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Google Nest Mini im Test: Neuer Name, kleine Änderungen

Google Nest Mini im Test: Neuer Name, kleine Änderungen

Google bennent seine Home-Produkte um und liefert seine intelligenten Lautsprecher und seinen Wi-Fi-Hub nun unter der Marke Nest aus. Der neue Nest Mini ist eines der ersten Geräte, die unter dem neuen Namen auf den Markt kommen. Hier lest Ihr, was sich bei der neuen Variante des Google Home Mini außer dem Namen geändert hat.

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Was gibt es Neues beim Nest Mini?

Der Home Mini war zweifellos ein Hit für Google. Er kam im Jahr 2017 für 50 Dollar auf den Markt und war damit ein günstiger Einstieg in die Welt der Smart Speaker und digitalen Sprachassistenten. Meiner Meinung nach, ist der Google Home Mini zudem wesentlich attraktiver, als jedes Echo-Gerät von Amazon. Google hat natürlich versucht, den Home Mini zu verbreiten und sie daher etwa auf der IFA 2018 kostenlos verteilt. In den USA haben Spotify-Premium-Kunden kostenlose Home Minis enthalten und auch Google-One-Nutzer kamen schon in diesen Genuss.

Der Nest Mini hat ein Loch im Gehäuse, um ihn ohne zusätzliche Halterungen an der Wand befestigen zu können. Das Stromkabel hängt natürlich dennoch am Nest Mini. Doch es zeigt sich, dass Google Hardware entwickeln will, die sich besser in die Einrichtung Eurer Wohnung einfügen.

AndroidPIT google nest mini wall mount back
Der Nest Mini ist an der Wand montierbar. / © AndroidPIT

Google will auch nachhaltiger vorgehen und hat den kleinen Lautsprecher mit einem Stoff aus recycelten Plastikflaschen überzogen. Es gibt nun auch einen Ultraschallsensor, mit dem Ihr die Lautstärke über zwei LEDs an der Seite anpassen könnt, wenn Ihr Euch dem Lautsprecher nährt.

Auch die Hardware selbst hat ein Upgrade erhalten. Wie beim Vorgänger sitzt in dem Gehäuse noch immer ein 40mm-Treiber. Doch er wurde speziell für verstärke Bassfrequenzen optimiert. Laut Google soll man so doppelt so viel Bass erhalten, wie beim Home Mini. Für Stereoklang könnt Ihr zwei Nest Minis zusammenfassen. Neu ist auch ein drittes Mikrofon, das vor allem die Hotword-Erkennung für den Assistenten verbessert. Zusätzliche Rechenleistung kommt von einem neuen Machine Learning Chip, der bis zu einem Teraops schafft. Weiterhin gibt es einen physischen Killswitch für die Mikrofone. 

Auch bei der Stromversorgung gibt es kleine Änderungen. Die MicroUSB-Buchse wurde durch einen Koaxialstecker ersetzt. Das Netzteil hat 15 Watt. Google bietet den Nest Mini in den Farben Chalk, Charcoal, Sky und Coral an. Aus der Google-Sprache übersetzt bedeutet das Weiß, Schwarz, Hellblau und rötliches Orange.

AndroidPIT google nest mini mute switch
Die Mikrofone lassen sich weiterhin physisch ausschalten. / © AndroidPIT

Sind die neuen Funktionen gut?

Die Wandmontage des Nest Mini verbessert auch den Klang. Die Bassfrequenzen schwingen so durch die Wand selbst mit, was einen tieferen Klang ermöglicht, als wenn er etwa auf einem Nachttisch stünde. Ich bin mir zwar noch immer nicht sicher, ob er an der Wand gut aussieht, es klingt aber definitiv besser. Letztlich gibt es optisch auch nicht viele Unterschiede, denn der neue Stoff sieht genauso aus wie der alte, der weniger umweltfreundlich war.

AndroidPIT google nest mini volume touch
Neue Lautstärke-LEDs befinden sich an den Seiten des Lautsprechers. / © AndroidPIT

In Bezug auf die Klangqualität hat es definitiv eine Verbesserung gegeben. Der Bass ist satter und tiefer, besonders wenn Ihr den Lautsprecher auf eine feste Oberfläche stellt oder ihn an der Wand montiert. Ob der Bass nun doppelt so kräftig ist, sei dahingestellt. Doch auf jeden Fall ist der Bass besser als beim Google Home Mini. Der Ultraschallsensor funktioniert ebenfalls gut. Sicherlich ist das keine große Änderung gegenüber dem Home Mini, aber es ist nützlich. Gerade wenn Ihr Besuch habt und deren Stimme nicht registriert ist. So kann auch der Besuch die Lautstärke anpassen. Wenn Ihr den Nest Mini an der Wand anbringt, solltet Ihr die Richtung der Lautstärkeänderung in der Google-Home-App anpassen. Ihr könnt die Mitte des Lautsprechers antippen, um Musik abzuspielen oder zu pausieren. Beim Home Mini hatte Google diese Funktion nachträglich entfernt, da dies dazu führte, dass der Assistant zuhörte, wenn er es nicht sollte.

google nest mini screenshot
In der Google-Home-App könnt Ihr die Lautstärkereglung umkehren. / © AndroidPIT

Beim Google Assistant konnte ich keine großen Unterschiede zum Vorgänger feststellen, obwohl dies sicher der Hauptgrund ist, warum sich jemand einen Nest Mini zulegt. Ich hatte jedoch nie Probleme mit meinem Home Mini - die Bedienung fühlte sich identisch an.

Fragen, die Ihr dem Assistenten stellt, werden nun auf dem Gerät selbst und nicht mehr auf Googles Server beantwortet. Das soll schneller und sicherer sein. Die zusätzliche Geschwindigkeit ist nicht zu bemerken, sie könnte sich aber mit der Zeit verbinden, wenn der interne Chip "dazulernt". Einen großen Unterschied sollte das aber nicht machen.

Solltet Ihr auf den Nest Mini umsteigen?

Lohnt es sich, einen Nest Mini zu kaufen? Diese Frage ist schwer zu beantworten. Habt Ihr schon einen Google Home Mini, dann könnt Ihr einen etwas besseren Klang und die interne KI für den Google Assistenten erwarten. Zusätzlich lässt sich der Lautsprecher aufhängen.

Ich persönlich nutze meinen Google Home Mini nicht, um Musik zu hören. Er ist zu klein, um den Sound wirklich genießen zu könne. Jeder Musikliebhaber wird mehr erwarten, als der kleine Lautsprecher leisten kann. Als reiner Smart Speaker aber, ist es nur ein kleines Upgrade. Wenn Ihr Eure Anfragen lieber lokal verarbeiten lasst, könnte der Nest Mini eine gute Alternative sein. Die Vorteile müssen sich aber erst noch zeigen.

AndroidPIT google nest mini marble
Gleiches Design, aber jetzt mit 100% recycelten Materialien. / © AndroidPIT

Denkt auch daran, dass Google gerne einmal Produkte verschenkt oder zumindest günstiger anbietet. Es könnte gut sein, dass Google den Nest Mini beim anstehenden Black Friday für unter 50 Dollar anbietet. Wenn Ihr zwischen diesem und dem Amazon Echo Dot wählt, dann würde ich das Google-Produkt bevorzugen.

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3 Kommentare

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  • H G vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Wanzen kaufen u. selber installieren.......
    Die Stasi hätte gejubelt.


  • "Wenn Ihr zwischen diesem und dem Amazon Echo Dot wählt, dann würde ich das Google-Produkt bevorzugen".
    Könntest Du das bitte mal etwas ausführlicher begründen?


    • ich kann jetzt nur für mich sprechen, weiß also nicht ob das auch die Begründung des Artikel-Autors wäre:
      Ich nutze bisher den Google Assistant auf meinem Smartphone und einen Echo Dot zur Smarthomesteuierung ohne smartphone. Aber manchmal dafür auch den Assistant auf dem Smartphone. Ich hohle mir ein Nest Mini um den Echo Dot und damit Alexa bei mir zu Hause abzuschaffen und nur noch den Assistant zu nutzen. So könnte mich nur noch einer der Beiden Ausspionieren und nicht Beide.
      Ich finde es auch bequemer nur einen Sprachassistenten nzu nutzen, ich kann dann alles in einer App verwalten und muss mich nicht durch 2 Sprachsteuerungs-Apps hangeln, wenn ich z.B. ein neues Smarthome-Gerät zu Hause einrichte das mit dem Handy und dem Smartspeaker funktionieren soll.

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