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HDR Camera+ - Ein guter Weg!

Zwei Jahre ist eine lange Zeit. Der letzte Test unseres heutigen Testkandidaten ist nun mehr als diese Zeitspanne her. Ein guter Anlass einen erneuten Test durchzuführen und den Entwicklern auf die Finger zu schauen. Konnten die damaligen Kritikpunkte ausgeräumt werden?

Diese und einige andere Fragen bezüglich HDR Camera+, erfahrt ihr in unserem heutigen Testbericht!

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Bewertung

Pro

  • Vielfältiger Funktionsumfang
  • Gute Ergebnisse
  • Flotte Berechnung

Contra

  • Einige Komfortfunktionen fehlen
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Google Nexus 4 4.3 Nein 2.34 2.40

Funktionen & Nutzen

An High Dynamic Range (kurz: HDR) scheiden sich die Geister. Unbestritten dürfte jedoch die Popularität dieser Hochkontrastbilder sein - besonders im Bereich der Smartphone-Fotographie.
Doch wie fertigt unser Smartphone eigentlich diese Bilder an? Hierzu bedient sich HDR Camera+ sozusagen einem kleinen Trick. Es werden nämlich insgesamt drei Bilder in einer Belichtungsreihe aufgenommen. Diese drei Low-Dynamic-Range-Bilder werden anschließend ineinander verrechnet. Die Idee hinter dieser Belichtungsreihe ist, dass in mindestens einem Bild jede Region des Motives korrekt belichtet wurde und durch die Verrechnung von LDR-Bildern ein Hochkontrastbild entsteht.
Der große Nachteil dieser Aufnahmemethode ergibt sich jedoch bereits aus der Erläuterung der Anfertigung. Das Motiv darf sich nämlich innerhalb dieser Belichtungsreihe nicht (oder nur wenig) bewegen.

Nachdem die Technik hinter der Applikation fassbar ist, wenden wir den Blick unserem heutigen Testkandidaten zu. HDR Camera+ hat es in den vergangenen 27 Monaten geschafft, einen Großteil unserer damaligen Kritikpunkte auszumerzen und einen Schritt nach vorne zu nehmen.
Die Anwendung versteht sich als Anlaufstelle von HDR-Begeisterten und bietet eine dementsprechende Funktionsvielfalt an. So ist das Problem des Verruckelns durch einen softwareseitigen Bildstabilisator gelöst, welcher erstaunlich gut funktioniert. Man darf natürlich an dieser Stelle keine Wunder erwarten, aber im Praxistest sind die Bilder - trotz kleinerer Bewegungen - gut gelungen. Sobald sich jedoch der Untergrund bewegt (z.B. auf einem Boot), hat auch der integrierte Bildstabilisator seine Grenzen erreicht.

HDR

Links ein Beispiel der verschiedenen Effekte und rechts der typische Bildschirm während der Berechnung. / © HDR Camera+

Das Anfertigen von Bildern geht überaus einfach von der Hand. Schnell den Auslöser betätigt und die Applikation fertigt drei Bilder hintereinander an. Leider wird dem Nutzer, besonders bei den ersten Anwendungen, nicht angezeigt wie lange dieser Prozess dauert. Damit kann es bei den ersten Exemplaren zu verwackelten Bildern kommen.

Anschließend kann der Nutzer verschiedene Einstellungen vornehmen und Effekte nachtragen.
Ein großes Lob an dieser Stelle geht an die Entwickler, da sie unsere letzten Kritikpunkte in diesem Bereich ausgeräumt haben. Sowohl der Zugriff auf die Galerie, das Teilen der Bilder direkt aus der Anwendung und der Mangel an Effekten, wurden beseitigt beziehungsweise als Funktionen hinzugefügt. Dies rundet HDR Camera+ merklich ab und steigert die Nutzbarkeit ungemein. 

Doch nicht nur im Vordergrund kann HDR Camera+ einige Funktionen bieten. Im Einstellungsmenü können dutzende Verfeinerungen vorgenommen werden und so lässt sich die Applikation anpassen.
Neben der Bildgröße (und somit der Megapixelanzahl), können auch fortgeschrittene Einstellungen angepasst werden. So kann im Unterpunkt „Farblebendigkeit“ von „Schwarz und Weiß“ bis „Gesättigt“ ausgewählt werden. Letzteres bietet sich jedoch nur für Bilder an, die bewusst sehr prominente Farben enthalten sollen.

hdr zusatz
Viele Einstellungsmöglichkeiten. / © AndroidPIT

Weitere Möglichkeiten der Einflussnahme reichen von der Einstellung des lokalen Kontrastes bis zur Rauschunterdrückung (welche im Praxistest einen guten, aber nicht einschneidenden Eindruck hinterließ).
Es lässt sich festhalten, dass die Einstellungsmöglichkeiten mehr als ausreichend sind. Leider lässt sich nur über das Einstellungsmenü die Kamera auswählen. Einen schnellen Wechsel über das Hauptmenü ist nicht möglich. Hier könnten die Entwickler noch benutzerfreundlicher werden.

Die großen Unterschiede zwischen der Vollversion und der kostenlosen Variante sind nicht einschneidend, aber merklich. So wird in der Vollversion (natürlich) die Werbung entfernt. Ferner kommen Zoom und Geo-Tagging hinzu. Leider macht der Zoom aufgrund der größeren Gefahr von Verwacklungen bei HDR wenig Sinn. Zumindest waren die getätigten Aufnahmen im Testzeitraum durchweg nicht zu gebrauchen. Auch der Blitz kann in der kostenpflichtigen Version angepasst werden. Eine Funktion, die nützlich sein kann.

Bildschirm & Bedienung

HDR Camera+ bietet eine gute, aber nicht herausragende Optik. Zwar lässt sich über die grafische Präsentation generell immer diskutieren, doch die Anwendung hat keinen echten „WOW“-Faktor.

Die Bedienung ist hingegen sehr gut gelungen und ist durchweg intuitiv.

Speed & Stabilität

HDR Camera+ hat in dieser Kategorie durchweg einen guten Eindruck hinterlassen.

Preis / Leistung

HDR Camera+ ist derzeit für 1,99 Euro verfügbar. Die kostenfreie Variante bietet einen ausgiebigen Eindruck.

Abschließendes Urteil

HDR Camera+ ist von unserer Seite eine absolute Empfehlung. Die Fokussierung auf das Element „HDR“ ist gut gelungen und wer sich für diesen Aufnahmemodus begeistern kann, der ist bei dieser Anwendung gut aufgehoben.

Das große Einstellungspotential rundet das Gesamtbild gänzlich ab und im Vergleich zu unserem letzten Testbericht, konnten die Entwickler nochmals eine Schippe drauflegen.

HDR Camera+ ist eine sehr gut gelungene Applikation, mit der ein oder anderen (noch) möglichen Komfortfunktion. Doch in Anbetracht des bisher zurücklegten Wegs sind wir zuversichtlich!

1 Kommentar

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  • Wenn man HDR+ kauft kriegt man die Premiumfunktionen der neuen Kamera der Entwickler "A better Camera" umsonst. Dort sind die anderen App wie HDR und Panorama eingepflegt. Hat wohl noch ein paar Bugs, aber nette Idee. Zumal ich HDR Camera+ mal für wenige Cent gekauft habe. :-)

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