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So geht's: Hintergrund-Apps stoppen, beenden oder deaktivieren

So geht's: Hintergrund-Apps stoppen, beenden oder deaktivieren

Viele Android-Apps laufen im Hintergrund einfach weiter. Das muss nicht problematisch sein, denn viele Dienste müssen ständig aktiv sein, um sinnvoll zu funktionieren. Doch manchmal können die Apps das System ausbremsen oder saugen Euch den Akku rasant leer. Wir zeigen Euch, wie Ihr den Übeltäter findet und unschädlich macht.

Sei es der automatische Upload von Bildern oder der Empfang von Nachrichten: Einige Features benötigen einen Hintergrunddienst, um zu funktionieren. Typischerweise belasten diese Funktionen das Smartphone nur geringfügig, zu viele dieser Dienste können aber die Benutzeroberfläche ausbremsen. Und manchmal stürzt ein solcher Hintergrundprozess ab. Spätestens dann gilt es, den Prozess zu beenden.

Den App-Übeltäter herausfinden

Nicht immer weiß man direkt, welche App gerade die Probleme auf dem Tablet oder Smartphone verursacht. Vor allem, wenn sich eine bereits lange installierte App plötzlich quer stellt. Doch glücklicherweise es ist recht einfach, die Ursache herauszufinden. Dafür gibt es zwei Tools:

Den Akkuverbrauch überprüfen

Ein abgestürzter Hintergrundprozess führt oft zu einem erhöhten Stromverbrauch und dieser ist in den Detailinformationen zum Akku ersichtlich. Schaut dafür unter Einstellungen > Akku und öffnet über das Menü (die drei Punkte in der rechten oberen Ecke) den Bereich Akkunutzung. Hier bekommt Ihr den Stromverbrauch nach Apps aufgelistet. Öffnet nun noch einmal das Menü und lasst Euch die vollständige Gerätenutzung anzeigen.

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Die Anzeige des Akkuverbrauchs / © AndroidPIT

Ganz oben ist meist das Display als größter Stromverbraucher verzeichnet. Habt Ihr eine App zuletzt wenig genutzt, diese erscheint aber trotzdem weit oben auf dieser Liste, könnte etwas faul sein. Mit einem Klick auf einen App-Eintrag gibt es dann noch Detailinformationen. Hier könnt ihr die App auch beenden, falls der Akku- und Ressourcenverbrauch zu viel wird und seht auch, wie viele Minuten sie aktiv genutzt wurde und wie lange sie im Hintergrund aktiv war.

Aktive Dienste checken

Bevor Ihr einen Dienst beendet, solltet Ihr aber noch eine zweite Infoquelle hinzuziehen. Detaillierte Infos zum Ressourcenverbrauch von Anwendungen hält Android für euch unter dem Punkt Aktive Dienste parat. Um diesen aufzurufen, heißt es zunächst, die Entwickleroptionen zu aktivieren. Wie das geht, lest Ihr hier:

Nachdem ihr die Entwickleroptionen aktiviert habt, könnt Ihr darin den Punkt Aktive Dienste aufrufen. Hier seht ihr, welche App wie viel Arbeitsspeicher belegt und wie viel RAM noch frei ist. Hat hier eine App einen verdächtig hohen Speicherverbrauch, so lässt sie sich auswählen und Ihr erfahrt auf der folgenden Seite, welche Hintergrunddienste von der App gestartet wurden.

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Detaillierte Informationen über den Speicherverbrauch von Apps und Diensten. / © AndroidPIT

Aktiviert Ihr über das Menü in der rechten oberen Ecken noch den Punkt Prozesse im Cache anzeigen, bekommt Ihr sogar angezeigt, welche Apps aktuell noch im Zwischenspeicher hängen.

Maßnahmen: App deaktivieren, deinstallieren und Beenden erzwingen

Ist der App-Übeltäter gefunden, geht es ab in die App-Details. Die findet Ihr unter Einstellungen > Apps & Benachrichtigungen > Alle Apps anzeigen. Tippt dort auf die jeweilige App, die Probleme macht. Hier habt Ihr nun verschiedene Möglichkeiten das Problem zu beheben.

Typischerweise reicht zunächst, auf Beenden erzwingen (manchmal auch Stopp erzwingen) zu tippen. Diese Maßnahme sollte zumindest gegen abgestürzte Apps helfen und stoppt auch Hintergrund-Prozesse einer Anwendung.

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Hat sich eine App quer gestellt, reicht es oft den Speicher zu leeren.  / © AndroidPIT

Hat das nicht geklappt, tippt auf Speicher und Cache und anschließend auf Cache leeren. Jetzt wird der Zwischenspeicher der App geleert, was zum Beispiel hilft, wenn sich die App einfach irgendwie "verkantet" hat. Auch das hat nicht funktioniert? Dann geht wieder zurück und tippt diesmal auf Speicherinhalt löschen. Hierbei löscht Ihr die von Euch vorgenommenen Einstellungen und müsst Euch bei der App gegebenenfalls neu einloggen.

Wer einen Dienst dauerhaft stoppen möchte, greift zu den Optionen Deaktivieren oder Deinstallieren. Deaktivieren bedeutet, dass die App nicht mehr gestartet wird, aber sie trotzdem im internen Speicher bleibt. Dies kann zum Beispiel bei mitgelieferten Apps der Fall sein, denn der Hersteller installiert diese Anwendungen als System-App, die der Nutzer nicht ohne Weiteres löschen kann. Deinstallieren wiederum tut genau das. Es löscht die App aus dem internen Speicher Eures Smartphones.

Wollt ihr zielgerichtet einen einzelnen Dienst einer App beenden, so helfen euch die Optionen in der Detailansicht der Funktion Aktive Dienste. Hier heißt es jedoch, besonders vorsichtig vorzugehen, denn viele Apps kommen nicht gut damit zurecht, wenn ein einzelner Bestandteil beendet wird.

Aber Vorsicht: Ist Euch gar nicht so recht klar, wofür die App gedacht ist, dann solltet ihr nicht vorschnell handeln: Denn manche Dienste sind für die ordnungsgemäße Funktion von Android oder anderen Apps unverzichtbar. Häufig kann dann auch ein Neustart Wunder bewirken, denn ein Reboot zwingt Android, alle laufenden Hintergrund-Prozesse neuzustarten.

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