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3 Min Lesezeit 95 Kommentare

Google Play Music All-Inclusive: Der Spotify-Schreck startet

Googles Musik-Streaming-Dienst „All Access“ startet in Deutschland unter dem Namen „All-Inclusive“: Für 8 Euro pro Monat können Nutzer auf mehr als 20 Millionen Songs zugreifen. Streaming-Platzhirsch Spotify muss sich warm anziehen.

Smartphone-Meldung: “Nicht genug Speicherplatz verfügbar.”
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© AndroidPIT

Der Preis ist heiß

Google startet seinen Streaming-Dienst zum Kampfpreis von 7,99 Euro monatlich, also zwei Euro günstiger als Spotify. Der günstige Preis gilt allerdings nur für Schnellentschlossene und Early Adopter - wer zögert und sich erst nach dem 15. Januar 2014 anmeldet, zahlt 9,99 Euro im Monat.

Alle, die ihr Abo vor diesem Datum abgeschlossen haben, bleiben bei 7,99 Euro, solange sie angemeldet sind, erklärt Sara Hecht, Produktmanagerin für Google Play Music in Mountain View, auf Nachfrage.

Die ersten 30 Tage sind bei Google kostenlos.

Funktionen und Oberfläche im ersten Test

All-Inclusive ist Bestandteil der App Play Music, die es für Android und iOS gibt. Wie bei Spotify kann man gezielt nach Künstlern suchen, Playlisten erstellen oder eigene "Radiosender" starten, die Songs spielen, die auf den hinterlegten Künstlern, Genres oder Alben basieren. 

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Links: Der Startbildschirm von All-Inclusive. Rechts: Die Struktur der Künstlerseiten erinnert an Spotify. / © AndroidPIT

Außerdem hat man die Möglichkeit, Musik zu "entdecken", also Wiedergabelisten zu hören, die von Musikredakteuren zusammengestellt wurden. Die Radiosender basieren auf Algorithmen, die Playlisten auf Expertenwissen - mit dieser Kombination stellt Google nach eigenen Angaben sicher, immer die besten Ergebnissen für den Nutzer zu liefern. 

Ein erster Test zeigt, dass Google zumindest nicht weit daneben liegt. Mein Radiosender ("Mogwai") lieferte gute Ergebnisse aus diesem Genre, die meisten Songs passten. Überhaupt ist mein erster Eindruck sehr positiv. Die Streaming-Qualität ist gut, die Benutzeroberfläche ansprechend und intuitiv, vor allem Android-Nutzer werden sich problemlos zurechtfinden. Ein weiterer Vorteil ist die Integration der auf dem Gerät gespeicherten Musiksammlung in die App, ein Feature, das Spotify zum Beispiel fehlt. Spotify wiederum bietet die besseren sozialen Funktionen, der Austausch mit anderen Nutzern ist vielschichtiger. 

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Links: "Radio" und "Entdecken", zwei zentrale Features von Play Music All-Inclusive. Rechts: Das Radio-Untermenü folgt der gleichen Bedienlogik wie viele andere Google-Dienste. / © AndroidPIT

Alle Funktionen und direkter Vergleich mit Spotify

  Spotify All Access
monatlicher Preis: Kostenlos / 4,99 € im Monat / 9,99 € 7,99 € / 9,99 €
Verfügbarkeit: Android, iOS, Windows Phone u.a.; Web-Dienst; Desktop-Anwendung  Android; iOS, Web-Dienst
Anzahl der Titel: "Über 20 Millionen" "Über 20 Millionen"
Synchronisierung der Musiksammlung: Ja, automatisch Ja, automatisch
Offline-Playback: Ja Ja
Cloud-Speicherung eigener Musik: Nein Ja
Musik-Kaufoption in der App: Nein Ja
Anmeldung und Bezahlung:  E-Mail-Adresse, Facebook-Konto; PayPal, Kreditkarte Google-Account; Kreditkarte

Einschränkungen

Die Einschränkungen sind bei Google die gleichen, die man auch von anderen Streaming-Diensten kennt: Das Qualitätsmaximum liegt bei 320 kbit/s (was mehr als ausreicht), Musik kann man nur auf einem Gerät gleichzeitig abspielen (was bei einem kostenpflichtigen Dienst wie diesem völlig logisch ist).

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Links: Die Startseite von "Entdecken". Rechts: Im Einstellungsmenü kann man die Streaming-Qualität dreistufig regeln. / © AndroidPIT

Verfügbarkeit

Google Play Music All-Inclusive ist werbefrei und ab sofort in Deutschland verfügbar für Android, iOS und über den Internet-Browser. 

"One unified experience"

Abgesehen vom günstigen Einstiegspreis unterscheidet sich der Dienst kaum von Spotify und Co. Er hat aber, zumindest auf Android-Geräten (die den Smartphone-Markt dominieren), einen gewaltigen Vorteil: Die Oberfläche fügt sich nahtlos ein in die lange Reihe der unterschiedlichen Google-Dienste und sie ist hervorragend an die Oberfläche des Android-Systems (Holo UI) angepasst. Google kann daher etwas tun, was Spotify nicht kann: Dem Nutzer ein geschlossenes Benutzererlebnis bieten. 

Darauf angesprochen, was ihren Dienst von den Konkurrenzangeboten unterscheide, erklärt Hecht: "One unified experience", was frei übersetzt so viel wie "Ein einheitliches Nutzererlebnis" bedeutet.

Google Play Musik Install on Google Play

95 Kommentare

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  • Zu …kompliziert …!!!!


  • Nachtrag: Nachdem ich Google Play Music all Inclusive eine Woche getestet habe: Das Musikangebot ist toll, ähnlich umfangreich wie Spotify, wenn auch bei mir weniger Titel gefunden wurden als bei der Konkurrenz. Mobile App super zu bedienen und sehr übersichtlich. Synchronisation funktioniert auch einwandfrei. ABER: Die Web-App ist der letzte Müll. Ständige Verbindungsabbrüche, Browser-Absturz, fehlende Bedienbarkeit per Multimedia-Tastatur, keine Playlist-Ordner... Da hat Spotify mit der Desktop-Anwendung ganz klar die Nase vorne. Solange Google Play Music das nicht ändert, werde ich auch nicht wechseln und bei Spotify bleiben.


  • Bei mir kommen ständig die Fehlermeldung, dass keine Internetverbndung bestehe, was aber Blödsinn ist. Ich kann mir also keine Stücke online anhören.


  • Hab simfy da bekomme ich bei kabelDeutschland kunde 1€ günstiger im Monat. Allerdings ist die APP mist ... Langsam und nicht intuitiv :(


  • Zahlreiche Vorteile von Spotify werden gar nicht erwähnt, z.B. die Desktop App.


  • Ich habe das gleiche Problem wie Marcus E. (den ich hier stark abgewandelt zitiere):

    Ich hatte mich bei GoogleMusic All Access mal über einen Proxy in USA angemeldet. Leider musste ich recht schnell feststellen, dass mit einem begrenzten Datenvolumen und mit 'speziellem' Musikgeschmack und Hörverhalten nicht viel aus dem Angebot rauszuholen ist und deshalb nach dem gratis Monat wieder gekündigt.

    Nun würde ich gerne nochmals das Musikangebot von G-Music testen, allerdings zeigt er mir beim Start noch immer das 9,99$ Angebot an und bringt mir beim Abonnieren eine Fehlermeldung (Der Artikel, den sie kaufen wollten, konnte nicht gefunden werden). Am PC wird meine Kreditkarte einfach nicht akzeptiert.

    Hat jemand einen Lösungsansatz?


  • Bezahlen per Mobilfunkrechnung funktioniert seit heute übrigens auch, gerade mit congstar probiert und wurde problemlos als Zahlungsmethode akzeptiert.


  • Google Play Music ist der Favorit für mich ganz klar :)


  • Kann mir jemand sagen, ob auch deutsche Hörspiele im AllAccess Angebot enthalten sind? Bzw. deutsche Bands, die in Spotify nicht drin sind (z.b. Tote Hosen, Ärzte, Rammstein, ...)?
    Das wäre für mich der einzige Grund, zu wechseln.


    • Ich nutze das fast ausschließlich für Hörbücher und habe natürlich sofort den Testmonat gebucht. So wie es aussieht, sind viele, aber eben nicht alle enthalten. Unter "All Inclusive" verstehe ich etwas anderes.


    • Nein, da die Rechte von den Künstlern kommen, und wenn sich Ärzte, Hosen etc. gegen das Streaming stellen, sind sie natürlich auch nicht bei Play Music...


  • Gee 07.12.2013 Link zum Kommentar

    Keinen Cent von mir !! Weder so noch so. Gibt genug Radioapps kostenlos und nach Genre zu suchen. Ansonsten lokal auf Karte gespeichert reich vollkommen aus. Und kommt mir bloss nicht mit irgendeiner Cloud ... Nix net nix Musik was soll denn sowas - Blödsinn.


  • Irgendwie veemisse ich die top 100 single charts. Bei spotify weiss ich wo ich das relativ einfach finde, aber hier nicht. Schade


  • @Andy N.: Es ging aber darum, dass wenn bestimmte Streaming Dienste nicht auf das Datenvolumen angerechnet werden, dass dann kein fairer Wettbewerb zustande kommt.


  • Mein erster Test der App auf Android ist gut, aber nicht sehr gut. Wenn ich Internetradio über Android und Winamp höre, gefällt mir der Sound besser und das auch dann, wenn ich am Equalizer rumspiele.

    Im Vergleich zu Xbox Music kann ich sagen, dass schonmal einige Alben, die man bei Xbox Music nur kaufen kann, bei Google Play Music im Abo enthalten sind. Kann Zufall sein, aber ist mir aufgefallen.

    Die App funktioniert sehr stabil, selbst wenn man denkt, dass einem das Smartphone aufgrund Überlastung gleich abschmiert läuft die Musik im Hintergrund weiter, die App wird nicht geschlossen im Hintergrund.

    Man kann problemlos ganze Alben auf dem Smartphone offline speichern, sehr gut. Ich teste noch weitere 29 Tage und entscheide dann, ob ich mir ein Abo hole.

    In jedem Fall gilt: Wenn man wirklicher Fan einer Band ist, dann sollte man sich das Album kaufen.


  •   26

    @ jan a.
    hol dir vernünftige boxen von KEF und du hörst den unterschied!!


    •   26

      und nicht irgend einen billig mist hauptsache laut und viel bums !


  • Das Problem ist doch, das solche Dienst auch unterwegs ohne probleme klappen sollen, aber die Meisten Internet-Pakete für Smartphones sind begrenzt und wer nur 500mb hat, der kann diesen Dienst einfach stecken lassen, da hat meiner Meinung nach Telekom mit Spotify ein ganz großen Vorteil, der Datenverbrauch wird nicht angerechnet, eigentlich ein fall für das Kartelamt, da man eigene Dienste bevorzugt..

    Es gibt zwra von o2 gute Pakete mit denen man für einen guten Preis eine Telefonflat +2gb Internetvolumen bekommt, aber auch mit 2GB kommt man nicht über den Monat, wenn man viel Musik hört....


  • @Bernd S. :
    Richtig, Streaming alleine generiert keine ausreichenden Erträge für kleine Bands, allerdings dürfte es für diese Bands leichter sein, verbreitet Publikum zu finden. Ohne großes Label schwierig bis unmöglich.

    Bei Radio Sendern sieht's da von den Sendeplätzen nicht immer gut aus. Spotify durchsucht deine Musik und liefert dir Vorschläge und so entsteht plötzlich der Kontakt mit der Indie Band.

    Will eine Band bei einem größeren Label aufgenommen werden, geht das nicht selten zu Lasten des Indie Charakters. Genau da schafft der Streaming Markt eine Plattform auch für solche Bands.

    Klar, das meiste Geld machen die Bands mit ihren Konzerten, kurzfristig über die Verkäufe der Cds und langfristig über Radio. Den Anfang aber kann Spotify und Co. sehr stark vereinfachen, ohne großes Verbiegen für ein großes, aber marktabhängiges Label.


  • Ist schon witzig Bûcher,Filme,Musik alles von Google zu kaufen...nur keine Speichererweiterung ....stattdessen Smartphones mit 8GB........,sehr sinnig.

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