual Private Networks. Zusammenfassend leiten diese den gesamten Internetverkehr über einen anderen Server um, beispielsweise kann man anderen Webseiten oder Diensten so vorspielen, dass man sich in den USA befindet.

Der Dienst Hotspot Shield bietet seit kurzem auch seine App "Hotspot Shield VPN for Android" an, mit der es nun auch möglich ist anonym am Smartphone oder Tablet zu surfen. Wir haben uns die App mal angeschaut und zeigen Euch, ob es sich lohnt sie zu installieren oder gar die sogenannte "Elite"-Version zu kaufen.

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Bewertung

Pro

  • GEMA-Sperre bei YouTube und Sonstige Einschränkungen umgehen
  • läuft ohne Probleme im Hintergrund
  • virtueller Standort wählbar
  • Schutz vor Malware und Spam

Contra

  • nur wenige Informationen über Sicherheit, Technologie und Verschlüsselung
  • geringe Einbußen der Bandbreite
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Google Galaxy Nexus 4.3 Nein - 1.6.1 Variiert je nach Gerät

Funktionen & Nutzen

Nach der Installation der App gelangt man nach kurzen Informationen zu den Vorteilen und Funktionen bei der Hauptübersicht der Anwendung, die in mehrere Sektionen unterteilt ist:

  • Infos zur aktuellen Verbindung (Status des Dienstes, virtueller Standort, Button zum Aktivieren/Deaktivieren)
  • Mein Konto (Anmelden/Registrieren, Kontotyp, Geräte, Gültigkeit des Elite-Abos)
  • Virtueller Standort (Auswahl zwischen USA, Japan und UK)
  • Freunden Empfehlen (Kontaktauswahl zum Weiterempfehlen des Dienstes)

Um den Dienst zu aktivieren, was dann über ein grünes Icon der Benachrichtigungsleiste angezeigt wird (ansonsten rot), muss ausdrücklich ein Dialog bestätigt werden, dass man der App vertraut. Ebenso wird hier auf die möglichen Risiken hingewiesen.
Danach erfolgt das Verbinden was einige Sekunden dauert, danach ist man aber problemlos über den VPN im Internet und kann die App nun verlassen. Ab sofort werden also alle Daten über den Proxy des Dienstes umgeleitet und man kann so YouTube-Videos schauen, die von der GEMA in Deutschland gesperrt sind, Facebook oder andere Portale in Firmennetzwerken benutzen oder im Schul-WLAN Simpsons Tapped Out spielen. Außerdem gewinnt die Verbindung natürlich auch einen gewissen Grad an Sicherheit, vor allem, wenn man sich in öffentlichen, unverschlüsselten Netzwerken befindet, in denen es ein leichtes wäre Daten abzufangen.

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Willkommensbildschirm und Aktivierungswarnung / © AndroidPIT

Mehr gibt es zum Funktionsumfang eigentlich nicht mehr zu sagen, der Dienst läuft ohne Probleme im Hintergrund, startet sich auf Wunsch auch nach einem Neustart neu. Was ich im Vergleich zu anderen (kostenfreien) VPN Diensten feststellen konnte, ist dass auch in der kostenlosen Version von Hotspot Shield die Übertragungsrate immer noch recht gut ist. In meinem heimischen WLAN hatte ich sieben statt 12 MBit/s ohne VPN und in der Elite-Version neun statt 12 MBit/s, was meiner Meinung nach allemal ausreichend ist. Für Videos auf YouTube beispielsweise ist das genug, selbst in HD wurden diese flüssig abgespielt und geladen.

Manchmal bestimmt auch nützlich und ohne Probleme benutzbar ist die Auswahl des virtuellen Standortes, den man in der App von USA auch auf Japan oder UK setzen kann. Warum es die Option Australien auszuwählen - wie in der Windows Software - nicht in der App gibt, konnte ich leider nicht herausfinden.

Auch ein großer Vorteil von "Hotspot Shield VPN for Android" ist, dass man den Dienst auch ohne gröbere Einschränkungen in der kostenlosen Version testen kann. Hier wird zwar Werbung eingeblendet und die Surfgeschwindigkeit ist geringer, man kann aber genauso über ein VPN Seiten aufrufen oder Apps benutzen. Die genauen Unterschiede zwischen der Free- und Elite-Version könnt ihr in folgender Tabelle sehen:

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Funktionsumfang der kostenlosen und kostenpflichtigen Version des Dienstes / © Hotspot Shield

Ob es sich also lohnt die Elite-Version zu buchen, muss jeder selber überlegen: Von 3,99 € für ein einmonatiges Abo bis zu knapp 25 € für ein Jahr gibt es unterschiedliche Bezahlmodelle. Praktisch finde ich aber, dass man den Dienst auf bis zu fünf unterschiedlichen Geräten benutzen kann - egal ob auf Windows, MacOS, iOS oder Android.

Von AnchorFree haben wir einige Fragen zur Sicherheit von Hotspot Shield beantwortet bekommen (Dankeschön an dieser Stelle). In gekürzter Fassung wollen wir Euch diese natürlich nicht vorenthalten:

 Sind die Daten eines jeden Nutzers sicher?

Datensicherheit hat bei uns allerhöchste Priorität, weshalb wir erst gar keine persönlichen Informationen über unsere Nutzer speichern. Es werden lediglich Daten zur Optimierung unseres Systems aufgezeichnet, was sich auf Dauer, Bandbreite, Summe der übertragenen Daten und ähnlichem beschränkt. Zusätzlich schauen wir, wie viel Bandbreite durch die Komprimierung der Datenverbindung eingespart wird. Wir wollen unsere Nutzer durch Anonymität schützen und sind strikt gegen Datenhandel.

Wie wird die Übertragung verschlüsselt?

Über OpenVPN mit SSL/TLS

Wie funktioniert der Malware-, Spam- und Phishingschutz?

Natürlich wollen wir nicht jedes Detail verraten, da wir in diesem Segment markführend sind - dank über 3,5 Millionen Einträgen in unserer Datenbank ist aber genügend Sicherheit gewährleistet. Seit neuem werden auch Steuersignale von Botnetzen gefiltert. Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit der Masse abgefangener Schädlinge.

Bildschirm & Bedienung

Die App "Hotspot Shield VPN for Android" zu benutzen ist wirklich kein Hexenwerk, da sie sehr einfach und übersichtlich aufgebaut ist. Wenn man die Kontodaten eingetragen hat muss man nur noch auf "Meine Verbindung schützen!" tippen und der Dienst verbindet sich.
Das Design der App ist auch in Ordnung, da sie aber großteils im Hintergrund arbeitet ist das eh nicht so wichtig. Praktisch wäre es nur, wenn man die Benachrichtigung wahlweise abschalten könnte.

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Das aktivieren des Dienstes ist wirklich einfach! / © AndroidPIT

Speed & Stabilität

Wie gesagt kommt es bei "Hotspot Shield VPN for Android" weniger auf die Geschwindigkeit der App selbst, als auf die Geschwindigkeit der Verbindung an. Diese ist bei mir sehr gut und sinkt im Gegensatz zu vorher nur um zwei bis drei MBit/s. Wenn die Verbindung besteht gibt es auch keine Abbrüche oder Sonstiges, alles lief bei mir stabil. Einzig beim Aktivieren des VPNs erhielt ich ein Mal eine Fehlermeldung, beim nächsten Versuch hat es aber wieder funktioniert.

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Auch das Abspielen von vorher gesperrten Videos funktioniert mit der App flüssig. / © AndroidPIT

Preis / Leistung

Die App "Hotspot Shield VPN for Android" selbst ist kostenlos und kann unter der Einschränkung dass Werbung eingeblendet wird und die Verbindung langsamer ist voll benutzt werden.
Die Preise für ein Elite-Abo reichen von knapp vier Euro für einen Monat bis zu 25 € für ein Jahr.

Abschließendes Urteil

"Hotspot Shield VPN for Android" ist ein super funktionierender Dienst, der in der Elite-Version bis auf geringe Einbußen bei der Verbindungsgeschwindigkeit eigentlich nur Vorteile hat. Auch die Einrichtung der Android App läuft ohne großen Aufwand oder Probleme.
Einfache Sperren in Netzwerken und GEMA-bedingt gesperrte Videos auf YouTube lassen die App kalt und auch in öffentlichen, unverschlüsselten Netzwerken bringt sie einen ordentlichen Mehrwert mit, da dort die Verbindung sicher und verschlüsselt ist.

Leider ist der Anbieter von Hotspot Shield sehr sparsam, was Informationen über die Sicherheit der Daten angeht. Auch nach einer Nachfrage rückte er nur mit spärlichen Infos heraus. Gerade bei einem Dienst dieser Art sollte man hier meiner Meinung nach die Benutzer aufklären, ohne Vertrauen potentieller Kunden würde schließlich auch niemand für den Dienst bezahlen.

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6 Kommentare

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  • Werte User

    ich habe eine große bitte um Hilfe an alle.
    Aber dazu erst einmal, möglichst kurz und zur Erklärung, die Vorgeschichte.
    Nachdem ich mich, meiner Meinung nach, umfassend über Hotspot Shield VPN informiert hatte, habe ich die App heruntergeladen. Wollte dazu eigentlich danach gleich von Free auf die Elite- Version upgraden. Dabei ist mir, sicher aus Versehen das Missgeschick passiert ... ?
    Anstatt Elite zu bezahlen habe ich für die Free -Version ein Jahresabonnement für € 22,48 bezahlt.
    Wenn ich nun aber in meine Konto-Einstellungen hinschaue, sehr ich lediglich ein kostenloses Konto. Und nirgendwo ist überhaupt zu erkennen, daß man die Free-Version auch abonnieren kann. Eigentlich wollte ich doch aber auf Elite upgraden.
    Zum einen um den Vorteil des ein-und ausschaltens, zum anderen den Vorteil der freien Standortwahl der Server zu haben. Ich habe nun aber bereits zwei Mails losgeschickt. Eine an Google-Play (zuständiger Bezahldienst), die andere an Anchor Free GmbH. Google hatte mir eine Fehlermeldung geschickt, daß ein Upgrade auf Elite nicht möglich ist, da ich schon ein Abo für die Free-Version gebucht habe ?
    Also ich verstehe das Ganze tatsächlich nun nicht mehr ! Könnt ihr mir helfen ? Bin für jeden Hinweis oder Erklärung dankbar !!! Übrigens: Habe noch keinerlei Rückantwort auf meine Emails ...
    Bin gespannt auf eure Antworten. Dankeschön schon im vorab.

    Detlef


  •   13

    Ich benutze selbst HotSpot Shield um gesperrte YouTube Videos zu schauen und ich findes ziemlich praktisch. Nur zu Empfehlen :)


  • Habe mir heute diese App installiert und bekam sofort von gmail die Nachricht:
    Der Anmeldeversuch wurde unterbunden, weil er möglicherweise von einem Hacker ausgegangen ist, der versucht, auf Ihr Konto zuzugreifen. Bitte lesen Sie die Details zu diesem Anmeldeversuch:
    Samstag, 18. Januar 2014 08:28 Uhr UTC
    IP-Adresse: 204.14.77.102
    Standort: unbekannt

    Kann man dies irgendwie umgehen? Wenn nicht, muss ich die App wieder deinstallieren, da gmail nicht mehr funktioniert..


  • Was für Daten muss man denn da angeben? Name, E-Mail und Region würde ich angeben, genaue Adresse, Telefonnummer und Passwort für Google Mail zum Beispiel nicht.


  • Solche Angebote sind ganz nett gegen Ländereinschränkungen. Wer sich um seine Daten sorgt, sollte besser keinen solchen Anbieter verwenden. Ich habe das grössere Vertrauen in meinen lokalen Provider. In öffentlichen Netzen nutze ich auch ganz gerne ein VPN. Der Datenverkehr wird dann aber verschlüsselt über meinen Router zu hause geleitet. Im Vergleich zu Hotspot Shield lassen sich keine ausländischen Angebote nutzen, wohl aber alle lokalen Inhalte im Ausland. Bei dieser Lösung fallen ausserdem keine zusätzlichen Kosten an.

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