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Händler sollten Kunden zu mehr Recycling animieren

In einer perfekten Welt gäbe es einen geschlossenen Kreis, bei dem bereits genutzte Ressourcen aus Altgeräten gewonnen und für Neugeräte verwendet werden. Um an diese Altgeräte zu gelangen, gibt es auch in unserer Welt gesetzliche und wirtschaftliche Anreize. Google gibt Euch Store-Guthaben für Euer altes Smartphone, wenn Ihr das Pixel 2 kauft; leider zu wenig. Das ist schade, denn der Ansatz genau der richtige.

Ich lese diesen Artikel, weil mir auf der Arbeit langweilig ist.
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Die Verschwendungssucht der Smartphone-Industrie ist mir schon lange ein Dorn im Auge. Smartphone-Hersteller können ungehindert Geräte verkaufen, die nach einem Jahr veraltet und nach zwei nahezu unbrauchbar sind. Anwender stehen vor fest verbauten Akkus in geschlossenen Gehäusen und sind auf Gedeih und Verderb der Software ausgeliefert, die der Hersteller auf den Geräten installiert. Sind der Akku abgenutzt und die Software am Ende ihres Wartungsfensters, ist ein Neukauf unumgänglich. Was passiert dann mit dem Altgerät?

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In Tonnen von Schrott sind immerhin Kiloweise Wertstoff. / © ANDROIDPIT

Erfreut sieht man dann Versuche wie jüngst den von Google, Altgeräte in einen Kreislauf der Wiederverwertung zu bringen, eh sie in heimischen Schubladen verstauben oder im falschen Müll verkommen. US-Kunden können vor dem Kauf eines Pixel 2 ihr Altgerät in Zahlung geben. Bei der Schätzung des Werts unterbietet Google jedoch die Straßenpreise für entsprechende Gebrauchtgeräte erheblich. AndroidPolice hat herausgefunden, dass Euch Google in den USA für Euer altes Galaxy S7 höchstens 150 US-Dollar gibt; auf eBay bekommen Amerikaner für ihr altes Unlocked-Modell zwischen 200 und 300 US-Dollar. So macht niemand bei Google mit, der nicht zu viel Geld zu verschenken hat.

Opinion by Eric Ferrari-Herrmann
Anreize für Recycling sind wichtig und sogar nötig.
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Dass Google es immerhin versucht, ist löblich. Die Telekom hatte derlei Aktionen ebenfalls mehrfach im Programm und bot pauschal 100 Euro für Euer altes Handy, selbst wenn es ein Nokia 5110 mit zerbrochenem Display war. Die hundert Euro gibt's jedoch nur als Gutschrift für Euren frisch unterzeichneten Mobilfunkvertrag; was immerhin besser ist als nichts.

Wie viele alte Handys liegen ungenutzt bei Euch zuhause?
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Abgeben dürft Ihr Euren alten Schrott trotzdem überall, wo es neuen Schrott zu kaufen gibt. Das wurde schon im Sommer 2016 beschlossen, hat sich aber nicht sonderlich herumgesprochen. Noch bequemer geht's mit den kostenlosen Versandmarken von der Deutschen Umwelthilfe oder über das Portal der Telekom. Dann legt Ihr das Paket mit Eurem Elektroschrott einfach in die nächste Packstation und habt etwas gutes für die Umwelt getan. Denn immerhin lässt sich ein Teil der Ressourcen bereits zurückgewinnen, die dann nicht erneut aus der Natur entwendet werden müssen, wie man unter anderem auf dem Portal Handys für die Umwelt erfährt.

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Ob das neue Nokia 3310 wieder zehn Jahre lang verwendbar ist? / © AndroidPIT

Ist Euer altes Smartphone noch nicht schrottreif, könntet Ihr versuchen, es zu verkaufen. Ein paar Tipps dazu haben wir für Euch schon früher gesammelt. Eine Untersuchung durch Stiftung Warentest zeigte, dass eBay gegenüber spezialisierten Schätz- und Verkaufsportalen fast immer vorzuziehen ist.

Trotz hoher Gebühren und Aufwand beim Erstellen der Produktbeschreibung lohnt sich das Online-Auktionshaus durch das größte Publikum und den höchstmöglichen Erlös fürs Altgerät. Dass das alte Smartphone noch etwas wert ist, gibt ja sogar das geizige Google zu. Und am besten für die Umwelt ist ohnehin, unserer Elektronik eine längere Lebensdauer zu verschaffen.

Was macht Ihr mit Euren alten Smartphones? Verwendet Ihr sie bis zum letzten Einschalten oder gebt Ihr sie ab, so lange man für sie noch Geld bekommen kann?

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Top-Kommentare der Community

  • Eric Ferrari-Herrmann
    • Staff
    vor 3 Wochen

    Es ist unnötig und unzumutbar, aber vor allem unrealistisch, dass einzelne zu viel an sich selbst verändern, um große Umweltziele zu erreichen. Es ist aber machbar und sollte gemacht werden, dass einige hundert einen kleinen Schritt in dieselbe Richtung machen, um in der Summe etwas Großes zu bewegen. Und ich bin dankbar, in einer Position zu sein, in der ich der kleine Stein ganz oben in dieser Lawine sein kann.

    Ich habe einen riesigen Respekt vor dem „Veröffentlichen“-Button, weil ich genau das weiß. Und ich bin froh, dass das so viele Leser dankend annehmen.

38 Kommentare

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  • Ich finde der Staat sollte Hersteller zu mehr Recycling zwingen!!!

    Kann ja nicht sein dass seit 2015 sehr viele Handys nur mit festem Akku verkauft werden, dadurch ist die Langlebigkeit ohne teurer Reparatur nicht möglich...

    Habe mein altes Galaxy S2 und Moto Razr Maxx noch immer behalten! Erinnert mich an viel tolle Zeit mit Freunden und Familie 😋😎

    Bis vor Kurzem liefen auch locker alle App Updates drauf und sooo langsam wie ein Symbia Xperia Satio waren die Devices auch nach Jahren ohne Reset nie!!!

    Also soll mal Europa eine Richtlinien bringen, mit der Akkus in Geräten leicht von jedem Nutzen selber getauscht werden können!

    Aber dann hätten ja auch die Lobbyisten weniger Schwarzgeld/Sponsoring 💰

    Ich fordere daher "Wechselakkus" und empfehle gerne Devices in Einsteiger bis alter Oberklasse mit Wechselakku für Freunde und Verwandte!


  • Wenn man mal in Flohmärkte und Gebrauchtbörsen schaut, sieht man, dass viele alte Geräte weiterverkauft und dadurch auch lange verwendet werden. Ich gebe meine alten Geräte immer im Familien und Freundeskreis weiter, wodurch sie auch sehr lange in Gebrauch sind, dies ist glaube ich nicht nur bei mir so. Mein altes G2 wird für Flash-Experimente verwendet(Nougat läuft darauf sehr gut, mal schauen ob es auch noch für Oreo was gibt) und die ganz alten oder defekten Geräte kann man bei uns spenden und mit den ausgelösten Rohstoffen werden Bedürftige unterstützt, auf diese weise habe ich schon einige sehr alte Schinken entsorgt.
    Die ganze Geschichte gehört Generell aber einfach besser organisiert, es gibt genug Spezialfirmen die sich auf das auslösen der Rohstoffe von Platinen etc spezialisiert haben und hier sollte es nicht nur die Möglichkeit geben sein altes Gerät abgeben zu können, sondern dies sollte auch besser forciert werden.


  • "sollten". Ich würde meinen kunden nich sagen, dass sie ihre steckdosen und leitungen selber ziehen sollen oder ihr haus nicht umbauen. Die händler würden sich ja selber ins knie schiessen


  • Ich werde mein Galaxy S5 (LTE+) so lange behalten, bis es nicht mehr reperabel ist.


  • Ludwig vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Mein S2 hatte ich meiner Frau vererbt, da der Akku nach 2 Jahren kaputt war habe ich dann insgesamt noch mal 2 original Akkus gekauft die jeweils nur 1 Jahr hielten, dann wurde das Gerät total langsam obwohl kaum Apps drauf waren, auch ein Werksreset hat nicht geholfen, nun ist es knapp 5 Jahre alt und quasi reif für die Mülltonne. So hat das Handy pro Jahr rund 100 Euro gekostet, so macht Samsung Geld. Ich finde das eine Frechheit.


    • Da hast du Recht , aber nicht nur Samsung, das machen leider alle Herstellers so. Da ist die Politik schuld und genau die die das zulassen wählen wir heute wieder.


      • Ludwig vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Stimmt natürlich, da sind sich fast alle einig.


      • Zugegeben, da läuft etwas falsch. Trotzdem finde ich es nicht gut, dauernd nach neuen Verboten und Vorschriften zu rufen. Einerseits verschlimmbessert es die Politik meist (z. B. Flaschenpfand) und andererseits bin ich dafür dem Markt Chance zu geben.


    • Pit123 vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Kurioserweise fallen die Leute trotzdem Jahr für Jahr auf die Masche von Samsung rein...😠


  • Takeda vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Ich habe nur Handys mit Wechselakku, so lange das geht und die Hardware so rubust wie vor 15 Jahren ist, steht dem Nokia nichts im wegen, auch 10 Jahre zu halten. Die Software kann man durch einer Costum Rom ersetzen. Bei denn Handy ab 2012 ist es meistens die Hardware, die so lange nicht mit spielt. Die Qualität der Hardware hat sich leider verschlechtert.


  • Ich habe meine Altgeräte noch, und versuche sie in Bastelprojekten einzubinden, z.B. als IP-Kamera, oder als nur MP3-Player. Manchmal nehme ich einen Oldie auch mit ins Schwimmbad, um telefonisch erreichbar zu bleiben, und das Gerät nicht wegschließen zu müssen.
    Wenn was kaputt ist und eine Reparatur nicht lohnt, oder der Weiterverkauf für den zu erwartenden Erlös zu aufwändig ist, kommen sie auf den örtlichen Recycling-Hof. Die Abgabe bei eine Händler habe ich noch nicht probiert.
    Im Artikel wird es nur angedeutet, aber die Entsorgung über die Mülltonne ist natürlich verboten!
    Auch wenn die Chance hoch ist, nicht erwischt zu werden, sollte man Rohstoffe wie seltene Erden, Gold. Gallium oder Indium, die mit riesigem Aufwand gewonnen werden, nicht in der Schlacke einer Müllverbrennung verkommen lassen. Ob die Verbindungen die bei der Verbrennung entstehen können, sonderlich gesund sind, bezweifle ich auch.


  • Tenten vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    @Eric:
    Gratulation zur Heirat, falls das oben nicht einfach nur ein Künstlername ist :)
    Und vielen Dank für den Artikel. Ich finde es sehr gut, dass ihr euch in letzter Zeit mehr mit Themen wie Umweltschutz und Datenschutz befasst und auch mal kritisch hinterfragt. Das sollte sogar noch viel häufiger passieren. Es ist oftmals unbequem und kommt bei vielen nicht an, wie man hier ja wieder an den vereinzelten Kommentaren desillusionierter und frustrierter alter Männer sehen kann, denen Umwelt und Mitmenschen gleichgültig sind. Aber es ist notwendig und wichtig. Denn man muss anfangen, sonst wird sich nichts verändern. Vielen Dank.


  • Ahoi vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Die hohen eBay-Gebühren fallen nicht an, wenn man seine Ware auf eBay-Kleinanzeigen anbietet und weniger als 50 Anzeigen innerhalb von 30 Tagen schaltet. Allerdings dauert der Verkauf meist länger. Ob man in einer Versteigerung letztendlich mehr Geld erzielt, oder erfolgreicher verkauft, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht kann jemand seine Erfahrungen mit uns teilen?


  • Lieber Autor, ihre private Meinung ist schön. Sie wurden vermutlich auf das Problem angesetzt. Sie waren sicherlich wie viele begeistert. Endlich können sie ihre Schuld los werden, diesen Druck der sie täglich quält. Das schlechte Gewissen eben.

    Zu ihrer Information. Das receycelte Smartphone wird ihre Seele nicht retten. Sie tragen Metall und Plastik ständig mit sich herum. Ihre Kleidung ist aus Baumwolle? Ganz schlecht. Sie nutzen Autos, Busse, Züge oder Flugzeuge? Sie leben hoffentlich ohne Strom, ein Seitenaufruf im www und wieder 2 Gramm CO2 produziert. Muss das sein?

    Zum Trost:
    Selbst wenn sie sich nackt in den Wald begeben schädigen sie die Umwelt. Auch beim Barfuß laufen entsteht Feinstaub und sie atmen, dabei produzieren sie CO2. Gut auf die Erdgeschichte betrachtet gab es selten weniger CO2 als heute aber wer sich mit dem Klimawahn infiziert hat glaubt nicht Fakten, sondern den alternativen Fakten besser Fake News von Al Gore & Co. Die verpacken das auch immer so schön z.B. mit traurigen Eisbären. Blöd das die sich trotzdem vermehrt haben.

    Am Rande bemerkt, die deutsche Wirtschaft stößt weniger CO2 aus als Chinesen durch das Atmen produzieren. Aber vielleicht fordern sie demnächst die “rückstandsfreie Entsorgung“ des Menschen?


    • Lieber Herr Schmidt, voller Genuß habe ich ihren Kommentar gelesen. Gerne würde ich die Chance ergreifen und eine sarkastische, ja man könnte sagen Troll ähnliche Reaktion, auf diesen zu erwidern.
      Nur leider ist es bereits schon ziemlich spät und ich bin schlicht und ergreifend zu müde nach diesen langen Tag. Nehmen Sie diesen unterlassenen Versuch also bitte nicht als Wertung Ihres Kommentars war. Gerne möchte ich jedoch in naher Zukunft einen ebenso zynischen Beitrag abgeben, der zur allgemeinen Belustigung beiträgt.
      Hochachtungsvoll jemand der eigentlich schon im Bett liegen sollte.


    • Ahoi vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Ganz deiner Meinung, Martin Schmidt. Ich lebe vielleicht noch dreißig Jahre. Bis dahin kann ich gar nicht alle Ressourcen dieser Erde aufbrauchen. Wenn am Schluss in der Summe bei allem immer null raus kommt, muss es Orte auf unserem Planeten geben, die man rücksichtslos aussaugt. Wie soll ich sonst hier so sauber, sicher und in diesem Luxus leben? Respekt, ob vor dem lieben Autoren dieses Artikels, vor anderen Menschen, oder vor unserer Umwelt, ist entbehrlich.

      Wir beide haben es sowas von drauf, Bruder!


    • Tenten vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Ja, Martin Schmidt, du kannst uns sicher genau belegen, warum die Fakten eines Al Gore nur Fake sind, die Fakten, auf denen sich deine Meinung stützt aber absolute Wahrheit sind. Was befähigt dich dazu, die einen Fakten als Humbug zu entlarven und die anderen als richtig? Ich denke, gar nichts. Du hast keine Ahnung, wer recht hat und wer nicht, du suchst dir nur das für dich bequemste raus und tust das andere als Unsinn ab. Du bist natürlich nicht gegen Umweltschutz, aber nur solange du dabei deine Komfortzone nicht verlassen musst oder sonstwie eingeschränkt wirst. Du lebst gerne auf diesem Planeten und natürlich sollen es deine Kinder hier auch gut haben. Aber dafür etwas tun, das sollen doch bitte andere. Schließlich hast du dir ja nichts vorzuwerfen, denn du weißt ja, dass alle Warnungen und Befürchtungen nur Fake sind. Es kann durchaus sein, dass die Klimaveränderungen nicht menschengemacht sind, aber hast du dafür unwiderlegbare Beweise? Sicher nicht. Aber sollte auch nur der Hauch einer Möglichkeit bestehen, dass der Mensch doch dafür verantwortlich ist und durch vernünftiges Handeln daran etwas ändern kann, dann sollte man es versuchen und nicht den Kopf in den Sand stecken und die Arbeit den anderen überlassen.


      • O.K. wer zu Faul ist dem schicke ich, notfalls, auch noch den Link.
        Jeder der lesen kann und den Kopf noch nicht abgeschaltet hat kann die Fakten prüfen.
        Erstens Klimastatistik der Erde aufrufen und zweitens den CO2 Gehalt der Erdgeschichte aufrufen. Ist nicht so schwer. Schaffen aber viele Trolle nicht.

        Die faseln lieber vom Klimawandel. Das ist schon deshalb lustig weil sich das Klima immer ändert.

        Zum ersten stellt man fest das die Temperaturen schon deutlich höher lagen, nicht nur 2 Grad. Der Erde hat es nicht geschadet, sonst gäbe es uns nicht. Logik. Zum zweiten stellt man fest das wir was CO2 betrifft knapp über dem bisherigen Minimum liegen. Zum Schluß die Lüge vom Temperaturanstieg. Die begann nicht nach dem Maunder Minimum, sondern vor 20000!!! Jahren. Das war bis dahin der kälteste Punkt der Erdgeschichte. Da darf muss man Fragen welcher Mensch da die Umwelt zerstört hat.

        Aber wer den Unsinn vom Klimawandel glauben will bitte sehr. Aber projiziert eure Komplexe nicht auf andere. Das Wort Zynisch benutzen um die Wahrheit zu verleugnen ist neu. Da halte ich es mit Bertolt Brecht:

        “Wer die Wahrheit nicht kennt ist ein Dummkopf, wer sie aber kennt und sie eine Lüge nennt ist ein Verbrecher“.

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