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Hisilicon Kirin 990: Huaweis neuer Wunder-Chip für das Mate 30

Hisilicon Kirin 990: Huaweis neuer Wunder-Chip für das Mate 30

Huawei gibt auf der IFA 2019 den Startschuss für den neuen Prozessor Kirin 990, der 5G, Künstliche Intelligenz und jede Menge Power mitbringt. Im Mate 30 Pro wird der Kirin 990 schon bald seine Premiere feiern.

Huawei-CEO Richard Yu geizt bei der Vorstellung des Kirin 990 auf der IFA in Berlin nicht mit Superlativen. Der von Tochterfirma Hisilicon gefertigte Mobile-Chip ist der erste Huawei-Chip, der im 7-nm-Verfahren mit FF+ EUV gefertigt wurde. Dadurch kann Huawei den Chip schrumpfen, er ist 36 Prozent kleiner als der Qualcomm Snapdragon 855 oder Samsungs Exynos 9825. Auf dem winzigen Teil sind 10,3 Milliarden Transistoren verbaut. Der Kirin 980 aus dem Vorjahr hatte noch 6,9 Milliarden - eine deutliche Steigerung.

Kirin 990 mit eingebautem 5G

Der Kirin 990 ist der erste High-End-Prozessor für Smartphones mit eingebautem 5G-Modem. Huawei verspricht sich dadurch vor allem einen deutlich geringeren Stromverbrauch als mit einem separaten Modem. Die 5G-Einheit im Kirin 990 beherrscht zwar kein mmWave, schafft mit bis zu 2,3 Gbps im Download und 1,25 Gbps allerdings rekordverdächtige Geschwindigkeiten. Das Modem beherrscht nicht nur 5G, sondern auch LTE, 3G und GPRS. Durch den sogenannten Uplink Split soll die Verbindung bei schwachem 5G-Signal durch die Kombination mit 4G schneller und stabiler sein als beim X50-Modem von Qualcomm. Die KI im Kirin 990 sorgt zudem für verbessertes Beamforming und damit ein stabileres Signal bei höheren Geschwindigkeiten im Auto.

Huawei fertig den Kirin 990 alternativ auch in einer Version ohne 5G-Modem, die nicht nur bei der Funktechnologie abgespeckt wurde, sondern auch an zwei anderen Stellen.

Noch mehr Künstliche Intelligenz

Mit dem Kirin 970 hatte Huawei den ersten Mobile-Prozessor mit NPU vorgestellt, der Kirin 980 war der erste mit Dual-NPU. Mit dem Kirin 990 wechselt Huawei auf die Da-Vinci-Architektur und verwendet einen kleinen KI-Kern ("Tiny Core") und zwei große ("Big Core"). Das soll für eine 4,76 mal bessere Leistung bei Machine Learning sorgen als beim Kirin 970. Der Kirin 980 war laut Huawei 1,88 Mal so schnell wie sein Urahn. Dass Huawei davon überzeugt ist, die KI-Chips von Apple und Qualcomm deutlich abzuhängen, ist klar. Der Kirin 990 soll bei KI-Tätigkeiten bis zu 24 mal effizienter arbeiten als die Chips der anderen Anbieter und so auch Strom sparen.

Der Kirin 990 4G wiederum besitzt nur einen großen KI-Kern und einen kleinen, er ist für Machine-Learning-Aufgaben also nominell schwächer als der Kirin 990 5G.

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KI und 5G in einem Chip, das ist der Kirin 990. / © laremenko / Shutterstock.com

Jede Menge Power

Der Kirin 990 bringt insgesamt acht Rechenkerne (zweimal Cortex-A76 mit 2,86 GHz, zweimal Cortex-A76 mit 2,36 GHZ, viermal Cortex-A55 mit 1,95 GHz) und eine Grafikeinheit mit 16 Kernen (Mali-G76) mit. Das sollte für jede Menge Power sorgen. Huawei verspricht 10 Prozent mehr Leistung gegenüber dem Snapdragon 855 in der Single-Core-Wertung und 9 Prozent mehr bei Multi-Core-Anwendungen. Die beiden mittleren Rechenkerne, die für viele Apps die Hauptlast tragen, sollen gar 35 Prozent schneller arbeiten als bei der Konkurrenz. Die GPU ist laut Huawei 6 Prozent schneller und 20 Prozent effizienter. Der neue Dual-ISP soll dank DSLR-Technologie, die hier erstmals im Mobile-Bereich zum Einsatz kommt, 30 Prozent weniger Bildrauschen bei Fotos und 20 Prozent bei Videos möglich machen.

Auch bei der Taktfrequenz ist die 4G-Version des Kirin 990 übrigens ein wenig schwächer, die eben genannten Werte gelten allesamt für die 5G-Version. Die mittleren Kerne haben im abgespeckten Kirin-Prozessor 2,09 statt 2,36 GHz, die schwächeren laufen mit 1,85 statt 1,95 GHz. Ob man das auch im Alltag und nicht nur an den Benchmark-Ergebnisse merken wird, bleibt freilich abzuwarten

Premiere im Huawei Mate 30 Pro

Das erste Smartphone, das mit dem Kirin 990 ausgestattet ist, wird das Mate 30 Pro sein, und darauf müssen wir nicht mehr lange warten. Am 19. September wird das neue Smartphone auf einer Veranstaltung in München präsentiert. Dann erst lässt sich abschätzen, was das neue Wunderwerk von Huawei tatsächlich kann.

 

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