Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.
Google+ ohne Klarnamenzwang: Zurück in den Kindergarten
Apps Google Google+ 3 Min Lesezeit 136 Kommentare

Google+ ohne Klarnamenzwang: Zurück in den Kindergarten

Google+ hat seinen Klarnamenzwang “endlich” aufgehoben (zum offiziellen Statement). Ich höre Millionen Nutzer förmlich jubeln. Dabei ist mehr Anonymität genau das Gegenteil von dem, was das Web 2.0 - das soziale Internet - braucht.

google plus klarnamen anonym
© ANDROIDPIT

Ich muss mich fragen: Sind all jene, die nun jubeln, dieselben Menschen, denen wir es zu verdanken haben, dass YouTube und die Kommentarbereiche jeglicher Blogs und Online-Zeitungen vor äußerst aggressiver verbaler Diarrhö nur so strotzen? Der Name bei Google+ ist nicht nur ein Profilname, wie er es beispielsweise bei Facebook wäre. Er ist auch der angezeigte Name neben YouTube-Kommentaren, Play-Store-Bewertungen, Maps-Reviews und mehr, also Dingen, bei denen Konstruktivität wünschenswert bis essenziell ist.

Ist es wirklich in unserem übergeordneten Interesse, dass jemand sich im öffentlichen Raum Internet darstellen oder äußern kann, jedoch nicht dazu stehen muss? Wäre das im Offline-Leben akzeptabel? Werden das Internet und der Ton, der in ihm herrscht, dadurch besser?

Online ≠ Offline?

Als langjähriger Redakteur ist mir bestens bekannt, was Nutzer unter dem Deckmantel der Anonymität online von sich geben - nicht nur in einem Nischenmagazin, in dem es um relativ triviale Themen geht, sondern auch bei Mainstream-Zeitungen. Und hier sprechen wir nicht “nur” von Beleidigungen, Rassismus, Homophobie und anderen zur Schau gestellten Abartigkeiten, die jeglichen konstruktiven Austausch unmöglich machen, sondern auch von Verleumdungen und Drohungen.

Die Annahme, das Internet sei ein rechts- und anstandsfreier Raum, in dem jeder losgelöst von der Sorge um Konsequenzen auf den Regeln des realen Miteinanders herumtrampeln kann, hat das Internet nicht besser gemacht. Ich gebe zu, ich kann nicht empirisch beweisen, dass Menschen, die unter ihrem Klarnamen operieren, dies auf gesündere Art und Weise tun als anonyme Kommentatoren. Aber das ließe sich wissenschaftlich klären, sofern es nicht schon getan wurde.

No shoes, no shirt, no post

Wenn nun eines der größten Online-Netzwerke der Welt seine Nutzer dazu einlädt, das Aushängeschild ihrer Identität zu verstecken, ist das das falsche Signal. Die Angabe des realen Namens macht einen Nutzer nicht gleich zum viel beschworenen "gläsernen Menschen". Sehr wohl macht sie ihn aber in der Google-Suche insofern transparenter, als er sich vorher etwas mehr überlegen sollte, was er online von sich gibt. Das Wegfallen der Anonymität macht ihn vielleicht auf eine Art unfreier, jedoch auch verantwortlicher und somit mündiger.

Das Internet steckt nicht mehr in den Kinderschuhen, obgleich es sich viel zu oft anfühlt wie ein Kindergarten. Als digitale Spezies müssen wir langsam erwachsen werden, und dafür ist ein klein wenig Pädagogik unerlässlich, selbst wenn dabei ein Stück Freiheit verloren geht. Wie sagte ein bekannter Hersteller von Babynahrung einst? Dafür steh’ ich mit meinem Namen.

Quelle: Google+

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern

Top-Kommentare der Community

  • Cyberider 16.07.2014

    Das ist genau diese "Ich habe nichts zu verbergen"- Argumentationen. Nur manchmal habe ich eben doch etwas zu verbergen. Manche möchten vielleicht nicht, dass alle ihre Bewertungen für die Dating-App lesen. Vielleicht möchte man ja auch einen durchaus fundierten Kommentar bei einem Artikel über Depressionen abgeben ohne dass der potentielle neue Arbeitgeber das bei seiner Googleabfrage gleich sieht. Oder ich möchte mich kritisch zu politischen Themen äußern, was vielleicht jetzt noch völlig unbedenklich ist, aber irgendwann einmal nicht mehr der Fall sein könnte. Ganz abgesehen davon, dass kritische Äußerungen einem durchaus auch mal die Einreise in die USA erschweren oder gar unmöglich machen kann.

    Das alles wiegt natürlich wesentlich weniger, als das Ziel, das Internet vor Kommentaren zu schützen, die es dann auch wirklich nicht braucht.

  • Th³ B³@5t 16.07.2014

    Schöner Artikel! Thumbs up.

  •   50
    Gelöschter Account 16.07.2014

    Der Beitrag ist für mich extrem einseitig. Dass Stephan Serowy am liebsten den komplett gläsernen Bürger möchte und Googles Sammelwut uneingschränkt unterstützt, ist bekannt und eigentlich auch legitim. Ich persönlich habe da eine komplett andere Meinung. Ich würde es aber trotzdem begrüssen, wenn man wenigstens ein Minimum an Sachlichkeit an den Tag legen würde. Nur schon der unsachliche und reisserische Titel "...zurück in den Kindergarten" ist... Kindergarten.

    Warum muss jeder Mensch auf der Welt wissen, welche Youtube-Videos ich gucke und kommentiere, welche Apps ich auf dem Smartphone habe und wie ich diese bewerte, wer/wann/wo ich bin, etc.? Was mich am meisten stört, ist, dass ich den Entwicklern kein Feedback mehr geben kann ohne den Google+ Zwangs-Account.

    Das ist nur meine persönliche Meinung. Ich hoffe, ich habe mich halbwegs gewählt ausgedrückt und du kannst meinen Beitrag akzeptieren, auch wenn du nicht meinen Namen, Alter, Schuhgrösse und andere Vorlieben kennst und ich nicht wie ein Narzisst in jeden zweiten Beitrag mein Foto einbaue ;-)

    Ich hätte noch einen Tipp für euch: Wenn du deinem Beitrag wenigstens einen kleinen Hauch von Glaubwürdigkeit verleihen möchtest, dann führt doch den Echtnamen-Zwang bei euch selbst ein;-) Komm' mir jetzt nicht mit Ausreden wie "können wir nicht kontrollieren". Das konnte Google bis jetzt nämlich auch nicht...

  • Daniel 16.07.2014

    Th³ B³@5t ist dein Klarname? Wenn man andere dazu zwingen will sollte man doch selbst mit gutem Beispiel vorangehen.

  • Tenten 16.07.2014

    Das kann ich nur unterstützen, was du schreibst. Ich finde auch den Kern des Artikels überhaupt nicht gelungen. Ich will schon nicht, dass Google jeden meiner Schritte im Internet verfolgen kann, aber damit muss ich leben. Dass das aber mein Nachbar oder mein Chef kann, das geht zu weit. Jeder, absolut jeder von uns kann in eine Situation kommen, von der er nicht möchte, dass es jeder erfährt, du hast ja schon einige aufgeführt.

136 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Und Ich: RiesenHengstPimmelSchwanzMacker


  • Ich heiße jetzt Dream Stream
    ^_^


  • Was ist mit Leuten die sich Videos auf Youporn ansehen ob die möchten das die NSA das weiss?


  • Also ich muss sagen, ich habe selten so einen naiven Beitrag zu diesem sensiblen Thema gelesen.
    Natürlich gibt es Trolle, natürlich gibt es "Asis" die im Schutze der VERMEINTLICHEN Anonymität die Grenzen geltenden Rechtes überschreiten.
    Aber das geschieht in realen Leben genauso.

    Schon jetzt versuchen Anwälte und Firmen immer öfter Leute durch KIagen oder Abmahnungen zum Schweigen zu bringen obwohl diese kein Gesetz gebrochen haben, einfach nur um unbequeme Kommentare oder Presse loszuwerden.

    Wer würde denn von einem Klarnamenzwang profitieren? Der kleine Mann der bei FB, YT, etc. gemobbt wird? Wohl kaum, dieser hätte kaum die Möglichkeiten den Rechtsweg verfolgen zu lassen.
    Sondern genau die Leute die auch jetzt schon den einfachen Bürger mit der Drohung teurer Prozesse terrorisieren.
    Es glaubt doch nicht wirklich jemand, dass das Heer der bezahlten "Forenmanipulatoren" ihren Job mit Klarnamen ausüben wird.^^ Oh, ich würde mir das wünschen, das würde die Chance eröffnen etliches Kroppzeug zu entsorgen, aber da mache ich mir keine Hoffnungen.
    Also bleibt dem normalen Bürger nur der Weg über Alias, VPN,TOR, etc.

    Gelöschter AccountUbIx


  • "Ich gebe zu, ich kann nicht empirisch beweisen, dass Menschen, die unter ihrem Klarnamen operieren, dies auf gesündere Art und Weise tun als anonyme Kommentatoren."

    "Das Wegfallen der Anonymität macht ihn vielleicht auf eine Art unfreier, jedoch auch verantwortlicher und somit mündiger."

    Du gestehst oben ein, dass es nicht sicher ist, dass Klarnamens-Poster beser sind als Pseudonym-Poster (mal abgesehen von der fake-Name Problematik, dass es dann halt plötzlich viele "Max Mustermann" und "Bernd Beispiel" gibt...), um danach zu sagen, dass das Wegfallen zwar Nachteile, aber auch die oben in Frage gestellten Vorteile hat?
    Tut mir Leid aber: LOGIK?!

    Reddit z.B. funktioniert auch mit Nicknames, scheint also eher eine sache der Kommunitie Pflege zu sein, als ein Problem der Klarnamen.

    Zumal es durchaus Leute gibt, die sich mit einem "Spitznamen" identifizieren und für die es nicht nur als Trollname sehen.


    • Du verwechselst hier "verantwortlich" mit "verantwortungsvoll". Das zweite Statement stellt keine Behauptungen über Verhalten auf (auf dieses zielt nur das erste Statement ab), sondern auf die reine MÖGLICHKEIT, für sein Verhalten VERANTWORTLICH und somit mündig zu sein. Das ist ein großer und wichtiger Unterschied.


  • Eine Abstimmung hat der Autor "wohlweislich" hier nicht eingebaut. Aber die Kommentare sind dann doch eher beruhigend.

    UbIx


    • Izzy
      • Blogger
      20.07.2014 Link zum Kommentar

      Ich hätte mich gefreut, wenn er sich zumindest zur Kritik geäußert hätte. Es ist ja nicht so, dass wir ihm die Chance zur Klarstellung u.a. verwehren würden. Leider hat er sich offensichtlich von hier zurückgezogen. Waren wir am Ende zu hart mit ihm?

      UbIx


      • Ich denke nicht das die Masse zu hart war.
        Aber auch hier findet sich der ein oder andere Kommentar der für den Autor spricht.

        Izzy


      • Hey Izzy, auch hier gilt, dass ich manchmal einfach nur schwer die Zeit finde, mich an einer Diskussion zu beteiligen, auch wenn ich das sicherlich gerne würde. Gerade bei Artikeln mit hohem Kommentaraufkommen ist das oft schwierig. Was die "Chance zur Klarstellung" angeht: Ich sehe ehrlich gesagt keinen Grund dafür, irgendetwas "klarzustellen". Ich habe eine Position hier in den Raum gestellt, andere können da gerne anderer Meinung sein. Und die Leser, die die hier vertretene Ansicht nicht teilen, können das ja auch gerne zum Ausdruck bringen und haben das. Aber mal abgesehen von einer Diskussion entstünde ja nichts Produktives, wenn ich diesen Lesermeinungen noch mal die meine entgegenstelle - das habe ich ja im Ausgangsartikel schon getan :)

        Über verletzte Gefühle würde ich mir keine Sorgen machen. 1. besteht die Gefahr bei mir nicht, und 2., wie nox schon sagte, gab es ja auch genügend zustimmende Kommentare (mit denen ich übrigens gar nicht gerechnet hätte). Hier geht's um Debatte, nicht um Popularität ;) Nur kann ich mich an dieser leider nicht immer ausgedehnt beteiligen. Mal davon abgesehen, dass nicht jeder Leserkommentar eine Antwort erforderlich macht (bzw. überhaupt verlangt). Und was Kritik betrifft: Gerade auf konstruktive Kritik versuche ich immer einzugehen, weil ich mich über die freue. Leioder ist erfahrungsgemäß nicht jede Kritik konstruktiv ;)

        Izzy


      • Izzy
        • Blogger
        23.07.2014 Link zum Kommentar

        Jupp, zustimm :) Und bei Deiner Artikel-Frequenz in letzter Zeit auch völlig nachvollziehbar (ich weiß, wovon ich rede, schreibe ich doch selbst auch ;) Leider wirkt es auf den ersten Blick für den "normalen Leser" so, als würde nur der Artikel eingestellt, und dann – nach den ersten paar Kommentaren – "verwaist" sich selbst überlassen (wie getippst: *wirkt* so, nicht *ist* so!)

        Danke, dass Du Dir trotz Vollast-Betrieb dennoch die Zeit genommen hast!

        Und klar: Wenn das nur als "Anregung zur Debatte" gedacht war, hast Du natürlich voll ins Schwarze getroffen. War nur nicht so ganz klar, ob Du das Thema *darstellen* – oder lediglich zur *Debatte animieren* wolltest: Im Artikeltext steht nichts von "Meinungsartikel", daher haben einige von uns (meinereiner eingeschlossen) das wohl etwas missverstanden :)

        UbIxGelöschter Account


      • Ja gut, dass es ein Meinungsstück ist - würde ich jetzt mal ganz naiv behaupten - geht schon aus der Sprache im Titel hervor ;) Und dann der Tatsache, dass der Artikel mit "ich muss mich fragen" beginnt und dergleichen. Es gibt natürlich auch Darstellungs- oder Erklärtartikel bzw. reine Nachrichten/Meldungen, die dann anders geschrieben sind. Meinungsstücke sind bei uns (vielleicht ein Fehler - ich habe das selber schon mehrfach angesprochen, weil ich finde, dass Meinung im Journalismus klar gekennzeichnet sein muss) ja nicht als solche gekennzeichnet. Aber wie gesagt: Ich denke, die Sprache verrät einen Meinungsartikel auch recht gut. Und dieser ist nun wirklich einer. Und dafür kriegt man als Autor übrigens auch fast immer ordentlich was auf den Deckel, damit rechnet man schon fest. Schließlich gehen Meinungen ja fast immer auseinander, gerade, wenn es um kontroverse Themen geht. Aber da stelle ich mich auch gerne als Sandsack zur Verfügung :)

        Izzy


    • Eine Abstimmung ist aus dem einfachen Grunde nicht hier drin, weil das ein Meinungsartikel ist, keine Umfrage. So gesehen, ergibt das nur Sinn.

      EDIT: Ich hatte auch darüber nachgedacht, noch eine Umfrage zu dem Thema zu starten. Nur leider weiß ich mittlerweile aus Erfahrung, dass sich kaum jemand für diese etwas komplexeren Themen interessiert und die Umfrage kaum gelesen würde. Und dann taugt die Umfrage natürlich nichts.


  • Ich fühle mich jetzt nach einer Stunde Kommentare lesen deutlich besser, da hier gebildete und Weitsichtige Meinungen deutlich verbreiteter sind als in Umfragen auf der Straße.
    Danke XXL, Izzy und co. - Jetzt kann ich beruhigt schlafen - gut n8


  • So weit kommt es noch, dass ich all meine Aktivitäten im Internet mit meinem echten Namen ausführe. Wenn jemand Stefan Müller heißt, kann ihm das noch egal sein, weil davon gibt es hundert tausend Leute. Ich z.B. habe eine sehr seltenen Vor und Nachnamen. Bei FB gibt es meinen echten Nahmen nur einmal und das bin ich selbst. Wo bleibt denn da die Gleichberechtigung gegenüber einem Stefan Müller? Der kann immer sagen, das bin nicht ich, das war ein anderer


  •   26
    Gelöschter Account 18.07.2014 Link zum Kommentar

    ich mag diesen Autor immer weniger. Immer wieder solche Hetz-Artikel. aber is wohl der einzige der noch bei Apit ist. schliesslich is jeder 2te artikel von ihm..


  • Mir ist das relativ egal, dann ich hab noch nie und werde auch nie meinen Klarnamen irgendwo preisgeben. Der geht einfach niemanden etwas an. Und ich verhalte mich aufgrund der Tatsache weder besser noch schlechter und stehe immer zu meinen Aussagen. Ich schreibe mir meinen Namen ja auch in der Realität nich auf die Stirn... Dazu vielleicht noch Adresse oder handynummer... Wie hättet ihr es denn gern. -.-

    nox


  • Wie kommen die Leute eigentlich auf die Idee dass nur weil der Klarname gleich alle machen könnten was sie wollen? An dem Punkt wo jemand was schreibt was nicht 'rechtens' ist wurde halt per IP etc ermittelt und derjenige wurde rangezogen. Im Gegenteil, mit Klarnamen muss man heutzutage für eine normale Bewertung die dem bewerteten nicht passt nochmal gerade stehen weil sie ihm eben nicht passt (siehe amazon Bewertung wegen fliegengitter vor einigen Monaten)


  • Schon wegen dem, was diverse Geheimdienste sich gegenüber den unbescholtenen Massen herausnehmen, sollte JEDER Internetnutzer mit Nick- und Falschnamen arbeiten, Anonymisierungsdienste und verschlüsselte Messenger nutzen und E-Mails verschlüsseln.
    Jeder Stein in ihrem Weg ist ein Statement eines Bürgers und kostet die Dienste Geld.

    Hinzu kommt die immense Macht, die den kommerziellen Datenkraken durch die Unmengen von Informationen und Daten zufällt.

    Allein meine Versuche, meine Umgebung von Mail-Verschlüsselung und Umstieg auf Threema zu überzeugen, zeigen wie faul, gleichgültig, träge und dumm die Menschheit geworden ist.


  • "... was Nutzer unter dem Deckmantel der Anonymität online von sich geben..."

    Es sollte gar nicht nötig sein etwas unter dem Deckmantel der Anonymität von sich zu geben müssen. Zumindest dann nicht, wenn Meinungsfreiheit tatsächlich ein hohes Gut wäre.

    "eingeschränkte Meinungsfreiheit" = "keine Meinungsfreiheit"

    Menschen können ihre Meinung nicht mehr äussern, ohne das gehetzt wird und weichen auf das Internet aus. Nur mit Klarnamen kann man auch weiterhin, gegen Leute mit anderer Meinung, hetzen und so die Meinungsfreiheit komplett beerdigen.


  •   19
    Gelöschter Account 17.07.2014 Link zum Kommentar

    "Klarnamenzwang" ist Blödsinn. Das weiß auch der Autor. Der Artikel soll lediglich eine Diskussion provozieren. Das erkennt man doch schon an der infantilen Überschrift: "Zurück in den Kindergarten".


  • Vorneweg: Ich las nicht die gesamte Diskussion.

    Es gibt durchaus gute Gründe seinen Klarnamen nicht zu nennen, dies mag in einem mir bekannten Fall die Diagnose Asperger sein, wenn derjenige unter seinem Nichtklarnamen gerne darüber bloggen oder auch bei Google+ darüber schreiben möchte.

    Eine Folge von dem Klarnamen dürfte sein, dass diverse Jobs für meinen Freund nicht mehr offen stehen, trotz sehr guter Eignung aufgrund von Vorurteilen. Und das Suchen im Internet bei Bewerbern ist inzwischen weit mehr verbreitet. Auch ich suche inzwischen stets nach einem Bewerber im Internet, um unabhängig von der eigentlichen Bewerbung vor dem Vorstellungsgespräch einen Eindruck zu erhalten.

    Nur als Beispiel einer sinnvollen Nutzung von anonymen Namen. Sprich vieles Positive fiele ebenfalls weg, wenn man nur noch Klarnamen zulassen würde.


  • Eine sehr einseitig männerlastige Diskussion hier. Mich würde mal interessieren, wie die Frauen darüber denken, überall im Internet ihren Klarnamen angeben zu müssen. Ich denke, man muss nicht besonders darauf hinweisen, dass das Thema Stalking immer mehr in den Vordergrund rückt. Und perverse Idioten gibts im Internet ja wirklich massenweise.

    UbIxGelöschter Account


    • Das ist kein Problem des Internets sondern der Gesellschaft. Nur das es hier immer wieder als Grund für die Einschenkung von Grundrechten verwendet wird. Oder meinst du wirklich das die sich in RL anders verhalten.


  • Schon interessant, dass alle die sich hier in den Kommentaren für Klarnamen aussprechen selbst nicht mit ihrem vollen Namen angemeldet sind.

    noxUbIxGelöschter AccountGelöschter AccountGelöschter Account


  • Ich bin definitiv für Klarnamen. Wer was zu verbergen hat oder Angst um seine Privatsphäre, hat im Internet nichts zu suchen. Die weiteren Gründe, warum ich für klare Verhältnisse bis, stehen auch in dem Artikel, der sehr gut verfasst ist.


    •   20
      Gelöschter Account 17.07.2014 Link zum Kommentar

      Natürlich ! Und dein Klarname ist "Hoschi".
      lol..


    • Dann müsste es für dich doch keine Problem sein hier deinen richtigen Namen zu posten. Oder was hast du zu verbergen?

      noxUbIxGelöschter AccountGelöschter Account


  • schöner Artikel +1


  • ENDLICH!
    So, ich nutzte mit Absicht zwei Googlekonten, eines verwaltet meine Apps, mit dem anderen trete ich mit der Außenwelt in Kontakte.
    Ich bin ein höflicher Mensch, der auch nicht das geringste von Shit Storms hält. Aber ich möchte meinem Namen nicht immer überall lesen. Dafür habe ich meine privaten Gründe und die gehen weder euch noch Google etwas an.

    Außerdem gibt es gute Gründe warum Menschen in z.B Ägypten, Russland und ja man glaubt es kaum, auch hier in Deutschland ihren Namen vor dem Staat, bestimmten Organisationen oder Personen nicht zeigen wollen.
    Es gehört zu unserem unveräußerlichen Grundrechten, unsere Meinung frei zu äußern. Dazu ist (leider) manchmal auch der Deckmantel der Anonymität nötig, das war schon immer so. Das Internet hat die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nur deutlich erweitert.
    Der Shit Storm ist eines der hässlichen Gesichter des anonymen web. Aber er kann dennoch nicht als Begründungen her halten das Menschen nicht die Möglichkeit haben ihre Meinung ohne Angst zu veröffentlichen, wenn sie keinen anderen Weg sehen.
    Wer das als Kindertagen sieht, macht sich die Welt zu einfach.


  • Die Anonymität im Internet ist kein Ärgernis, sondern ein Gut, ein Recht, das uns mehr und mehr genommen wird.

    Für die meisten scheint das kein Problem zu sein, denn kaum jemand rührt sich, um etwas dagegen zu tun.

    Die unter uns, die genug Hirn haben, sind in der Minderheit und ihre Bedenken und Forderungen werden im Endeffekt abgetan.
    Letztlich bleiben dem aufgeklärten Anwender nur noch Accounts unter Falschnamen.

    Dieser Artikel zeigt eigentlich nur, wie wenig kritisch in Eurer Redaktion mit Anonymität und Datenschutz umgegangen wird.
    Ein Beispiel dafür ist, dass Ihr scheinbar nie darauf hinweist, wenn ein Custom Rom den deutlichen Vorteil bietet, Apps Berechtigungen entziehen zu können.


  •   32
    Gelöschter Account 16.07.2014 Link zum Kommentar

    Ich habe da einen ganz anderen Lösungsansätz -
    Sozial-Internet in die Mülltonne !
    Vorallem Läden wie WhatsApp G+ und facebook.
    Für mich sind das Banditen.
    Ich werde einen Teufel tun mich bei sowas anzumelden, und schon garnicht mit klarnamen.
    Eine Frechheit dass ich zu Google+ zwangsangemeldet wurde um weiterhin mein Smartie mit Playstore nutzen zu können.

    Leider lieber Stephan sind Artikel wie dieser und deine Kommentare und Themen zu WhatsApp schon etwas wie eine Provokation für mich.

    Der gläserne Mensch gehört in die Kanalisation der Geschichte. Die Toilette runtergespült.

    Ich gehe sogar soweit dass ich am Überlegenheit bin am nexus nur noch Custom Roms zu nutzen mit gezielt manuell installierten Apps.
    Es kotzt mich an dass heute jeder seine Identität und Leben ins Netz spülen muss bzw sogar freiwillig tut.

    Leider geht die heute Jugend bzw ins Internet geborene Volk völlig hämmingslos damit um. Sind doch WA und facebook das Primärzenario für ihr neues Galaxy S.

    Die Pest wünsch ich dem etablierten BigData System an den Hals.
    Wir werden in naher Zukunft unsere Freiheit verlieren. Durch das System -
    Dafür brauchts mittlerweile schon gar keinen klarnamen !

    Und das ist kein Witz.


  •   37
    Gelöschter Account 16.07.2014 Link zum Kommentar

    Was haben Pseudos mit Kindergarten zu tun?
    Was haben "Klarnamen" mit realen Namen zu tun?
    Ich kann mich auch mit mit dem Klarnamen "Egon Hugo Balder" bei G+ und anderswo anmelden. Aber ist das mein realer Name? Und ist das weniger "Kindergarten" als mein Pseudo "forenuser"?


  •   19
    Gelöschter Account 16.07.2014 Link zum Kommentar

    @Angeleyes 1980, XXL und Andere

    Google und Facebook kennen deinen "Klarnamen". Auch ohne PostIndent. Dazu gleichen sie unter Anderem dein Adressbuch und die Adressbücher deiner Freunde ab, mit denen du in Kontakt stehst. Dort finden sich genug Einträge, die deinen echten Namen, deine E-Mail-Adresse, deine Telefonnummer, deinen Wohnort und noch Anderes über dich preisgeben. Wenn du einen falschen Namen angibst, wird man dich damit nicht konfrontieren, weil die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass dir das suspekt vorkommt, und du den Dienst dann nicht mehr nutzen magst.


    • Das wird bei mir aber für Facebook schwierig. Ich habe dort keine Handynummer hinterlegt, die App ist nicht installiert und die e-Mailadresse mit der ich angemeldet bin, habe ich mir extra für Facebook zugelegt und die hat keiner gespeichert ;-)


      •   19
        Gelöschter Account 17.07.2014 Link zum Kommentar

        Was du bei Facebook angibst ist nicht so nötig, um dich zu "enttarnen". Unter deinen Freunden, mit denen du über FB in Kontakt stehst, werden sicher einige deine echten Daten in ihren Adress-/Telefonbüchern gespeichert haben. Das reicht, um auf deine wahre Identität zu schließen.


  •   50
    Gelöschter Account 16.07.2014 Link zum Kommentar

    Etwas ist mir noch aufgefallen... Irgendwie scheint mir hier einiges immer mehr suspekt, widersprüchlich und scheinheilig. Google schränkt uns immer mehr ein, es gibt immer mehr Zwänge, Vorschriften und Leitplanken von Google, man lässt uns immer weniger Wahlmöglichkeiten wenn es um unsere Daten geht. Hier geht der Verfasser sogar soweit, dass er eine Art Netzidentität fordert. Ich finde das krank (und ich wähle bewusst das Wort "krank"), wenn man so etwas fordert, und dann noch freiwillig. Ich glaube ich muss hier nicht ausführen, an welche Staatsformen oder Systeme solche Auswüchse erinnern. Wenn aber auf der anderen Seite mal jemand Google (völlig zurecht) in die Schranken weist und mal ans Bein pisst, dann hält der Autor komischerweise überhaupt nichts von Regeln, Gesetzen und Einschränkungen.


    • Im Grund genommen ist es doch auch völlig egal, ob ich mit Klarnamen poste oder nicht. Google weiss es doch so oder so wenn ich hier am Smartphone irgendetwas vom Stapel lasse.


      •   50
        Gelöschter Account 16.07.2014 Link zum Kommentar

        Genau, Google weiss es, je nachdem wie viel ich zulasse... Aber nicht dein Chef, dein ganzer Freundes- und Bekanntenkreis, deine Nachbarn, etc. etc. ;-)


  • Guter Artikel Stephan!


  •   10
    Gelöschter Account 16.07.2014 Link zum Kommentar

    Gute Sache


  • Mein, hehe.. "Künstlername" Sebastes Marinus(in seltenen Fällen auch Rotbarschbube) ist im Grunde schon längst ein "Klarname" geworden.
    Meine "Netz-Identität", wenn man so will.

    Banaler Grund für dieses "Second Life":
    Menschen aus dem RL, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, mein Leben in Scheisse zu verwandeln(aber glücklicherweise zu doof sind, das Netz akkurat zu nutzen).

    Gut zu wissen, dass ich diesen Namen(im Notfall) jederzeit auch wieder ändern könnte.
    Nur ein" First World-Problem", welches mich persönlich betrifft.

    Ich denke, man muss nicht wirklich über Menschen in anderen Kulturkreisen sprechen, die für ihre Meinung verfolgt und getötet werden, oder?

    Mit Sockenpuppen, Trollen, Flamern, Hetzern und sonstigem menschlichem Müll kommen wir schon klar.

    Auch ohne Restriktionen.


  • Schön, dass der Flop "Der Aufreger der Woche" inoffiziell von @Stephan Serowy weitergeführt wird.

    Ernsthaft.

    Ironiefrei.

    Auch schön, dass Stephan immer wieder mal zeigt, dass er.. trotz Aufbietung aller ihm möglichen Rationalität.. auch nur ein Mensch ist, der manchmal aufgrund seines (anekdotisch geprägten) Weltbildes, nicht in der Lage ist, bestimmte Sachverhalte ganz zu Ende zu denken.

    Meine Sympathie hat er jedenfalls. <3

    UbIx


    • Besten Dank Sebastes, das bedeuet mir ungemein viel ;) Übrigens, ich weiß nicht genau, warum du den Aufreger der Woche als "Flop" bezeichnest. Tatsächlich war er ein voller Erfolg (was zum Glück nicht heißt, dass man ihn ewig fortsetzen muss). Zugegeben, die entsprechenden Zahlen liegen dir nicht vor. Fun fact: Ich war seiner Zeit der größte redaktionsinterne Gegner der Serie und habe mich anfangs lange geweigert, überhaupt eine Ausgabe zu schreiben und bin persönlich ganz froh, dass es sie nicht mehr gibt, zumindest nicht in der Frequenz. Das darfst du gerne als Ironie abheften ;)


      • Nun einen Flop, kann man auch anders interpretieren. z.b. Ist für mich "Avatar" einer der größten künstlerischen Flops der Filmgeschichte... Vielleicht hat das auch auch die AP-Redaktion erkannt, dass hohe Klickzahlen nicht unbedingt Erfolg und noch weniger Glaubwürdigkeit bedeuten.

        Zum Beitrag: Eigentlich wurde hier schon alles gesagt und Beiträge wie von "XXL" oder "Kein Klarname" unterschreibe ich anstandslos.
        Eines möchte ich aber noch anmerken. Das in diesem Artikel nicht mal Ansatzweise auf den (möglichen) Grund eingegangen wird. Liegt es vielleicht daran, dass dies der letzte (verzweifelte) Versuch von Google ist, Google+ als Social Network noch zu einem einigermaßen akzeptablen Erfolg zu verhelfen? Denn nach anfänglicher Euphorie ist davon ja nicht mehr viel übrig. Ich meine damit jetzt nicht absoluten User-Zahlen, welche durch Zwangsverbindungen zu Googlediensten natürlich in die Höhe geschnellt sind, sondern die wirklich aktiven Google+ Social Network User.
        Weiterhin kann dieser Artikel problemlos auch als flammende Rede eines Politikers des schwarzen Spektrums genutzt werden. Was natürlich nicht schlimm ist, aber diese Einseitigkeit hat hier dann doch nix zu suchen.


  • Klarnamen? Ja klar, dann heiße ich eben Max Mustermann oder Sabine Mustermann. Wer offline und online Situation vergleicht, der mag auch behaupten, wer Auto fahren kann, kann auch fliegen. Kann ich vollautomatisch offline alles von einer Person erfahren wie es online geht? Eben nicht. Muß ich bei jeder Demo auf dem Plakat, das ich hochhebe, meinen Namen schreiben? Nein Der Schreiber verwechselt leider ein "ins Gesicht sehen bei einer Aussage" mit "zu wissen wer es ist".


  • Als ob die Darstellung eines Klarnamens nun die Pöbelfraktion 3.0 verhindern würde. In welchem Kosmos leben manche eigentlich. Das Netz besteht doch eh nur noch aus Lug und Betrug. Oder würde man sich nun auf eine "bezahlte" Kundenrezension nun mehr verlassen, nur weil ein Klarname davor steht? Das ist jetzt nur eines von unzähligen Beispielen, welche ich nun aufführen könnte. Wie wäre es denn einfach damit, das nicht jeder, Entschuldigung, Mist und Hirnschmalz eine Kommentarfunktion benötigt? Da wären wir doch mal ein Stück weiter. Genausowenig wie ich von Karlheinz Popstar wissen muss, dass er sich soeben eine neue Unterhose gekauft hat.


  • Soziales Verhalten ,Fairness etc ist erstmal ja nicht abhängig von Namen.Auch so genannte Klarnamen können falsch sein.Hier denke ich das beides seine Berechtigung hat.Nur warum Menschen bei der Bewertung einer App Anonymität zur Sicherheit ihrer Person sich wünschen,verstehe ich nicht.Bei politischen,gesellschaftliche Themen in der Stadt -Zeitung schon eher.

    Gelöschter AccountGelöschter Account


    •   25
      Gelöschter Account 17.07.2014 Link zum Kommentar

      Weil ich z.B. nicht bei Google gefunden werden möchte, ab und zu aber doch einmal eine App bewerten möchte.

      UbIx


    • Nur das der Klarnamenzwang recht einfach zu umgehen ist, und somit etwas clevere Leute dies einfach schaffen.

      Und Du weißt das Du spätestens bei Bewerbungen im Rampenlicht mit Deinem Klarnamen stehst...

      UbIx


    • Wenn du eine Bewertung abgibst und dein potentieller Chef nach deiner Bewertung nach dir googelt. Dann findet er raus das du "Simpsons - Tapt out" und " GTA" spielst und vor drei Jahren hast du mal ne App mit dem Namen "dralle Busenwunder" bewertet. Dein potentieller Chef findet die Simpsons aber kindisch, GTA unmoralisch und denk bei Busen nicht an Finnland sondern an Pornos.

      Izzy


  • Volle Zustimmung. G+ ist aber auch das einzige Netzwerk, dem ich beigetreten bin.


  • Ich finde es sehr gut, dass Google den Klarnamenzwang abschafft. Das liegt vorallem daran, dass bei fast jeder Aktion, die ich bei Google Diensten ausführe, mein richtiger Name hinterlegt wird und öffentlich sichtbar ist. Dies war der Grund wieso ich keine YouTube Videos kommentierte, keine Apps bewertete usw. Einfach weil ich einmal ein YT Video kommentierte und bei der Suche nach meinem Namen sofort dieses Video mit meiner Meinung dazu angezeigt wurde. Auch wenn es nichts ist, was mir peinlich ist, möchte ich trotzdem nicht, dass bei der Suche nach meinem echten Namen alles angezeigt wird.

    Meiner Meinung nach müssten Accounts von "Spammern" gesperrt, oder wenigstens die Kommentarfunktion blockiert werden. Denn viele (insbesonders auf YouTube) interessieren sich nicht dafür, ob ihr Klarname angezeigt wird (wahrscheinlich ist es ihnen garnicht bewusst) und hinterlassen Kommentare bei denen sich meine Nackenhaare aufstellen.


  •   29
    Gelöschter Account 16.07.2014 Link zum Kommentar

    Guter Artikel!


  • Der Artikel ist alles andere als durchdacht. Vielleicht sollte sich der Autor einfach mal auf Facebook umsehen, dann wird er bemerken, dass ein Zwang zu Klarnamen nicht zu besseren Umgangsformen führt. Shitstorms sind trotz Klarnamen an der Tagesordnung, genauso wie rassistische Postings und Drohungen.


    • Seit wann gibt es auf FB einen Klarnamenzwang?!


      • Seit Dezember 2012, bestätigte sogar ein Gericht, was von der ZEIT auch noch mal in einem Artikel aufgegriffen wurde ("Gericht bestätigt Klarnamenzwang bei Facebook")

        noxUbIxGelöschter Account


      • Sprechen wir hier von einem Anmeldenamen der hinterlegt werden muss und den nur FB sieht oder vom Anzeigenamen? Denn der kann nach wie vor nach Lust und Laune geändert werden...


      • Ich wollte meinen Fake Account bei FB mal in "Siegmund von Schweineschnitzel" umbenennen. Das wurde von FB abgelehnt. Hab dann einen etwas realistischeren Namen gewählt und es wurde akzeptiert.

        UbIx


      • Schon immer. Den Namen "darf" man eigentlich nur ändern wenn man zB. heiratet.
        Viele benutzen zwar ein Pseudonym, verstoßen damit aber eigentlich gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook.
        Ich im übrigen auch.


  • Das mag für die westliche Welt in weiten Teilen zutreffen, aber in anderen Ländern wäre ein Klarnamenzwang nur eine Hilfe für Regierungen um diejenigen zu verfolgen, die anderer Meinung sind. (in der westlichen Welt ist der Name dazu nicht nötig auf Grund der fortgeschrittenen Technologie)...


    • z.B: die Vietnamesen (oder auch anderer Asiatische Völker, deren Namensreichtum überschaubar ist) würden sich darüber sicher kaputt lachen. bei denen heißt jeder zweite Nguyen. Jetzt find mal raus, welcher der 30 Millionen davon geschrieben hat. ^^

      UbIx


  •   50
    Gelöschter Account 16.07.2014 Link zum Kommentar

    Der Beitrag ist für mich extrem einseitig. Dass Stephan Serowy am liebsten den komplett gläsernen Bürger möchte und Googles Sammelwut uneingschränkt unterstützt, ist bekannt und eigentlich auch legitim. Ich persönlich habe da eine komplett andere Meinung. Ich würde es aber trotzdem begrüssen, wenn man wenigstens ein Minimum an Sachlichkeit an den Tag legen würde. Nur schon der unsachliche und reisserische Titel "...zurück in den Kindergarten" ist... Kindergarten.

    Warum muss jeder Mensch auf der Welt wissen, welche Youtube-Videos ich gucke und kommentiere, welche Apps ich auf dem Smartphone habe und wie ich diese bewerte, wer/wann/wo ich bin, etc.? Was mich am meisten stört, ist, dass ich den Entwicklern kein Feedback mehr geben kann ohne den Google+ Zwangs-Account.

    Das ist nur meine persönliche Meinung. Ich hoffe, ich habe mich halbwegs gewählt ausgedrückt und du kannst meinen Beitrag akzeptieren, auch wenn du nicht meinen Namen, Alter, Schuhgrösse und andere Vorlieben kennst und ich nicht wie ein Narzisst in jeden zweiten Beitrag mein Foto einbaue ;-)

    Ich hätte noch einen Tipp für euch: Wenn du deinem Beitrag wenigstens einen kleinen Hauch von Glaubwürdigkeit verleihen möchtest, dann führt doch den Echtnamen-Zwang bei euch selbst ein;-) Komm' mir jetzt nicht mit Ausreden wie "können wir nicht kontrollieren". Das konnte Google bis jetzt nämlich auch nicht...


    • Dem ist nichts hinzuzufügen. *daumenHochSmilie*


    • Full ACK - sehr gut kommentiert.

      UbIxGelöschter AccountGelöschter AccountShay Ode


    • Genialer Beitrag ;) Schade das Stephan sich offenbar nur bedingt für die Meinung seiner Leser zu interessieren scheint.

      UbIxGelöschter AccounthenneIzzyGelöschter Account


    • XXL hat im obigen Beitrag das gesagt, was ich eventuell noch vergessen haben könnte. 100% agree.

      UbIxGelöschter AccountShay OdeGelöschter Account


    • Izzy
      • Blogger
      16.07.2014 Link zum Kommentar

      Das war jetzt gemein, XXL: Genau in die Kerbe wollte ich auch gerade schlagen.

      > "Das Wegfallen der Anonymität macht […] mündiger."

      Ein mündiger Mensch weiß sich zu Benehmen, auch ohne dass er dazu gezwungen wird. Im Kindergarten wird vorgeschrieben, was man darf und was nicht (aus meiner Sicht ist es daher eher ein Schritt in Richtung "Der Kindergarten G+ wird erwachsener"). Deiner Argumentation nach, Stephan, müssten wir alle (wie weiter oben bereits erwähnt) auch im "Real Life" mit Namensschildchen herumlaufen, damit wir nicht auf die Straße spucken oder an die U-Bahn pinkeln.

      Ich will Dir nicht das Recht auf Deine Meinung streitig machen. Aber als "langjähriger Redakteur" solltest Du auch ein wenig Objektivität mitbringen, wenn Du einen Artikel veröffentlichst. Derartige Einseitigkeit ist eher Bild-Niveau (auch wenn man dort sicher die gegenteilige Position vertreten würde).

      Entschuldigung für meine vielleicht etwas krasse Wortwahl und Direktheit. Ich schreibe hier ja nur mit meinem "Pseudonym". Allerdings ist in meinem Fall der Haken, dass mich die Leute auch im Real-Life fast nur unter selbigem kennen :)


  • Naja, Klarnamenzwang schön und gut.....
    Aber was soll einen davon abhalten in Facebook und Google+ anstatt des Klarnamen einen Phantasienamen anzugeben??? Man muss ja schließlich kein PostIndent Formular ausfüllen. Ich kenne genug die nicht unter ihrem richtigen Namen in Facebook usw. registriert sind.....
    Ach, und die können sich übrigens auch gesittet benehmen ;-)
    Seit man im Playstore die Bewertungen mit dem Klarnamen sieht, hab ich keine einzige App mehr bewertet. Ich möchte einfach nicht, dass fremde Menschen anhand meiner Bewertungen Rückschlüsse auf meine Vorlieben oder sexuelle Orientierung vornehmen können.....
    Zwar schade für die Entwickler, aber wenn man nicht bestimmen kann, was man von sich preis gibt, wird halt lieber gar nichts preis gegeben....


    •   25
      Gelöschter Account 17.07.2014 Link zum Kommentar

      So ist es. Ich bin überhaupt kein Freund sozialer Netzwerke und als man im Playstore noch Apps ohne G+ Zwang bewerten konnte, habe ich das auch häufig getan. Seit der Änderung nicht mehr, denn es geht niemanden etwas an, welche Apps ich mir herunterlade/gut finde.

      UbIx


      • aus dem Grund hab ich auch zwei FB Profile. Das eine ist mein offizieller und den anderen nutze ich für Apps, die man nur mit FB nutzen kann aber auch wenn ich politische Themen z.B. von Spiegel kommentiere.
        Deswegen kommentiere ich mit meinem echten Namen niemals öffentliche Beiträge, die mit dem "Weltkugelsymbol" markiert sind. weil darüber werden dann auch deine "FB Freunde" in Kenntnis gesetzt, ob sie wollen oder nicht.


  • Ich persönlich heiße die Funktion willkommen. Auch wenn ich nichts zu verstecken habe, habe ich alles zu verstecken. Denn Überwachung und Kontrolle sind Instrumente eines totalitären Staates und nicht eines Demokratischen.
    Nun, vielleicht ist es für uns, die in rel. gesicherten Demokratien leben, ärgerlich, dass die Anzahl der erwähnten "Trolle" zunehmen werden. Doch für die Sicherheit und die Freiheit der Menschen weltweit, die Ihre Meinung sagen wollen, ist die neue Regelung leider von nöten.
    Dafür nehme ich das Ärgernis gerne in Kauf.


  • Mir ist es persönlich egal wie jmd heißt. Facebook zeigt sich bereits seit Jahren, dass ein Echtname mit Foto die meisten nicht davon abhält zu beleidigen, zu hetzten, zu flamen oder einfach nur Nonsense abzulassen.


  • Full ACK. Danke für den Artikel.


  • [Kommentarbereiche]*Artikel* jeglicher Blogs und Online-Zeitungen vor äußerst aggressiver verbaler Diarrhö nur so strotzen?


  • Ich bin ja für ein zentrales Internetprofil für jeden Nutzer, der eindeutig mit der Identität der Real-Person verknüpft ist - so etwas wie einen öffentlichen Personalausweis fürs Internet.
    Bei jeder Anmeldung auf einer Social Media Seite, jedem Forum, etc. muss man sich mit der Profil-ID verknüpfen, so dass man nachvollziehen kann welche reale Person dahintersteckt.

    Das Konzept ist noch nicht sehr weit gedacht, grade datenschutztechnisch. Aber ich denke mit so einem Zentralprofil würde sich mancher Kommentator 3 Mal überlegen was er für einen geistigen Dünnschiss hinterlässt (ja, mich oft eingeschlossen!). Könnte für so manchen peinlich werden.


    • Das wäre Wahnsinnig dumm.
      Denk nurmal an syrien usw..


    • ....Du könntest ja ganz einfach deinen Echtnamen freiwillig benutzen? Oder muss man bei dir alles mit Zwang und Regeln durchsetzen?


      • Könnte ich machen, ich könnte aber auch versuchen selbst unter einem Nicknamen nicht beleidigen, zu hetzten, zu flamen oder einfach nur Nonsense abzulassen ;-)
        Da das aber nicht jedem gelingt, ob unter Nick- oder Realnamen, müssen manche User wohl mit anderen Mitteln gezwungen werden ein wenig Contenance in ihr Online-Verhalten zu bringen.


      • @DiDaDo: Du könntest aber auch dich einfach bei den Blog- oder Forenbetreibern beschweren, wenn die Trolle überhand nehmen. Bloß weil die Seitenbetreiber zu faul sind, etwas besser aufzupassen, müssen doch nicht andere alles von sich offenlegen! Wo kommen wir denn da hin, wenn die, die sich an die Spielregeln halten, plötzlich die Dummen sein sollen wegen ein paar die sie brechen.

        Oder du überliest das einfach. Mich stören auch die vielen Fußballfans in der Fußgängerzone, soll man deswegen Fußball verbieten? Mich stören auch Betrunkene, die nachts Lärm machen vor meiner Wohnung. Also am besten alle Kneipen verbieten.

        Ehrlich, ich bin enttäuscht über diesen Artikel und finde diese ewig gestrige Denke sehr gefährlich.


      • Deswegen schrieb ich ja auch, dass der Gedanke freilich nicht zu Ende gedacht ist. Es wird auch so nicht funktionieren. War nur ein Gedankengang.


      • @DiDaDo: Genau, und wenn dann dein Konto gehackt wird und unter deinem Namen Dreck erzählt wird, kommste zur Besinnung. Dass manchen immer erst dann ein Licht aufgeht wenns zu spät ist, ist mir schleierhaft...

        UbIx


      • Das stimmt! Aber, wenn die Leute mit ihrem Realnamen über dem diffamierenden Kommentar stehen würden, überlegen die sich das bestimmt nochmal gut, ob sie Dreck über einen erzählen müssen.


      • Und wie stellst du dan sicher das der Realname auch der richtige ist? Wer verhindert den das ich mich mit deinem Realnahmen hier anmelde? Es gibt hier bzw. Bei Google keine Ausweispflicht.


    • genau und die personen die dem nicht entsprechen,bekommen einen gelben stern auf die jacke


    • Wenn du ander zur Verwendung von Klarnamen zwingen willst, warum bist du dann unter dem Namen DiDaDo unterwegs? Dein Klarname wird das wohl nicht sein.


    • Zu Ende gedacht ist es definitiv nicht, denn folgerichtig wäre es, dass auch keiner mehr anonym vor Fernsehkameras/Büchern/Zeitungen, z. B. zum Zwecke der Aufklärung auftreten darf. Wer zieht hier grenzen, etwa die Regierung? lach

      Was für dich oder andere peinlich sein könnte ist mir wirklich schnurzpiepegal. Was kommt als nächstes? Ein RFID-Chip, um zu kontrollieren, ob jeder auch brav bei Grün über die Ampel gegangen ist? scharf nach Erziehungsmaßnahmen oder was?

      Gab es nicht mal eine Regierung, die das auch versucht hat durch
      zusetzen, wo es am Ende keinerlei Früchte trug? Jeder hat eine Meinung und niemand sollte eine Grenze ziehen wo diese aufzuhören hat und in Angst zu leben etwas falsch gesagt zu haben, weil dummerweise vielerlei Dinge unterschiedlich interpretiert werden können. Wozu die Ettiketierung? Um denjenigen dann zu diffamieren oder strafrechtlich zu verfolgen? Wo soll das bitte enden? Ich lass dir deinen Wunschkindergarten, aber noch dazu ein Gefängnis zu errichten ist einfach nur noch, wie comyu es bereits sagte, einfach nur dumm.

      UbIx


      • Ja. Danke für deine Weiterführungen. Ich habe ehrlich gesagt meinen Gedankengang auch nicht ganz provokationslos ausgeführt.
        Die ganze Sache ist natürlich auch definitiv nicht zielführend. Habt ihr ja schon festgestellt.

        Ich denke allerdings, dass es einen Unterschied geben sollte zwischen Meinungsäußerung und dummen Rumgetrolle. Zweiteres ist im Internet doch leider weiterverbreitet. Und irgendwie sollte das schon eingedämmt werden.


    • Izzy
      • Blogger
      16.07.2014 Link zum Kommentar

      Hallo Mister DiDaDo aus DiDaDummstadt, diedado Du ja so stark dafür bist: Bitte passe sofort Dein Profil an, und verwende Deinen echten Namen. Dein Kommentar hier steht sonst in krassem Gegensatz zu sich selbst :D Allerdings könnte es ja sein, dass Du genau das beabsichtigst – und mit dem Kommentar nur deutlich machen wolltest, wie unsinnig das Ganze ist. In dem Fall nehme ich meinen Kommentar natürlich sofort zurück #D

      UbIx


      • Eigentlich wollte ich nach dem primitiven Dummstadt ja gar nicht mehr weiterlesen. Aber vielleicht solltest du auch mal weiter lesen, was ich noch so auf die anderen Kommentare geschrieben habe. Vielleicht hättest du dir deinen Kommentar, der wie jene ist, weswegen diese Diskussion überhaupt läuft, auch sparen können.


      • Izzy
        • Blogger
        17.07.2014 Link zum Kommentar

        Was hat Dadideldumm mit dumm zu tun? OK, vielleicht war der Versuch, den Ortsnamen an das Namensschema anzupassen, ein wenig missglückt (bei "Tomaten" denkt aber komischerweise auch keiner an den Kater "Tom", bei "Kameradschaft" an "Rad(fahren)", oder bei "kontaktieren" an "Tier" – logischer ist es, "Zwingen" mit "Zwangsjacken" in Verbindung zu bringen, um wieder zum Thema zurück zu kommen ;).

        Fakt ist lediglich, dass Du nach Deinen Kommentaren starken Wert darauf legst, dass im Internet überall der "echte Name" verwendet werden sollte. Da irritiert ein wenig, dass Du selbst zu einem Pseudonym greifst, sorry. Und Deine Erklärung, warum Du das nicht tust ("ich könnte aber auch versuchen selbst unter einem Nicknamen nicht beleidigen"), spricht ebenfalls wieder dagegen.

        Aber lassen wir das. Ich entschuldige mich hiermit für die verunglückte Wortwahl (eine Beleidung war keinesfalls beabsichtigt), und wir verkneifen uns das Ausgraben eines Klappstuhls (oder Kriegsbeils), OK?


      • Auf dein Dummstadt gehe ich jetzt nciht nochmal drauf an, ist am Thema vorbei ;)

        Ich bekomme es auch hin unter einem Pseudonym mich nicht wie ein Neandertaler auf Koks mit 9. Klasse Sonderschulabschluss zu benehmen. Andere nehmen ein Pseudonym zum Anlass sich so zu verhalten. Was wäre denn dein Vorschlag asoziale Verhaltensweisen im Internet zu unterbinden?

        Ich sagte bereits an mehreren Stellen, dass der Gedankengang nicht zu Ende gedacht ist und ich den Bedenken recht gebe. Aber wenn sich einmal an etwas aufgezogen wird, überließt man sowas gerne ;) Lieber weiter nochmal und nochmal drauf einschlagen, wir sind ja hier alle im im Schutze des anonymen Internets ;-)
        Nein, es geht natürlich keinen an wie ich mit Nachnamen heiße. Ich bin dennoch der Meinung, dass die Wortwahl und der Umgang im Internet ein anderer wäre, wenn es etwas gäbe das die User drei mal überlegen lässt, ob sie ihren Text jetzt genau SO ins Kommentarfeld hinterlassen müssen.
        Also, was ist dien Vorschlag? Einfach machen lassen, ignorieren, Menschen die Möglichkeit geben unter dem Schutz der Anonymität andere Leute zu beleidigen?


      • Izzy
        • Blogger
        17.07.2014 Link zum Kommentar

        Es geht in diesem Artikel doch gar nicht um "wie kann man ... unterbinden". Das Thema ist: "Klarnamen oder nicht". Und nein, auch ich habe da kein "Patentrezept gegen Trolle".

        UbIx


      • Vor allem könnten Regierungen und sich andere genau sehen, wer nicht schön konform mit in der Reihe läuft. Ich will mich verstecken können, wenn ich will, will etwas verbergen können, wenn es einmal nötig sein sollte...
        Die ganzen das-macht-alles-sicherer- und ich-habe-nichts-zu-verbergen-Deppen machen unseren Kindern und Enkeln das Leben zur Überwachungshölle.


    •   25
      Gelöschter Account 17.07.2014 Link zum Kommentar

      Dieser "geistige Dünnschiss" ist aber das, was die Leute wirklich denken und das interessiert mich viel mehr, als wenn sie es "gutmenschenfreundlich" und "politisch korrekt" umformen.


      • Wenn du dir aus Troll-Aussagen ohne Sinn und Begründung wie beispielsweise "iiih bäh voll häzzlich Altaaaaa!!" "ifone ist viel geila als wie drecks androidenkackescheiße!!!!!!!einseinself" was inhaltliches rausnehmen kannst, hast du meinen vollen Respekt ;)


    • Das ist die selbe Argumentation mit der unser ehemaliger Innenminister das "Supergrundrecht" auf Sicherheit erfunden hat.


  • Das ist genau diese "Ich habe nichts zu verbergen"- Argumentationen. Nur manchmal habe ich eben doch etwas zu verbergen. Manche möchten vielleicht nicht, dass alle ihre Bewertungen für die Dating-App lesen. Vielleicht möchte man ja auch einen durchaus fundierten Kommentar bei einem Artikel über Depressionen abgeben ohne dass der potentielle neue Arbeitgeber das bei seiner Googleabfrage gleich sieht. Oder ich möchte mich kritisch zu politischen Themen äußern, was vielleicht jetzt noch völlig unbedenklich ist, aber irgendwann einmal nicht mehr der Fall sein könnte. Ganz abgesehen davon, dass kritische Äußerungen einem durchaus auch mal die Einreise in die USA erschweren oder gar unmöglich machen kann.

    Das alles wiegt natürlich wesentlich weniger, als das Ziel, das Internet vor Kommentaren zu schützen, die es dann auch wirklich nicht braucht.


    • Das kann ich nur unterstützen, was du schreibst. Ich finde auch den Kern des Artikels überhaupt nicht gelungen. Ich will schon nicht, dass Google jeden meiner Schritte im Internet verfolgen kann, aber damit muss ich leben. Dass das aber mein Nachbar oder mein Chef kann, das geht zu weit. Jeder, absolut jeder von uns kann in eine Situation kommen, von der er nicht möchte, dass es jeder erfährt, du hast ja schon einige aufgeführt.


    • Bester Kommentar zu dem Thema.


    • Kann ich absolut unterstützen. Der Schreiberling hat mal wieder eine völlig einseitige Betrachtungsweise zu Tage gefördert. Was noch schlimmer ist, dass es tatsächlich Leute gibt, die vieles einfach fraglos schlucken, anstatt z. B. mal den Sinn der Anonymität objektiv zu betrachten.

      Jeder soll seine Meinung äußern dürfen, egal wie er oder sie heißt. Egal ob auf der Straße, ob in Zeitungen, ob im Fernsehen oder im Internet. Es ist letztendlich egal wer dahintersteckt. Wenn einem eine Meinung nicht gefällt, soll derjenige oder diejenige zumindest Toleranz zeigen.

      ...Und wenn sich jemand sprichwörtlich einen Namen machen will, soll das gerne tun.l

      UbIxGelöschter Account


    • Danke, du sprichst all die Dinge an die den Autor von seinem schwarz - weiß - denken begreifen könnten! Vielen Dank!


    • Man darf auch nicht vergessen, dass die Annahme, es handle sich um DIE Person schon zur Falle werden kann. Schließlich gibt es nicht nur eine Person, die diesen Namen trägt. Meinen Namen gibt es mal mindestens 13 mal in Deutschland. Mit ist lieber keiner von denen postet mit Klarnamen als dass mir fälschlich Aussagen eines anderen Thorsten G. zugeschrieben würden.


      • Du sagst es. Meiner ist 8 mal allein in Wien vertreten. Verwechslung vorprogrammiert. Werde auch leider immer wieder mit eMails belästigt und damit meine ich jetzt nicht Spam.


      • Genau das ist das Thema. Ich kenne jemandem der öfter dienstlich Reisen muss. Leider hat er einen Namen der auf der Verhandungsliste steht. Ich war schon einige Male mit ihm auf Dienstreise und er braucht am Zoll mindestens eine Stunde länger als ich da er und sein Gepäck bis auf die Unterhose durchsucht werden und das auch nie mit freundlichen Blick. Keine Ahnung wie er es mit Humor nehmen kann, wo mir schon immer an den Zollhäuschen mulmig ist wenn einem der Zöllner mustert.


    • Toller Kommentar zu dem Thema @Kein Realname, kann ich vorbehaltlos unterschreiben.

      Blizzard hatte das ja auch mal versucht und wollte in deren Battle.Net-Foren einen Klarnamenzwang einführen. Nachdem dann dem Mitarbeiter, der das verteidigen wollte (und unter seinem realen Namen postete), mal gezeigt wurde, was das für Konsequenzen haben kann, hat Blizzard die Idee dann ziemlich schnell wieder fallen gelassen. Die User dort hatten innerhalb von 10-20 min das komplette Leben dieses Mitarbeiters auseinander genommen. Im Forum wurden dann Dinge gepostet wie: Adressen, Google-Earth- und StreetView-Bilder seines Hause, die Namen seiner Familienmitglieder, die Namen der Schulen, wo seine Kinder sind, sein Facebook-, Twitter- und andere Profilnamen, seine Telefonnummern und noch einiges mehr! Sein Telefon lief heiß und musste abgeklemmt werden, Facebook- und Twitter-Account wurden derart geflutet, dass auch die "gelöscht" werden mussten und so weiter und so fort.

      Man muss nicht immer unbedingt selbst was zu verbergen haben. Aber nur weil ich irgendwo was posten will, muss ich doch meine Familie/Freunde nicht in Mitleidenschaft ziehen, was ziemlich einfach wäre, wie man am Fall des Blizzard-Mitarbeiters ziemlich eindrucksvoll erleben konnte.


  • Gabs das nicht schon mal in Südkorea, dass man den Klarnamenzwang eingeführt hatte und dann nach einem Jahr oder so feststellen musste, dass der Unflat nicht weniger wurde?
    Ich meine, da war was. Kann mich aber auch irren.


    • Ich schreibe meinen "Unflat" (ernst gemeint, kein "trollen", wenn auch provokant) schon immer unter Klarname.
      Auch das Foto dass man per bundesdienstflagge toilette bei Google ganz vorne findet.

      Was wurde denn jetzt geändert? Ich kann zwar meinen Anzeigename bei YouTube ändern, aber der Permalink im eigenen Kanal etc. ist immer noch der Name der Registrierung.
      Eine echte Änderung des Namens scheint bei YouTube, und damit ja wohl auch Google+ etc. nicht möglich zu sein.
      Und bei YouTube will man evtl. verschiedene Mitgliedschaften haben.
      Ganz legitim. Evtl. will Ich die TV-Aufzeichnungen des ÖR (die akzeptieren dass, ein Örler sagte zum Thema "7-Tage" auch mal indirekt dass er es begrüßt wenn die Zuschauer es verbreiten...) zum Thema Bildung, Chancengleichheit etc. ja mal weg von meinem Realnamen auf einen Themennahmen.
      Klar, man kann es woanders erneut hochladen, aber dadurch gehen die Klicks flöten. Auch wenn man damit nichts verdient, doch ärgerlich.
      Könnte man Videos wenigstens in ein anderes Konto verschieben.
      Was befürchtet YouTube da? Dass Videos verkauft werden? Da sähe ich auch kein Problem.


      • Du kannst dir ja nen zweiten zulegen. Damit hat dann Google und co. eher Probleme da sie dich nicht richtig zuordnen können.


  • Guter Artikel... allerdings muss man auch berücksichtigen, dass nicht jeder mit jedem Thema, zu dem er seinen Senf im Internet abgibt, in Verbindung gestellt werden will... und das würde ohne Anonymität passieren.

    Anonymität ist und bleibt halt ein zweischneidiges Schwert...


    • Insbesondere wem es um whistleblowing im weitesten Sinne geht. Den dein (zukünftiger) Arbeitgeber muss nicht zwingend wissen was du privat machst.


  • Da ist es wieder - das Problem der "zwei Leben" das keins sein müsste...

    ich denke man sollte on- und offline zu den Dingen stehen die man von sich gibt keine Frage.

    Allerdings frage ich mich manchmal auch ob es sinnvoll ist, derartig viele Dienste zusammenzulegen, so dass der Nutzer immer klar erkenntlich der selbe ist?!

    Also es gibt ja durchaus Plattformen die vom Anspruch her eher privater oder mehr Funfaktor haben als andere...aber das Problem ist Google-hausgemacht würde ich mal sagen...


    • Genau eine Frau muss nämlich nicht in einer z.B. Technischen Diskussion als solche erkennbar sein und sich Kommentare weit unter der Gürtellinie aussetzen (leider keine Seltenheit)
      Von Mobing Werken wir ja gar nicht reden.
      Schade das manche nicht etwas weiter denken können als nur bis nächsten Schritt (meine hiermit niemanden spezifischen bzw. Persönlich). If Wm würde ich ihm das unter 4 Augen sagen!

      nox


  • Klar schreien immer alle gleich los, der Großteil versteckt sich eben hinter der angeblichen Anonymität des Internets. wie im Artikel geschrieben, bin ich der Meinung, dass mit den Klarnamen der Nonsens weniger sein würde, stattdessen ein schnelles Bild bei Google und irgendeinen Künstlernamen und los gehts mit dem pöbeln.

    und dieser ganz kram mit spionage hier und da, na und? als ob es nsa und co interessiert wenn hans otto von a nach b fährt und wenn er dabei was schreibt. wird alles nur massiv hochgeschaukelt.


    #shitstorm starten


    • Also irgendwie in Geschichte geschlafen oder nicht aufgepasst? Gut du gehst nie an Demo vorbe, suchs nie nach Stichworten wie Tor, hast nie was von geheimen Wahlen und freier Meinungsäußerung den Menschenrechten gehört? Du bist nicht allein gehörst zu denen ca. 3/4 denen Überraschung egal ist und sich gerne auf Auslandsreisen im Zollbereich abführen lässt wie Verbrecher da du zufällig jemanden kennst der einen der obigen Gruppe angehört. Denn die NSA verfolgt Terror verdächtige bis 3-tem Grad und da zahlen die oben genannten dazu. Siehe aktuelle Presse.
      PS: obige info zu den Grenzkontrollen ist belegbar!


      • Izzy
        • Blogger
        18.07.2014 Link zum Kommentar

        Du benutzt Tor? Dann bist Du laut NSA ein Extremist ( http://www.heise.de/-2248328 ). Aber soweit musst Du gar nicht gehen. Es reicht bereits, wenn Du Linux benutzt. Oder einfach nur das "Linux Journal" liest, dieses Extremisten-Forum ( https://spora.com.ua/posts/15706 ). Oder aber dummerweise Deine Pizza beim gleichen Lieferservice bestellst, wo dies auch ein Extremist (also ein Tor- oder Linux-User) tut...


      • Genau dass habe ich damit gemeint.


      • Izzy
        • Blogger
        19.07.2014 Link zum Kommentar

        Yupp, dachte ich mir. Aber ich dachte mir auch: Wenn ich das etwas drastischer mit Beispielen verdeutliche, wird es evtl. offensichtlicher. Beim Pizza-Service hätte ich auch noch einen draufsetzen können: "[…] wo dies auch jemand tut, der einen Extremisten (also einen Tor- oder Linux-User) kennt". Das könnte dann nahezu jeder sein.

        "Dritter Grad": Ich bin Kunde bei der Telekom. Jeder andere Kunde der Telekom ist also ein "Kontakt dritten Grades" für mich. Ich hoffe, da sind keine "Extremisten" dabei. Oder gar "Unschuldige": Panik für Euch, ich benutze Linux! #D Jetzt sind alle Telekom-Kunden "verdächtig", und werden überwacht o_O

        Nein, das sollte jetzt nichts "ins Lächerliche ziehen": Auch wenn die NSA die Kommunikation ganzer Länder aufzeichnet, irgendwo sind sicher Kapazitäts-Grenzen. Aber wenn "dritter Grad" als *Rechtfertigung* ausreichend ist, um eine "Lauschaktion" zu legalisieren – dann zeigt dies, dass es quasi *JEDEN* erwischen kann. Mit einem geradezu lächerlichen "Verdachts-Moment".


      • Und das schreibt die Presse? Die manipuliert wo es nur geht. Auch wenn ich nun schreibe das ich gerade einen Sprengstoff Gürtel baue und damit die Botschaft der USA in Berlin angreifen werde liest es die NSA trotzdem nicht! Glaub mir. Es ist einfach nur lächerlich wer so einen bullshit glaubt der wartet Heiligabend auch auf das Christkind!


      • Izzy
        • Blogger
        20.07.2014 Link zum Kommentar

        Tja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Warum sitzt Mr. Snowden gleich nochmal in Russland fest? Oder hat ihn am Ende gar nur die Presse erfunden? Sicher bauscht man dort gern ein wenig auf (besonders, wenn es gerade keine "echten" Schlagzeilen gibt). Aber wer alles so einfach abtut, der läuft auch "über" ein offenes Gulli-Loch in der Meinung, das könne da gar nicht sein (wobei ich jetzt nicht zu sagen weiß, ob das Christkind gefährlicher ist ;)

        UbIx


      • alter, ich habe mal genau nach diesen Tools gesucht ... Das das so krass ist, hätte ich nie gedacht ...


      • @Dennis W

        Der Herr erhalte dir deinen Kinderglauben - immerhin gibt es Informationen von etlichen Ehemaligen derNSA - nicht nur Snowden - über grundlegende Arbeitsweisen, und eine davon ist das AUTOMATISCHE Durchsuchen eines möglichst großen Teils des Datenstroms im Internet nach "verdächtigen" Begriffen.

        Die, die du gerade verwendet hast, gehören mit Sicherheit dazu.

        UbIx


  • Schöner Artikel! Thumbs up.

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern