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3 Min Lesezeit 58 Kommentare

Google speichert auch ohne Standortverlauf, wo Ihr wart

Wer den Standortverlauf auf dem Smartphone deaktiviert, von dem bekommt und speichert Google keine Infos zum Standort mehr, oder? Leider falsch, wie sich jetzt zeigt. Google weiß trotzdem, wo Ihr seid.

Der Standortverlauf ist für Google ein nützliches Tool, um wichtige Infos zum Standort seiner Nutzer zu erhalten und damit verschiedene Dienste zu realisieren. Nutzer selbst können über die Funktion jederzeit einsehen, wo sie wann gewesen sind. Wer das nicht möchte, kann den Verlauf deaktivieren und ist wohl bislang wohl davon ausgegangen, dass Google keine Standortdaten mehr speichern würde.

Wie sich jetzt zeigt, ist das allerdings nicht der Fall. So hat die Nachrichtenagentur AP News jetzt herausgefunden, dass Google auch bei deaktiviertem Standortverlauf den Standort der Nutzer weiter abfragt. Das allein wäre nicht schlimm, da dieser immerhin bei Google Maps und anderen Apps gebraucht wird. Allerdings werden diese Datenpakete mit den Infos auch auf den Google-Server geschickt und dort gespeichert.

location history
Den Standortverlauf zu deaktivieren, bringt nicht das erwartete Ergebnis. / © ANDROIDPIT

Das scheint bei Anwendungen wie Google Maps ja sogar noch nachvollziehbar, wenn auch nicht minder schlecht. Allerdings fragt und speichert Google auch den Standort der Nutzer ab, wenn diese über die Google-Suche nach Schokokeks-Rezepten oder Kinderspielzeug stöbern, für die keine Infos zum Aufenthaltsort nötig scheinen.

Google sagt, man mache alles richtig

Google selbst sieht keinen Fehler im System, da es angeblich klare Beschreibungen der verschiedenen Dienste auf dem Smartphone geben würde:

Es gibt eine Reihe von verschiedenen Möglichkeiten, wie Google den Standort nutzen kann, um das Erlebnis der Nutzer zu verbessern, einschließlich des Standortverlaufs, Web- und App-Aktivitäten und über die Standortdienste auf Geräteebene. Wir bieten klare Beschreibungen dieser Tools und möglicher Steuerelemente, so dass die Benutzer sie jederzeit ein- und ausschalten und ihren Verlauf löschen können.

Leider scheint an dieser Stelle für viele Nutzer der Begriff Standortverlauf irreführend, da bei Deaktivierung davon ausgegangen wird, dass Google keinerlei Standortdaten mehr bekommen und erst recht nicht speichern würde. Außerdem sind die Standort-Einstellungen mit "Standorterfassung", dem "Standortverlauf", "Standortzugriff" und den "Web- und App-Aktivitäten" weit gefächert. 

So deaktiviert Ihr die Standorterfassung komplett

Es gibt aber auf dem Smartphone auch eine Möglichkeit, den eigenen Standort komplett vor Google zu verbergen. Abgesehen vom Deaktivieren der Standorterfassung in den Einstellungen, müsst Ihr dafür in Eurem Google-Konto die Option "Web- und App-Aktivitäten" abschalten. Der Wegfall der Aktivitätsdaten bringt aber auch Einschränkungen mit sich.

Google nutzt die Informationen nämlich, um beispielsweise passende YouTube-Videos, Apps und Locations vorzuschlagen, eure Google-Suche automatisch zu vervollständigen, Formulare bei Chrome automatisch auszufüllen, Verkehrswarnungen, für Pendel-Informationen und vieles Weiteres.

Habt Ihr den Standortverlauf auf dem Smartphone aktiviert oder möchtet Ihr nicht, dass Google immer weiß wo Ihr seid?

Via: GoogleWatchBlog Quelle: APNews

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58 Kommentare

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  • -falsch angehängt-


    • C. F.
      • Blogger
      vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Was war denn angehängt? Vielleicht können wir in der Gruppe drüber diskutieren?


      • Er wollt was zu Kindergarten und Argumente sagen (steht jetzt ganz unten) .... irgendwie kommt er halt nicht weiter ;-)


  • So alle die sich über Google aufregen sollten vllt mal drüber nachdenken das die Auto Hersteller die einen SOS Knopf im Auto haben genau wissen wann , wo und wie ihr euer kfz bewegt habt. Das in eurem neueren Auto eine SIM-Karte verbaut ist die ständig online ist und ausgelesen werden kann stört anscheinend niemanden 🤔


    • Th K vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Was für ein genialer Vergleich... 🤦🏼‍♂️

      H.S.


    • UbIx vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Autohersteller müssen nach DSGVO aber dein Einverständnis einhohlt. Wenn Du ablehnst dürfen die keine Daten erheben, was die allerdings dann so implementieren das das Auto nur beim erkennen eines Unfalls ein eCall durchfürht - und sonst keine Verbindung aufbaut.


  • Google teilt dem User die Werbung zu und jeder hat auch eine Werbe ID, solange man sie nicht deaktiviert hat... Google hat nen Namen zu verlieren. Es wäre sehr fatal mit dem Feuer zu spielen und somit, diesen riesen Konzern in die Wüste zu schicken... Was meint ihr, wie die Einschätzungen entstehen, wann die Sturm und Rang Zeiten in einem zB Geschäft sind... Zeigt Google ja an... Ach ja, ich weiß nicht ob man es noch deaktivieren kann, aber es war mal so, das WLAN auch bei abgeschaltetem Zustand, trotzdem weiter läuft, was der Ortung dienen soll, und ja WLAN ist noch genauer als GPS und man kann auch über die Funkmästen geortet werden und man kann auch anhand eurer Kontobewegungen bei der Bank sehen, wann ihr wo Geld abgehoben habt... Es gibt so viele Dinge... Am besten ihr setzt nen Alluhut auf und verschanzt euch irgendwo im Bunker... Vergesst aber das registrier für den Bunker nicht, damit man auch weiß in welchem Bunker wer ist...


  • C. F.
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    vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Na, zum Glück habe ich kein Google mehr...


    •   25
      Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Aber dafür wahrscheinlich Apple oder Microsoft und somit ändert sich in dieser Sache für dich eigentlich nichts.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Apple und Linux. Suchmaschinen wie StartPage oder Qwant. Keinerlei Bonuskarten. Auch kein vernetztes Auto. Smart TV eh nicht. Apple verwendet keine Daten, um personalisierte Werbung auszuschütten. Und bei Linux weiß ich, was mein Rechner macht. Ich surfe über VPN und alternative sichere DNS-Server. Die Blacklist in meiner Fritz!Box ist ellenlang.


      •   25
        Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        @C.F.
        Immer wieder köstlich zu lesen wie Google Gegner alle gesammelten Daten immer nur auf Werbung reduzieren.
        Wer sagt dir denn das alle anderen ausser Google tatsächlich weniger Daten erheben?
        Nur weil Apple dir keine persönalisierte Werbung schickt ist das doch kein Beweis daß die weniger Daten erheben. Hast du dich schon mal gefragt warum Apple in Sachen Health so aktiv ist und was mit den Daten passiert die Apple so erfasst?
        Einfach mal das Einbahnstrassendenken hin und wieder ausschalten, dann fällt auch auf das andere Anbieter und Hersteller genauso Daten sammeln wie Google.
        Sich einzureden dagegen ernsthaft etwas unternehmen zu können während man solche Technik nutzt ist einfach nur naiv.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        "Einfach mal das Einbahnstrassendenken hin und wieder ausschalten, ..."

        Sagt der, der sich in der Einbahnstrasse festgefahren hat. Ein Konzern kann nur die Daten verarbeiten, die ich ihm liefere. Drum ist auf meinen iPhones Health komplett leer, denn diese App erhebt die Daten nicht von alleine. Genauso verhält es sich mit Google und Co.

        "Sich einzureden dagegen ernsthaft etwas unternehmen zu können während man solche Technik nutzt ist einfach nur naiv."

        Du meinst es wohl anders herum: wer meint, nichts unternehmen zu können, ist naiv. Dazu gehört aber auch das Wollen. Und wer will, der informiert sich. Aber ich mache es Dir mal leicht, damit Du nicht suchen mußt:

        https://www.kuketz-blog.de/empfehlungsecke/

        Da gibt's zentral viele Beispiele. Viel Spaß beim Umsetzen.


      •   25
        Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Schön, damit zeigst du ein weiteres Mal das man versuchen kann etwas zu tun, aber trotzdem ist es naiv zu glauben daß das wirklich hilft das die eigenen Daten nicht angegriffen werden.
        Du zeigst damit lediglich das es Wege gibt mit seinen Daten verantwortungsvoller umzugehen, aber ein Schutz gegen irgendwas ist das definitiv nicht.
        Wer das ernsthaft glaubt ist schlicht und einfach naiv, aber das darfst du natürlich gerne anders sehen. Aber nicht wundern wenn du eines Tages doch in der Realität ankommst und merkst das du deine Daten doch nicht so schützen könntest wie du dir angekommen eingeredet hast.
        Außerdem bin ich mir sicher das du wie alle anderen auch schon fleissig deine Daten preis gegeben hast bevor diese ganze Datenschutzparanoia aufkam.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Zumindest kann ich von mir behaupten, dass ich alles für mich Mögliche getan habe, um so wenig Daten wie möglich nach außen zu geben. Einen 100%-igen Schutz gibt es nirgends. Trotzdem lege ich im Auto immer den Sicherheitsgurt an oder trage in der Firma Sicherheitsschuhe. Klar habe ich wie alle im www Daten von mir Preis gegeben, aber ich setze alles daran, diesen Datenpool nicht viel größer werden zu lassen. Und so, wie Du mir hier schilderst, hast Du resigniert. Ich nicht.


    • Hoffentlich auch keinen PC mehr, keine Kredit,- oder Bankkarte, Bonuskarten von Unternehmen, vernetztes Auto, Smart TV..... .... ....
      Kein Google mehr!


  • H.S. vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Wieviel Google über einen weiß kann man nur spekulieren. Klar ist: Umso mehr Google weiß, umso mehr können die Apps irgendwie, irgendwo nützlicher sein als wenn Sie nichts über den User wüssten. Soweit so gut.
    Die Frage die man sich in der heutigen Zeit aber stellt ist doch eine ganz andere: Wie weit kann man Diensten wie Google trauen, das die Daten die man zur Verfügung stellt nicht missbraucht werden? Bei personalisierter Werbung kann man sich noch ärgern, wenn sonst nichts weiter passiert. Bei Übermittlung von Daten an Staatsorgane wie BND oder NSA müsste man sich dann schon fragen: Was soll das? Habe ich was verbrochen? Werde ich jetzt kriminalisiert nur weil ich mal hier, oder dort war oder im Internet danach suchte?
    Bekomme ich in Zukunft nun Probleme in meinem Leben (ala George Orwell), oder bekommen evtl. kriminelle Firmen meine Daten in die Hand, die mich dann Google-Extern verfolgen, ausnutzen oder was auch immer. Wir leben in einer Zeit wo man leider nicht mehr jedem blind trauen kann. Auf der einen Seite der positive Nutzen, auf der anderen Seite die Ungewissheit was mit meinen Daten am Ende passiert. Das ist der Casus Knacksus an dem ganzen Thema..


  • Was bitte erwartet man auch sonst bei Google?
    Wer es nicht möchte, alle Devices aus dem Fenster schmeißen :=)


  • So what? Verkaufen halt anonymisiert Daten, um Geld durch gezielte Werbeplätze zu generieren. Ist halt Google, kein Wohlfahrtsverein. Verstehe den Buhai darum nicht.
    Die generierten Daten kann ich dann wenigstens noch selbst einsehen und im OS nutzen.

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