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Google-Update: Das selbstfahrende Auto meistert den Stadtverkehr

Selbstfahrende Autos machen vielen Menschen heutzutage noch Angst, dabei sind sie bereits unter uns - zumindest in Mountain View, Kalifornien. Nach Hunderttausenden unfallfreien Kilometern in leichtem Verkehr erobert Googles Flotte nun auch komplexe Situationen des Stadtverkehrs.

self driving android
Beherrschen die Geisterautos bald den Straßenverkehr? / © Google/AndroidPIT

Dass ein Auto selbstständig eine wenig befahrene Landstraße meistern kann, werden sich selbst Skeptiker noch vorstellen können. Dass es aber auf die dynamischen Verhältnisse komplexer Verkehrssituationen in der Stadt adäquat reagieren kann, erfordert dann schon mehr Vorstellungskraft.

Doch genau auf dem Weg dorthin ist Google bereits, wie das Unternehmen nun in einem Video-Update demonstriert. So können Googles “Geisterfahrer” mittlerweile nicht nur problemlos auf Fahrzeuge im Straßenverkehr reagieren, sondern sogar auf Fahrradfahrer und deren Handsignale - und das sehr spontan. 


Link zum Video

Im Video sieht man ein Google-Fahrzeug, das sich parallel zu zwei Fahrradfahrern bewegt, während einer davon per Arm signalisiert, dass er vorhat, in die Spur des Fahrzeugs zu wechseln. Das Auto reagiert und gewährt. Als er die Spur wieder verlässt, reagiert es entsprechend, jedoch auch, als er unerwartet entscheidet, sich doch wieder in die Spur zu bewegen.

Baustellen und Bahnübergänge können Googles Autos ebenfalls bewältigen. Abbiegevorgänge, die erfordern, dass sich von hinten nähernde und die Straße überquerende Menschen und Fahrräder beachtet werden, stellen mittlerweile auch kein Problem mehr dar.

Der Fortschritt Googles in Richtung restlos autonome Vehikel ist also erkennbar. Forscher und Techniker erwarten, dass diese schon sehr bald ein realer Teil des modernen Stadtbildes werden (mehr Informationen dazu).

Via: derStandard Quelle: Google Blog

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35 Kommentare

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  • Ist aber in Deutschland nicht einmal gesetzlich vorgesehen, dass so ein Auto auf die Strasse darf, oder? Ist auch nicht geplant, so weit ich weiss. Das Google Auto wird bei uns an den Unis mitentwickelt, fahren und Profit machen wird es hier aber offenbar nicht. :(

    • @Torjaner: Deutschland wird lediglich wie in den meisten Fällen etwas hinterherhinken, aber früher oder später wird das hier genau so gängig sein, wie bspw. in den USA.

  • Also ich fahre selbst einen Volvo mit einem Adaptivem Tempomaten, der auf der von 20 - 220 km/h Abstand hält, für Fußgänger, Radfahrer und Roller/Motorrad fahrer selbst bremst.
    Ich fahre jetzt seit über 2 Jahren mit dem Wagen und kann sagen, dass das Wetter das größte Problem der Sensoren ist.
    Wie sieht den ein Radar/Lidar oder eine Kamera einen Regentropfen?
    Richtig als riesen Hinderniss.
    Auch eine sehr nasse Fahrbahn reflektiert die Sensoren übermäßig und zwingt jedes akutelle System zum abschalten, da überfordet. Und daher wird es in absehbarer Zeit nicht dazu kommen, das ein Auto komplett auf den Fahrer verzichten kann.

    Klar ist Google mit dieser entwicklung sehr weit. Aber auch BMW / Mercedes und Volvo, nur die hängen das nicht an die große Glocke. BMW Fährt seit Jahren täglich "autonom" auf der A9 um das System zu verbessern.
    http://www.stern.de/auto/mobilitaet/selbstfahrende-autos-tempo-130-ohne-haende-am-lenkrad-2021418.html

    Volvo hat seit kurzem über 100 Fahrzeuge in Göteborg unterwegs und soll Angeblich 2017 Serienreif/Marktreif sein
    http://www.pcwelt.de/news/100_selbstfahrende_Autos_von_Volvo_kurven_durch_Goeteborg-Autonom-8691067.html

    Alles in allem finde ich die Entwicklung sehr wichtig und auch wegweisend. Aber es muss in der richtigen Dosierung auf den Markt gebracht und auch so benutz werden.

  • L.S 30.04.2014 Link zum Kommentar

    Endlich besoffen Auto fahren xD

  • Auch wenn der "Fahrer" das System weiter überwachen sollte um im Notfall eingreifen zu können...aber irgendwie werden wir alle doch immer bequemer, wenn uns die Arbeit abgenommen wird. Unaufmerksamkeit ist die Folge.
    Und was ist mit gelegentlichen Fehlfunktionen?

    • @Gaby S.: Das ist ja das Tolle daran: Unachtsamkeit, eines der Hauptprobleme bei menschlichen Fahrern, fällt als Fehlerquelle weg. Und wie gesagt, gut entwickelte Maschinen erleben weitaus weniger Fehlfunktionen als der geübteste Mensch ;)

  • Versteht mich nicht falsch, ich bin für Fortschritt. Aber in manchen Bereichen ist er bedenklich.

  • Und wenn ein Kind zwischen abgestellten Autos hervor kommt? Ein Auto kann nicht denken. "Ball rollt auf die Fahrbahn, jetzt kommt sicher ein Kind hinterher."
    Das macht mir Kopfzerbrechen.

    • Was machst du denn wenn ein Ball auf die Strasse rollt ? Bremsen ! Genau das wird auch so ein Fahrzeug tun .... das is doch wohl alles kein Problem. Das is kein denken sondern stumpfes reagieren und das tut eine Maschine ganz sicher schneller als jeder Mensch.

    • @Gaby S.: Ich verstehe die Bedenken, ABER du musst verstehen, dass der größte Risikofaktor im Straßenverkehr nachweislich der Faktor Mensch ist, NICHT die Technik! Menschen überschätzen sich und ihre fahigkeiten leider grundsätzlich, das ist ein unglücklicher aber fundamentaler Aspekt unserer Psychologie. Hinzu kommt, dass komplexe, dynamische Systeme wie Straßenverkehr und das sich Bewegen mit hohen Geschwindigkeiten schlichtweg nichts sind, wofür unsere Gehirne entwickelt sind. Da ist es unvermeidlich, dass wir unzuverlässig sind, also Unsicherheitsfaktoren, wo Maschinen nicht mit evolutionären Nachteilen belastet sind.

  • Das Wetter ist eher kein Problem, die wahre Herausforderung ist Fußgänger, Fahrräder, Motorräder und Autos sicher zu erkennen. Besonders wenn ein Füßgänger hinter einem Auto steht oder ob ein Fahrrad gefahren oder geschoben wird, das ist für einen Computer sehr schwierig. Hätte nicht zu hoffen gewagt, dass das so schell überwunden wird. :)

  • Das ist ja alles schön und gut (und ich finde das wirklich cool ;D) aber wie sieht es denn aus, wenn mal nicht die Sonne scheint, bei Nebel, Regen, Gewitter etc...?

  • Einfach nur phantastischen, hoffe es kommt möglichst bald. Ich finde Autofahren extrem anstrengend, besonders in der Stadt. Angst habe ich vor dieser Technik absolut null. Sicher ist auch dieses System nicht unfehlbar und wird auch mal einen Unfall machen aber bestimmt nicht halb so viele wie menschliche Fahrer. Für mich also lieber heute als morgen!

  • Ich finde die Vorstellung irgendwie gruselig, wenn ein Auto ohne Fahrer hinter mir her fährt...

  • Das wird in 10-15 Jahren absoluter Standard sein. Und da kann man sagen was man will. Mercedes und Audi haben schon fast Serienreife Modelle und wollen die bis 2020 auf die Straße bringen! ich persönlich bin davon überzeugt das Autos die miteinander kommunizieren und Sensoren sie schneller sind als jeder Mensch den Straßenverkehr sicherer machen. Vor allem auf Autobahnen. Ich freue mich auf eine solche Zukunft weil es genau die Art von Technik ist die uns bereichert. Und das Google als internetkonzern so etwas voran treibt ist schon sehr bewundernswert.

  • Mal ganz abgesehen von maschinellen Fehlern, welche sich nur durch Geräusche äußern...

    Also ich finde das mehr als bedenklich. Würde mir nie ein Fahrzeug mit so einem System kaufen! Und wenn es nur noch sowas gibt, dann manipuliere ich es, damit ich selbst die Kontrolle habe!

  • Irgendwann streiten sich dann nur noch die Autos um die Vorfahrt und der Mensch ist bloß Passagier. Leg dich nicht mit einer Maschine an!

  • Herbie nicht zu vergessen, den empfindsamen Käfer. Immer noch ein Klassiker.

  • Ja, K.I.T.T. (Knight Industries Two Thousand) ließ unsere Teenieherzen höher schlagen.
    Bedenklich wird es, wenn jemand den Computer umprogrammiert und dann plötzlich K.A.R.R. (der war böse) durch die Gegend braust. Ich hab die Serie geliebt und war ganz Trans Am verrückt.

    Finde es auch bedenklich, ein Auto fahrerlos steuern zu lassen.

  • Schöner Artikel! Nur fehlt hier, wie ich finde, wichtiger Aspekt. Und zwar die Antwort auf die Frage, wieso es noch nicht eingeführt wurde. Das ist nämlich versicherungstechnisch ein großes Problem: Wer haftet denn dann bei Unfällen?

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