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Harman Kardon Invoke: Cortana-Lautsprecher vorgestellt

Samsungs Lautsprecher-Tochter Harman/Kardon hat ihren Smart-Home-Lautsprecher Invoke enthüllt. Er wird von Microsofts künstlicher Intelligenz Cortana unterstützt. Mit ihm sollt Ihr Skype-Anrufe starten und Eure Haushaltsgeräte steuern, ohne einen Finger krumm zu machen.

Die AndroidPIT-Redakteure bei ihrer Arbeit erleben: bestimmt super spannend!
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Eigentlich wurde erwartet, dass Harman/Kardon den mit Cortana ausgestatteten WLAN-Lautsprecher auf der CES Anfang Januar 2017 der Öffentlichkeit präsentiert. Schon seit rund einem halben Jahr treffen immer wieder kleine Informationshäppchen ein. Auf dem Papier wurde Invoke jetzt endlich vorgestellt. Auf der Produktseite bei Harman USA steht zum Release des Invoke: "Coming in Fall". Kurz vor Herbst wäre dann Zeit für die IFA. Vielleicht sehen wir also in Berlin erste Live-Demos.

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Immerhin wurde jetzt gezeigt, wie das Produkt aussehen wird. / © Harman/Kardon

Genau wie Amazon Echo ist Harman/Kardon Invoke ein 360-Grad-Lautsprecher, der mittig im Raum platziert, diesen mit Klang ausfüllen soll. Farbringe am oberen Rand signalisieren, dass die Spracherkennung aktiv ist und Cortana Eure Befehle erwartet. Aktiviert wird die Spracherkennung in Invoke per Hotword "Hey Cortana". Ein zuvor geleaktes Teaser-Video zeigt diese Animation in Aktion:

Offenbar wird Harman/Kardon Invoke nicht mehr können als Echo oder Home. Die Hoffnung liegt einzig beim Hardware-Partner, dessen Name für guten Klang steht. Wenn Microsoft hier mit einer guten Lösung punkten kann, wäre ihm ein wichtiges Kaufargument gegenüber der Konkurrenz sicher.

Warum Samsung ein Problem für Invoke werden könnte

Interessanterweise wurde Harman von Samsung für über 8 Milliarden US-Dollar übernommen. Also könnte es durchaus sein, dass Samsung langfristig gesehen Cortana aus den Harman Kardon-Produkten verbannt und stattdessen auf den eigenen Assistenten Bixby setzt. Dieser will derzeit als eines der Highlights im Galaxy S8 Kunden begeistern.

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Amazons jüngster Streich: Alexa im neuen Fire TV Stick. / © AndroidPIT

Die Schlacht der Hardware-Assistenten hat also einen weiteren Teilnehmer. Amazons Alexa erfreut sich aktuell einer großen Beliebtheit bei zahlreichen Geräte-Herstellern. So haben auf der CES Hersteller wie Lenovo, LG und auch Ford verkündet künftig Alexa in zahlreiche Produkte zu integrieren. Amazon verteilt Alexa indes auch im neuen Fire TV Stick oder liefert es per Update an die Fire TV Box und die ersten Generationen des Sticks aus. Für letztere wird aber noch die Anschaffung einer separat erhältlichen Alexa-Sprachfernbedienung für rund 25,- Euro fällig. 

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Android auf dem Fernseher bekommt den Assistant hoffentlich per Update. / © ANDROIDPIT

Googles Assistant hätte in Form von Google Home im ersten Halbjahr 2017 in Europa landen sollen, kommt nun offenbar aber doch nicht. So bleibt Amazons Echo zunächst ohne direkte Konkurrenz. Immerhin erhalten Fernseher sowie Set-top-Boxen mit Android TV per Software-Update den Google Assistant.

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Die kleinen Echo Dots verschleudert Amazon inzwischen in der Dreier-Packung. / © ANDROIDPIT

Auch Bixby von Samsung könnten sich über weitere Haushaltsgeräte oder Computer seinen Weg in unsere heimischen vier Wände bahnen. Was Microsoft kurzfristig für Cortana plant, könnten wir im Kontext der Entwickler-Konferenz Build erfahren, der unter anderem Cortana-Skills aufgreift.

Wie steht Ihr zu Invoke? Hat Microsoft eine Chance gegen Amazon? Welche Features sollte Invoke mitbringen, damit die Steuerung für Euch attraktiv wird?

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11 Kommentare

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  • Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Cortana mich einfach am besten versteht. Schade, dass sie nur bei Bing suchen kann. In den USA soll der Suchdienst von Microsoft ja ganz gut sein. Bei uns in Europa ist er leider einfach unbrauchbar.

  • realistisch gesehen haben doch nur Google Home und die etwaige Lösung von Apple, sollte sie kommen, eine Chance. Das liegt in der Natur der Sache eines Assistenten. Der soll möglichst einfach gehalten sein. Das schaffe ich nur mit Vernetzung ins Google- oder Apple-System.
    Bei vielen Nutzern sieht es so aus: Cloud ist Dropbox, Office ist Microsoft, Suchmaschine und die halbe Onlinewelt besteht aus Google, die Mailadresse bei web.de oder gmx. Auf dem Handy geht es weiter mit Samsung-eigenen Lösungen für den Kalender und die Musik.
    Wie soll da jemand sinnvoll einen Assistenten in Form einer sprechenden Pringles-Box bedienen können? Noch dazu einen ohne Display?
    Die iNutzer haben meistens nur iProdukte und sind von diesem Problem gar nicht betroffen. Google fängt ja inzwischen auch mit Ähnlichem an, gerade auch was die Entwicklung von Desktop-UIs etc angeht.
    Aber was wollen Microsoft und Amazon, beide ohne jegliche Mobile-Marktkraft und Microsoft mit Hass auf Cortana unter Windows10, groß rausbringen? So gut die Audio der Cortana-Chipsdose auch sein mag, mit der derzeitigen Fragmentierung wird sie schwer über den Status als Schicker Lautsprecher hinauskommen. Amazon hat gar nicht erst die Möglichkeit, Alexa irgendwie zu demonstrieren, ohne dass der Nutzer sich die Box kauft. Den Google Assistant, Siri und Cortana kann ich wenigstens ausprobieren und die Stärken und Schwächen vorher abschätzen.

  • Zumindest dürfte der Sound stimmen. Mit harman/kardon habe ich sehr gute Erfahrungen, soundtechnisch gesehen. Was die Software bietet ist derzeit nur Spekulation, abgesehen von den geleakten Infos. Ich würde mir beispielsweise die Möglichkeit wünschen, daß man das System gleich zum Multiroomsystem ausbauen könnte.

  • Solange Bing dahinter steckt, wird das wie beim Echo, nix. Normale Suchanfragen laufen gar nicht.

  • Zumindest ist Cortana meiner Erfahrung nach dem Google Assistenten überlegen. Google kann gefühlt gar nichts bei mir. Beispiel: "Was habe ich morgen vor?" Ergebnis sind Reiseziele. "Welche Termine habe ich morgen?" Ergebnis: Eingabemaske zum Erstellen eines Termins. Und so weiter und so fort. Cortana kann das alles lange schon.

  • Noch eine Totgeburt. Die Menschheit ist (noch) nicht reif/verblödet genug für so einen Käse.

  • Ach komm, wir kennen doch Microsoft. Das wird erst mal ein Jahr lang nur in den USA auf den Markt kommen, dort nicht so gut laufen, dann mit einer geringeren Befehlsunterstütung nach Europa kommen und nicht weiter unterstützt werden (sage ich als ex-WindowsPhone-Verteidiger).

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