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Gram: Kryptowährung macht Telegram zum Marktplatz

Gram: Kryptowährung macht Telegram zum Marktplatz

Die Macher der Messaging-App Telegram wollen eine eigene, Gram genannte, digitale Währung auf den Markt bringen. Losgehen soll es schon bald. Gram dürfte aber auch auf Widerstand stoßen.

Telegram arbeitet an einer eigenen Kyrptowährung, wie die New York Times unter Berufung auf Investoren berichtet. Das passende Wallet soll direkt in den Messenger integriert werden und damit schätzungsweise 200 bis 300 Millionen globalen Nutzern zur Verfügung stehen. Schon 2018 gab es erste Hinweise auf Telegrams Pläne, als Telegram 1,7 Milliarde Dollar für ein solches Unterfangen einsammelte.

Ähnlich wie Bitcoin, die wohl bekannteste digitale Währung, soll hinter Gram eine dezentrale Struktur stehen. Dies soll auch verhindern, dass Telegram Kontrolle über die Grams ausüben kann. In einem Dokument, dass schon 2017 Investoren vorgelegt wurde, kündigte Telegram an, einen komplett neuen Marktplatz innerhalb der App zu schaffen - dort soll dann mit digitaler Währung bezahlt werden können.

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Auch Facebook bringt eine eigene Kryptowährung namens Libra auf den Markt. / © Calibra/Facebook

Zuletzt hatte Facebook eine eigene Kryptowährung namens Libra angekündigt. Die soll erst 2020 starten und ist an traditionelle Währungen gebunden, um Stabilität zu schaffen. Gram hingegen soll schon bis zum 31. Oktober dieses Jahres verfügbar sein und ist unabhängig von anderen Währungen. Der Wert schwankt also je nachdem, was Anwender bereit sind, dafür zu zahlen. Während einige direkt in der Lage sein werden, ihre Grams zu verkaufen, haben sich die ursprünglichen Investoren verpflichtet, ihre Anteile vorerst zu behalten.

Schwierigkeiten für Gram sind absehbar

Es ist abzusehen, dass Telegrams digitale Währung auch auf Widerstand stoßen wird. Zunehmend wird versucht, Kryptowährungen zu regulieren. Im Falle von Facebooks Libra kamen erste Forderungen schon kurz nach der Ankündigung auf. Mittlerweile steht Libra kurz vor einer EU-Kartelluntersuchung. So gibt es bei Kryptowährungen generell Bedenken, dass diese zur Geldwäsche oder für illegale Geschäfte genutzt werden können.

Telegram erlaubt es, verschlüsselte Nachrichten zu verschicken und arbeitet dabei seit jeher etwas im Verborgenen. So wechseln etwa auch Serverstandorte, mit dem Ziel, nicht mit Regierungsbehörden zusammenarbeiten zu müssen. Das trägt einerseits zur Popularität der App bei, macht sie eben bei einigen Regierungen aber auch äußerst unbeliebt. So hatte es zuletzt eine Attacke auf das Netzwerk des Messengers gegeben, hinter dem die Telegram-Betreiber die chinesische Regierung vermuteten. Denn die App ist beliebt bei den Demonstranten in Hong Kong. Laut New York Times sehen Sicherheitsforscher das Vorhaben ebenfalls skeptisch. Denn Telegram hatte in der Vergangenheit auch schon Sicherheitsprobleme - deren Auswirkung könnte noch größer sein, wenn es um Geld ginge. Wenn Gram am 31. Oktober starten sollte, dürfte es also nicht lange dauern, bis die ersten Untersuchungen angekündigt werden.

Quelle: New York Times

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9 Kommentare

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  • Wenigstens hat man sich bei der Namensgebung ans metrische System bzw. SI-Einheitensystem gehalten :-)


  • Ich denke mal, Kryptowährungen gibt es nur, damit der Anbieter der Währung daran verdient. Ich glaube auf Dauer an Bargeldloses zahlen, aber nicht an diesen Kryptobumms.


  • 1 Gram Butter bitte.... Ich finde es spannend so viele wollen ne Kryptowährung rausbringen bzw. etablieren, ich selbst habe das nie so richtig verstanden, was das bringen soll, und habe auch wenig Lust mit damit zu beschäftigen,, aber naja, wer will der soll .... dann halt auch mit Gram.


    • Viel Blabla ohne wirkliche Substanz, diese Kyptowährungen.
      Nur was wert weil andere ihren Anteil an erbrachter Leistung in anderer sprich monitärer Art dafür Abtreten.


  • Alle Welt ist begeistert von Kryptowährungen und ich bin zu blöd es zu begreifen. Ich gebe mein Geld in ein schwarzes Loch und lasse mich überraschen wieviel es morgen wert ist.
    Unabhängig von Börsen, Wechselkursen und Wirtschaften bestimmt irgendwer das der Wert meiner Anlage in einer Woche das Doppelte oder nur noch 10% wert ist.

    Ich begreife auch nicht wofür wir hier unzählige Währungssysteme brauchen ?

    Ich verstehe zwar das die Blockchain Technologie realtiv sicher ist, bis jemand was anderes sagt, was ich aber nicht begreife ist wer da bestimmt wie der Hase läuft ?

    Alle Welt feiert Kryptowährungen als das grenzenlose Geld, aber für mich hat es nur was von grenzenlosen Glücksrittertum und gefühlt täglich kommen neue Währungen dazu.


    • Nun ja, Kryptowährung sollte dann schon auch ein bißchen kryptisch sein.


      • kryptisch genau....ich fragte mich eh wieso ein Messenger eine eigene Währung braucht ? Und wie wird aus nem Messenger ein Marktplatz , ich chatte doch auch nicht über Ebay oder Amazon ?
        Zitat: "Dies soll auch verhindern, dass Telegram Kontrolle über die Grams ausüben kann." ( ist für mich wieder so eine Boot ohne Steuermann Geschichte ).
        Und hier ein Zitat was für mich den Sinn der Krypto auf den Punkt bringt : "Der Wert schwankt also je nachdem, was Anwender bereit sind, dafür zu zahlen."

        Mit anderen Worten : Bist Du bereit 1000 Euro für Nichts zu bezahlen ? Wärst Du auch bereit 2000 Euro für "mehr" Nichts zu zahlen ?


      • Nein, ich würde für sowas nichts bezahlen. Nicht, dass ich grundsätzlich nicht für etwas zahlen würde, das im Wert schwankend sein kann, aber dann kaufe ich mir lieber etwas Kunst von Martin Eder beispielsweise oder Edward B. Gordon. Ich halte diese Kryptowährung für einen großen Hype, der dem kleinen Mann suggerieren soll, dass er hier ohne großen Aufwand reich werden kann. So wie dereinst auch mal bei der Telekomaktie und man weiß ja, was daraus wurde. Es gibt einige Begriffe, wie die Blockchain, aber auch KI oder eben die Kryptowährung, deren Bedeutung und Nutzen viele gar nicht kennen, die aber von findigen Leuten benutzt werden, damit der Hype oder der damit vermeintlich verbundene Fortschritt auf ihr Produkt abfärbt. Ähnlich hier, man versucht sich hypermodern zu geben, indem man Kryptowährung einführt, weiß aber eigentlich gar nicht so recht, was der Nutzer damit soll.


    • Bis der Kaufmann um die Ecke sagt, er kann nur Euro verrechnen und die Toilettendame harte Münzen verlangt.

      Spätestens dann ist der Traum geplatzt.

      Wie sagten die Indianer?
      Erst der, das, die weg ist begreift der Mensch , daß man Geld nicht essen kann.
      Und wenn wir noch soviel Währungen erfinden, dies ist und bleibt die letzte Wahrheit.

      Nach dem Menschen kommt was anderes.
      Und?
      Mach noch ein Selfie 😅.

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