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Handelskrieg: USA erheben offiziell Anklage gegen Huawei

Handelskrieg: USA erheben offiziell Anklage gegen Huawei

Der Konflikt zwischen den USA und dem chinesischen Telekommunikations-Giganten Huawei wird intensiver. Kurz vor Beginn der nächsten Runde der Handelsgespräche zwischen China und den USA erheben diese offiziell Anklage gegen Huawei. Die Vorwürfe: Spionage und Bruch der Sanktionen gegen den Iran.

In der Anklageschrift des US-Justizministeriums finden sich insgesamt 13 Anklagepunkte gegen Huawei, sowie die Finanzchefin Meng Wanzhou, Tochter des Firmengründern Ren Zhengfei, und zwei Tochterunternehmen. Zwei anderen Tochterunternehmen von Huawei werden zehn weitere Anklagepunkte zur Last gelegt, auch hier dreht es sich um Industriespionage.

Huawei soll laut Ansicht der US-Behörden zwischen 2007 und 2017 unter Verletzung der US-Sanktionen Geschäfte mit dem Iran getätigt haben. Meng habe im Zusammenhang mit den Ermittlungen "wiederholt gelogen". Bei der Industriespionage geht es hauptsächlich um einen Roboter namens "Tappy", der von T-Mobile zum Testen von Smartphones entwickelt wurde. Huawei-Ingenieure sollen ihn fotografiert, vermessen und ein Bauteil gestohlen haben. Diese Angelegenheit hatten die beiden beteiligten Unternehmen allerdings vor Jahren bereits beigelegt.

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Meng Whanzou, die Tochter des Huawei-Gründers, wird noch immer in Kanada festgehalten. / © Huawei

Huawei steht unter Druck

In einem ersten Statement zeigt sich Huawei enttäuscht von der aktuellen Anklage. Das chinesische Unternehmen gibt sich entspannt, schließlich seien die aktuellen Punkte bereits Gegenstand einer Zivilklage gewesen, in der das Gericht in Seattle ein für Huawei positives Urteil gefällt hat. Man habe kein US-Recht gebrochen und sei sich sicher, dass das am Ende auch die Gerichte so entscheiden werden.

So entspannt und selbstbewusst das auch klingen mag: Huawei steht unter Druck, und das nicht nur in den USA. In vielen westlichen Ländern steht das Engagement des chinesischen Unternehmens bei der Netzwerkinfrastruktur auf dem Prüfstand, da kann sich schnell ein Dominoeffekt einstellen. Bisher allerdings beruhen all diese Überlegungen und Reaktionen nicht auf nachgewiesenen Fakten, zumindest nicht auf solchen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Gerät Huawei nun in ernste Schwierigkeiten, oder ist das alles nur eine große Show? Diskutiert mit uns unter diesem Artikel oder in unserem Huawei-Forum.

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7 Kommentare

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  • Wer frei von Schuld ist werfe den ersten Stein...


  • Das ist alles eine große Show. Die USA spielen derzeit Hardball - gegen uns (VW, DB) und gegen dern Rest der Welt. Die Chinesen sind aber auch nicht besser - sitzen aber am längeren Hebel - auch schon weil deren Regierung nicht das Geschäft des Gegners mit macht (was die USA früher massiv und Europa sowieso so macht)


  • Die sind beide nicht unschuldig nicht 🇺🇸und nicht 🇨🇳, so ver kauft jetzt ein Deutsches 📱?


  • Tja nun sind andre am Zug un das schmeckt Trumpelheinz nich un er versucht haltlose Dinge mit alten kammellen . Nur das er sich ins eigne Fleisch schneidet, rafft der eh nich sämtliche Antennen etc. alles Huawei auf seinen Schiffen und rundrum


  • Auch wenn das viele nicht so sehen wollen.
    Der Westen ist das Problem.
    Wer gewinnbringende Geschäfte mit einem Land machen möchte, welches einen riesigen Absatzmarkt ermöglicht muss sich damit abfinden, dass dieses Land eines Tages vielleicht auch einen Stück vom Kuchen haben möchte.

    Wir, und da sehe ich nicht nur die Amerikaner sondern alle Industriestaaten im Westen, haben gedacht dass wir alle Länder einfach ausnehmen und von ihnen profitieren können was Rohstoffe, billige Arbeitskräfte etc angeht.
    Dies rächt sich nun eben durch ein übermächtiges China (von der westlichen systematischen Ausbeutung der dritten Welt fangen wir gar nicht erst an, da geht es nämlich munter weiter mit unserer blinden Überheblichkeit).

    Nun ist China auf Augenhöhe und die chinesischen Unternehmen mächtig genug um den Amerikanern in die Suppe zu spucken.
    Vielleicht versucht man mal mit fairen Mitteln zurück zu schlagen statt mit substanzlosen Vermutungen.

    Amerika enttäuscht mal wieder.
    Im Westen also nichts Neues.


  • Wird langsam Zeit dass der liebe Donald Trump abgewählt wird. Hoffentlich verliert er die nächste Wahl.


    • Das würde nicht an der Lage ändern, außer vielleicht, daß anstatt eines Handelskrieges ein neuer großer Bomben- und Schießkrieg mit richtigem Blut geführt würde.

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