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Google+-Pflicht im Play Store: Der Schmierstoff für den Google-Motor

Verfasst von: Andreas Seeger — 27.11.2012

Ab heute kann man nur noch Apps im Play Store bewerten, wenn man ein Konto bei Google+ hat. Diese Geschlossenheit erzürnt viele Nutzer. Aber sie ist auch ein Zeichen. Denn so langsam kristallisiert sich heraus, welche Rolle das Netzwerk innerhalb des Google-Imperiums einnehmen wird: Der Konzern baut gerade sein soziales Internet.

Die Verbindungen aller Facebook-Freunde untereinander: Das Internet wird sozial. / (c) Facebook

Android und der Google Play Store, YouTube, das stationäre Internet und die Google-Suche, Gmail, Drive, Maps – und irgendwo dazwischen Google+. Beim Start vor anderthalb Jahren dachten wir alle noch, dass Google ein eigenes soziales Netzwerk ins Leben ruft, um mit Facebook gleich zu ziehen. Der damalige Google-Chef Eric Schmidt gab in diesem Zusammenhang kleinlaut zu, dass Google diesen Bereich in der Vergangenheit sträflich vernachlässigt habe.

Aber warum ist Google+ dann heute so verdammt zugenagelt? Google verweigert anderen Anwendungen die Schnittstellen, um automatisierte Parallel-Postings auf Twitter und Facebook abzusetzen. Die Zahl der Drittanwendungen kann man an einer Hand abzählen. Google propagiert immer wieder gerne Offenheit, gibt sich bei seinem sozialen Netzwerk aber zugeknöpft. Warum?

Gleichzeitig werden alle zu Zwangsmitgliedern, die sich bei Gmail oder YouTube neu anmelden. Und seit heute kann man nur noch Apps im Play Store bewerten, wenn man ein "Plusser" ist. Google schottet sein Netzwerk also nach außen ab, verknüpft aber gleichzeitig seine eigenen Anwendungen immer stärker damit. 

Ich glaube, dass es den Google-Managern herzlich egal ist, wie viele Karteileichen in dem Netzwerk schlummern und wie groß der Abstand zu Facebook ist. Google+ ist ein langfristiges Projekt, das vor allem dazu dient, die Google-Produkte sozialer zu machen. Auch die Werbung, das Geschäft mit Anzeigen gehört dazu.


Bewertungen für Chrome im Play Store: Am relevantesten ist das, was andere Menschen mir empfehlen. / (c) AndroidPIT

Social ist immer noch DER digitale Trend und wird es wohl auch noch eine Weile bleiben. Man muss kein Zukunftsforscher sein, um zu sehen, dass sich das Soziale – also die digitalen Empfehlungen, Meinungen und Bekanntschaften – irgendwann wie ein dünner Film über das gesamte Internet legen wird und neu strukturiert. Auch wenn es abgedroschen klingt: Das Internet wird immer menschlicher. Und für ein Unternehmen, dessen Kerngeschäft das Internet ist, ist es ein entscheidender Vorteil, wenn es diese neue Struktur mitgestaltet und kontrolliert.

Die beste App, ist die App, die von anderen Menschen empfohlen wird. Das beste Restaurant ist das mit den besten persönlichen Bewertungen. Genauso ist es bei Reisezielen, Hotels, Schuhen, Büchern, Musik, Filmen – eigentlich bei allen digitalen Inhalten, die uns interessieren.

Alle Google-Inhalte werden durch Google+ verknüpft. Es ist der Schmierstoff, der die Dienste des Internetkonzerns umgibt und miteinander in einen Zusammenhang setzt. Aber dieser Schmierstoff wird erstmal nur dafür sorgen, dass der Google-Motor rund läuft und stärker ist als alle anderen.

Deswegen kommt Google+ auch ohne Werbung aus. Die kann Google ja an anderer Stelle ausstreuen.

Der studierte Historiker hat schon für viele verschiedene Publikationen im Mobilfunkbereich gearbeitet, unter anderem für Europas größtes Telekommunikationsmagazin CONNECT. Er ist an der Ostsee aufgewachsen, lebt aber schon seit mehr als 12 Jahren in Berlin. Das Meer vermisst er immer noch.

108 Kommentare

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  • C. Mas 26.01.2013 Link zum Kommentar

    Habe gerade meine sämtlichen Kommentare nebst G+ Konto gelöscht. So einfach ist das. Mit mir nicht..

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  • Jue Z. 09.12.2012 Link zum Kommentar

    Das ist eine echte Schweinerei. Ich werde KEINE Bewertungen mehr schreiben.

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  • Gerd Taddicken 08.12.2012 Link zum Kommentar

    Hallo!

    Google ist ein kommerzielles Unternehmen. Die Kaufleute interessiert nur eines = Profit. Was Nutzer denken und wünschen ist ihnen wurscht. Wenn nach Bertrand Russell (sinngemäß) sogar der Idealismus nur ein verdecktes Streben nach Macht sein soll, können wir uns denken, was ein Weltunternehmen erreichen will: Einziges Unternehmen auf der Erde und keine Konkurrenten...

    Deswegen sollte die Nutzerschaft möglichst versuchen unabhängig zu bleiben (Open Source etc.) und die Unternehmen gegeneinander ausspielen, d. h. Gleiches mit Gleichem vergelten. Letztendlich sind FB, M$, Google und wie sie alle heißen, amerikanische Unternehmen. Sie reden immer von Demokratie meinen aber nur den Profit. Da kann dann auch schon 'mal eine Kommerz-Diktatur herauskommen.

    Allen einen schönen Samstag noch!

    Gerd Taddicken - TLLH-MRU

    P. S. Das musste einmal geschrieben werden

    Link: http://www.androidpit.de/google-pflicht-im-play-store-der-schmierstoff-fuer-den-google-motor

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  • Martin Krischik 05.12.2012 Link zum Kommentar

    @Franz Monnem: Nur für “Top Entwickler” — Wieder so eine Google Funktion die nur Privilegierte benutzen dürfen.

    Und wie ich schon sagte: Für Google+ ist kein separater Account nötig. Ist nur eine zusätzliche Funktion auf deinem G-Mail Konto.

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  • Franz M. 05.12.2012 Link zum Kommentar

    @Martin: Was “unsere Auswahl für Tablets“ und “Topp Entwickler“ betrifft muss ich dir voll zustimmen. Was Google da treibt untergräbt echt schon bald das Media Markt Niveau :-D

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  • Franz M. 05.12.2012 Link zum Kommentar

    Hat Google eine Kommentar Funktion nicht vorher schon eingeführt? Ich glaube mich zu erinnern, dass ein Entwickler im Play Store eine unzutreffende Bewertung kommentiert hatte. Das wurde dann direkt unter der Bewertung angezeigt. Bin mir nicht mehr ganz sicher.

    Aber mal allgemein: Wenn ich mir ein Android Smartphone kaufe und im Play Store dann eine App kaufen möchte, bin ich von vorne herein ja schon dazu gezwungen a. einen googlemail Account anzulegen und b. für den Kauf von Apps meine Kreditkarten Daten zu hinterlegen (aufgrund mangelnder Alternativen zur Bezahlung).
    Auf diesem Wege ist es trotz aller Pseudonyme für Google möglich auf den Klarnamen des Verfassers einer Bewertung im Play Store zu kommen. Somit hätte man meiner Meinung nach die ganze Seite mit der Möglichkeit zum Kontrakt zwischen Entwickler und Anwender auf diesem Wege lösen können.
    Warum man nun gezwungen wird noch einen weiteren Google+ Account, was mit dem Smartphone und dem Play Store eigentlich nichts zu tun hat, anzulegen verstehe ich nicht. Google+ ist ein völlig anderes Produkt dieser Firma (ein soziales Netzwerk eben). Die Politik von Google läuft nun darauf hinaus, dass man das eine Produkt, welches man sich für Geld kauft, nicht in vollem Umgang nutzen kann, solange bis man auch das andere Produkt von Google nutzt.
    Dieser Punkt stört mich einfach extrem bei der ganzen Verknüpfung. Wenn, dann soll Google beide Produkte verschmelzen und zu einem ganzen machen. Dann Besuch man nur noch einen Account mit einem Passwort und fertig.
    Der momentane Zustand kommt mir etwa so vor: Ich kauf mir ein Auto, dar aber einige Funktionen des Autos erst nutzen, wenn ich mich noch für den Golfclub (oder was auch immer), welcher auch zum Hersteller gehört, anmelde.

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  • Rafael K. 05.12.2012 Link zum Kommentar

    @Izzy: Mit dem Unterschied, dass die Presse anders damit umgeht den Autor eines Beitrags zu kennen. So und jetzt vergleichen wir noch einen Schritt weiter.

    Beispiel Presse: Ein beliebiger SPON-Artikel.
    Es ist deutlich gekennzeichnet von welchem Autor der Artikel stammt und es gibt eine direkte Kontaktmöglichkeit.

    Beispiel Restaurant-Kritik auf restaurant-kritik.de. Kritiken sind generell nur nach Anmeldung möglich und der Kritiker ist über sein Pseudonym direkt kontaktierbar.

    Bewertungen bei Amazon (und quasi jedem anderen Shop): Nur mit Anmeldung und User direkt kontaktierbar, bzw. Bewertung kommentierbar.

    Im Grunde genommen ist jeder solche Account ein Account in einem mehr oder weniger exklusiven Social-Network, also hat Google doch nun nichts anderes gemacht als mit dem "Standard" gleichzuziehen.

    Ich bleibe dabei: Ich finde es gut und fairer als vorher.
    Eine Alternative dazu wäre in meinen Augen übrigens gewesen Kommentare des Devs unter den Bewertungen zu erlauben.

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  • Izzy 05.12.2012 Link zum Kommentar

    @Rafael: Das ändert nichts an der Aussage. Für die Kritik müsste lediglich der Zeitschrift mein Name bekannt (Vergleichsebene: normaler Google-Account), nicht aber zwangsweise mit einem (auch wenn nur zur Zeitung gehörenden) SN-Account (hier: G+) verknüpft sein.

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  • Rafael K. 05.12.2012 Link zum Kommentar

    @Franz Monnem:
    Das Beispiel mit dem Restaurant ist gut, aber leider unvollständig. Richtig müsste es heißen: "Stell dir vor man dürfte seine Kritik nur noch ÖFFENTLICH äußern, wenn man sich bei XYZ registriert".
    Genau das ist nämlich der Knackpunkt. Eine Beschwerde beim Koch oder halt beim Entwickler per Mail ist privat.
    Die Bewertungen von Apps sind öffentlich und stellen quasi den kollektiven Leumund der App und des Entwicklers dar. Wenn sie bewusst oder aus Unwissen falsche Informationen enthalten, stellen sie faktisch Rufmord dar, gegen den man bisher nichts machen konnte.
    Übertragen auf dein Beispiel müssten also in Restaurant-Fachzeitschriften anonyme Kritiken abgedruckt werden. Ich glaube kaum, dass es so etwas gibt und selbst wenn, gibt es dort die Verpflichtung zum Druck einer Gegendarstellung bei Falschmeldungen.

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  • Martin Krischik 04.12.2012 Link zum Kommentar

    @Franz Monnem: Das musst Du nicht. Geht leider auch gar nicht. https://play.google.com/store/apps/details?id=com.appspot.swisscodemonkeys.detector kann das — aber auch erst wenn die App installiert ist. Und bei einer Pay-App ist es dann zu spät.

    Top-Entlwickler: ist Augenwischerei. Auch leider. Selbst diese grotten schlechte Facebook App ist von einen Top-Entwickler. Wird wahrscheinlich nur an den Downloads gezählt und hat hat *leider* nichts mit Qualität zu tun.

    Das ist wirklich ein Problem. Google sollte sich hier mehr Mühe geben.

    Und wo wir gerade dabei sind: Das gleicht gilt für die “Unsere Auswahl für Tabletts.”. Der blöde RealCalc ist drin. Dabei hat er NULL — NIX — NARDA Tablett Support. Funktioniert nicht mal horizontal!

    Während ich den Abend damit verbracht habe herauszufinden warum Rotation auf Tabletts nicht funktioniert wie geplant (hab es gefunden – update kommt in den nächsten Tagen).

    Und ja! meine Kalkulatoren haben eine extra GUI für Tabletts. Aber sind sie in der Liste. Nö! Googles Listen sind der letzte M…


    Beta: Das finde ich an AndroidPIT recht gut: Hier kann man ein Beta-App hochladen ohne fürchten zu müssen sich seine Star-Ratings für immer zu versauen. Zu viele User lesen die Beschreibung nicht und sind dann um so schneller enttäuscht.

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  • Franz M. 04.12.2012 Link zum Kommentar

    Zitat von Martin K.: ”@Franz Monnem: schön wie du auf Google schimpfst und gleichzeitig eine Game lobst das eine illegale API verwendet.

    Womit wir wider bei “schlecht recherchiert” sind”

    1. Erkläre mir doch bitte: Wo schimpfe ich in der Darstellung mit dem Spiel auf Google? Und wo lobe ich das Spiel?
    “schlecht recherchiert“ ist wohl eine deiner liebsten Phrasen, diese solltest du aber auch mal selbst auf dich beziehen und selbst auch genau lesen/recherchieren! Ich habe lediglich nur auf die Grundproblematik in diesem Fall hin gewiesen und noch direkt dazu gesagt, “dass dieses Problem auf der Seite des Entwicklers liegt!“ Also ergibt deine erste Aussage für mich schon einmal keinen Sinn.

    2. Warum sollte es bitte an mir liegen herauszufinden, ob der Entwickler eine illegale API verwendet? Vor allem als Otto normal Verbraucher, der sich einfach ein Spiel kaufen möchte? Muss ich da im Vorfeld zwingend studieren, was eine API ist, was das bedeutet usw.?
    Ich als Kunde verlasse mich da auf die Angaben des Händlers, in diesem Fall Google. Das Spiel wird im Play Store von einem von Google als “Topp Entwickler“ titulierten Hersteller gegen Geld angeboten. Da glaube ich doch verlangen zu können, das Google selbst so etwas prüft: Ob das Spiel nach dem Kauf im vollen Umfang nutzbar ist. Und falls nicht, darauf hinzuweisen usw.. Es ist doch nicht gut (vor allem für die eigene Reputation), wenn man einen Zulieferer als Topp bezeichnet, dessen Ware aber illegales beinhaltet.
    Warum das in meiner Hand liegen sollte kann ich nicht verstehen. Wenn ich in ein Geschäft gehe um mir eine Ware zu kaufen, behaupte ich mal dass es nicht meine Aufgabe ist zu prüfen, ob der Hersteller der Ware das Produkt mit legalen oder illegalen Mitteln hergestellt hat. Das liegt in der Aufgabe des Händlers und ich werde diesbezüglich auch noch mal im HGB/BGB recherchieren.

    @ Rafael K.: Du fordertest bei fundiertem Meckern einen Namen für Rückfragen,falls dieser dann, wie du sagst, auch nach Verbesserungen schreit oder eben für einen Weg der Kommunikation.
    Diese Entscheidung liegt aber ganz allein beim Verbraucher selbst! Wenn der Verbraucher dass so möchte, dann kann er sich dazu entscheiden, sich “direkt“ beim Hersteller zu melden.
    Dabei aber “gezwungen“ zu sein dies über einen Dritten zu machen finde ich nicht in Ordnung.
    Banales Beispiel: Essen im Restaurant! Wenn es mir nicht schmeckt, kann ich mich persönlich dazu entscheiden es dem Koch zu sagen und dann evtl. noch Tipps zum verbessern geben. Ich kann auch noch Name und Telefonnummer hinterlassen, falls der Koch sich bei mir melden möchte damit ich die Verbesserung probieren kann. Ich kann mich von dem Koch auch als “Beta-Tester“ engagieren lassen, damit er generell Feedback von mir bei Neuerungen an Rezepten bekommt. Das ist aber der direkte Weg den der Kunde bei Wunsch und Verfügbarkeit in Anspruch nehmen kann.
    Und jetzt die Vorstellung: Ich darf dem Koch nur meine Meinung sagen, wenn ich mich z.B. bei Facebook anmelde und seine Seite like, damit er mich dadurch direkt kontaktieren kann. Und nur wenn ich das gemacht habe und dann den Koch auch noch bewertet habe bekomme ich die Beilage, die zum Gericht gehört?!!
    Sry, aber das ist so einfach ein no-go. Und soweit ich weiß ist das laut deutschem Recht illegal, werde da aber noch etwas genauer recherchieren, bevor die Behauptung so steht!

    Btw. Frage von einem Verbraucher ab einen Hersteller: Ist es nicht generell sinnvoll, sich so etwas wie einen guten Beta-Tester Kundenstamm anzulegen? Würde das nicht einiges verbessern? Und würde dies ein Bewertungssystem, wie es aktuell vorhanden ist, nicht weniger wichtig machen?

    Sry für den vielen Text, aber Standpunkte muss man klar machen, damit es keine Missverständnisse gibt.

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  • Izzy 04.12.2012 Link zum Kommentar

    Zum Meckern braucht man eine App nicht zu kommentieren/bewerten, das ist IMHO ohnehin der falsche Ort für dies und ebenso für Bugreports. So etwas macht man per Mail -- und das werde ich auch weiterhin (auf konstruktive Weise, versteht sich) so handhaben.

    Alles andere wurde bereits gesagt.

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  • Rafael K. 04.12.2012 Link zum Kommentar

    @Izzy:
    Man kann mit dem Button den User aber eben nur auf die Market-Seite der App schicken, jedoch nicht feststellen, ob er auch eine Bewertung abgibt. Man kann aus der App heraus keine Bewertungen übermitteln, das kann nur die Market-App. Finde ich aber auch sehr gut so, sonst wäre ja Bewertungs-Betrug Tür und Tor geöffnet.

    Ansonsten bin ich mit der Meinung voll bei Martin. Wer FUNDIERT etwas zu meckern hat, soll doch bitte auch mit seinem Namen für Rückfragen zur Verfügung stehen, damit man das Problem zügig aus der Welt schaffen kann. Es ist doch sowohl im Interesse von Devs als auch Usern, dass Fehler schnell entdeckt und behoben werden und das funktioniert nunmal nicht mit Kommentaren wie "läuft nicht".

    Die Medaille hat immer zwei Seiten und man kann sich nicht als User hinstellen und mehr Qualität bei den Apps fordern, aber sich gleichzeitig verweigern diese Forderung mit Informationen zu unterstützen. Das ist es nämlich woran es bei fast jedem Bug-Report mangelt, auch wenn er per Mail kommt. Häufig schreiben die User nichtmal den Namen der betroffenen App und man muss auch das explizit erfragen.
    Wer konstruktive Kritik üben will braucht dabei ja nichts zu befürchten. Wenn man zum Meckern jedoch vehement Anonymität fordert, muss ich mich doch fragen warum.

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  • Izzy 04.12.2012 Link zum Kommentar

    @Martin Die App könnte auch "internal preferences" nutzen: Ein Setting a la "hat_bewerted := FALSE", welches dann auf "TRUE" gesetzt wird, wenn der User den entsprechenden Button betätigt hat. Eventuell (hier bin ich überfragt) sogar die Bewertung in der App erfassen und dann komplett übermitteln -- damit der User nicht nur das Knöppsche drückt und dann sagt: "Ich bin doch nicht blöd" ;)

    Wie getippst: Prinzipiell hat der Dev ja Recht, wenn ich die App so oft nutze, sollte ich sie zumindest bewerten. Warum das jetzt nicht mehr geht (und wo sich Google den im Betreff genannten Stoff hinschmieren kann), brauche ich ja nicht zu erwähnen...

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  • Martin Krischik 04.12.2012 Link zum Kommentar

    @Franz Monnem, @Izzy: Da habt ihr auf etwas interessantes hingewiesen.

    Eine kurze Recherche auf http://stackoverflow.com [1] : Offiziell gibt es keine Möglichkeit festzustellen ob eine App Bewertet worden ist oder nicht.

    Inoffiziell gibt es eine API die das z.T. feststellen kann. Aber:

    “android-market-api violates Google's copyrights on the Market data, as that data is not publicly available under any license. Anyone using it may be subject to legal liability. ”

    @Franz Monnem: schön wie du auf Google schimpfst und gleichzeitig eine Game lobst das eine illegale API verwendet.

    Womit wir wider bei “schlecht recherchiert” sind.

    [1] http://stackoverflow.com/questions/5318700/how-to-know-if-a-specific-user-has-rated-a-android-app

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  • Izzy 04.12.2012 Link zum Kommentar

    Gutes Beispiel. Da fällt mir ein, dass auch so einige andere Apps auf die Dauer mit ihren Bewertungs-Wünschen ein wenig nervig werden können. In der "Vergangenheit" auch für uns "Verweigerer" kein Thema: Wenn ich die App wirklich (und viel) nutzen möchte, hat sie auch eine gute Bewertung verdient. In Zukunft müssen sich die App-Entwickler da aber (auf uns Verweigerer bezogen) etwas anderes einfallen lassen -- denn so weit geht meine Bereitschaft dann auch nicht mehr...

    Bevor jemand fragt: Wenn es in einem solchen Fall eine Kaufversion gibt, hat sich das Thema (per Kauf) schnell erledigt. Ist aber nicht immer der Fall. Gemein wird es allerdings dann, wenn auch die Kauf-App... o-o. Und davor warnt uns in Zukunft dann auch keine Bewertung mehr... :(

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  • Franz M. 04.12.2012 Link zum Kommentar

    Hm ein weiterer nerviger Punkt, der mir beim benutzten eines Spiels aufgefallen ist: Ich hatte mir vor einer weile mal das Spiel “Great Little War Game: All out war“ gekauft und das damals gerne auf meinem Smartphone gespielt.
    Nun, nach einer ganzen Weile, hab ich mal wieder lust auf das Spiel bekommen und auf dem Tablet installiert. Mal mit größerem Display und so, also los ging es. Nach einigen Missionen zurück im Hauptmenü kam auf einmal ein Pop up, dass ich schon vergessen hatte: ”wish to unlock the grenadier unit? Rate the game!“ ......aaaah stimmt ja, es gab ja noch die Grenadier Einheit.....ach...Google+ nötig, mist...
    Nun kann ich das “gekaufte“ (ja, hat Geld gekostet) Spiel nicht mehr in vollen Zügen genießen, weil ich G+ abstinent bin.....ok, das liegt zwar in der Hand des App Entwicklers!! und ich hoffe dieser reagiert mit einem Update, bei dem die Grenadier Einheit von vorne herein freigeschaltet ist. Ich werde auf jeden Fall mal die Entwickler anschreiben und nachfragen, wie sie das sehen mit dem Problem. Ich würde dann doch lieber mit dem Grenadier spielen. (nicht so teurer wie der Sniper^^)

    Ist zwar nur eine Kleinigkeit, aber doch etwas ärgerlich. Woher sollte man das denn damals beim kauf wissen?

    Hoffe das war jetzt keine unerlaubte Werbung für/gegen das Spiel.

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  • Martin Krischik 01.12.2012 Link zum Kommentar

    @XXL: Gut argumentiert — Bis auf den letzten Absatz. Der ist leider völlig falsch und zeigt das auch Du “schlecht Recherchiert” hast.

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  • User-Foto
    XXL 01.12.2012 Link zum Kommentar

    Sorry Martin, aber so wie du Google+ verteidigst, ist das schon ein bisschen krass. Gott sei dank machen sich noch einige kritische Leute mit gesundem Menschenverstand Gedanken und wehren sich gegen solche Auswüchse. Ausserdem ist deine Argumentation mehr als nur lückenhaft und einseitig.

    Dass AndroidPit nicht genau das gleiche ist, hat dir ja Franz schon in aller Ausführlichkeit versucht zu erklären. Und zu glauben, dass die Bewertungen irgendwie besser werden, ist mehr als nur naiv bzw. ein Pseudo-Argument. Fakt ist nur, dass massiv weniger Leute den Entwicklern Feedback geben werden. Sieh, dir mal die Bewertungen an, die AndroidPit im Moment abkriegt für den gigantischen Schwachsinn, den sie mit ihrer App abgezogen haben... Da gibt es nach wie vor sinnlose Einzeiler und böse Rückmeldungen. In diesem Fall auch völlig zurecht. Bis jetzt hat das Bewertungssystem absolut geklappt. Die Bewertungen entsprechen eigentlich immer der Qualität der App. Die 2-3 Prozent, die zu dumm sind um das App zu verstehen - und deshalb mies bewerten - wirst du auch weiterhin haben. Ich vermisse immer noch gute Argumente, die für diese Massnahme von Google sprechen, diese bist du uns immer noch schuldig.

    Des Weiteren braucht doch nicht jeder Depp meine ganze App-Sammlung auf meinem Smartphone zu kennen.

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  • Franz M. 01.12.2012 Link zum Kommentar

    Aha, an Franz Monnem erkennst nu, wer ich bin, wo ich wohne usw.? Das sind die Daten, die ich preis gebe, soweit ich es möchte. Android PIT hat ja nun mal keine Klarnamen Pflicht. Facebook und vor geraumer Zeit auch Google (nach massivem Protest nun nicht mehr) fordern Klarnamen. Wenn das hier also auch der Fall wäre, würde man mich als Francis Diawara und nicht als Franz Monnem sehen. Was und wieviel ich Preis gebe, entscheide ich selbst und lasse ich nicht entscheiden!

    Wenn ich hier kaufe und bewerte, dann nur mit meinem Pseudonym. Eine anonyme Methode zum bezahlen ist auch gegeben und mein echter Name ist hier nirgendwo hinterlegt. Meine Geburtsdaten und Privatadresse ebenso wenig und meine Email Adresse ist für andere User unsichtbar....also ich fühle mich hier anonym! Auch AndroidPIT kann nicht direkt sehen, wer ich bin und woher ich komme, solange ich das nicht zu lasse.

    Und bei Google ist das nicht der Fall! Ein Google Konto für Android, bei dem man “zwangsweise“ auch seine Kreditkarten Daten hinterlassen muss (wobei Kreditkarten hier nicht zum Standard wie in der USA gehören, aber anderes Thema was Bezahlung angeht) wenn man eine App kaufen möchte, ist definitiv mit dem Klarnamen, Anschrift, Alter usw. verbunden. Selbst wenn ich im Nachgang ein Pseudonym bei G+ benutze, kann Google selbst doch den realen Namen aufgrund der Verknüpfung der Accounts einsehen....und das ist ein gewaltiger unterschied.

    Aber du meinst ja ich seh das falsch. Erkläre mir dann doch bitte mal, was ich da falsch sehe. Kann es beim besten willen nicht erkennen, aber bin immer offen dafür mich belehren zu lassen, so lange es auch der wahrheit entspricht.

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